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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2024

Spannend bis zum Schluss

All das Böse, das wir tun
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Das düstere Cover dieses Thriller zieht sofort Blicke auf sich - gemeinsam mit dem schwarzen Farbschnitt und der roten Schrift, wirkt es düster und unheimlich. Ganz so düster ist die Geschichte ...

Das düstere Cover dieses Thriller zieht sofort Blicke auf sich - gemeinsam mit dem schwarzen Farbschnitt und der roten Schrift, wirkt es düster und unheimlich. Ganz so düster ist die Geschichte nicht, dafür umso verstrickter. Sie beginnt mit der Entführung Amalas und der Suche nach ihr. Sie führt den Leser aber regelmäßig 30 Jahre in die Vergangenheit. Die Zusammenhänge erschließen sich so nach und nach, was wirklich angenehm ist und den Spannungsbogen aufrecht erhält. So findet der Leser zusammen mit Francesca (Amalas Tante) und dem geheimnisvollen Gerry heraus, was die Entführung mit dem "Perser" zu tun hat, der vor 30 Jahren sein Unwesen trieb.
Das Setting in Italien gefällt mir, wobei man nach Landschaftsbeschreibungen lange sucht, trotzdem bildet sich eine interessante Atmosphäre, die einen vor allem gegen Ende nicht mehr los lässt. Allein mit den italienischen Namen hatte ich so ab und an meine Probleme und habe eine Weile gebraucht sie zuordnen zu können. Die Figure selbst waren interessant gestaltet und mit Ecken und Kanten, um die man teilweise herum schauen musste.
Der Autor schafft es in diesem Thriller die Spannung wirklich bis zur letzten Seite - und das meine ich wörtlich (nach der Danksagung kommt noch ein kleines Kapitel, das man schnell übersehen kann) aufrecht zu erhalten. Kommt ihr dem Ungeheuer auf die Schliche? Ich hab es nicht geschafft und war wieder mal fasziniert, was Autoren alles einfallen kann.
5 von 5 Sternen von mir und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Nordseefeeling

Lille vom Wind
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Sommer und Sonne, was da darf da nicht fehlen? Na klar, das Meer! Lille wohnt da wo andere Urlaub machen und zwar auf einer Hallig in der Nordsee. Dort sind sie und ihre Familie eigentlich nur durch einen ...

Sommer und Sonne, was da darf da nicht fehlen? Na klar, das Meer! Lille wohnt da wo andere Urlaub machen und zwar auf einer Hallig in der Nordsee. Dort sind sie und ihre Familie eigentlich nur durch einen "Zufall" gelandet, aber weg möchte sie da nicht mehr. Zusammen mit ihren Freunden erlebt sie tolle Abenteuer und hat so ein paar kleine Geheimnisse.
Lille - das Mädchen mit dem gelben Beanie auf dem Cover - ist eine liebenswerte Figur, genau wie ihre Freunde, die ihr zur Seite stehen. Man kann sich alles wunderbar vorstellen und meint an vielen Stellen den salzigen Meereswind auf dem Gesicht zu spüren. Die Liebe zur Umwelt (Flora und Fauna) kommt wunderbar rüber und auch die Achtsamkeit der Halligbewohner ihr gegenüber. Es wird auf einige Sachverhalte aufmerksam gemacht, aber nie mit erhobenem Zeigefinger und mit nicht ganz alltäglichen Lösungen, die einen noch mehr in diese fantastische Geschichte ziehen und sie magisch machen.
Selbst meinen Großen hat es nicht gestört, dass die Hauptfigur ein Mädchen ist. Er fand sie alle super und so ein Abenteuer würde er sehr gern auch erleben, wobei er vor einem Landunter schon Respekt hat (wir waren an der Ostsee, aber da gibt es sowas nicht in der Größenordnung ^^). Die wenigen schwarz-weiß Illustrationen haben uns gut gefallen - sie haben toll in das Ambiente des Buches gepasst.
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Für uns ein wahnsinnig schönes Urlaubsbuch - nicht nur, wenn man am Meer ist. Es ist naturnah, fröhlich, magisch und einfach nur bezaubernd. Von uns gibt 5 von 5 ⭐ für diese kleine Reise an die Nordsee.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Andere Welten

GEMINAE
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Science Fiction oder eher Dystopie? Warum nicht beides? In ihrem Roman "Geminae - Nicht alles ist gut" hat die Autorin beides verbunden.
Der Leser befindet sich ohne großen Schnickschnack und Vorgeplänkel ...

Science Fiction oder eher Dystopie? Warum nicht beides? In ihrem Roman "Geminae - Nicht alles ist gut" hat die Autorin beides verbunden.
Der Leser befindet sich ohne großen Schnickschnack und Vorgeplänkel direkt in Domino, einer der Städte auf Geminae und ist direkt mitten im Geschehen. Er lernt Nyco und Kalian kennen. Nyco ist ein junger Mann, der umherstreift und einige Geheimnisse hat, Kalian Mitglied einer kleinen Rebellengruppe, die gegen das Regime arbeitet. Als Nyco auf diese Gruppe trifft, geht das Abenteuer erst richtig los.
Die Geschichte ist aus der Sichtweise der verschiedenen Charaktere geschrieben, die so verschieden sind, wie die Charaktere selbst. Und eigentlich alle haben Geheimnisse, die erst nach und nach ans Licht kommen. Und genau das macht die Sache so spannend - man weiß nie, was die anderen für Hintergründe haben und warum sie jetzt so handeln. Damit zieht die Autorin den Leser tief in die Geschichte. Mit dem rasanten Beginn erweckt sie den Wunsch alles bergreifen zu wollen. Warum und wer und überhaupt? "Nicht alles ist gut" als Untertitel macht auch direkt darauf aufmerksam, dass es auch in einem nach außen gut funktionierendem System Fehler gibt. Das ist überall so. Die Figuren haben es bereits bei der "Regierung" festgemacht, aber wie sieht es in ihrer Gruppe und bei sich selbst aus? Es ist spannend zu lesen, wie sie sich nach und nach klar werden, wie alles funktioniert und ich sich greift und vielleicht doch nicht so ist, wie es zu sein scheint. Wunderbar flüssig geschrieben und sehr in die Tiefe gehend, ist dieses Buch eine schöne Mischung aus oben genannten Genres und auch für SciFi Einsteiger geeignet. Es ist zwar vieles technisch und auch fantastisch, was die Autorin für eine Welt geschaffen hat, aber es ist nicht schwer zu verstehen und spannend ist es außerdem (und kommt ohne großes Liebesbrimborium aus, wie man es doch häufiger findet).
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Cold Case neu aufgerollt

Die Morde von Salisbury
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Es ist ein heißer Sommer in England und in einem ausgetrockneten Flussufer kommt die Leiche eines jungen Mannes zum Vorschein. Laut Akten war er damals an der Ermordung einer jungen Frau beteiligt. Doch ...

Es ist ein heißer Sommer in England und in einem ausgetrockneten Flussufer kommt die Leiche eines jungen Mannes zum Vorschein. Laut Akten war er damals an der Ermordung einer jungen Frau beteiligt. Doch war das wirklich so? Lockyer und Broad bekommen den Fall auf den Tisch und tauchen immer tiefer in diesen Cold Case ein und mit ihnen der Leser.
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Laut Klappentext ist es der zweite Fall für das Ermittler-Dou Lockyer und Broad, das stört beim Lesen allerdings gar nicht. es gibt einige Seitenhinweise, die allerdings überhaupt keine Bezüge zum aktuellen Fall haben. Man versteht alles wunderbar, auch ohne den ersten Fall zu kennen. Lockyer und Broad ergänzen sich wunderbar. Die Figuren haben Tiefe und vor allem Geheimnisse - also nicht die Ermittler, aber alle Figuren, die mit dem Fall zu tun haben. Zeitweise, weiß man gar nicht, was man glauben und wem man trauen soll. Wirklich wunderbar geschrieben. Das Buch hat auch viel Atmosphäre und durch die Beschreibung der Figuren merkt man, dass es keine Helden sind, sondern die Polizeiarbeit viel Arbeit und auch eine Portion Glück ist.
Die Auflösung war spannend und interessant, um wie viele Ecken der Fall gelöst wurde. Wirklich toller Krimi, der auch wirklich ein Krimi ist - ohne viel Blut. Leichen gibt es trotzdem genug.
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Von mir gibt es 5 von 5 ⭐ und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Mensch und Maschine

Ada und die Künstliche Blödheit – Ein Roboter auf der Flucht
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Endlich soll Adas Lernfroindin ankommen und sie nicht nur beim Lernen unterstützen. Denn Ada ist ziemlich einsam. Ihre Eltern kümmern sich wenig und ihr Opa ist ziemlich ulkig. Doch plötzlich stürmt ein ...

Endlich soll Adas Lernfroindin ankommen und sie nicht nur beim Lernen unterstützen. Denn Ada ist ziemlich einsam. Ihre Eltern kümmern sich wenig und ihr Opa ist ziemlich ulkig. Doch plötzlich stürmt ein flüchtiger Android ihr Haus und redet sich langsam aber sicher in die Herzen von Ada und ihrem Opa (der eigentlich recht konservativ und wenig offen gegenüber der neuen Technik ist).

Soweit so gut. Die Grundidee hat uns wirklich gefallen. Ausgehend vom Cover, das mit seiner knalligen Farbgebung direkt ins Auge springt und dem Klappentext waren wir sehr interessiert. Der Einstieg fiel uns leicht und wir haben Ada direkt ins Herz geschlossen. Auch den Opa fanden wir anfangs noch witzig, auf Dauer wird er aber anstrengend mit seinen Witzen und auch mit seiner Art - wer bitte sperrt denn seine Enkelin im Bad ein? KB hingegen ist einfach nur zum Knuddeln. Die Illustrationen haben das Ganze noch ein wenig aufgelockert und uns sehr amüsiert. Die Auflösung hingegen fanden wir jetzt nicht sonderlich gelungen und auch nicht recht kindgerecht.

Der Hintergrund, dass auch nicht perfektes liebenswert und toll ist, ist schön beschrieben. Mein Mann meinte nur, dass das bei KI allerdings sehr problematisch werden kann.

Die angesprochenen Punkte sind für uns Einschränkungen im Lesespaß und daher nur 4 Sterne. So an sich ist die Geschichte toll. Ein wenig hat es uns an den Film "Ron läuft schief" erinnert - da geht es fast um dasselbe Thema.

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