Platzhalter für Profilbild

Claudia86

Lesejury Star
offline

Claudia86 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Claudia86 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2025

Der Mythos Barbie

Ein Leben für Barbie
0

Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz ...

Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz zu den üblichen Babypuppen, die die traditionelle Mutterrolle bestärken, soll diese Puppe kleine Mädchen dazu ermutigen, alles sein und tun zu können, was sie wollen. So wird Barbie geboren!

Ruth muss sich nicht nur an beruflicher Front behaupten, sondern gerät auch immer wieder in Streit mit ihrer Tochter Barbara, Namensgeberin für Barbie. Denn Barbara findet sich so gar nicht in dem neuen Frauenbild wieder. Doch Ruth macht weiter, mit der Hilfe ihres Mannes Elliot, dem Ingenieur Jack Ryan und der ambitionierten Modedesignerin Stevie Klein. In den kommenden Jahrzehnten wird Barbie zu einem Phänomen, das den Spielzeugmarkt revolutioniert. Aber je größer der Erfolg, desto tiefer der Fall, und die Probleme bei Mattel fangen gerade erst an …

Die Autorin Reneé Rosen schafft mit ihrer Erzählweise eine facettenreiche und spannende Geschichte, die abwechselnd aus der Sicht von Ruth, Jack und Stevie erzählt wird.

Ruth ist bei ihrer ältesten Schwester aufgewachsen, weil ihre Mutter nicht noch ein Kind aufziehen wollte. Auch wenn sie bei ihrer Schwester erleben konnte, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt, konnte sie ihr doch nicht die liebevolle Mutter ersetzen. Und so kommen auch bei Ruth in ihrem späteren Leben die Kinder oftmals zu kurz. Ruth ist eine Kämpferin in einer Männerdomäne und hat oft mit der Akzeptanz des „starken“ Geschlechtes zu kämpfen.

Jack, der Chefingenieur bei Mattel, zeichnet federführend für die Entwicklung der Barbie. Doch neben seinem beruflichen Perfektionismus quälen ihn ganz andere Probleme. Es ist manisch-depressiv und Legastheniker. Das versucht er mit ständig wechselnden Affären, Alkohol und Partys zu kompensieren.

Stevie, eine junge Designerin, die eigentlich immer Haute Couture entwerfen wollte, lernt schnell, dass man Mode nicht einfach kleiner machen kann, damit sie Barbie passt. Doch steckt sie gegenüber ihren ehemaligen Kommilitonen in einem Zwiespalt, da diese sich über Barbie lustig machen.

Doch der Mythos Barbie brachte für alle auch Schattenseiten mit sich. Gegner fanden Barbie zu dünn, zu unnatürlich und zu perfekt. Und so feiern die drei Protagonisten die Erfolge und haben aber auch mit Rückschlägen zu kämpfen.

Alles in allem hat die Autorin eine spannende und interessante Geschichte über den Mythos Barbie geschaffen, und die beeindruckende Frau, die hinter der Entstehung steckt.




  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2025

Der Traum vom schönen Leben

Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben
0

Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in ...

Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in der Stadt nicht erschwinglich. Aber so stehen sie häufig vor den Schaufenstern und träumen von einem besseren Leben...

Doch als der Seniorchef plötzlich stibt, ist die Existenz der Familie bedroht. Denn auch sein Bruder Max hat es darauf abgesehen, etwas von dem Erbe abzubekommen, welches Anton jedoch nur seiner Frau und seinen Kindern vermacht hat.

Die Geschichte, die auf den bekannten Informationen zur Firmengeschichte des Delikatessenhauses Dallmayr beruht, ist in großen Teilen fiktiv. Jedoch bekommt man durch die Erzählungen der Autorin ein realistisches Bild des Unternehmens und Lebens in München zur Zeit der Jahrhundertwende beschrieben.

Anfangs noch etwas zäh, kommt man doch bald schneller durch die Geschichte voran. Doch die Kapitellängen mit jeweils etwa 200 Seiten stören den Lesefluss doch etwas. So habe ich mir die Geschichte einfach in kleine Abschnitte geteilt.

Soviel sein jetzt schon verraten, auf den 640 Seiten passiert sehr viel. Die Figuren waren alle sehr sympathisch, auch wenn ich vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen verstehen konnte. Aber nicht alles ist so gleich immer vorhersehbar gewesen und so blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und die Fortsetzung wartet auch schon auf meinem SUB.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2025

Hat die Liebe noch eine zweite Chance?

Wild Rose Cottage
0

Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang ...

Als Calla nach Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, trifft sie als erstes auf ihre alte Jugendliebe Rowan, als sie mit ihrem Auto in seinen Wagen fährt. Eine Situation, die definitiv nicht auf einen Neuanfang hoffen lässt. Noch dazu reagiert er ihr gegenüber sehr unfreundlich.

Als Calla erfährt, dass Rowan inzwischen alleinerziehender Vater ist, weiß sie nicht so recht, wie sie damit umgehen soll. Und außerdem hat er alles Recht der Welt auf sie sauer zu sein, weil sie damals mit ihrer Mutter gegangen ist und sich nicht mehr bei ihm gemeldet hat.

Die Autorin, Cassia Bieber, hat eine schöne Geschichte geschaffen, die definitiv nicht so kitschig ist, wie es das Cover vielleicht vermuten lässt.

Die beiden Protagonisten, die sich auch in der Erzählperspektive abwechseln, sind sympathisch und man kann sehr gut nachvollziehen, dass das Leben für die beiden nicht immer einfach war. Man merkt aber auch schnell, dass zwischen den beiden eine besondere Anziehung herrscht, die sich auch nach all den Jahren nicht verändert hat.

Calla, die damals, als sich ihre Eltern getrennt hatten, sich entscheidet mit ihrer Mutter zu gehen, konnte Rowan und ihre Heimat Wiltshire nie vergessen. Doch ein Schicksalschlag brachte ihr ganzes Leben durcheinander. Und Rowan möchte eigentlich immer nur das Beste für seinen Sohn.

Ob die beiden noch eine zweite Chance haben? Lest selbst!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2025

Das Geheimnis der Musik

Die verheimlichte Tochter
0

Auch Ella erhält aus dem Nachlass von Hope Berenson ein Kästchen, das, wie sie glaubt, einst für ihre erst vor Kurzem verstorbene Großmutter vorgesehen war. Der Inhalt, ein altes Foto und ein Notenblatt ...

Auch Ella erhält aus dem Nachlass von Hope Berenson ein Kästchen, das, wie sie glaubt, einst für ihre erst vor Kurzem verstorbene Großmutter vorgesehen war. Der Inhalt, ein altes Foto und ein Notenblatt geben ihr Rätsel auf. Über Umwege trifft sie auf einen Violinisten, ihren alten Freund und Jugendschwarm Gabriel, der ihr bei der Suche helfen soll und so führen sie erste Spuren nach Griechenland.

Mit „Die verheimlichte Tochter“ hat Soraya Lane in ihrer Saga um die verlorenen Töchter eine Geschichte geschaffen, die irgendwie anders ist als die Bände, die ich bisher aus dieser Saga gelesen habe. Eines sei zunächst vorangestellt, der Klappentext der 1. Auflage des Taschenbuches ist fehlerhaft und führt vielleicht beim Lesen zunächst zu Irritationen.

In diesem Teil ist der Handlungsstrang in der Vergangenheit doch sehr präsent. Hier geht es um die junge Griechin Alexandra und den englischen Musiker Bernard. Die aufkeimende Liebe scheitert jedoch, als Alexandra merkt, dass sie schwanger ist. Von ihrem Vater unter Druck gesetzt, verlässt Alexandra Bernard kommentarlos.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart erzählt von Ellas Suche, auch nach sich selbst. Denn irgendwie hatte sie schon immer das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Aber dieser Erzählstrang bildet in diesem Band nur eine nachgeordnete Rolle.

Die Geschichte ist kurzweilig und schnell zu lesen. Jedoch kommt in Bezug auf das Umfeld kaum Atmosphäre auf und die Schauplätze in Griechenland und England werden nur schemenhaft beschrieben.

Alles in allem ist jedoch eine Geschichte entstanden, die etwas anders ist und gut unterhält. Eine weitere Etappe um das Rätsel, um Hope Berenson zu lösen? Ich bin schon gespannt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Geheimnisvolles Porzellan

Für immer ab jetzt
0

In „Für immer ab jetzt“ von Julie Shackman lernen wir als Protagonistin Sophie Harkness kennen. Sophie arbeitet als Hochzeitsplanerin in einem Luxushotel. Aber als eines Tages eine verwöhnte Braut, die ...

In „Für immer ab jetzt“ von Julie Shackman lernen wir als Protagonistin Sophie Harkness kennen. Sophie arbeitet als Hochzeitsplanerin in einem Luxushotel. Aber als eines Tages eine verwöhnte Braut, die meint das man mit Geld alles kaufen kann, und von ihr verlangt, die schon lange geplanten Hochzeitstermin eines anderen Paares zu verlegen, kündigt sie ihren Job Knall auf Fall, weil diese Entscheidung gegen ihre persönliche Überzeugung gegangen wäre.

Doch was soll sie nun tun? Als sie mit ihren Eltern nach dem Tod ihrer Großmutter deren Haus räumen wollen, findet Sophie einen geheimnisvollen Brief ihrer Großmutter. Sie hat ihr eine wertvolle Porzellansammlung und ein Ladenlokal hinterlassen, verbunden mit dem Wunsch, ein Porzellangeschäft zu eröffnen.

Und als dann eines Tages eine geheimnisvolle Frau ihr ein ungewöhnliches Teeservice schenkt und einfach verschwindet, fängt die Geschichte erst recht an, eigenartig zu werden. Aber Sophie denkt nicht daran, dass Service zu verkaufen, vielmehr will sie die Geschichte dahinter erfahren, als sie in der Schachtel einen alten Brief findet. Dabei begegnet sie dem Keramikexperten und Auktionator Xander North, der nicht nur Licht in das Geheimnis des Teeservices bringt, sondern auch Sophies Leben auf den Kopf stellt.

Die Autorin schafft eine idyllische Atmosphäre in der Kleinstadt Briar Glen, in den schottischen Highlands. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Die Mischung der Geschichte aus Romantik, Geheimnissen und der persönlichen Entwicklung von drei besonderen Frauen, die diese Geschichte formen, haben es wirklich spannend und unterhaltsam gemacht. Doch muss ich leider gestehen, dass sich mir die Geschichte von Sophies Großmutter nicht wirklich in Gänze erschlossen hat.

Alles in allem aber eine stimmungsvolle Geschichte zwischen Neuanfang, Liebe und vielen Geheimnissen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere