Gelungene Fortsetzung!
BellevueBereits die beiden Vorgänger-Bände habe ich sehr gemocht. Dieser schließt sich optisch wie inhaltlich perfekt an.
Andreas Russenberger gelingt mit "Bellevue" ein packender Kriminalroman, der den Leser ...
Bereits die beiden Vorgänger-Bände habe ich sehr gemocht. Dieser schließt sich optisch wie inhaltlich perfekt an.
Andreas Russenberger gelingt mit "Bellevue" ein packender Kriminalroman, der den Leser von der ersten Seite an fesselt und in die vielschichtige Welt der Zürcher Intellektuellen und Medienbranche entführt.
Der Autor zeichnet ein dichtes Netz aus Intrigen, Abhängigkeiten und Lügen, das sich immer weiter zuspitzt. Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, insbesondere der Hauptprotagonist Armand Muzaton, der Leiter der Zürcher Kriminalpolizei. Muzaton ist kein typischer Held, sondern ein Mensch mit Ecken und Kanten, dessen persönlicher Hintergrund und innere Kämpfe ihn umso glaubwürdiger machen. Seine Ermittlungen führen ihn und seinen Freund Philipp Humboldt tief in die Abgründe menschlicher Beziehungen und Verstrickungen.
Ein großer Pluspunkt des Romans ist die authentische Darstellung der Ermittlungsarbeit und der Spannungsbogen, welcher konstant hoch angesiedelt ist und sich dennoch weiterhin entwickelt. Russenberger versteht es, den Leser durch unerwartete Wendungen und Enthüllungen bei der Stange zu halten. Die Ermittlungen von Muzaton und Humboldt sind nachvollziehbar und realistisch geschildert, was die Geschichte umso eindringlicher macht.
Bellevue ist ein gelungener Kriminalroman, den es zu lesen lohnt.