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Veröffentlicht am 09.12.2017

Äußerst gelungenes Debüt

Das Recht zu strafen
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Thriller Das Recht zu strafen von Ingo Bott erschienen am 08.09.2017 im Grafit Verlag,
E-book 317 Seiten

Man merkt sofort, dass der Autor vom Fach ist. In keinem der bisher von mir gelesenen Krimis ...

Thriller Das Recht zu strafen von Ingo Bott erschienen am 08.09.2017 im Grafit Verlag,
E-book 317 Seiten

Man merkt sofort, dass der Autor vom Fach ist. In keinem der bisher von mir gelesenen Krimis und Thriller wurden die Ermittlungsarbeiten von Polizei und Staatsanwaltschaft so detailliert und außergewöhnlich geschildert wie hier. Ingo Bott spricht eine direkte und ungeschönte Sprache. Durch diesen eigenwilligen Erzählstil und die kurzen Kapitel kommt der Leser schnell in die Geschichte und ist vom ersten Moment an gefesselt. Lediglich die abrupten Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind zeitweise ein wenig anstrengend, tun der Spannung jedoch keinen Abbruch. Der Plot ist mit einem stetigen Spannungsaufbau gut aufgebaut und mündet in einem kurzen und knackigen Finale.

Ingo Bott hat bei den Ermittlern extrem kantige Charaktere geschaffen, die wie aus dem Leben gegriffen erscheinen. Auch der eitle Strafverteidiger Faber und die schöne Latina-Staatsanwältin Sánchez-Amann hadern teilweise mit sich und ihren Entscheidungen.

Fazit: Thriller Fans werden von Ingo Botts Debüt mit Sicherheit begeistert sein. Aufgrund des Spannungsbogens fällt es einem schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Im letzten Drittel ist das Knistern zum Greifen nah und man vergisst vor lauter Mitfiebern alles um sich herum. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Mein herzlicher Dank geht an Netgalley und den Grafit Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 30.11.2017

Entscheidung für das wahre Leben

Losing me
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Roman Losing me – Verliebt in meinen Stiefbruder von Christiane Bößel erschienen am 06.03.2017 im Forever Verlag, E-book 352 Seiten

Dank des lockeren Erzählstils, der kurzen Kapitel und der Ich-Erzählform ...

Roman Losing me – Verliebt in meinen Stiefbruder von Christiane Bößel erschienen am 06.03.2017 im Forever Verlag, E-book 352 Seiten

Dank des lockeren Erzählstils, der kurzen Kapitel und der Ich-Erzählform aus Julias Sicht kommt man sehr schnell in die Geschichte rein. In der zweiten Hälfte gibt es leider einige Längen, dafür wurde beim Ende an Originalität gespart.

Die Autorin erschafft hier zwei Teenager, deren Lebensumstände verschiedener nicht sein können. Julia lebt in den USA dank ihres reichen Stiefvaters das klassische Leben des amerikanischen Traums. Sie hat einen sowohl optisch als auch charakterlich perfekten Freund, mit dem die Zukunft bereits bis ins kleinste Detail geplant ist. Dank ihrer oberflächlichen „Freundinnen“ gehört sie mit zu den It-Girls. Allerdings ist ihr auch klar, dass sie dieses Leben überhaupt nicht will, weil sie sich darin nicht echt fühlt.

Chris kommt aus den ärmlichsten Verhältnissen und wurde von seiner Mutter nie geliebt und verstoßen. Aufgrund dessen ist er mit etlichen Vorstrafen behaftet und emotional total gestört. Er neigt zu Aggressivität, Wutausbrüchen und reagiert oft ganz irrationell. Doch trotzdem oder gerade deswegen wird Julia wie magisch von ihm angezogen und verliebt sich entgegen aller Vernunft in ihn. Damit tritt sie eine Lawine von Gefühlen und Entscheidungen los.

Fazit: Mir hat sehr gut gefallen, dass in diesem Roman der „Bad Boy“ Chris aufgrund seiner Herkunft sehr extrem dargestellt wurde. Julia wirkte oft sehr unentschlossen und wurde erst durch eine Extremsituation endlich erwachsen. Die Thematik ist sicherlich keine neue, wurde hier jedoch durch die sehr unterschiedlichen Charaktere dramatischer dargestellt. Geeignet ist der Roman für Fans von Young Adult Romanen mit dem Schwerpunkt „Geschwisterliebe“.

Mein herzlicher Dank geht an Netgalley und dem Forever Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 23.11.2017

"Süße" Liebesgeschichte

Taste of Love - Zart verführt
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Roman Taste of Love – Zart verführt von Poppy J. Anderson erschienen am 26.10.2017 im Bastei Entertainment Verlag, E-book 299 Seiten

Auch der dritte Teil der Taste of Love-Reihe ist wieder eine gelungene ...

Roman Taste of Love – Zart verführt von Poppy J. Anderson erschienen am 26.10.2017 im Bastei Entertainment Verlag, E-book 299 Seiten

Auch der dritte Teil der Taste of Love-Reihe ist wieder eine gelungene Mischung von Essen und Liebe. Der gewohnt lockere und leichte Schreibstil der Autorin lässt den Leser schnell in die Geschichte einsteigen. Durch die köstlichen Rezepte von Patissière Liz werden stets die Geschmacksknospen angeregt und man möchte am liebsten in ihre Chocolaterie gehen und ihre Kunstwerke probieren.

Die beiden Protagonisten Liz und Adam sind mir von Anfang an sympathisch gewesen. Liz ist aufgrund ihrer „Problemzonen“ ein wenig gehemmt und hat in Liebesdingen einfach kein Glück. Umso erstaunter ist sie, dass sich ausgerechnet ein ehemaliges männliches Modell für sie zu interessieren scheint. Adam hat seine Modellkarriere hinter sich gelassen und möchte nicht auf seinen Körper reduziert, sondern als Fitnesstrainer ernst genommen werden. Durch einen Trick von Liz Schwester Vicky lernen die beiden sich näher kennen und entdecken so jeweils die „Schokoladenseite“ des Anderen.

Fazit: Poppy J. Anderson weiß mit Leichtigkeit und ein wenig Raffinesse in Sachen Gourmet ihre Leser zu verführen. Meine unbedingte Leseempfehlung geht an die Fans der ersten beiden Bände sowie alle Naschkatzen und Leser von heiteren und leichten Liebesromanen.

Mein herzlicher Dank geht an Netgalley und dem Bastei Entertainment Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 14.11.2017

Thriller mit Überlänge und sehr realitätsfremden Ende

Jeden Tag gehörst du mir
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Thriller Jeden Tag gehörst du mir von Alex Lake erscheint am 13.11.2017 im HarperCollins Verlag, E-book 381 Seiten

Alex Lake hat sich eines bewährten Themas bedient, der Obsession. Das Buch besteht aus ...

Thriller Jeden Tag gehörst du mir von Alex Lake erscheint am 13.11.2017 im HarperCollins Verlag, E-book 381 Seiten

Alex Lake hat sich eines bewährten Themas bedient, der Obsession. Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln und ist in drei Teile unterteilt. In den ersten beiden Teilen gibt es weitere Unterteilungen zu Damals. Diese Kapitel geben dem Leser Aufschluss darüber, was es mit dem Serienmörder auf sich haben könnte. Durch den flüssigen Schreibstil kommt man schnell in die Geschichte rein.

Kate hat sich vor einiger Zeit von ihrem Langzeitfreund Phil getrennt und möchte erst einmal keine feste Bindung eingehen. In Bezug auf Männer wirkt sie allerdings sehr naiv, was ihr letztendlich auch zum Verhängnis wird. Der Serienmörder ist ein präzise gezeichneter Psychopath, der all seine Finessen zum Einsatz bringt.

Schnell wird eine Frauenleiche nach der anderen gefunden. Der Autor legt geschickt falsche Fährten, wer als Täter in Frage kommt, so dass der Leser ins Grübeln kommt. Auch Kate erlebt merkwürdige Dinge, die den Leser zusätzlich vor ein Rätsel stellen. Der Spannungsbogen steigt stetig an. Die Kapitel aus der vergangenen Zeit tragen ebenfalls zur Spannung bei. Dies hat mir sehr gut gefallen. Nach Zweidritteln des Buches ist der Täter allerdings bereits entlarvt. Es beginnt ein sehr langwieriger Showdown, der einige Überspanntheiten enthält und in einem unglaubwürdigen Ende mündet.

Fazit: Die Thematik und die Umsetzung bis zur Täterentlarvung haben mir sehr gut gefallen. Leider wird die Überführung des Täters viel zu sehr in die Länge gezogen. Die Extravaganzen und das unrealistische Ende haben mein Lesevergnügen getrübt. Ich hätte mir ein schnelleres Ende und einen anderen Ausgang gewünscht.

Mein herzlicher Dank geht an Netgalley und den HarperCollins Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 14.11.2017

Vielschichtiger Vampirroman mit dem besonderen Etwas

Bloodspell - Es lebe die Nacht!
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Bloodspell – Es lebe die Nacht! von Norma Feye erscheint am 14.11.2017 im beHeartbeat by Bastei Entertainment Verlag, 312 Seiten

Norma Feye ist ein äußerst abwechslungsreicher und vielschichtiger Roman ...

Bloodspell – Es lebe die Nacht! von Norma Feye erscheint am 14.11.2017 im beHeartbeat by Bastei Entertainment Verlag, 312 Seiten

Norma Feye ist ein äußerst abwechslungsreicher und vielschichtiger Roman gelungen, der gleichzeitig mehrere Genre bedient.

Dies ist mein erster Roman von Norma Feye und ich bin fasziniert. Der flüssige Schreibstil lässt den Leser schnell in die Geschichte eintauchen. Sie beginnt mit einer Modenschau und beschreibt mit einer großen Liebe zum Detail die vorgeführte Mode. Die bildhafte Sprache hat mir sehr gut gefallen, da ich selbst eine Affinität zu Mode und Make-up habe.

Schnell lernen sich Viva und Ronan kennen. Ihre erotische Begegnung wird prickelnd und sinnlich, jedoch keinesfalls gewöhnlich beschrieben. Geschickt lässt die Autorin weitere Handlungsstränge einfließen, so dass aus der anfänglichen Liebesgeschichte im weiteren Verlauf fast sogar ein Krimi wird. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und die Geheimnisse der Protagonisten werden nach und nach mit eingeflochten. Parallel wird die Geschichte von Genoveva erzählt, die dem Leser Einblick in ein über Jahrhunderte zurückliegendes Geheimnis gibt.

Die Protagonisten und weiteren Personen weisen ganz besondere Charaktere und Kennzeichen auf. Insbesondere Vivas Assistenten habe ich aufgrund ihrer direkten bzw. schillernden Art sehr ins Herz geschlossen. Viva selbst ist eine übernatürliche Schönheit, doch auch ihr Leben birgt seine Schattenseiten.

Fazit: Dies ist ein Vampirroman der besonderen Art, da er geschickt Fantasy und Realität miteinander verknüpft. Ich habe mich die gesamte Zeit gut unterhalten gefühlt und war gefesselt von den Charakteren und der schillernden Welt der Modebranche. Fans von Vampirromanen mit dem gewissen Etwas werden mit Sicherheit begeistert sein.

Vielen Dank an Netgalley und den Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.