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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2025

Absolute Leseempfehlung!

Wer mit den Wölfen heult
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„Wer mit den Wölfen heult“ von Tessa Duncan ist nach „Wer das Vergessen stört“ der zweite Band der Reihe „Canterbury-Fälle“ mit der Therapeutin Lily Brown als Hauptfigur. Tessa Duncan hat einen flüssigen, ...

„Wer mit den Wölfen heult“ von Tessa Duncan ist nach „Wer das Vergessen stört“ der zweite Band der Reihe „Canterbury-Fälle“ mit der Therapeutin Lily Brown als Hauptfigur. Tessa Duncan hat einen flüssigen, angenehmen und spannenden Schreibstil. Band 1 um Lily konnte mich schon sehr überzeugen umso mehr habe ich mich auf Band 2 gefreut – man kann die Bände auch unabhängig voneinander lesen. Beim Lesen spürt man, dass Tessa weiß wovon sie schreibt – sie ist schließlich promovierte Psychologin. Ich finde, dass sie ihre Kenntnisse in der Psychologie wunderbar in die Geschichte einbaut.
Auch in ihrem zweiten Band hat Tessa schwere Themen verarbeitet und geschickt verpackt – Mobbing, Gruppenzwang sind leider alltägliche Themen – nicht nur im Polizeialltag. Ebenfalls ist das Thema Missbrauch und Ausnutzung von Frauen im wahren Leben sehr präsent. Tessa hat eine unglaubliche einfühlsame Art uns in die Welt der Gewalt und Verbrechen eintauchen zu lassen und so lernt man nicht nur die Opfer sondern auch die Beweggründe der Verbrecher kennen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen – mehr möchte ich nicht sagen – ihr müsst das Buch einfach lesen. Eine klare Leseempfehlung von mir! Und ich hoffe, dass es noch viele Fälle gibt, die Lily löst!

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Absolute Leseempfehlung!

Vertrauter Gegner
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“Vertrauter Gegner” ist der Debütroman von Nora Phillips und er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Nora Phillips hat einen leichten, flüssigen, sehr spannenden und angenehmen Schreibstil. ...

“Vertrauter Gegner” ist der Debütroman von Nora Phillips und er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Nora Phillips hat einen leichten, flüssigen, sehr spannenden und angenehmen Schreibstil. “Vetrauter Gegner” ist der Auftakt zu einer Reihe um SPOT (Special Operations Team). In Band 1 geht es um Lynn und Alec – beide sehr sympathisch und authentisch. Wir waren letzte Woche in London und ich musste mir unbedingt die National Gallery anschauen – auf dem Platz hatte ich das Gefühl Alec und Lynn sehr nah zu sein und hatte gleichzeitig eine Gänsehaut als ich an den Anfang des Thrillers denke (ein Terroranschlag in der National Gallery). Nora Phillips hat einen absolut authentischen Thriller geschrieben.
Die Geschichte um Alec und Lynn ist super spannend mit vielen Wendungen und auf keinen Fall kitschig. Auch die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Beim Lesen fällt einem auf, dass die Autorin sehr in der Materie der Special Operation eingearbeitet ist und ich hatte das Gefühl Mitglied der SPOT zu sein. Ich freue mich schon sehr auf die Folgebände der SPOT-Reihe von Nora Phillips.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Leseempfehlung!

Etwas verborgen Schönes
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Arne Jensen hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Das Buch “Etwas verbogen Schönes” ist ihr Debüt. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt – 1944 als Lilis Vater, ein hochrangiger Gestapo-Offizier ...

Arne Jensen hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Das Buch “Etwas verbogen Schönes” ist ihr Debüt. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt – 1944 als Lilis Vater, ein hochrangiger Gestapo-Offizier tot aufgefunden wird und Lili unter Verdacht gerät und im Jahr 2022 als die Familie Rabe auf dem Gut Torchau zusammen kommt und auf Lilis Enthüllung gespannt ist.
Der Schwerpunkt liegt allerdings in der Gegenwart und wird aus der Ich-Perspektibe von Lilis Enkeltochter Naira erzählt. Naira hat ein enges Verhältnis zu ihrer Oma und macht sich große Sorgen um ihre Oma, da die Konfrontation mit der Vergangenheit sie sehr belastet. Hier werden Familiengeschichten über jahrzehnte aufgearbeitet.
Dieses Buch ist eine spannende Mischung aus Familiengeschichte, Krimi und historischem Roman. Die Protagonisten sind vielschichtig und authentisch. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgt für eine hohe Spannung – ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Manche Szenen waren etwas langatmig, aber ich kann das Buch nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Absolute Leseempfehlung!

Der Pakt der Frauen
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Julia Kröhn konnte mich auch wieder mit ihrem neuen Roman überzeugen. Ihr Schreistil ist leicht und bildlich – beim Lesen bin ich nur durch die Seiten geflogen. “Der Pakt der Frauen” ist die eigene Familienbiografie ...

Julia Kröhn konnte mich auch wieder mit ihrem neuen Roman überzeugen. Ihr Schreistil ist leicht und bildlich – beim Lesen bin ich nur durch die Seiten geflogen. “Der Pakt der Frauen” ist die eigene Familienbiografie von Julia Kröhn – diese hat sie mit fiktiven Elementen zu einem sehr eindrucksvollen Zeutzeugnis erweitert. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen – im Jahr 1976 und in der Zeit des zweiten Weltkriegs.
Katharina Adler arbeitet Mitte der 1970er Jahre als junge Dozentin in Wien – die männlichen Kollegen sind ihr gegenüber nicht sehr wohlwollend. Sie provoziert durch das Tragen von Hosen und ihrem auffälligen gefärbten Lippen. Den Studenten möchte sie im Rahmen ihrer geschichtswissenschaftlicher Vorlesungen besonders die historische Rolle der Frau im Wandel der Zeit näher bringen. Besonders widmet sie sich von Frauen verfassten Kochbücher – als Katharina das Kochbuch ihrer Mutter findet, merkt sie, dass sie ein Familiengeheimnis lüften muss.
In der zweiten Zeitebene erfahren wir mehr über die Vergangenheit der Familie. Jule und Carl wohnten in Hirschberg (Schlesien) – Carl beschäftigte sich beruflich mit Flugzeugen. Jule arbeitete als Köchin in einem Lager mit Zwangsarbeiterinnen aus dem Ostblock. Im Zwangslager gewinnt sie das Vertrauen von den Arbeiterinnen und sammelt die Lieblingsrezepte aller Frauen – so entstand das Kochbuch, dass Katharina gefunden hat.
Jule erzählt ihrer Tochter Katharina die ganze Geschichte mit allen dramatischen Ereignissen.
Julia Kröhn hat sehr starke und beeindruckende Charaktere beschrieben.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Guter Roman

Die Postbotin
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Elke Schneefuß hat einen einfachen und leichten Schreibstil – man ist schnell in der Geschichte drin. Sie hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. „…Die Kolleginnen haben sich vier ...

Elke Schneefuß hat einen einfachen und leichten Schreibstil – man ist schnell in der Geschichte drin. Sie hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. „…Die Kolleginnen haben sich vier Jahre lang für einen mageren Lohn abgerackert. Sie haben die Hälfte von dem verdient, was die Männer sonst kriegen. Und jetzt, wo man sie nicht mehr braucht, setzen sie sie auf die Straße…“
Dieses Zitat gibt den Grundkonflikt wieder, der in der Geschichte steckt. Es ist 1919 und mit der Rückkehr der Männer aus dem Krieg sind die Stellen der weiblichen Postzusteller in Gefahr.
Regine ist Postbotin und möchte sich dafür einsetzen, dass die Kolleginnen ihre Arbeit behalten, aber das ist nicht einfach. Sie hat einerseits keine Erfahrung und andererseits war ihr Vater Postbeamter und hätte sicherlich kein Verständnis für seine Tochter. In den Gwerkschafter Kurt verliebt sich Regine Hals über Kopf – allerdings gibt es in Regines Leben ein anderer Mann, der ihr eine sichere Zukunft bieten kann.
Evi, ist die Freundin von Regine und Telefonistin. Sie hat mit ihrem Vorgesetzten eine Affäre und seine Zurückweisung hat sie noch nicht verarbeitet. Außerdem ist Evi auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder. Der Vater ist Musiker und hat die Familie verlassen. Diet Mutter, war einst aus einem begüterten Zuhause und kommt mit dem sozialen Abstieg nicht zurecht.
Aus dieser komplexen Anfangskonstellation entwickelt sich die Handlung. Zu Beginn steht der mögliche Streik im Vordergrund. Um so weiter die Geschichte vorranschreitet, verschwindet das Streikgeschehen in den Hintergrund und die persönlichen Probleme der Protagonistinnen rücken in den Vordergrund.
Leider konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen – es gibt einfach zuviele lose Enden und auch wie die Petition der Frauen am Ende entsteht, wird nicht beschrieben. Es hätte mich mehr gefreut, wenn der Fokus auf dem Streikgeschehen geblieben wäre.

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