Hier wird Historisches und Privates zu einer spannenden Geschichte
Die Welt in Meran - SchattenflammeWir treffen Helen von Burt in Meran, diesmal ist sie mit ihrem Bruder, einem preußischen Kriegshelden, angereist. Sie wohnen zunächst im „Prasserhof“, der sich zum Hotel gemausert hat. Im Schloss Waldegg ...
Wir treffen Helen von Burt in Meran, diesmal ist sie mit ihrem Bruder, einem preußischen Kriegshelden, angereist. Sie wohnen zunächst im „Prasserhof“, der sich zum Hotel gemausert hat. Im Schloss Waldegg wird zum grüßen Herbstball geladen und Helen erscheint dort zusammen mit ihrem Bruder, der sofort das Gespräch mit Max sucht. Zuvor aber begegnet Helen auf der Giselapromenade Jean mit seiner kleinen Tochter. Er ist für das dunkelhäutige Mädchen ein liebevoller Vater, der sie mit seinem Leben verteidigt. Die schottische Lady Clementine, eine passionierte und anerkannte Bergsteigerin, ist häufig an Helens Seite zu finden. Johann Haller, der Bruder der Frau Prasser kehrt nach zwei Jahren Arktisexpedition wieder zurück in seine Heimat. Doch zunächst wird er im ganzen Land gefeiert und bejubelt. Dr. Hirsch hat seinen Sohn zu sich geholt, doch seine Ehe wirkt leider nicht sehr glücklich. Max macht nach dem Börsenkrach Geschäfte in anderen Kontinenten und auch Helens Freundin Jette ist mit ihrem Mann nach Batavia gezogen.
Neben Meran wird im letzten Teil des Buches auch Wien zum Schauplatz. Hier kommt es zu einem dramatischen Ende des Buches. Helens Schicksal, dass ich als ein typisches Frauenschicksal dieser Zeit bezeichnen möchte, ihre Unterleibsbeschwerden gelten als Hysterie, sie kann nur heimlich und unter Pseudonym ihre Werke veröffentlichen und sie steht unter der Vormundschaft ihres Bruders. Gesellschaftliche Zwänge lassen die Beteiligten nicht frei entscheiden, lediglich Lady Clementin scheint sich durch ihre Bergsteigerambitionen und dem Wunsch nicht heiraten zu wollen, davon frei gemacht zu haben. Auch Dr. Hirsch und seiner Frau wird klar gemacht, dass sie nicht zur Adelsgesellschaft gehören. Die Männer scheuen auch nicht vor Gewalttaten zurück, wobei sich Max als besonders rücksichtlos erweist. Zum Ende des Buches bleiben viele Fragen offen und so freue ich mich sehr auf den 3. Band.