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JP_Gruendler

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Walter Pobaschnig auf literaturoutdoors.com

Nachtumweht
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Jens-Philipp Gründler, Autor und Journalist, studierte Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte, lädt in seinem neuesten Erzählband (Kurzprosa) zu einer Reise, zu einem Sturz ...

Jens-Philipp Gründler, Autor und Journalist, studierte Philosophie, Vergleichende Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte, lädt in seinem neuesten Erzählband (Kurzprosa) zu einer Reise, zu einem Sturz in Lebens- und Gesellschaftssituationen ein, in denen Menschen vor Herausforderungen stehen in Krieg und Frieden, Jugend und Alter und ihren Weg in Entscheidung, Mut und Konsequenz suchen und gehen.

Da ist der US-Soldat im Vietnamkrieg, der sich einem Befehl widersetzt und das Gewissen vor dem Befehl stellt. Da ist der schwere Schulalltag zwischen Stille und Ausgrenzung und danach der Blick ins Weite und die Faszination Fotografie, die Anerkennung und Erfolg bringt, was die Schulglocke verweigerte.

Und da sind viele Existenzmodelle mehr, in denen Menschen zwischen Sturm und Sonne ihren Lebensweg erkunden, beschreiten, verändern, geworfen werden und dagegen ankämpfen, um mit letztem Einsatz ihr Weltbild und den Sinn in jedem neuen Tag suchen und danach ringen.

Der wunderbare Walter Pobaschnig verfasste die schöne folgende Rezension zu meinem Buch "Nachtumweht" in seinem Blog literaturoutdoors.com

Jens-Philipp Gründler beweist in diesem Erzählband einmal mehr seine große Fähigkeit und sein Talent zu einer spannenden, tiefgehenden Prosa, die in den biographisch-gesellschaftlichen Miniaturen mitreißend einladen, Existenzsituationen in Krisis und Entscheidung wahrzunehmen und zu reflektieren. Wie hätte ich gehandelt? Was würde ich jetzt tun? Was ist für mich Wert und Sinn?

Bilder des so variantenreichen wie beeindruckenden Künstler Michael Blümel bilden einen hervorragenden Bilddialog zu einer Prosa, die in dieser Form einzigartig ist.

„Ein Erzähl-, Bildband, der Existenz und Menschsein in Krisis, Sinn und Entscheidung mitreißend ins Wort und Bild setzt.“

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Alles grünt, es grünt üppig

GRÜN : DER ÜPPIGEN
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Eine Rezension zu Annette Rümmeles Gedichtband "Grün : der üppigen"

Mit Annette Rümmeles Lyrik bin ich seit langer Zeit vertraut. Ich habe das Glück, die Dichterin von unserer gemeinsamen Tätigkeit für ...

Eine Rezension zu Annette Rümmeles Gedichtband "Grün : der üppigen"

Mit Annette Rümmeles Lyrik bin ich seit langer Zeit vertraut. Ich habe das Glück, die Dichterin von unserer gemeinsamen Tätigkeit für die Zeitschrift Experimenta her zu kennen, seit nunmehr über zehn Jahren. Ihren wundervollen ersten Gedichtband „Die Poesie der Gestalt“, der 2017 in der Edition Maya erschien, rezensierte ich. Schon damals war mir klar, dass es sich um eine außergewöhnlich begabte Poetin handelte, deren Worte mir die Sprache verschlugen. Aber nicht nur das. Andererseits gaben sie mir neue Luft zum Atmen, inspirierten und kräftigten mich. Ihre damalige Veröffentlichung enthielt nicht nur Gedichte, sondern auch Kurzprosa, äußerst gelungen.
Dennoch waren es diese pointiert formulierten Verse und Strophen, die mich bannten. Ich selbst bin leider völlig ungeeignet dazu, Poesie zu verfassen, da ich einen Hang zum Schwafeln habe. Deshalb bewundere ich Autorinnen und Dichter über die Maßen, denen es gelingt, ihre ästhetischen Eindrücke, die sie, wie Annette Rümmele, aus der Natur oder ihrer Umgebung gewinnen, in derart knappe und blitzartig einschlagende Poeme zu kleiden. Sie kochen ihre Sujets gewissermaßen herunter, destillieren aus Schönheit, aber auch Schrecken, die Essenz heraus.
Annette Rümmele präsentiert in ihrem neuen Band „Grün : der üppigen“, welcher soeben in der Edition Maya erschienen ist, in sieben Kapiteln ihre prägnanten Verse. Schon das ästhetisch hochwertige Cover, welches ihr langjähriger Wegbegleiter Jürgen Fiege gestaltet hat, lädt die Leserschaft ein, sich vom Lärm loszusagen:
„die Dämmerung löscht
mit ersten Schatten
den Aufruhr, Lärm –
verwandelt Rumor
in die Macht
der Stille“

Gegenwärtig – war es schon immer so? – verursachen Kriege und Krisen einen permanenten Dreck und Lärm, der in uns eindringt und uns verschmutzt, seelisch, emotional. Es mag einem vorkommen, als sei diese Kriegsindustrie perfektioniert worden, um uns vom eigenen Denken und Empfinden, und von der Liebe (!) wegzubringen. Annette Rümmele, promovierte Psychologin, weiß sehr genau, wovon sie berichtet. Ihr Anliegen scheint darin zu bestehen, die wunden Seelen der Menschen heilen zu wollen. Bei diesem Vorhaben unterstützen wir sie gern und genießen ihre anmutigen Gedichte. Wie bei Haikus, Annette Rümmele verwendet die ihnen ähnelnde Form des Senryūs, findet man in ihrem Band keinerlei Verschwendung, oder: dem Titel widersprechende Üppigkeit. Sie bringt alles, was sie zu sagen hat, auf den Punkt. Und da sie sehr viel zu sagen hat, ist es umso bewundernswerter, dass ihren Kreationen jegliche Überflüssigkeit fehlt. So, wie sie sind, sind die Gedichte klar, in Form und Inhalt. Wie prächtige Bonsaibäumchen stehen sie im Sonnenlicht und begrüßen uns. Die Natursymbolik spricht Bände. Auch an einen Spaziergang im kühlenden Schatten eines Waldes, womöglich barfuß?, mag man denken, wenn man diesen Band liest. Im titelgebenden Gedicht „Grün : der üppigen“ heißt es:
„und hören
fern leis den Klang
den himmlischen

und verweilen im
Grün
: der üppigen“

Diesen Versen ist nichts hinzuzufügen.

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