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Veröffentlicht am 15.09.2016

Schonungslose Geschichte

Überlebenstyp
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„Überlebenstyp“ ist eine knapp dreißig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland erstmals in der Kurzgeschichten-Sammlung „Blut“ erschienen ist. Da ich bislang alle Kurzgeschichten der „Story Selection“ ...

„Überlebenstyp“ ist eine knapp dreißig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland erstmals in der Kurzgeschichten-Sammlung „Blut“ erschienen ist. Da ich bislang alle Kurzgeschichten der „Story Selection“ von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich Stephen King wieder einmal überzeugen konnte.

Zuerst einmal muss gesagt werden, dass die Geschichte sicherlich nicht jedermanns Sache ist, da hier doch zum Teil sehr üble Szenen geschildert werden, die definitiv das Kopfkino anregen. Einiges war selbst mir stellenweise zu heftig, sodass ich den Reader für einen kurzen Moment zur Seite legen musste. Dies muss aber in Bezug auf die Geschichte nicht zwingend negativ gemeint sein, denn Stephen King beschreibt hier auf ziemlich beeindruckende und schonungslose Art und Weise, zu was man bereit ist, wenn man mit aller Macht überleben möchte.

Hierbei geht es um Richard, der den Untergang eines Passagierschiffes nur mit Glück überlebt hat, da er ich mit einem Rettungsboot noch schnell genug retten konnte. Als dies jedoch auch Schiffbruch erleidet und er auf einer kleinen Steininsel landet, beginnt erst sein wahres Überleben, denn bis auf ein paar Bleistifte, ein Logbuch und ca. zwei Kilo Heroin, hat er nichts, was ihm auch nur ansatzweise helfen könnte.

Seinen Überlebenskampf schreibt er in das Logbuch, das er als Tagebuch nutzt. Dabei beschreibt er schonungslos seinen täglichen Kampf um Nahrung, Wasser und Heroin. Obwohl die Geschichte gerade einmal dreißig Seiten lang ist, bekommt man hier dennoch einen authentischen Einblick und lernt ihn dazu auch noch sehr gut kennen. Dabei ist besonders interessant, wieso er sich als Chirurg überhaupt als Heroinbote anbietet und wie sein bisheriges Leben verlaufen ist.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so schonungslos, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: „Überlebenstyp“ ist eine schonungslose, aber auch authentische Geschichte, die zwar aufgrund einiger Szenen nicht für Jedermann geeignet ist, mich aber dennoch in den Bann ziehen konnte. Für echte King-Fans ein absolutes Muss, sensiblere Leser sollten sich allerdings überlegen, ob sie diese Geschichte lesen möchten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Interessante Vorgeschichte

Finstermoos - Im Bann der Vergessenen
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Janet Clark konnte mich mit ihren Büchern bislang immer überzeugen, von daher wollte ich auch unbedingt ihre neueste Reihe „Finstermoos“ lesen. Da es hierzu auch eine knapp dreißig Seiten lange eShort ...

Janet Clark konnte mich mit ihren Büchern bislang immer überzeugen, von daher wollte ich auch unbedingt ihre neueste Reihe „Finstermoos“ lesen. Da es hierzu auch eine knapp dreißig Seiten lange eShort gibt, die noch vor dem ersten Band „Aller Frevel Anfang“ spielt, wollte ich auch dieser Geschichte eine Chance geben.

Die dreißig Seiten waren leider viel zu schnell ausgelesen, das ist wohl der einzige Nachteil, den diese Geschichte mit sich bringt, denn ansonsten konnte mich Janet Clark auf den wenigen Seiten wieder einmal begeistern. Die Geschichte wird lebhaft und spannend beschrieben, das Dorf Finstermoos kommt mit seinen Bergen gut zur Geltung und auch sonst liest sich vieles sehr stimmig, sodass ich unbedingt mehr über das Dorf und seine Einwohner erfahren möchte.

Das kleine Dorf Finstermoos ist von einem Riss getrennt, was auch sehr gut zu manchen Bewohnern des Dorfes passt, denn leider können sich die Familien von Basti und Luzie nicht ausstehen und leben bereits seit Jahren im Streit. Pech für Basti und Luzie, die bereits seit Jahren miteinander befreundet und sich langsam, nachdem sie sich ein halbes Jahr nicht gesehen haben, immer näher kommen.

Da die Geschichte genau da endet, wo es gerade spannend wird, ist man als Leser direkt dazu animiert, auch zu den anderen Bänden zu greifen, was ich mit Sicherheit auch tun werde, denn die ersten drei Bände stehen bereits in meinem Regal und warten nur darauf, von mir gelesen zu werden. Denn hier gibt es sehr viele Fragen, die ich unbedingt beantwortet haben möchte, u.a. warum die Familien von Basti und Luzie so verfeindet sind und was der Spalt im Gebirge tatsächlich für eine Bedeutung hat.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und passt perfekt zu Finstermoos, auf das man einen ersten Blick werfen darf. Dazu gefallen mir auch die Farben sehr gut. Die Kurzbeschreibung verrät mir dagegen etwas zu viel, sodass man hier kaum noch überrascht wird.

Insgesamt ist „Im Bann der Vergessenen“ eine interessante Vorgeschichte, die Lust auf mehr macht und dafür sorgt, dass ich auch unbedingt den ersten Band „Aller Frevel Anfang“ lesen möchte, um mehr über Luzie und Basti zu erfahren. Wer also Interesse an der „Finstermoos“-Reihe hat, bzw. diese bereits angefangen hat, sollte auch der eShort eine Chance geben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartiger Auftakt

Eve & Caleb 1 - Wo Licht war
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Anna Careys Trilogie-Auftakt zu „Eve & Caleb“ stand schon seit langer Zeit ungelesen im Regal, da ich bei Dystopien grundsätzlich skeptisch bin. Da ich aber mal wieder Lust auf dieses Genre hatte, habe ...

Anna Careys Trilogie-Auftakt zu „Eve & Caleb“ stand schon seit langer Zeit ungelesen im Regal, da ich bei Dystopien grundsätzlich skeptisch bin. Da ich aber mal wieder Lust auf dieses Genre hatte, habe ich direkt zu „Wo Licht war“ gegriffen und konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Selten war ich so schnell so begeistert, sodass ich mittlerweile auch schon die anderen beiden Bände gelesen habe.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Anna Carey beschreibt schonungslos die Regeln und Umstände im neuen Amerika und das Leben der Rebellen in der Wildnis. Hier sind vor allem die Wälder, aber auch die ehemals großen Städte wie San Francisco sehr gelungen, sodass ich mir nahezu alles bildlich vorstellen konnte. Die Dialoge fand ich am Anfang noch etwas hölzern, allerdings hat sich dies im Laufe der Geschichte deutlich verbessert, sodass ich sie stellenweise sogar als charmant und spritzig bezeichnen würde. Außerdem hat sich die Autorin sehr große Mühe mit ihren Figuren gegeben, die ich zwar nicht allesamt sympathisch, aber äußerst interessant fand, sodass ich immer mehr über sie erfahren wollte.

Eve hat mir von Anfang an gut gefallen und ich wollte unbedingt mehr über sie und ihr Leben erfahren. Sie kam mir zwar anfangs sehr naiv und unbeholfen vor, was jedoch allein an der Erziehung in den Schulen lag. Je mehr ich sie im Laufe der Geschichte kennen lernen durfte, desto selbstbewusster und mutiger erschien sie mir, sodass ich sie immer mehr ins Herz geschlossen habe. Gleiches gilt auch für Arden, die als Einzelgängerin gilt und aus der Schule geflohen ist, als sie die Wahrheit über das Schulsystem erfährt. Während beide Mädchen gemeinsam durch die Wildnis streifen, merken sie, dass sie sich doch ähnlicher sind, als man zuvor erwartet hat. Arden war mir zwar anfangs noch recht suspekt mit ihrem Verhalten, allerdings konnte ich sie nach einer gewissen Zeit immer mehr verstehen, sodass sie zu meinen Lieblingsfiguren der gesamten Geschichte gehört.

Caleb ist ebenfalls sehr interessant: Er war bereits als kleiner Junge in den Arbeitslagern und schloss sich später den Rebellen an, mit denen er in den Wäldern des neuen Amerikas lebt. Er möchte sich mit dem König und dessen Regeln nicht identifizieren und kämpft somit im Stillen gegen dessen Machenschaften. Bei einem Ausflug trifft er auf Arden und Eve und stößt dabei zunächst auf Gegenwehr, denn den Mädchen wurde in den Schulen beigebracht, dass Männer als gefährlich gelten und nie gute Absichten haben. Dabei ist besonders interessant zu sehen, wie Eve und Caleb miteinander umgehen und im Laufe der Zeit sogar Vertrauen geschöpft wird.

Die Idee, hier eine Welt nach einer Seuche zu schaffen, ist sicherlich alles andere als neu, allerdings konnte mich Anna Carey von der ersten Seite an erreichen, sodass ich immer mehr über Eve, Caleb und das neue Amerika erfahren wollte. Während der Seuche sind sehr viele Menschen gestorben und die Kinder, die überlebt haben, wurden aufgeteilt: Die Mädchen kamen in Schulen und haben dort eine intensive Schulausbildung erhalten, während die Jungs in Arbeitslagern den gesamten Tag über schuften müssen und keine Schulausbildung genießen dürfen. Was Eve jedoch erst viel zu spät ahnt und sie erst zur Flucht animiert: Auch die Schulausbildung hat ihren Preis, denn der König verlangt einen hohen Preis dafür.

Der König des neuen Amerikas lebt in der sogenannten Stadt aus Sand, in der man eine neue Welt schaffen und das ehemalige Amerika, aber auch den Rest der Welt neu aufbauen möchte. Da allerdings nicht jeder im neuen Amerika leben möchte, gibt es genug Menschen außerhalb der Stadt, die in der Wildnis in maroden Häusern oder gar in Höhlen leben. Gleichzeitig gibt es auch den sogenannten Pfad, der Menschen dabei helfen soll, nach Califia zu kommen – ein Ort, an dem Menschen in Sicherheit sind und ihren Frieden finden.

Das Cover ist minimalistisch, aber dennoch schön anzusehen. Es freut mich hierbei besonders, dass alle drei Bände so gut zusammenpassen. Die Kurzbeschreibung liest sich spannend und bleibt dennoch geheimnisvoll. Perfekt.

Insgesamt ist „Wo Licht war“ ein nahezu perfekter Auftakt der „Eve & Caleb“-Trilogie und ich habe mich in der Wildnis des „neuen Amerikas“ direkt pudelwohl gefühlt, sodass ich die Geschichte nur jedem Leser ans Herz legen kann, der sich auch nur ansatzweise für Dystopien interessiert. Interessante Figuren und ein spannender, aber auch brutaler Plot runden den sehr guten Eindruck ab. Empfehlenswert!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartige Fortsetzung

Eve & Caleb 2 - In der gelobten Stadt
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Nachdem ich den ersten Band „Wo Licht war“ von Anna Carey in Rekordzeit verschlungen habe, musste direkt der zweite Band „In der gelobten Stadt“ gelesen werden. Die Erwartungen waren sehr hoch, sodass ...

Nachdem ich den ersten Band „Wo Licht war“ von Anna Carey in Rekordzeit verschlungen habe, musste direkt der zweite Band „In der gelobten Stadt“ gelesen werden. Die Erwartungen waren sehr hoch, sodass ich schon fast die Befürchtung hatte, dass mich die Geschichte enttäuschen könnte, allerdings war dies hier zum Glück nicht der Fall. Normalerweise sind die Mittelteile einer Trilogie meistens etwas ruhiger und schwächer, hier hat man jedoch das Gefühl, dass es nun erst richtig los geht.

Anna Carey konnte mich mit ihrem Schreibstil wieder einmal überzeugen. Die Geschichte wird schonungslos, oftmals brutal und sehr ausführlich erzählt, sodass ich mir nahezu alles bildlich vorstellen konnte. Besonders die Stadt aus Sand wird so detailliert beschrieben, dass ich fast schon das Gefühl hatte, ebenfalls in der Stadt zu sein. Während sich die bereits bekannten Figuren sehr gut weiterentwickeln und mir noch mehr ans Herz gewachsen sind, werden neue Figuren gut und glaubwürdig in die Geschichte eingeführt, sodass niemand wie ein Fremdkörper wirkte. Die Dialoge sind ebenfalls gelungen und konnten mich oftmals mit ihrer Offenheit schockieren, aber auch unterhalten.

Eve ist endlich in Califia angekommen und muss sich dort zunächst an das Leben gewöhnen. Obwohl sie dort zunächst sicher scheint, hat sie große Sehnsucht nach Caleb und überlegt fieberhaft, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Doch leider bemerkt sie, dass auch Califia nicht der sicherste Ort für sie ist, sodass sie sich gemeinsam mit Arden auf die Suche nach Caleb macht, was sich jedoch schwieriger herausstellt als gedacht, da sie von Soldaten abgefangen und in die Stadt aus Sand gebracht wird. Hier trifft sie erstmals auf den König und erfährt den wahren Grund für die große Suchaktion, die er wegen ihr gestartet hat. Fortan lebt sie im Palast und erkennt, dass viele Gerüchte rund um den König stimmen, andere aber auch an den Haaren herbeigezogen sind. Hier lernt sie viele Verbündete kennen, gleichzeitig aber auch Menschen, die es nicht unbedingt gut mit ihr meinen. Caleb taucht dagegen in diesem Band nur selten persönlich auf und wird vielmehr durch Eves Gedanken mehrfach erwähnt, sodass man auch ihn nicht aus den Augen verliert. Man darf jedoch verraten, dass ihre Liebe durch die ungewollte Trennung nur noch stärker wird.

Die Kämpfe zwischen den Rebellen und den Soldaten, die für die Sicherheit in der Stadt aus Sand sorgen, werden authentisch und brutal beschrieben. Hier finden nicht einfach nur kleinere Bombenangriffe statt, sondern es herrscht wahrer Krieg, was man jedoch weitestgehend vertuschen möchte, damit die Einwohner der Stadt nicht beunruhigt werden. Auch das Verhältnis zwischen Eve und dem König wird detailliert beschrieben, sodass ich mich dabei nicht nur in Eve, sondern auch tatsächlich in den König hineinversetzen konnte. Ich konnte Eves Ängste und Gedanken voll und ganz nachvollziehen, allerdings zum Teil auch den König – auch wenn ich manche Beweggründe einfach nicht gut fand. Interessant ist auch Eves Familiengeschichte. Nachdem man im ersten Band immer nur aus einem Brief von ihrer Mutter erfuhr, erfährt man hier doch einiges: Wie sie vor Eves Geburt war, wen sie geliebt hat, ihre Wohnsituation und ihre Wünsche. Ich bin bereits sehr gespannt, was man noch alles im dritten Band erfahren wird.

Das Cover ist minimalistisch, aber durch die Farben schön anzusehen. Es freut mich hierbei besonders, dass alle drei Bände so gut zusammenpassen. Die Kurzbeschreibung liest sich stimmig, verrät nicht allzu viel und hat mich dazu animiert, nach dem ersten Band direkt zum zweiten Band zu greifen.

Insgesamt konnte mich auch „In der gelobten Stadt“, der zweite Band der „Eve & Caleb“-Trilogie mit seinem spannenden und schonungslosen Erzählstil begeistern, sodass ich jede einzelne Seite genossen habe und mich nur schwer von Eve, Caleb und Co. trennen konnte. Es ist von daher kein Wunder, dass ich auch zum dritten Band greifen werde.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartig

Eve & Caleb 3 - Kein Garten Eden
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Nachdem die ersten beiden Bände der „Eve & Caleb“-Trilogie innerhalb kürzester Zeit verschlungen wurden, musste auch ganz dringend der dritte und letzte Band gelesen werden. Da ich noch viele unbeantwortete ...

Nachdem die ersten beiden Bände der „Eve & Caleb“-Trilogie innerhalb kürzester Zeit verschlungen wurden, musste auch ganz dringend der dritte und letzte Band gelesen werden. Da ich noch viele unbeantwortete Fragen hatte, waren meine Erwartungen unglaublich hoch und ich bin froh, dass ich das Buch am Ende mit einem zufriedenen Lächeln schließen konnte.

Anna Carey konnte mich wieder einmal mit ihrem temporeichen und oftmals blutigen Schreibstil wieder voll und ganz in den Bann ziehen. Die Figuren entwickeln sich allesamt bestens weiter, sämtliche ihrer Aktionen sind nachvollziehbar und auch die Dialoge konnten mich erneut begeistern. Die Wildnis, die in diesem Band wieder verstärkt vorkommt, wird wieder einmal sehr detailliert, düster und gefährlich beschrieben, sodass ich mich dort direkt wieder pudelwohl gefühlt habe. Hier würde ich mir sehr gerne eine Verfilmung wünschen.

Die Figuren haben sich – wie bereits schon oben erwähnt – sehr gut weiterentwickelt. Besonders Eves Cousine hat mich mit ihrem Handeln und ihrem Mut oftmals sehr überrascht, sodass ich sie am Ende doch noch ins Herz schließen konnte. Eve ist dagegen wieder einmal eine Kämpfernatur, wie man es ihr stellenweise gar nicht zutraut, allerdings ist sie das genaue Gegenteil von ihrem Vater und kümmert sich tatsächlich um ihre Mitmenschen, anstatt sie einfach nur zu beherrschen. Eves Vater, der hier zwar nur eine kleine, dafür aber sehr wichtige Rolle spielt, hat mir mit seiner eiskalten und herrischen Art wieder einmal sehr gefallen, auch wenn er alles andere als eine sympathische Figur ist. Auch die Rebellen und die Soldaten, die weiterhin mit aller Brutalität gegeneinander kämpfen sowie weitere Nebenfiguren wurden gut beschrieben und auch sämtliche Taten wurden weitesgehend glaubwürdig erklärt, sodass die Geschichte ohne große Lücken erzählt wurde.

Das Ende hat mir gut gefallen, bei einigen Stellen wurde jedoch etwas zu dick aufgetragen. Besonders die letzten Sätze waren mir fast schon zu harmonisch, sodass mir hierbei dann doch etwas mehr Drama gefehlt hat. Dennoch war dieses Ende genau das, was ich mir auch gewünscht habe, allerdings hätte ich dann doch noch gern die ein oder andere Frage noch beantwortet bekommen, was jedoch leider nicht geschehen ist. Dies kann ich der Autorin allerdings gut und gerne verzeihen, da vieles am Ende selbsterklärend ist.

Das Cover ist minimalistisch, aber dennoch schön anzusehen. Besonders die Blätter und deren Farbe hat mir wieder einmal sehr gefallen. Es freut mich hierbei besonders, dass alle drei Bände so gut zusammenpassen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich auch zum dritten Band greifen musste.

Insgesamt ist „Kein Garten Eden“ ein würdiger Abschluss der „Eve & Caleb“-Trilogie und hat mich mit vielen spektakulären, aber auch brutalen Szenen beeindrucken können. Ich werde Eve, Arden, Caleb und Co. vermissen und hoffentlich noch viele weitere Bücher aus der Feder der Autorin lesen. Wer diese Trilogie noch nicht gelesen hat und dazu ein Fan von Dystopien ist, hat definitiv etwas verpasst. Unbedingt lesen!