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Veröffentlicht am 01.06.2025

„Tabulos“ – Eine Frau zwischen Sehnsucht, Selbstverlust und Sinnsuche

Tabulos - Gefangene der Lust - Erotischer Roman
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Wie viele Kompromisse erträgt ein Leben, bevor man sich selbst verliert?

Was als erotischer Roman beginnt, entwickelt sich zu einer überraschend tiefgründigen psychologischen Auseinandersetzung: Jess, ...

Wie viele Kompromisse erträgt ein Leben, bevor man sich selbst verliert?

Was als erotischer Roman beginnt, entwickelt sich zu einer überraschend tiefgründigen psychologischen Auseinandersetzung: Jess, erfolgreiche Geschäftsfrau, Ehefrau, Mutter – und innerlich zunehmend leer. Als sie sich auf einem Sexportal anmeldet, beginnt eine Reise in ein Paralleluniversum aus anonymen Begierden, Kontrollverlust und Grenzüberschreitungen.

MJ Crowns „Tabulos“ ist das intime Porträt einer Frau, die nicht mehr weiß, wer sie ist – weil alle anderen längst entschieden haben, wer sie zu sein hat. Die flüchtigen Begegnungen sind verzweifelte Versuche, sich selbst zu fühlen. Es ist selten, dass Erotik aus weiblicher Sicht so offen und kompromisslos erzählt wird. Sprach finde ich das Buch ansprechend. Die moralische Ambivalenz ist greifbar. Die Zerrissenheit der Protagonistin zwischen Familie, Karriere und Lust ist glaubwürdig und relevant – besonders im Kontext moderner Geschlechterrollen.

Sprachlich mutig, inhaltlich unbequem, manchmal schmerzhaft ehrlich. Die Protagonistin fällt – und die Fallhöhe ist real. Denn am Ende steht eine seelische Auszehrung. Kein Urteil, keine Moral – nur die nüchterne Frage: Was passiert, wenn Sehnsüchte die Realität auffressen?

Fazit: Ein mutiger, rauer Roman über das, was zwischen Selbstbestimmung und Selbstverlust liegt. Erotisch, definitiv – aber vor allem tragisch.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Wenn Sterne fallen und Gefühle erwachen

The Stars are Dying
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Eine Heldin mit einer gefährlichen Gabe. Ein düsterer Feind. Und eine Welt, die sie entweder retten oder dem Untergang überlassen muss.

„The Stars Are Dying“ hat mich mit seinem wunderschönen Cover und ...

Eine Heldin mit einer gefährlichen Gabe. Ein düsterer Feind. Und eine Welt, die sie entweder retten oder dem Untergang überlassen muss.

„The Stars Are Dying“ hat mich mit seinem wunderschönen Cover und dem Farbschnitt sofort angesprochen – ja, ich bin anfällig für schöne Bücher. Die Aufmachung ist großartig. Alles ist mit viel Liebe gestaltet.

Astraea kann sich nur an die Zeit ihrer Gefangenschaft erinnern. Nach der Flucht aus ihrem alten Leben trifft sie immer wieder auf Nyte. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Die Welt, in die man eintaucht, ist atmosphärisch dicht, geheimnisvoll und voller Potenzial. Zu Beginn ist vieles unklar, was gut zur Perspektive der Protagonistin passt – sie selbst kennt ihre Vergangenheit kaum, muss sich und ihre Umgebung erst erschließen. Das erzeugt Spannung, wirkt aber streckenweise etwas langatmig und Tempo kostet. Andere Szenen wirkten etwas gehetzt.

Astraea ist eine starke Protagonistin, die trotzdem manchmal zu wenig Raum bekommt – gerade weil ihre Rolle so zentral ist, hätte ich mir mehr Einblick in ihre Entwicklung gewünscht. Auch bei Nyte hätte ich gerne mehr erfahren – er bleibt lange ein Rätsel. Ihre Beziehung hat diese typische Slow-Burn-Dynamik, die ich liebe, allerdings fehlte mir stellenweise der emotionale Aufbau. Es wird viel angedeutet, manches bleibt bewusst vage – das sorgt zwar für Spannung, lässt aber auch einige Fragen offen.

Die Geschichte hat Tiefe, einige gelungene Wendungen und eine schöne Grundidee, mit kleinen Schwächen in Tempo und Figurenzeichnung, aber mit viel Gefühl erzählt. Das Ende lässt einen etwas ratlos, aber auch gespannt zurück. Band 2 ist auf jeden Fall vorgemerkt.


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Veröffentlicht am 01.06.2025

Liebe, See und ein Hauch von Drama – schöner Roman mit Charme

Bleibst du für immer?
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„Bleibst du für immer?“ ist eine emotionale Geschichte über das Ankommen, Loslassen und die große Frage: Was zählt im Leben wirklich? Die Autorin schafft es, das Bodenseepanorama nicht nur als Kulisse, ...

„Bleibst du für immer?“ ist eine emotionale Geschichte über das Ankommen, Loslassen und die große Frage: Was zählt im Leben wirklich? Die Autorin schafft es, das Bodenseepanorama nicht nur als Kulisse, sondern fast als eigenen Charakter wirken zu lassen – man hört förmlich das Wasser, spürt den Sommerregen und möchte am liebsten selbst durch die kleinen Gassen schlendern.

Die Handlung lebt vor allem von den ruhigen, nachdenklichen Momenten. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, manchmal vielleicht ein wenig zu zurückhaltend – doch genau das passt zum Ton des Romans. Es geht nicht um große Gesten, sondern um echte Gefühle.

Ein paar Szenen wirken etwas konstruiert oder hätten etwas mehr Tiefe vertragen. Manches hätte gern auch schneller auf den Punkt kommen dürfen. Dafür überzeugen die Dialoge größtenteils und die Figuren entwickeln sich nachvollziehbar. Besonders gelungen ist, dass auch Nebencharaktere nicht blass bleiben.

Ein leiser, gefühlvoller Roman mit authentischer Atmosphäre und liebevoller Bodensee-Note. Perfekt für Leser, die es romantisch, aber nicht kitschig mögen – mit einem kleinen Extra an Nachdenklichkeit. Ein gutes Buch für ruhige Stunden mit Herz.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Tödliche Lektionen in des Königs Wusterhausen

Tödliche Lektionen in des Königs Wusterhausen
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Solide Idee, aber in der Umsetzung ausbaufähig

„Tödliche Lektionen in des Königs Wusterhausen“ von Ronja Rossi bringt mit dem Setting in der brandenburgischen Provinz und der Idee rund um ein vermeintliches ...

Solide Idee, aber in der Umsetzung ausbaufähig

„Tödliche Lektionen in des Königs Wusterhausen“ von Ronja Rossi bringt mit dem Setting in der brandenburgischen Provinz und der Idee rund um ein vermeintliches Drogenopfer im Schülermilieu durchaus Potenzial mit. Im Mittelpunkt steht Jonas Dornfeld, der nach einem Neustart strebt – und sich ungewollt in einen komplexen Fall verwickelt sieht. Was als realistische Milieustudie beginnt, entwickelt sich zum Krimi um Korruption, Drogen und persönliche Verstrickungen.

Die Handlung bietet gute Ansätze, kommt aber erzählerisch nicht ganz ins Ziel. Dramaturgisch bleibt vieles zu glatt oder wirkt konstruiert, Wendepunkte greifen oft nicht tief genug, und einige Entwicklungen erscheinen wenig glaubwürdig. Auch die Spannung baut sich zwar auf, hält aber nicht konstant.

Sprachlich ist der Stil klar, aber insgesamt etwas nüchtern und stellenweise spröde. Die Figuren, allen voran Jonas, sind solide gezeichnet, doch bei vielen Nebencharakteren bleibt die Tiefe aus – hier hätte man deutlich mehr herausholen können. Gerade bei einem Roman, der auch psychologisch wirken will, fehlt es an Nachhall.

Fazit: Ein Regionalkrimi mit überzeugender Ausgangsidee und engagierter Thematik, der aber erzählerisch und stilistisch hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Wer realistische Stoffe mit regionalem Bezug mag, kann einen Blick riskieren.

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