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Katjuschka

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Veröffentlicht am 07.06.2025

Wikinger auf Islay

Die Liebenden von Islay
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Ein Schicksalsschlag verändert das Leben von Shona MacLean über Nacht: Ihre Schwester Freya, die auf der Insel Islay ein B&B führt und sich als alleinerziehende Mutter durchschlägt, hatte einen schweren ...


Ein Schicksalsschlag verändert das Leben von Shona MacLean über Nacht: Ihre Schwester Freya, die auf der Insel Islay ein B&B führt und sich als alleinerziehende Mutter durchschlägt, hatte einen schweren Unfall.
Sofort reist Shona nach Islay, um sich um die Pension und ihre Nichte Erin zu kümmern.
Diese zeigt Shona eine Brosche, die sie beim Spazierengehen gefunden hat.
Offensichtlicht stammt das Schmuckstück aus der Wikingerzeit.
Gemeinsam beginnen Shona und Erin, die Geschichte der alten Brosche zu erforschen - unterstützt von Gavin Ramsay, dem sympathischen Inhaber einer kleinen Destillerie.
Schon bald kommen sich Shona und Gavin näher.
Doch mit ihren Nachforschungen machen sie sich schnell Feinde.
Denn offenbar sind sie gefährlichen Geheimnissen auf der Spur...

Wie bei allen Büchern von Constanze Wilken gibt es auch diesmal wieder einen zweiten Handlungsstrang auf einer Zeitebene aus der Vergangenheit.
Hier stehen im Jahr 1085 Hulda Rokadóttir und Fjell Halvorson, Krieger und Flottenführer, im Mittelpunkt der Handlung.
Man erfährt, dank ganz offensichtlich großartiger Recherche, sehr viel über das Leben der Wikinger auf den Hybriden.
Raubzüge, incl. Morde und Brandschatzung von Seiten der Nordmänner, die auf ihren Drachenbooten oft wochenlang unterwegs sind, gehören ganz selbstverständlich zum Alltag, ebenso wie die Huldigung der alten Götter.
Auch die Sklavenhaltung von Menschen, die auf ihren Fahrten "geraubt" wurden, sind Normalität.
Interessant fand ich das einflechten der "neuen" Religion, bei der es nur einen (christlichen) Gott geben soll.
Vieles aus dem damaligen Leben kam mir beim lesen schon sehr fremd vor, aber dank des sehr einnehmenden Schreibstiles der Autorin fand ich es sehr schön - und lehrreich - von Hulda und Fjell zu lesen.
Im Gegenwartsteil kommt Shona, die eigentlich in Edinburgh lebt, erst nur nach Islay um übergangsweise die Pension ihrer Schwester Freya zu führen, verliebt sich dann aber neu in ihre Heimatinsel.
Ihre Nachforschungen zur Brosche, bzw. zur Fibel, sind wie eine Verbindung in die Vergangenheit und neben Shona und Erin lernen auch die Leser(innen) spannende historische Fakten aus dem 11. Jahrhundert Schottlands.
Shona und Gavin kämpfen um das Überleben von Pension und Destillerie, denn nicht alle sind ihnen wohlgesonnt.
Man erfährt u.a. interessante Details über die Whisky-Herstellung, sowie sehr viel über Land & Leute auf den Hybriden.
Die finale Zusammenführung der beiden Erzählstränge fand ich sehr gelungen.
Eine wunderbare Lektüre für Schottland-Fans, die mal nicht in den Highlands spielt. ;)

Personenverzeichnis und Glossar helfen bei den eher ungewöhnlichen Namen und Begriffen.
Ein kurzes Nachwort rundet perfekt ab.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Bücherliebe

Die Bibliothek der zweiten Chancen
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Charlotte arbeitet seit Jahrzehnten in der Bibliothek, in der sie auch ihren Mann kennengelernt hat.
Täglich verlassen dort hunderte Bücher das Gebäude, um die Menschen der Stadt glücklich zu machen und ...

Charlotte arbeitet seit Jahrzehnten in der Bibliothek, in der sie auch ihren Mann kennengelernt hat.
Täglich verlassen dort hunderte Bücher das Gebäude, um die Menschen der Stadt glücklich zu machen und kommen zurück, um wieder andere zu bereichern. Charlotte weiß am besten, dass alles im Leben im Fluss und vergänglich ist.
Die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann währt ewig, eine neue Liebe bleibt unvorstellbar.
Als ihre beiden Töchter ausziehen und die Arbeit bedroht ist, fühlt sie sich verloren, doch eine unerwartete Reise nach Paris und eine neue Freundschaft erinnern sie an einen beinahe vergessenen Traum.

Auch wenn es im Klappentext nur um Charlotte geht, ist die Geschichte von Lisa (die erwähnte neue Freundschaft) ein großer Teil der Handlung.
Lisa ist mit Marten verlobt und hat einen kleinen Verlag gegründet.
Sie will unabhängig sein um eine Partnerschaft auf Augenhöhe zu führen - die Aufteilung der späteren Carearbeit soll schließlich finanziell und zeitlich gerecht geteilt werden.
Da Marten das "typisch männliche" Verhalten an den Tag legt (er verdient mehr, also...) und noch dazu ihre Arbeit als Verlegerin nicht wirklich unterstützt, ja ihren Traum für unrealistisch hält, knirscht es schon kurz vor der Hochzeit gehörig.
Charlotte arbeitet in der Kölner Stadtbibliothek und träumt seit ihrer Jugend davon ein eigenes Buch zu schreiben.
Nach dem Tod ihrer großen Liebe Cedric ist ihr Leben auf Pause gestellt.
Als beide Töchter das heimische Nest verlassen wollen, die Bibliothek entweder umzieht oder gar geschlossen wird, findet Charlotte Briefe von Cedric, der sie ermutigt nach seinem Tod mutig und selbstbewusst ihr Leben zu gestalten.
Auf einer Reise nach Paris trifft sie die ebenfalls in Köln lebende Lisa und aus dieser zufälligen Begegnung wird eine großartige Freundschaft.

Die Handlung erzählt abwechselnd von Charlotte und Lisa und ich fand beide ausgesprochen sympathisch.
Es geht bei Charlotte sehr realistisch um Trauer und Verlust - ohne dabei kitschig zu werden.
Bei Lisa um Selbstbewusstsein in einer Partnerschaft und sich bei allen Kompromissen nicht für andere klein zu machen.
Beide Frauen lernen auf die eine oder andere Weise wie wichtig es ist, die eigenen Pläne und Träume nicht zu früh aufzugeben.
Trotz ihres Altersunterschiedes (Lisa könnte Charlottes Tochter sein) werden die zwei Frauen in kürzester Zeit enge Freundinnen, die sich unterstützen und für einander da sind.
Und dann ist da noch der Witwer Frank, Stammkunde in der Bibliothek, der vielleicht mehr als nur ein Freund für Charlotte sein könnte....

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Paris ist immer eine Reise wert

Montmartre - Licht und Schatten
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Paris im Sommer 1866: Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren.
Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam.
Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem ...

Paris im Sommer 1866: Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren.
Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam.
Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem Hügel von Montmartre auf.
Valérie hingegen ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy.
In einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten haben, hegen die beiden große Träume.
Valérie ist eine begnadete Malerin, die es an die Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren.
Elise dagegen möchte als Tänzerin in den schillernden Varietés von Montmartre berühmt werden.
Schicksalsschläge und die Liebe stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen, doch die jungen Frauen kämpfen für ihr Glück…

Obwohl Elise und Valérie am gleichen Tag von der gleichen Hebamme entbunden werden, könnte der soziale Hintergrund der Familien nicht unterschiedlicher sein.
Das Leben von Elise ist zuerst hart und entbehrungsreich.
Der Vater, ein Trinker, bringt das von der Mutter hartverdiente Geld in der Kneipe durch.
Zum überleben schuftet irgendwann auch Elise als Wäscherin und Plätterin.
Elises Liebe gilt dem Tanz und durch ihre Freundin Louise lernt sie die Welt des Varietés kennen, feiert sogar erste Erfolge auf der Bühne.
Valérie hingegen, eine talentierte Malerin, hat keine finanziellen Sorgen.
Ihr Vater - ein reicher Kunsthändler - verschafft ihr zwar einen Platz in der Akademie, aber an allen Unterrichtsfächern darf sie trotzdem nicht teilnehmen.
Und ihre Bilder kann Valérie als Frau erst gar nicht ausstellen, sodass ihre zuerst jegliche Anerkennung fehlt.
Die Lebenswege der Frauen könnte also tatsächlich kaum unterschiedlicher sein:
Elise sorgt sich um das Einkommen der Familie und die jüngere Schwester, hat dabei aber die Möglichkeit ihre Träume zu verwirklichen.
Valérie ist zwar finanziell abgesichert, wird aber zuhause von der Mutter und in der Kunstwelt von ihrem Vater eingeschränkt. Aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung hat sie kaum persönliche Freiheiten.

Durch den empathischen Schreibstil der Autorin ist man den Protagonist(inn)en stets sehr nah und zeitgleich erlebt man mit, wie Paris Ende des 19. Jahrhunderts langsam entsteht, was ich ausgesprochen faszinierend fand.
Innerhalb der Handlung wird vieles sehr detailgetreu beschrieben, sodass es sich in der Mitte des Buches stellenweise etwas zieht - aber dranbleiben lohnt sich wirklich!
Die Geschichte ist in fünf Abschnitte aufgeteilt und spielt im Zeitraum Juni 1866 - Oktober 1889.
Neben Elise und Valérie geht es immer auch um Tanz und Malerei.
Man trifft beim lesen u.a. auf die real existierende Can-Can Tänzerin Louise Weber (La Goulou), die von Henri Toulouse-Lautrec mehrfach gemalt wurde.
Auch andere berühmte Künstler, wie z.B. Vincent van Gogh, der zeitlebens kein einziges Bild verkaufen konnte, tauchen auf.
Marie Lacrosse lässt auf spannende Weise das historische Paris vor dem inneren Auge lebendig werden und man wird Zeuge bei der Entstehung der weltberühmten Wahrzeichen von Paris:
Der weißen Basilika Sacré-Cœur, des Varietés Moulin Rouge mit der roten Windmühle und natürlich dem Eiffelturm.

Dieses Buch ist eine Wucht!
Und das nicht nur wegen der 624 (!) Seiten, sondern vor allem wegen eines unglaublich fesselnden und atmospärischen Schreibstiles und einer ganz offensichtlich grandiosen und garantiert zeitaufwändigen Recherche! Chapeau!
Eine Karte von Montmartre aus dem Jahr 1880, ein Personenverzeichnis, sowie der umfangreiche Anhang "Wahrheit und Fiktion" ergänzen das Lesevergnügen perfekt.

Teil 2 "Traum und Schicksal" erscheint im November 2025.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Teil 8 der Reihe

Mörderisches Somerset - Der Tote im Moor
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Bei einem Spaziergang in einem nahe gelegenen Naturschutzgebiet findet June die Leiche eines Mannes.
In der Tasche des Toten findet die Polizei zwei Seiten aus einem antiquarischen Buch über giftige Pflanzen ...

Bei einem Spaziergang in einem nahe gelegenen Naturschutzgebiet findet June die Leiche eines Mannes.
In der Tasche des Toten findet die Polizei zwei Seiten aus einem antiquarischen Buch über giftige Pflanzen in Großbritannien.
Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Tote selbst in einem Mordfall verdächtigt wurde: Er soll seine Frau mit einer einheimischen Giftpflanze getötet haben.
War es Selbstmord und sind die Seiten ein Schuldeingeständnis? Detective Sergeant Darcy bittet Rufus Whalley um Hilfe bei der Identifizierung des Buches. Natürlich lassen es sich June und Pomona nicht nehmen, ihren Freund bei seinen Ermittlungen nach Kräften zu unterstützen und auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.
Schon bald stecken sie wieder mitten in einem spannenden Kriminalfall.

Mord oder Selbstmord?
Um diese Frage zu beantworten, müssen June und ihre Freunde auch bei dem alten Mordfall noch einmal ermitteln.
Oder wieder schnüffeln, wie Darcy konstatiert.
Und dabei kommt erstaunliches zu Tage.
Ein weiterer Fall für die Glastonbury-Mystery-Gang.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Teil 2 der Reihe

Marconi und der verschwundene Wattschützer
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In einer Julinacht verschwindet der Naturschützer Piet Lorenzen.
Schnell drängt sich der Verdacht auf, dass die Tat in Verbindung zur umstrittenen Ölbohrinsel "Mittelplate A" steht, die vielen Anwohnern ...

In einer Julinacht verschwindet der Naturschützer Piet Lorenzen.
Schnell drängt sich der Verdacht auf, dass die Tat in Verbindung zur umstrittenen Ölbohrinsel "Mittelplate A" steht, die vielen Anwohnern von St. Peter-Ording ein Dorn im Auge ist.
Doch dies ist nicht die einzige Spur, der Marconi und sein Team - wieder einmal auf eigene Faust - nachgehen.
Was hat es mit der Klage wegen Rufmords und Beleidigung auf sich, die gegen Lorenzen läuft?
Und worum ging es bei dem Streit mit seiner schwangeren Freundin am Vorabend des Verschwindens?
Auch privat ist Marconi wieder voll im Einsatz.
Seine Nichte Klara ist verknallt - und das ausgerechnet in Marconis Erzfeind Fabian Holthausen von der Umweltschutzorganisation GreenPlanet.
Chaos an allen Fronten. Währenddessen versucht Marconi weiterhin, den Kindern ein guter Ersatzvater zu sein, kocht mit ihnen "Labskausagne" und muss sich gegen das Jugendamt behaupten.
Als dann eine Leiche gefunden wird - mit Öl übergossen und Möwenfedern übersät -, verdichten sich die Indizien im Fall Lorenzen zu einer ungeahnten Tragödie.

Auch im zweiten Teil der sympathischen Krimi-Reihe aus St. Peter-Ording wird es für Marconi wieder an zwei Fronten turbulent.
Naturschutz ja - aber nicht mit kriminellen Mitteln findet Marconi!
Als der eigentlich allseits beliebte Piet entführt wird, scheint es dann plötzlich mehrere Motive zu geben.
Hat der Fall mit GreenPlanet zu tun?
Oder findet sich der/die Täter(in) doch im privaten Bereich des Lehrers und Wattschützers?
Marconi steht während der Ermittlungen nicht nur unter der Beobachtung der angereisten Vorgesetzten aus Flensburg, die sich von dem "Dorfbullen" nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollen - auch die Mitarbeiterin vom Jugendamt steht regelmäßig auf der Matte.
Und dann sind da immer noch die dubiosen Umstände beim Tod von Marconis Bruder...

Ich mag den ab und zu etwas überforderten Marconi unglaublich gern. Er ist ein toller Ermittler und Kollege - und ein wunderbarer "Ersatzvater" für Nichte und Neffe.
Den Fall fand ich interessant und spannend aufgebaut und erst sehr zum Ende hin hatte ich einen ernsthaften Verdacht den Tathergang betreffend.
Auch wenn St. Peter-Ording doch eigentlich ein friedlicher Ort zu sein scheint, hoffe ich doch auf weitere Fälle für den "Commissario".

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