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Veröffentlicht am 25.04.2018

Couchgeflüster mit Marilyn Monroe

A Girls' Night In - Marilyn & Ich
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Libby Lomax ist zurück und noch chaotischer als im 1. Teil der Diven-Reihe. Mit dem heißen Schauspieler Dillon O’Hara ist Schluss, nachdem er sie während eines Hurrikans ohne Pass sitzengelassen hat. Aber ...

Libby Lomax ist zurück und noch chaotischer als im 1. Teil der Diven-Reihe. Mit dem heißen Schauspieler Dillon O’Hara ist Schluss, nachdem er sie während eines Hurrikans ohne Pass sitzengelassen hat. Aber schon stürzt sich Libby in die nächste Beziehung. Außerdem wird Libbys Schwester zum Star ihrer eigenen Reality-Show, Marilyn Monroe zieht in ihre Wohnung ein und Bogdan, Sohn von Bogdan bereichert mit seiner moldawischen Mentalität die Geschichte.

Mir hat Libbys Entwicklung in diesem Band nicht gefallen. Nachdem sie von Dillon betrogen und sitzengelassen wurde, sollte sie doch eigentlich für eine Weile genug von Männern haben und sich mehr auf sich oder ihre Karriere als Schmuckdesignerin konzentrieren. Stattdessen geht sie nahtlos zur nächsten Beziehung, die wieder in einem peinlichen Desaster endet. Andauernd verspricht Libby ihrem besten Freund Olly bei der Eröffnung seines neuen Restaurants behilflich zu sein. Oder ihrer Freundin Nora bei den Vorbereitungen für die anstehende Hochzeit zur Verfügung zu stehen. Trotz ihrer guten Vorsätze ist Libby für ihre Freunde immer wieder eine Enttäuschung. Sie interessiert sich nicht wirklich für das Leben ihrer Freunde, sondern stellt ihre eigenen Interessen immer vorn an, die sich hauptsächlich auf Dillon und das Aufhübschen ihres eigenen Äußeren beschränken. Als Dillon nach einer Therapie scheinbar geleutert vor ihr steht und um eine zweite Chance bittet, beweist Libby einmal mehr ihren schwachen Charakter.

Als zweite gute Fee taucht in diesem Band Marilyn Monroe auf Libbys magischem Chesterfield-Sofa auf. Doch im Gegensatz zu Audrey Hepburn, die Libby in Bezug auf Styling und Popularität intensiv vorangetrieben hat, ist es in diesem Fall eher Marilyn, die durch Libbys Unterstützung an Selbstvertrauen gewinnt. Ich fand Marilyn wirklich gut beschrieben und mir hat gut gefallen, dass es ein paar mehr Einblicke in die ‚Magie‘ des Sofas gibt. Denn offenbar ist Marilyn keine Halluzination, entsprungen aus Libbys Unterbewusstein, sondern tatsächlich irgendwie real.

Die witzigen und zahlreichen Fremdschäm-Momente fesseln einen, trotz Libbys leicht unsympathischer Entwicklung, an die Handlung. Man fiebert die ganze Zeit mit, wann es bei Libby zum erhellenden Moment kommt, in dem ihr endlich klar wird, was alle längst wissen. Nämlich, dass Olly der Mann ihrer Träume ist. Ganz am Ende scheint es soweit zu sein, aber da ist es auch schon zu spät. Und nun heißt es, sich bis zum Erscheinen von Band 3 zu gedulden und zu hoffen, dass Grace Libby in die richtige Richtung schubst.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Klärt auf amüsante Weise auf

Und was isst du dann?
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Mittlerweile gibt es kaum noch etwas, wogegen der Mensch keine Unverträglichkeit entwickeln könnte. Auch in meinem Bekanntenkreis existiert ein breites Spektrum an Unverträglichkeiten. Unter manch einer ...

Mittlerweile gibt es kaum noch etwas, wogegen der Mensch keine Unverträglichkeit entwickeln könnte. Auch in meinem Bekanntenkreis existiert ein breites Spektrum an Unverträglichkeiten. Unter manch einer Intoleranz konnte ich mir gar nichts vorstellen, bzw. hatte ich keine Ahnung, wovon sich meine Bekannten dann überhaupt ernährten. Man selbst kommt sich ja schon exotisch vor, wenn man keiner Einschränkung durch die Ernährung unterliegt. Von daher fand ich dieses Kochbuch ausgesprochen informativ. Auf den ersten Seiten werden verschiedene Unverträglichkeiten erklärt. Das alles auf eine sehr witzige Weise, mit Comics, Karikaturen und einem flapsigen Schreibstil. Rein von der Gestaltung her kommt mir dieses Buch wie eine Collage der Unverträglichkeiten vor, wie ein kunterbuntes Gesamtkunstwerk, bei dem ich die Rezepte allerdings erst suchen muss.

Bei Kochbüchern ist mir die Präsentation der Rezepte wichtig. Gerne viele bunte Bilder und möglichst überschaubare Anweisungen. Hier fehlt es mir an der entsprechenden Bebilderung. Manche Seiten sind zu 90% weiß und ganz unten, als wäre es die Fußzeile, hat sich dann doch noch ein Rezept auf die Seite gezwängt. In einer Schriftgröße, von der mir die Augen schmerzen, weil sie so klein ist. Die Rezepte an sich sind nicht zu kompliziert und gut beschrieben. Ich habe mich an das Kapitel ‚Süßes‘ gewagt und fand’s ganz in Ordnung. Sehr interessant, was für alternative Zutaten gefunden wurden.

Bei diesem Kochbuch steht der Unterhaltungswert sehr im Vordergrund, die kindlich naiven Zeichnungen überlagern teilweise die Rezepte. Besonders gut sind die Übersichten über die Unverträglichkeiten und die Kernzutaten. Ich habe mich von „Und was isst du dann?“ so unterhalten gefühlt wie noch von keinem Kochbuch, allerdings hätte ich mir bei der Dicke des Buches deutlich mehr Rezepte gewünscht.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Wenn es in der Gerüchteküche brodelt…

Das verrückte Wiesengeflüster
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Familie Hase hat Neuigkeiten zu verkünden: ein süßes, kleines Hasenbaby ist geboren. Diese frohe Kunde zwitschern die Amseln im Vorüberfliegen dem Schaf zu. Doch leider versteht das Schaf etwas vollkommen ...

Familie Hase hat Neuigkeiten zu verkünden: ein süßes, kleines Hasenbaby ist geboren. Diese frohe Kunde zwitschern die Amseln im Vorüberfliegen dem Schaf zu. Doch leider versteht das Schaf etwas vollkommen anderes und macht sich auf, seine leicht veränderte Version dem Fuchs zu erzählen. Über das Stille-Post-Prinzip verbreiten sich Gerüchte über Familie Hase, die immer dramatischer werden. Jedes Tier fügt seiner Version eine weitere Ausschmückung hinzu. Aus der einst wunderbaren Nachricht wird am Ende eine richtige Schreckensgeschichte.

Dieses Bilderbuch ist ein Lehrstück über das Verbreiten von Gerüchten. Auf witzige Weise wird den Kindern nähergebracht, wie schnell sich der Informationsgehalt verändern kann, wenn eine Nachricht verbreitet wird, die man nur vom Hörensagen kennt.

Die Illustrationen sind farbenfroh und ansprechend für Kinder gestaltet.

Die Altersempfehlung für Kinder ab 4 Jahren ist gerechtfertigt. Jüngere Kinder haben zum einen Probleme, dieser doch recht ausführlichen Geschichte zu folgen. Der Fließtext pro Seite ist ziemlich umfangreich, so wie auch die darin enthaltenen Informationen. Zum anderen können jüngere Kinder das Prinzip der Stillen Post noch nicht ganz begreifen.

‚Das verrückte Wiesengeflüster‘ widmet sich einem sehr wichtigen Thema. Nicht immer entspricht das, was wir von anderen erzählt bekommen, der Wahrheit. Es zeigt den Kindern, dass man Nachrichten auch einmal hinterfragen muss, statt sie ohne jeden Vorbehalt zu glauben und dann auch noch weiterzutratschen, wobei die Versuchung groß ist, dem Erzählten noch eine eigene Einzelheit hinzuzufügen.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Was mein Mund nicht sagen kann, sagen Tulpen aus Amsterdam

Tulpengold
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Ich habe die Jugendromane von Eva Völler gelesen, ‚Tulpengold‘ ist mein erster historischer Roman aus der Feder der Autorin. Schon das Setting ist eine erfrischende Abwechslung. Im Goldenen Zeitalter Amsterdams, ...

Ich habe die Jugendromane von Eva Völler gelesen, ‚Tulpengold‘ ist mein erster historischer Roman aus der Feder der Autorin. Schon das Setting ist eine erfrischende Abwechslung. Im Goldenen Zeitalter Amsterdams, als Tulpenzwiebeln zu Spekulationsobjekten wurden und zu exorbitanten Preisen gehandelt wurden. Die Handlung beginnt kurz vor dem Platzen der Spekulationsblase. Der Protagonist, Pieter, leidet unter einer besonderen Form von Autismus und verfügt über ein außerordentliches künstlerisches Talent, was seinem neuen Lehrmeister Rembrandt nicht lange verborgen bleibt. Im näheren Umfeld Rembrandts kommt es zu seltsamen Mordfällen durch Bleivergiftung, die den Maler bald als Hauptverdächtigen erscheinen lassen. Doch Pieter, der neben seiner Kunstbegabung auch noch über ein hohes mathematisches Verständnis verfügt, versucht dem Mörder mittels Berechnungen und logischer Schlussfolgerungen auf die Schliche zu kommen.

Eva Völler ist es wunderbar gelungen, das Amsterdam um 1600 einzufangen und zu porträtieren. Verwoben mit dem zur damaligen Zeit herrschendem Tulpenfieber und den bibliografischen Einflüssen über Rembrandt van Rijn hat sie eine vielschichtige, historische Bühne geschaffen, ideal für eine Kriminalgeschichte rund um ermordete Tulpenhändler. Ob fiktiv oder historisch fundiert ist in dem Moment völlig gleich. Die Autorin hat ein in sich ausgewogenes Bild erschaffen, fast wie Rembrandt in seiner Werkstatt, doch statt mit Farbe ist es Frau Völler mit Worten gelungen.

Einzig übertrieben sind die in der ersten Hälfte gehäuft vorkommenden Szenen, in denen Pieters Beeinträchtigung zur sozialen Interaktion immer wieder vorgeführt wird. Die ähnlich ablaufenden Dialoge wiederholen sich ein bisschen zu oft und sind zu überspitzt dargestellt. Als Leser gewinnt man den Eindruck, dass Pieter, bevor er zu Rembrandt in die Lehre kam, gar keinen Kontakt zu anderen Menschen hatte. Durch diese Konzentration auf die autistischen Symptome der Hauptfigur gerät der Spannungsbogen in den Hintergrund und wird über viele Kapitel zur Nebensächlichkeit. Erst gegen Ende steigert sich die Spannung, aber das volle Potenzial der Kriminalgeschichte wird nicht gänzlich ausgeschöpft. Dadurch gerät die Handlung insgesamt etwas träge.

Trotz dieser kleinen Schwäche ist ‚Tulpengold‘ ein unterhaltsames Buch, das vielleicht weniger wegen der Kriminalgeschichte, dafür mehr durch die historische Bandbreite – Amsterdam, der Tulpenhandel, Rembrandt und die Zuschreibungsproblematik bei einigen seiner Werke – glänzt.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Mit Spaß Zähneputzen!

Der große Zahnputztag im Zoo
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Zähneputzen bei Kleinkindern kann manchmal ein regelrechtes Drama sein. Warum rückt Mama ständig mit der Zahnbürste an? Warum sollte man dann den Mund aufmachen? Wozu überhaupt das ganze Geschrubbe? Das ...

Zähneputzen bei Kleinkindern kann manchmal ein regelrechtes Drama sein. Warum rückt Mama ständig mit der Zahnbürste an? Warum sollte man dann den Mund aufmachen? Wozu überhaupt das ganze Geschrubbe? Das ist ein frustrierender Kampf für geplagte Eltern. Glücklicherweise gibt es ein paar einfache Tricks, um seinen Sprösslingen die Zahnpflege spielerisch und auf ganz subtile Weise näherzubringen. Bilderbücher helfen Kindern generell, den Prozess und die Wichtigkeit des Zähneputzens zu verstehen. Und ‚Der große Zahnputztag im Zoo‘ liefert hierzu eine wirklich witzige Geschichte, bei der allein schon vor Lachen der Mund offensteht (sodass die Zähne geputzt werden können!).

Erzählt wird die Geschichte über Zootiere, die dem Rat des Faultiers folgend keine Zähne mehr putzen. Daher müffelt es im Zoo und keine Besucher kommen mehr. Der Zoodirektor hat die pfiffige Idee, einen Zahnputztag einzulegen. Als Zahnbürste dient Igel Ignaz, dessen Stachelkleid mit Zahnpasta bestrichen wird. So muss Ignaz am Ende einer langen Stange die Zähne der Giraffe putzen oder mit einer Wäscheklammer auf der Nase hinab zum weißen Hai tauchen. Text und Bilder zur Geschichte sind unglaublich lustig. Das ist ein Buch, das man selbst als Erwachsener und nach dem hundertsten Mal Vorlesen noch gerne in die Hand nimmt.

Eine super Zugabe ist außerdem das Poster, auf dem Ignaz Igel noch einmal alle Facetten des Zähneputzens vorführt. Aber vorsichtig beim Heraustrennen! Neugierige Kinderhände können sowohl das Poster als auch den Einband beschädigen. Ist ziemlich fest geklebt. Das Poster gibt es übrigens auch online auf der Verlagsseite zum Herunterladen.