Profilbild von Elodie_Holmes

Elodie_Holmes

Lesejury Profi
offline

Elodie_Holmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Elodie_Holmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Überraschendes Jugendbuchhighlight!

Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens
0

Als ich zu „Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ gegriffen habe, hatte ich mit einer eher durchschnittlichen, leichten Romance für zwischendurch gerechnet. Schließlich kann man auf etwa 320 Seiten ...

Als ich zu „Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ gegriffen habe, hatte ich mit einer eher durchschnittlichen, leichten Romance für zwischendurch gerechnet. Schließlich kann man auf etwa 320 Seiten wohl kaum eine Romance mit Tiefgang verfassen, oder? Tja, falsch gedacht, wie sich für mich später herausstellte.

Der Debütroman „Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ ist ein romantisches Jugendbuch der Schauspielerin und Autorin Daisy Garrison. Er erschien im englischen Original unter dem Titel „Six More Months of June“.

Für die schüchterne Mina und den beliebten Caplan, die bereits seit der dritten Klasse beste Freunde sind, ist es der letzte Sommer vor ihrem Schulabschluss. Als Caplans Freund Quinn dann aber Mina zum Prom einlädt, muss er sich fragen, was er wirklich für seine beste Freundin empfindet - eine Liebesgeschichte zwischen Schatten der Vergangenheit, neuen Freundschaften und dem Wunsch, dass der Sommer niemals endet…

Aufmachung
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Gerade die violetten und rosafarbenen Töne erinnern an eine jugendliche Leichtigkeit und lange Nächte nach dem Sonnenuntergang. Auch die Zeichnung von Caplan und Mina gefällt mir sehr. Ebenso passend ist der Farbschnitt, der die großartige Aufmachung der Geschichte hervorragend abrundet.

Schreibstil
Ebenfalls passend ist der leichte, eher zurückhaltende Schreibstil der Autorin Daisy Garrison. Ihre Art zu erzählen ist humorvoll und wirkt ehrlich und echt. Dadurch bekommt die Geschichte noch einmal eine authentischere Wirkung und man kann sich gut in die Protagonisten Mina und Caplan hineinversetzen. Das ist auch nicht zuletzt den sich abwechselnden Kapiteln aus Minas und Caplans Sicht zu verdanken, die ein noch tieferes Eintauchen in die Gedanken- und Gefühlswelten der beiden Jugendlichen ermöglichen.

Spannungsbogen
Eine süße Romance für zwischendurch – das war meine Erwartung. Genau das hat das Buch auch erfüllt: diese jugendliche Atmosphäre, die Unsicherheit, was man nach dem Schulabschluss mit seinem Leben anfängt, eine süße Friends-to-Lovers-Romance, die mit 320 Seiten perfekt zum „wegsnacken“ ist. Und doch war diese Geschichte so viel mehr. Einfühlsam und ehrlich erzählt die Autorin nicht nur von typischen Teenagerthemen, sondern auch von Erlebnissen der Vergangenheit der Protagonisten, die bis heute ihre Spuren hinterlassen haben.
Schon auf den ersten Seiten wird die tiefe Bindung der beiden Protagonisten deutlich und damit stieg sofort meine Vorfreude auf die Geschichte. Durch die vielen Emotionen bleibt das Buch auch bis zuletzt sehr interessant und spannend.

Figuren
Dadurch, dass aus Minas und Caplans Perspektiven erzählt wird, hatte man direkt einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelten der Protagonisten. Zudem konnte ich so sofort eine Bindung zu beiden Protagonisten aufbauen. Beide waren mir von Anfang an sympathisch.
Eine Sache, die mich allerdings gestört hat, war die fehlende Kommunikation von Caplan, die vermutlich mit den Unsicherheiten über die Zukunft verknüpft waren.

Fazit
Insgesamt ist „Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ ein außerordentlich gelungenes Jugendbuch. Besonders empfehlenswert ist die Geschichte, da sie nicht nur typische Elemente einer leichten Wohlfühlromance für zwischendurch enthält, sondern auch wichtige Themen bespricht, die gerade im Alter der jugendlichen Zielgruppe relevant sind. Ich empfehle die Geschichte allen, die ein süßes und gleichzeitig tiefgründiges Romance-Jugendbuch lesen möchten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Fesselnder Psychothriller!

Home Before Dark
0

Was, wenn du nicht einmal weißt, ob du deinen eigenen Gedanken trauen kannst?

„Home before dark“ ist ein Psychothriller der isländischen Bestseller-Autorin Eva Björg Ægisdóttir aus dem Kiepenhauer & Witsch ...

Was, wenn du nicht einmal weißt, ob du deinen eigenen Gedanken trauen kannst?

„Home before dark“ ist ein Psychothriller der isländischen Bestseller-Autorin Eva Björg Ægisdóttir aus dem Kiepenhauer & Witsch Verlag.

Marsibils Schwester Kristín („Stína“) ist seit zehn Jahren verschwunden. Auch wenn Marsí selbst nicht weiß, was mit ihr geschehen ist, gibt sie sich selbst die Schuld an dem Verschwinden ihrer Schwester. Schließlich wollte sie sich an diesem verhängnisvollen Abend im November 1967 mit ihrem Brieffreund Bergur treffen – an genau dem Ort, an dem später Stínas blutige Anorak gefunden wurde. Marsí bereut bis heute, dass sie das Treffen verschlafen hatte. Als nach 10 Jahren Funkstille ein weiterer Brief ihres Brieffreundes auftaucht, ist schnell klar: Marsí könnte die nächste sein…

Aufmachung
Für mich haben sowohl Cover als auch Innenklappengestaltung die düstere Atmosphäre des Psychothrillers hervorragend eingefangen. Der Farbschnitt passt zum Cover, hat aber meinen persönlichen Geschmack nicht treffen können.

Schreibstil
Den Schreibstil der Autorin empfand ich als eher kühl, nüchtern und distanziert, Emotionen wurden eher weniger spürbar. Dadurch konnte mich der Schreibstil nicht zu 100% überzeugen. Ich brauchte daher eine Weile, um in die Geschichte hineinfinden zu können.
Erzählt wird mit Zeitsprüngen sowohl aus der Sicht von Marsibil in der Gegenwart der Geschichte (1977) als auch aus Stínas Sicht in der Zeit vor ihrem Verschwinden (1966-1967).
Besonders schwierig fand ich anfangs auch den Umgang mit den isländischen Namen der Figuren, an die ich mich dann aber doch gut gewöhnen konnte.

Spannungsbogen
Dennoch konnte mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fesseln, sodass ich „Home before dark“ kaum aus der Hand legen wollte. Bereits auf den ersten Seiten lässt sich erahnen, dass dieser Psychothriller sehr spannend und mysteriös ist. Doch wie mysteriös und unglaublich es wirklich wird, zeigt sich später. Denn immer, wenn man denkt, diese Figur MUSS der Täter sein, wird eine neue vorgestellt, die noch viel verdächtiger wird. Immer, wenn ich dachte: das muss passiert sein, wurde ich von einer neuen Wendung überrascht. Währenddessen wusste man nicht mehr: Wem kann man trauen? Wer lügt? Wer verheimlicht etwas? Ich begann sogar der Protagonistin zu misstrauen, bei der Erinnerungen, Träume und Gegenwart sich vermischen.
Das Ende war dann noch einmal ein echter Kracher. Diese Art von Wendung habe ich definitiv nicht kommen sehen und sie veränderte meine Sichtweise auf die Geschichte grundlegend – schließlich wusste man nun, wem man trauen konnte und wer doch die ganze Zeit etwas vorgespielt hatte. Mir persönlich sagte das Ende jedoch gar nicht zu

Figuren
Von Sympathien für Figuren kann man in dieser Geschichte wohl kaum sprechen, schließlich ist in irgendeiner Weise wirklich jeder verdächtig. Dadurch konnte man allerdings weder zur Protagonistin noch zu den anderen Figuren auch nur den Hauch einer Verbindung aufbauen, was die Figuren, sogar die Protagonistin, für mich schwer greifbar machte.

Fazit
Insgesamt überzeugt „Home before dark“ meiner Meinung nach vor allem durch seine Spannung und das Gefühl, niemandem trauen zu können. Mir persönlich haben der Schreibstil und die Gestaltung des Endes nicht ganz zugesagt, was aber natürlich Geschmackssache ist. Ich vergebe 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2026

Grandiose Fortsetzung der Bestseller-Reihe!

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
0

Eine polarisierendes Weltgeschehen und immer extremistischer werdende Politik – es ist Zeit für ein neues Buch von Marc-Uwe und dem Känguru! „Die Känguru-Rebellion“ ist der inzwischen fünfte Band der satirischen ...

Eine polarisierendes Weltgeschehen und immer extremistischer werdende Politik – es ist Zeit für ein neues Buch von Marc-Uwe und dem Känguru! „Die Känguru-Rebellion“ ist der inzwischen fünfte Band der satirischen Bestseller-Reihe von Marc-Uwe Kling.
„Von den Zuständen kriegt man ja Zustände!“, findet das Känguru und startet deshalb eine Rebellion. Es schließt mit Marc-Uwe eine Wette ab: wer mehr Menschen für die Rebellion begeistern kann, gewinnt und darf künftig im Schlafzimmer schlafen – ein großer Einsatz also!
Zwischen vielen Marc-Uwe-typischen (teils flachen, aber dennoch lustigen) Wortwitzen und Anekdoten vom Känguru werden auf bestmögliche Weise wirklich alle brandaktuellen Themen angesprochen: Kritik an Migrationspolitik, Kritik an Migrationspolitikkritik, KI und ihre Auswirkungen auf Kunst und uns Menschen, Social Media, Fake News, Klimaschutz, Elektroautos und Verbrenner, Terror, Islamismus, Kapitalismus, die Genderkultur, Jugendsprache und Sprachverbote, Feminismus und natürlich die aktuelle Politik in Deutschland und den USA – von AfD-Kritik über Witzen über Merz, Spahn, Söder, Lindner und Co. bis hin zu Trump-Kritik ist alles dabei.
Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen. Die Kapitel waren wie gewohnt erfrischend kurz und schön, um zwischendurch ein wenig zu lachen und sich gleichzeitig mal wieder bewusst zu machen, was alles schief läuft und woran wir arbeiten müssen.
Den Schreibstil von Marc-Uwe fand ich auch in diesem Band wieder großartig. Mit seinem Humor schafft er es, auf Themen aufmerksam zu machen, ohne, dass es zu übertrieben wirkt. Das Einzige, was mich besonders zum Ende des Buches hin gestört hat, waren die teils seitenlangen Monologe des Kängurus. Zwar fand ich wichtig, was es ansprach, der Umfang jedoch war teils etwas ermüdend zu lesen.
Großartig fand ich zudem die Figuren: Herta, die plötzlich einen Podcast startet, das Känguru natürlich und auch der zunehmend öfter erschöpfte Marc-Uwe. Besonders die eingebauten Szenen aus Sicht des Kängurus waren jedes Mal ein Highlight!
Auch das Cover finde ich großartig. Es ist eher schlicht gehalten, fällt durch das knallig pinke Känguru aber dennoch sofort auf.
Mein Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch für alle, die sich auch nur ein wenig für aktuelle Politik interessieren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Ein absolutes Lieblingsbuch!

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
0

Sabine Schoders Young-Adult-Reihe „The Romeo and Juliet Society“ ist eine meiner Lieblingsbuchreihen, weshalb für mich schnell klar war, dass ich auch den Auftakt ihrer neuen New-Adult-Dilogie „Palace ...

Sabine Schoders Young-Adult-Reihe „The Romeo and Juliet Society“ ist eine meiner Lieblingsbuchreihen, weshalb für mich schnell klar war, dass ich auch den Auftakt ihrer neuen New-Adult-Dilogie „Palace of Ink and Illusions - Der Kuss der Muse“ lesen muss. Für mich steht nun ganz klar fest: auf dieses Highlight war ich absolut nicht vorbereitet!

„Der Kuss der Muse“ ist der New-Adult-Romantasy-Auftakt von Bestsellerautorin Sabine Schoder und erschien am 25.09.2025 erstmals im Ravensburger Verlag.

Inhalt
Nachdem Liv von ihrer Kunstuniversität geflogen ist, sieht sie in einem exklusiven Autorenwettbewerb im Schloss Archeillon auf Korfu ihre letzte Chance auf Erfolg. Sie versucht hier, Schleichwerbung für ihren Webtoon zu machen. Doch statt einem witzigen PR-Trip erwarten sie gefährliche Herausforderungen, unglaubliche Ereignisse und ein magisches Spiel um die Küsse der neun Musen, die ihr die Aussicht auf einen Weltbestseller bieten. Schnell begegnet sie außerdem dem gleichzeitig attraktiven wie mysteriösen Flame, für den sie schnell Gefühle entwickelt. Das einzige Problem: Liebe ist in diesem Spiel verboten. Ihre letzte Hoffnung: Erato, die Muse der Liebe, für die Liv schon schnell die Hauptrolle spielt.

Gestaltung
Die Aufmachung des Buches hat mir sehr gefallen und der Stil passt sehr gut zu den vorangegangenen Büchern der Autorin. Das Cover zeigt Liv und Flame, der Farbschnitt die Muse Erato. Ich persönlich mag gezeichnete Figuren auf dem Cover sehr gern, daher hat es mir sehr gefallen. Auch die rot-schwarze Farbgebung hat meinen Geschmack getroffen, der Farbschnitt passt ebenfalls ausgezeichnet. Alle Elemente des Covers harmonieren sehr gut miteinander und bilden so ein wunderschönes Gesamtbild. Es ist ersichtlich, wie viel Mühe sich bei der gesamten Gestaltung gegeben wurde, denn auch die erste Innenseite wurden aufwendig gestaltet und zeigt Schloss Achilleion.

Schreibstil
Mein absolutes Highlight in „Der Kuss der Muse“ war eindeutig Sabine Schoders außergewöhnlicher Schreibstil. Ihr Humor ist einfach einzigartig und ich habe jede einzelne Seite ihres neuen Buches geliebt und genossen. Ich weiß wirklich nicht, wann mich das letzte Mal ein Buch so oft zum Lachen gebracht hat, ohne dass es lächerlich wurde.
Gleichzeitig schreibt sie so flüssig und fesselnd, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte - ein absoluter Traum von einem Schreibstil!

Spannungsbogen
Schon auf den ersten Seiten wird der Leser in Livs chaotisches Leben hineinkatapultiert und es wird ein wenig Spannung aufgebaut, die in einem äußerst angenehmen Tempo gesteigert wird. Die Spannung, die mit dem Beginn des Wettbewerbs und dem Spiel um die neun Küsse der Musen einhergeht, ist immens. Das Buch hat mich absolut gefesselt. Natürlich war der Cliffhanger am Ende echt gemein. Ich weiß wirklich nicht, wie ich die Zeit bis zum Erscheinen von Band 2 im April 2026 überstehen soll…

Figuren
Die Figuren habe ich abgöttisch geliebt. Liv ist ein chaotischer Mensch und für ihre tollpatschige, aber gleichzeitig liebenswürdige Art liebt man sie gleich noch viel mehr. Trotzdem hat auch sie ihre Probleme, denn der Druck ihrer Familie aufgrund des Rauswurfs der Universität macht ihr ein wenig zu schaffen.
Ihren Umgang mit den anderen Figuren mochte ich sehr und auch ihre Entwicklung zu einer noch selbstbewussteren Liv zum Ende des Buches, die für das einsteht, was sie liebt, möchte ich hervorheben.
Flame war mir schon fast von Beginn an sympathisch. Er hat eine eigene Art und bis zum Schluss war es fast quälend, nicht zu wissen, welche Schatten ihn plagen. Ich mag die Tiefe zwischen den beiden und finde die Gefühle sehr spürbar.
Auch Erato hat einen sehr spannenden Charakter und verbirgt ebenfalls Geheimnisse. Was weiß er wirklich?
Für mich wirken alle Figuren sehr authentisch und sehr gut ausgearbeitet.

Originalität
Wie schon in „The Romeo and Juliet Society“ ist auch das Worldbuilding von „Palace of Ink and Illusions“ einzigartig und fantastisch. Das Worldbuilding wurde ausgezeichnet erklärt und erscheint mehr als sehr gut ausgearbeitet und auch die Atmosphäre war fantastisch.

Fazit
Wow, wow, wow! Das war wirklich ein überragendes Lesehighlight, von dem ich jede einzelne Seite geliebt habe. Ich kann das Buch nur empfehlen, besonders allen Liebhabern von New-Adult-Romantasy, die ein originelles Worldbuilding, einen humorvollen Schreibstil und ganz, ganz viel Spannung suchen. Oder kurz: Ich empfehle das Buch allen, die ein absolutes Lesehighlight suchen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Ganz viel Potenzial, das leider nicht genutzt wurde…

Falling in too deep
0

„Falling in too deep“ ist ein Romantic-Suspense-Standalone der deutschen Autorin Isabell Linn und erschien mit 448 Seiten am 01.10.2025 bei Knaur Taschenbuch.

Inhalt
Die junge, aufstrebende Influencerin ...

„Falling in too deep“ ist ein Romantic-Suspense-Standalone der deutschen Autorin Isabell Linn und erschien mit 448 Seiten am 01.10.2025 bei Knaur Taschenbuch.

Inhalt
Die junge, aufstrebende Influencerin Iva traut ihren Ohren kaum, als sie erfährt, dass ausgerechnet sie in das bekannte Camp Ericeira eingeladen wird. Mit einigen ihrer liebsten Influencer, soll sie dort an ihrer Karriere arbeiten. Allerdings macht Luan, der Exfreund der Influencerin Sunny, immer mehr Probleme, besonders, weil er sich zu Iva hingezogen zu fühlen scheint. Mit der Zeit werden unglaubliche Gerüchte über das Camp immer lauter, bei denen Iva bald nicht mehr wegschauen kann. Als Iva spurlos verschwindet, ist schnell klar: Das Camp ist nicht das traumhafte Paradies, das sie sich vorgestellt hat…

Aufmachung
Das Cover ist mehr als wunderschön, passt ausgezeichnet zum Setting an der portugiesischen Küste und hat mich sofort träumen lassen. Das Meer ist einfach nur wunderschön, birgt aber natürlich auch Gefahren und passt daher ausgezeichnet zu einer Romantic-Suspense. Besonders die Innenillustrationen haben mich verzaubert. Hier wurde mit so viel Liebe zum Detail gearbeitet, was die Geschichte für mich so viel lebendiger macht.

Schreibstil und Setting
Leider galt das aber bei mir nicht für den Schreibstil der Autorin Isabell Linn. Zwar mochte ich ihre Ausdrucksweise und empfand ihn als angenehm, aber damit warmgeworden bin ich leider trotzdem bis zum Schluss nicht. Er war für mich etwas zäh und hat dadurch viel des Potenzials der Geschichte verschenkt. Schade.
Dafür war das Setting aber wirklich traumhaft, damit wurde sehr gut und passend gearbeitet.

Spannungsbogen
Schon auf den ersten Seiten wird direkt Spannung aufgebaut, sodass ich wirklich richtig Lust auf die Geschichte hatte und unbedingt wissen wollte, was mit Iva passiert ist. Ein großes Plus waren für mich die Zeitungsartikel über Ivas Verschwinden, die zwischendurch die Geschichte immer spannender gemacht haben, wenn es der Schreibstil nicht konnte.
Es gab viele Geheimnisse und aufregende Wendungen, die mich teilweises sprachlos gemacht haben, da nur wenige davon vorhersehbar waren. Allerding fand ich einige davon etwas unrealistisch, was etwas schade war.
Ivas Verschwinden wurde auf die letzten paar Seiten gequetscht, was etwas enttäuschend war, da ich während des gesamten Buches darauf gewartet hatte und dann nur mit kurzen Szenen abgespeist wurde.
Das Ende hat mich gleichzeitig positiv überrascht und enttäuscht. Überrascht hat es mich, weil ich auf die Wendung am Ende nicht gekommen wäre und sie gelungen fand. Gleichzeitig fand ich es aber etwas enttäuschend, dass so viele Erzählstränge, die die Autorin begonnen hat, nicht beendet wurden. Das war wirklich sehr schade, da die Geschichte hier eine Menge Potenzial geboten hat.

Figuren
Bei den Figuren wusste ich wirklich nicht so recht, was ich von ihnen halten sollte. Einerseits war da Iva, die ich eigentlich sympathisch fand. Sie war etwas naiv und teilweise leichtsinnig, aber so viel Lebenserfahrung konnte sie bisher unter ihren Eltern auch nicht sammeln.
Wie sie zwischen dem Influencer Ishaan und Luan, dem düsteren Exfreund von Sunny, hin- und hergesprungen ist und sich nicht ganz entscheiden konnte, was sie nun wollte, fand ich dann aber doch anstrengend. Durch ihr Verhalten konnte ich mich leider auch nur spärlich in sie hineinversetzen.
Ganz besonders bei der Romance mangelte es bei mir sehr an Tiefe, die Geschichte war in der Hinsicht einfach überhaupt nicht überzeugend.
Bei allen Influencern lief auf dem zweiten Blick irgendwo gehörig etwas schief, sodass sie mir auch nicht wirklich sympathisch waren. Auch gab es einige unrealistische Handlungen, besonders zum Ende hin, die irgendwie nicht zu den Charakteren der Figuren passten.
Einzig und allein eine Nebenfigur, die liebenswürdige, starke Joana, mochte ich sehr und ihr Verhalten war zwar einmal etwas leichtsinnig, aber mehr als großartig.

Idee
Die Idee der Geschichte empfand ich als sehr originell, besonders durch die vielen Geheimnisse und Wendungen, aber die Umsetzung war dann leider doch nicht das, was ich mir bei diesem Maß an Potenzial erhofft hatte.

Fazit
Zusammenfassend ist „Falling in too deep“ ein spannender Romantic-Suspense-Standalone, der aber leider grobe Schwächen aufweist. Isabell Linn überzeugt vor allem mit einem traumhaften Setting, einer sehr originellen Idee und ganz viel Spannung. Leider fehlt es der Romance und den Figuren an Tiefe und den Schreibstil empfand ich als zäh. Für mich ein 3-Sterne-Buch, von dem ich mir deutlich mehr erhofft hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere