Ganz gut
Tief unten im dunklen WasserMary Downing Hahn entführt ihre Leserinnen mit „Tief unten im dunklen Wasser“ erneut in eine spannende, mysteriöse Welt. Die 13-jährige Ali steht im Zentrum einer Geschichte voller Geheimnisse: Auf dem ...
Mary Downing Hahn entführt ihre Leserinnen mit „Tief unten im dunklen Wasser“ erneut in eine spannende, mysteriöse Welt. Die 13-jährige Ali steht im Zentrum einer Geschichte voller Geheimnisse: Auf dem Dachboden entdeckt sie ein altes Foto, das ihre Mutter und ihre Tante Dulcie zeigt – und eine mysteriöse dritte Person, die aus dem Bild herausgerissen wurde. Als Ali die Sommerferien mit Dulcie und deren Tochter Emma in Maine verbringt, wird die Vergangenheit greifbar, insbesondere durch die Begegnung mit Sissy, einem boshaften Mädchen, das mehr über das Foto zu wissen scheint.
Die Geschichte ist clever aufgebaut und hält die Spannung hoch: Die Leserinnen werden immer wieder in Alices Perspektive hineingezogen und fragen sich, wer die dritte Person ist und wie tief die dunklen Geheimnisse des Hauses reichen. Besonders gelungen ist die Atmosphäre des Hauses in Maine – man spürt förmlich die versteckten Winkel, die geheimnisvollen Räume und die Andeutungen von Gefahr.
Ein kleiner Wermutstropfen: Obwohl die Geschichte viele spannende Elemente enthält, fehlte mir persönlich der echte Grusel-Moment. Die Bedrohung durch Sissy und das Rätsel um das Foto erzeugen eher Spannung als Gänsehaut. Dennoch überzeugt Mary Downing Hahn durch die gut gezeichneten Charaktere, die nachvollziehbare Handlung und die geschickte Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit.
„Tief unten im dunklen Wasser“ ist ein mitreißendes, geheimnisvolles Buch, das Fans von Rätseln und Familiengeheimnissen begeistern wird – auch wenn es nicht ganz so gruselig ist, wie der Klappentext verspricht.