Frank Goldammer entführt uns in dem Thriller "Der Angstmann" in den Winter 44/45 nach Dresden.
Ein Mörder tötet Frauen auf grausamste Weise. Max Heller, Kriminakommisar, versucht den Mörder zu finden.
Da ...
Frank Goldammer entführt uns in dem Thriller "Der Angstmann" in den Winter 44/45 nach Dresden.
Ein Mörder tötet Frauen auf grausamste Weise. Max Heller, Kriminakommisar, versucht den Mörder zu finden.
Da es sich um einen Kriminaroman handelt, sind die Beschreibungen der Toten nicht zu gruselig, aber die Geschichte der letzten Kriegstage, des verherenden Bombenangriffs und der ersten Wochen nach dem Krieg wird sehr detailliert beschrieben. Ich hatte das Gefühl mitten in Dresden zu sein und habe mit Max Heller mitgefiebert, ob er oder seine Frau überleben und ob er den Fall löst.
Ich habe das Buch zum Schluss regelrecht verschlungen, was mir gut gefällt, dass es noch einige Wendungen gibt, dich nicht vorher gesehen habe.
Auch das Cover gefällt mir gut, im Laufe der Geschichte erklärt es sich immer mehr. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.
Gestern habe ich das Buch "Die Übersetzerin" von Jenny Lecoat beendet.
Das Cover ist interessant, hat aber nicht wirklich was mit der Geschichte zu tun.
In dem Buch geht es um die junge Jüdin Hedy, die ...
Gestern habe ich das Buch "Die Übersetzerin" von Jenny Lecoat beendet.
Das Cover ist interessant, hat aber nicht wirklich was mit der Geschichte zu tun.
In dem Buch geht es um die junge Jüdin Hedy, die vor den Nazis aus Österrreich auf die Kanalinseln geflohen ist. Als die Nazis besetzen, fängt Hedy als Übersetzerin bei den Nazis an zu arbeiten und verliebt sich einen Deutschen Offizier.
Im Vorfeld habe ich gelesen, dass das Buch auf einer wahren Geschichte basiert. Während des Lesens konnte ich mir das nicht vorstellen, aber im Nachgang habe ich noch mal nachgelesen, das Buch hält sich sehr genau an die fest stehenden Fakten.
Allerdings konnte das Buch mich nicht überzeugen, die Geschichte ist wirklich ergreifend und ich kann auch nicht mal genau erklären, warum sie mich nicht fesseln konnte.
Am Sprachstil kann es nicht liegen, das Buch lässt sich leicht lesen.
Den Titel passt nicht so sonderlich zum Buch, von der Zeit als Übersetzerin wird wenig geschrieben.
Aufgrund der Tatsache, dass mich das Buch nicht fesseln konnte und ich es beinahe nicht beendet habe, vergebe ich drei Sterne.
In dem Buch "Das Buch der verchollenen Namen" von Kristin Harmel geht es um Eva und ihre Mutter, die 1942 in ein kleines Dörfchen flüchten, nachdem ihr Vater als Jude verhaftet wurde.
Eva schließt sich ...
In dem Buch "Das Buch der verchollenen Namen" von Kristin Harmel geht es um Eva und ihre Mutter, die 1942 in ein kleines Dörfchen flüchten, nachdem ihr Vater als Jude verhaftet wurde.
Eva schließt sich dem Widerstand an und fälscht Dokumente, mit denen Juden, Widerstandskämpfer und vor allem Kinder in die Schweiz geschleust werden. In dieser Zeit begegnet sie auch Rémy, der ebenfalls dem Widerstand angehört und ihr beim fälschen der Dokumente hilft.
Um die wahren Identitäten der Kinder festzuhalten, entwickeln Eva und Rémy einen Code, mit dem sie die neuen und alten Namen der Kinder verschlüsselt aufschreiben können, in dem Buch der verschollenen Namen.
Die Geschichte von Eva fängt im Jahr 2005 an, wo sie in einem Zeitungsartikel das Buch sieht, welches sie auf ihrer Reise, bzw. Flucht vor den Nazis zurück lassen musste.
Dann folgen wir Eva in das Jahr 1942, wo die Geschichte ihren Anfang nimmt.
Mir gefallen Geschichten mit zwei Zeitsträngen sehr gut und ich war auch gleich gefesselt von der Eva.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, allerdings hat die Geschichte in 20025 einige Schwächen. Eva erzählt ihrem Sohn nicht, warum sie plötzlich diesem Buch hinterherreisen muss, das ist mir einfach zu kurz abgehandelt.
Außerdem entwickelt sich das Buch zum Schluss leider nur zu einer Liebesgeschichte, ich hätte gerne mehr über die Namen in dem Buch erfahren, wie ging es mit diesem Kindern weiter?
Aufgrund dieser "Schwächen" ziehe ich einen Stern ab.
Dafür spreche ich ein großes Lob für das Cover aus. Auf dem Cover hält eine Frau das Buch der verschollen Namen in der Hand, das tolle ist aber der Buchrücken, der diesem alten Buch nachempfunden ist.
Ich habe "Glückskinder" zum Geburtstag geschenkt bekommen. Lt Klappentext ist es ein Buch, was ich mir auch selbst gekauft hätte.
Lt Klapentext werden sich die Münchnerin Toni und die ehemalige KZ-Insassin ...
Ich habe "Glückskinder" zum Geburtstag geschenkt bekommen. Lt Klappentext ist es ein Buch, was ich mir auch selbst gekauft hätte.
Lt Klapentext werden sich die Münchnerin Toni und die ehemalige KZ-Insassin Griet begegnen. Zuerst mögen sie sich nicht, dies soll sich aber im Laufe der Geschichte ändern. Außerdem soll es um die harten Nachkriegsjahre gehen, in denen die Münchner Bevölkerung kaum etwas zu essen hat und der Handel auf dem Schwarzmarkt floriert.
Die Hintergrundgeschichte, in der das harte Leben im Nachkriegsdeutschland beschrieben wird, gefällt mir sehr gut. Ich habe bisher hauptsächlich Bücher gelesen, die mit Kriegsende auch zu Ende waren. Deswegen habe ich mich gefreut, etwas mehr über die harten Jahre bis 1948 zu erfahren.
Die Autorin gibt einen gute Eindruck in die Entbehrungen, die die Hauptfiguren erleiden müssen und es ist auch spannend geschildert, wie der Handel auf dem Schwarzmarkt entsteht.
Leider gerät diese Geschichte etwas in den Hintergrund, da die seichten Liebesgeschichten in den Vordergrund gerückt werden. Diese Geschichten passen eher in einen "schmalzigen" Liebesroman, aber nicht richtig in den historischen Kontext. Es läuft alles ein bisschen zu glatt und gipfelt darin, dass ein früherer Nazianhänger eine polnische Jüdin heiratet.
In dem Buch spielen zwei Morde eine Rolle. Der Selbstmord von Staatsanwalt Hardenbach wird gleich als erstes erwähnt, findet dann aber erst mal eine untergeordnete Rolle in der Geschichte. Der zweite Selbstmord ...
In dem Buch spielen zwei Morde eine Rolle. Der Selbstmord von Staatsanwalt Hardenbach wird gleich als erstes erwähnt, findet dann aber erst mal eine untergeordnete Rolle in der Geschichte. Der zweite Selbstmord von Isabel Kersten wird schnell als Mord entdeckt und daher auch bevorzugt bearbeitet, zumal der Selbstmord an eine übergeordnete Stelle abgegeben werden muss.
Gleich hier am Anfang wo die Morgen geschildert werden, lernen wir die beiden Hauptfiguren kenne. Zum einen ist da Kriminalhauptkommisar Oliver von Bodenstein. Wir lernen ihn kennen, als er seine Frau zu Flughafen bringen möchte, da sie für längere Zeit auf eine Filmexpedition ins Ausland geht.
Er wird angerufen von seiner neuer Kollegen Pia Kirchhoff. Pia hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, hat sich einen Hof mit zwei Pferden gekauft und hat nach einigen Jahren ohne Arbeit an der Seite ihres Mannes wieder ihre ursprüngliche Arbeit bei der Polizei aufgenommen.
Beide machen auf mich einen sehr sympathischen Eindruck, was sich auch im Laufes des Buches nicht ändert. Was mir an den beiden Hauptfiguren besonders gefällt, dass zwar auf ihr Privatleben eingegangen wird, aber sie haben nicht übertriebene Probleme. Oft haben in Thrillern oder Krimis die Kommissare arge Probleme, wie einen Todesfall, Alkoholprobleme oder schwierige Trennungen. Das finde ich immer übertrieben, so freut es mich, dass Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff „nur normale“ Probleme haben, wie gerade vom Mann getrennt oder Sehnsucht nach der Frau.
Beide werden zum Schauplatz des Selbstmordes von Staatsanwalt Hardenbach gerufen. Allerdings wird ihnen der Fall von der nächsthöheren Stelle abgenommen, worüber von Bodenstein nicht traurig ist. Außerdem werden die beiden zu einem weiteren Selbstmord gerufen. Eine junge Frau hat sich angeblich von einem Turm gestürzt. Schnell wird jedoch klar, dass es sich nicht um Selbstmord handelt und hier beginnen die Ermittlungen.
Im Zuge der Nachforschungen tauchen eine Menge Personen auf, die aber jederzeit gut und logisch in die Geschichte eingeführt werden.
Als erstes lernen wir den Mann von Isabel kennen, er führt mit zwei weiteren Personen eine Pferdeklinik. Hier trifft von Bodenstein unerwartet seine Jugendliebe Inka Hansen wieder. Nach der Tierklinik werden die Ermittler auf einen Pferdehof aufmerksam, der von dem Ehepaar Kampmann geführt wird. Hier wird so langsam klar, dass Isabel absolut nicht der Engel war, nachdem sie ausgesehen hat. Sie war nur auf ihr Wohlbefinden aus und wie sie möglichst schnell an viel Geld kommen kann.
Daraufhin tauchen immer mehr Verdächte auf, auch der Besitzer des Pferdehofs Hans Peter Jagoda gerät in das Visier der Ermittler.
Allerdings erzählt jeder seine eigene Lügengeschichte, so dass es etwas dauert, bis Kirchhoff und von Bodenstein die Zusammenhänge erkennen. Es wird im Laufe der Geschichte auch immer verworrender, es tauchen immer mehr Tatmotive auf, die aber nach und nach wieder entkräftigt werden.
Dadurch dass immer neue Motive auftauchen, war ich sehr gespannt, wie es weitergeht. Ich wollte immer schnell weiterlesen. Das hat mir gut gefallen.
Zum Schluss wird es noch etwas undurchsichtig. Es werden neben dem Mord an Isabel Kersten noch einige andere Verbrechen wie Drogenschmuggel oder Börsenbetrug aufgedeckt.
Ich habe den Eindruck, dass Nele Neuhaus in ihren ersten Roman möglichst viel reinpacken wollte, dann aber etwas den Faden verliert. Die Auflösung verrate ich Euch natürlich nicht, aber so „gewöhnlich“ hätte sie nicht erwartet.