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Claudia86

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2025

Das Geheimnis der Musik

Die verheimlichte Tochter
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Auch Ella erhält aus dem Nachlass von Hope Berenson ein Kästchen, das, wie sie glaubt, einst für ihre erst vor Kurzem verstorbene Großmutter vorgesehen war. Der Inhalt, ein altes Foto und ein Notenblatt ...

Auch Ella erhält aus dem Nachlass von Hope Berenson ein Kästchen, das, wie sie glaubt, einst für ihre erst vor Kurzem verstorbene Großmutter vorgesehen war. Der Inhalt, ein altes Foto und ein Notenblatt geben ihr Rätsel auf. Über Umwege trifft sie auf einen Violinisten, ihren alten Freund und Jugendschwarm Gabriel, der ihr bei der Suche helfen soll und so führen sie erste Spuren nach Griechenland.

Mit „Die verheimlichte Tochter“ hat Soraya Lane in ihrer Saga um die verlorenen Töchter eine Geschichte geschaffen, die irgendwie anders ist als die Bände, die ich bisher aus dieser Saga gelesen habe. Eines sei zunächst vorangestellt, der Klappentext der 1. Auflage des Taschenbuches ist fehlerhaft und führt vielleicht beim Lesen zunächst zu Irritationen.

In diesem Teil ist der Handlungsstrang in der Vergangenheit doch sehr präsent. Hier geht es um die junge Griechin Alexandra und den englischen Musiker Bernard. Die aufkeimende Liebe scheitert jedoch, als Alexandra merkt, dass sie schwanger ist. Von ihrem Vater unter Druck gesetzt, verlässt Alexandra Bernard kommentarlos.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart erzählt von Ellas Suche, auch nach sich selbst. Denn irgendwie hatte sie schon immer das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Aber dieser Erzählstrang bildet in diesem Band nur eine nachgeordnete Rolle.

Die Geschichte ist kurzweilig und schnell zu lesen. Jedoch kommt in Bezug auf das Umfeld kaum Atmosphäre auf und die Schauplätze in Griechenland und England werden nur schemenhaft beschrieben.

Alles in allem ist jedoch eine Geschichte entstanden, die etwas anders ist und gut unterhält. Eine weitere Etappe um das Rätsel, um Hope Berenson zu lösen? Ich bin schon gespannt.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Geheimnisvolles Porzellan

Für immer ab jetzt
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In „Für immer ab jetzt“ von Julie Shackman lernen wir als Protagonistin Sophie Harkness kennen. Sophie arbeitet als Hochzeitsplanerin in einem Luxushotel. Aber als eines Tages eine verwöhnte Braut, die ...

In „Für immer ab jetzt“ von Julie Shackman lernen wir als Protagonistin Sophie Harkness kennen. Sophie arbeitet als Hochzeitsplanerin in einem Luxushotel. Aber als eines Tages eine verwöhnte Braut, die meint das man mit Geld alles kaufen kann, und von ihr verlangt, die schon lange geplanten Hochzeitstermin eines anderen Paares zu verlegen, kündigt sie ihren Job Knall auf Fall, weil diese Entscheidung gegen ihre persönliche Überzeugung gegangen wäre.

Doch was soll sie nun tun? Als sie mit ihren Eltern nach dem Tod ihrer Großmutter deren Haus räumen wollen, findet Sophie einen geheimnisvollen Brief ihrer Großmutter. Sie hat ihr eine wertvolle Porzellansammlung und ein Ladenlokal hinterlassen, verbunden mit dem Wunsch, ein Porzellangeschäft zu eröffnen.

Und als dann eines Tages eine geheimnisvolle Frau ihr ein ungewöhnliches Teeservice schenkt und einfach verschwindet, fängt die Geschichte erst recht an, eigenartig zu werden. Aber Sophie denkt nicht daran, dass Service zu verkaufen, vielmehr will sie die Geschichte dahinter erfahren, als sie in der Schachtel einen alten Brief findet. Dabei begegnet sie dem Keramikexperten und Auktionator Xander North, der nicht nur Licht in das Geheimnis des Teeservices bringt, sondern auch Sophies Leben auf den Kopf stellt.

Die Autorin schafft eine idyllische Atmosphäre in der Kleinstadt Briar Glen, in den schottischen Highlands. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Die Mischung der Geschichte aus Romantik, Geheimnissen und der persönlichen Entwicklung von drei besonderen Frauen, die diese Geschichte formen, haben es wirklich spannend und unterhaltsam gemacht. Doch muss ich leider gestehen, dass sich mir die Geschichte von Sophies Großmutter nicht wirklich in Gänze erschlossen hat.

Alles in allem aber eine stimmungsvolle Geschichte zwischen Neuanfang, Liebe und vielen Geheimnissen!

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Humorvolle Geschichte mit einer gelungenen Portion Spannung

Neues Glück im kleinen Friseursalon
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Als Hanne im kleinen Örtchen Engelsbrunn im Odenwald landet, ahnt sie noch nicht, was da auf sie zukommt. Als sie erfährt, dass der alte Friseurmeister Elmar Engel seinen Friseursalon (Friseur, nicht Frisör ...

Als Hanne im kleinen Örtchen Engelsbrunn im Odenwald landet, ahnt sie noch nicht, was da auf sie zukommt. Als sie erfährt, dass der alte Friseurmeister Elmar Engel seinen Friseursalon (Friseur, nicht Frisör abgeben möchte, keimt in Hanne die Hoffnung auf ein neues Leben. Doch das, was hinter ihr liegt, kann zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen.

Hanne ist froh, dass sie ohne große Formalitäten den Laden übernehmen kann, weil sie sich auch sofort in das Retro-Design der Einrichtung verliebt hat. Zunächst merkt Hanne noch, dass die Engelsbrunner etwas skeptisch gegenüber der jungen Friseurmeisterin sind. Doch schnell macht sie sich einen Namen und kann so auch die Herzen der Dorfbewohner für sich gewinnen.

Auch die Liebe scheint es gut mit ihr zu meinen. Wenn doch nur nicht plötzlich ihr Ex auftauchen und Hanne von ihrer Vergangenheit eingeholt werden würde. Was sich wohl hinter ihrer Fassade der „Hanne Vulpius“ versteckt? Es wird definitiv spannend!

Die Dorfbewohner, alle auf ihre ganz besondere Weise echt liebenswert, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Aber mein besonderer Liebling ist Elvira. Es ist bewundernswert, wie der Friseursalon in den Händen von Hanne, zum kulturellen Zentrum des Ortes wird. Und plötzlich scheint der ganze Ort aus seinem „Dornröschenschlaf“ zu erwachen.

Elizabeth Horn ist es gelungen, diesen Wohlfühlroman mit einer besonderen Portion Humor und Spannung zu verbinden, und so eine Geschichte zu schaffen, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Dem Geheimnis auf der Spur

Die vermisste Tochter
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Auch Claudia hat vom Nachlassverwalter einer gewissen Hope Berenson ein Kästchen erhalten. Ein Kästchen, das einst für ihre Großmutter hinterlassen wurde. In dem Kästchen findet sie die Zeichnung eines ...

Auch Claudia hat vom Nachlassverwalter einer gewissen Hope Berenson ein Kästchen erhalten. Ein Kästchen, das einst für ihre Großmutter hinterlassen wurde. In dem Kästchen findet sie die Zeichnung eines Wappens und die Visitenkarte eines Christopher Dutton. Doch was soll das bedeuten?

Mit „Die vermisste Tochter“ folgt ein weiterer spannender Teil der Saga von Soraya Lane um die verlorenen Töchter. Mit ihrem bildhaften und kurzweiligen Schreibstil ist es ihr wieder gelungen, mich auf eine Reise aus der Gegenwart direkt in das Havanna der 1950er Jahre zu entführen.

Als ihr Vater herausfindet, dass das Wappen zu einer ehemals sehr wohlhabenden Familie in Kuba gehört, entscheidet sich Claudia spontan, nach Kuba aufzubrechen. Sie möchte diesem Geheimnis auf die Spur gehen.

Im Wechsel der beiden Erzählstränge zwischen Gegenwart und Vergangenheit bekommt man schnell ein Gefühl, wohin „die Reise gehen“ soll. Doch was ist in der Vergangenheit wirklich passiert?

In der Geschichte begegnen sich zwei Liebesgeschichten, die stellenweise doch etwas „künstlich“ wirken, doch lassen sie es nicht an Emotionalität fehlen. Claudia und Matteo in der Gegenwart und Esmeralda und Christopher in der Vergangenheit. Aber so wirkt doch das Geheimnis um das Kästchen nur wie eine Nebenrolle. Erkenntnisse kommen ziemlich schnell und irgendwie wird aber auch nicht wirklich alles aufgeklärt.

Man bekommt auch einen sehr guten Eindruck, wie es für eine junge Frau in einer wohlhabenden Familie in Kuba in den 1950er Jahren war. Von der Zuckerrohrdynastie bis zum politischen Umbruch.

Man kann die einzelnen Bände sehr gut voneinander getrennt lesen und muss die Reihenfolge nicht unbedingt einhalten. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen. Die Geschichte um Hope's House und die Kästchen wird immer wieder als roter Faden aufgenommen. Ich hoffe ja noch immer, dass das Geheimnis, warum Hope gerade diese Kästchen aufbewahrt hat, irgendwann noch gelöst wird.

Ich freue mich schon jetzt darauf, zu erfahren, wie es weitergehen wird!

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Wenn eine Kamerdienerin und der Hoffotograf ermitteln...

Der Fotograf der Kaiserin
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Wir schreiben das Jahr 1882 am kaiserlichen Hof in Wien. Liesel ist eine Bauernmagd aus Bayern, die als Kammerdienerin am steifen Wiener Hof, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht und penibel darauf achtet, ...

Wir schreiben das Jahr 1882 am kaiserlichen Hof in Wien. Liesel ist eine Bauernmagd aus Bayern, die als Kammerdienerin am steifen Wiener Hof, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht und penibel darauf achtet, den Herrschenden zu gefallen, nicht ganz einfach hat. Doch Liesel hat sich das Vertrauen der Kaiserin erarbeitet. Und so schickt sie die Kaiserin höchstpersönlich mit einem geheimen Brief zum Schwager der Kaiserin, dem Erzherzog Luziwuzi. Doch plötzlich landet sie mittendrin, als ein Mordanschlag auf den Schauspieler und Geliebten des Erzherzogs verübt wird und trifft dort auf den Hoffotografen Viktor Angerer. Aufregende Ermittlungen beginnen zwischen Gendarmerie und militärischer Geheimpolizei... Liesel und Angerer wissen oftmals nicht mehr, wem sie in diesem ganzen Gewirr aus Intrigen noch vertrauen können.

Humorvoll und mit einer gehörigen Portion Wiener Schmäh erzählt der Autor Tom Sacher, wie es am Wiener Hof zugeht. Die Figuren sind unterhaltsam und authentisch beschrieben. Doch muss ich geschehen, dass ich dem Handlungsfaden nur schwer folgen konnte. Die komplizierten Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren machen es an der Stelle nicht unbedingt leichter. Vor allen Dingen in der zweiten Hälfte des Romans überschlagen sich die Ereignisse.

Interessant fand ich es, dass man hier einfach mal das schwarze Schaf der Habsburger Familie in das Zentrum des Geschehens gestellt hat und eine Mord in Mayerling, 1882, nur wenige Jahre vor der allseits bekannten Tragödie rund um den Kronprinzen Rudolf. Und so finden auch Helene Vetsera und ihre Tochter Mary ihren Platz in dieser Geschichte.

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