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Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschung!

Häkelenten tanzen nicht. Ein Chat-Roman
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„Häkelenten tanzen nicht“ gehört zu den Impress-Geschichten, auf die ich besonders gespannt war, da ich allgemein ein großer Fan von Büchern bin, die hauptsächlich aus Emails, Briefen und Co. bestehen. ...

„Häkelenten tanzen nicht“ gehört zu den Impress-Geschichten, auf die ich besonders gespannt war, da ich allgemein ein großer Fan von Büchern bin, die hauptsächlich aus Emails, Briefen und Co. bestehen. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich muss leider sagen, dass ich enttäuscht bin. Die Grundidee ist zwar interessant, die Umsetzung ist für meinen Geschmack jedoch nicht gelungen.

Der Schreibstil war für mich leider ein Problem. Ich wollte das Buch wirklich unbedingt mögen, nur leider hat dies nicht funktioniert, da mir Sam und Alice für ihr Alter viel zu unreif erschienen. Es mag sein, dass ich selbst in ganz anderer Form Emails schreibe und ich deswegen mit der Art nicht klar kam. So habe ich mich stellenweise fast schon fremdgeschämt, weil ich immer wieder gedacht habe, dass Sam und Alice doch nie im Leben schon fast volljährig sind.

Man kann in Nachrichten ja Smileys, etc. verwenden, alles kein Problem. Wenn diese aber manchmal so gar nicht zum Text passen wollen und auch keine Ironie zum Ausdruck bringen, dann finde ich dies einfach nur nervig, sodass ich mich dabei erwischt habe, wie ich das ein oder andere Mal nur genervt die Augen verdreht habe. Allerdings muss man sagen, dass der Humor zum Teil doch recht gelungen war, manches war mir wiederum zu viel.

Sam fand ich zwar sehr interessant, da er trotz gewisser Umstände immer noch für Späße zu haben ist, allerdings hat mir bei ihm eine gewisse Reife gefehlt. Ich weiß nicht, ob dies unbedingt etwas mit seinem Handicap zu tun hat, da er ansonsten einen relativ vernünftigen Eindruck macht, allerdings fand ich einige Nachrichten von ihm wirklich anstrengend. Alice empfand ich dagegen oftmals als zu künstlich. Ihre ganze Art mag zwar anfänglich nett sein, allerdings wurde sie mir mit der Zeit immer unsympathischer und aufgesetzter, sodass ich ihr manche Sätze und Gedanken einfach nicht abgenommen habe. Man muss zwar sagen, dass sie beide ganz gut miteinander harmonieren, allerdings wurde ich mit ihnen leider überhaupt nicht warm und hätte mir für sie mehr Tiefe gewünscht.

Trotz all der Kritik muss man jedoch sagen, dass die Botschaft des Buches bei mir angekommen ist, denn hier stehen Freundschaft, Vertrauen, aber auch das Thema Behinderung an erster Stelle und hier wird besonders klar, dass man mit einer Behinderung zwar oftmals eingeschränkt ist, jedoch trotzdem an seinen Träumen festhalten und ein normales Leben führen kann.
Das Ende ist okay, kam für mich aber viel zu schnell, da ich eigentlich noch ein paar Seiten mehr erwartet habe. Hier wäre es gut gewesen, wenn man den Protagonisten zum Ende hin noch einmal die nötige Zeit gegeben hätte.

Das Cover ist nicht unbedingt der größte Hingucker, passt jedoch ganz gut zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich spontan angesprochen, sodass ich dieses Ebook unbedingt lesen wollte.

So gern ich „Häkelenten tanzen nicht“ aufgrund der Idee auch gemocht hätte: Die Geschichte und ich wollten einfach nicht zueinander finden, da mir die Chatverläufe und Emails aufgrund des Schreibstils leider absolut nicht zugesagt haben. Ich würde die Geschichte demnach eher jüngeren Lesern empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschung!

Anna und Anna
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„Anna und Anna“ habe ich schon lange vor dem Erscheinungsdatum entdeckt und ich habe mir vorgenommen, dass ich das Buch direkt am Erstverkaufstag kaufen möchte. Gesagt, getan – aber mittlerweile wünschte ...

„Anna und Anna“ habe ich schon lange vor dem Erscheinungsdatum entdeckt und ich habe mir vorgenommen, dass ich das Buch direkt am Erstverkaufstag kaufen möchte. Gesagt, getan – aber mittlerweile wünschte ich, ich hätte dies nicht getan, denn „Anna und Anna“ konnte mich leider nicht überzeugen.

Charlotte Inden hat zwar einen ganz angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, aber dennoch konnte mich die Autorin mit ihren Figuren und dem Plot nicht begeistern. An sich ist es eine schöne Idee, dass sich Anna und Anna Briefe schreiben und Anna jr. den Briefkontakt zu Jan sucht, stellenweise wurde es dann aber doch etwas skurril. Besonders Oma Anna fand ich alles andere als sympathisch.

Es ist ja an sich vollkommen normal und verständlich, wenn jemand seinem Bein hinterhertrauert, wenn man dieses verlieren musste, ich konnte sogar verstehen, dass sie dem Bein Briefe schreibt, was mich dabei aber wirklich gestört hat, ist das Selbstmitleid. So bezeichnet sie sich mehrfach ohne Bein als hässlich und nicht ansehnlich. Gleichzeitig erwähnt sie auch immer wieder, wie schön ihre Beine früher waren und welch ein Hingucker sie doch bei den Männern war. Bei so einer tiefgründigen Handlung habe ich gehofft, dass die Figuren dies ebenfalls sind, aber stellenweise waren sie mir dann doch zu oberflächlich. Sehr schade, denn dies hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen.

Auch Annas Enkelin, die ebenfalls Anna heißt, konnte mich leider nicht berühren. Zwar ist das junge Mädchen recht pfiffig und auch liebenswert, aber bereits jetzt schon in jungen Jahren sehr oberflächlich und unreif. Mir ist schon klar, dass man bei einer Elfjährigen dabei keine Wunder erwarten darf, aber dennoch hätte ich – ohne Wissen des Alters – gedacht, dass Anna erst sechs oder sieben Jahre alt wäre.

Was diesem Buch allerdings nicht fehlt, sind die nötigen Emotionen, denn davon hat die Autorin einige zu bieten: Melancholie, Freude, Leid, Mitleid, Trauer, Sehnsucht, Zweifel und jede Menge mehr. Was dabei besonders schade ist, ist die Tatsache, dass mich sämtliche Emotionen nicht dazu gebracht haben, mich den Figuren näher zu fühlen. Wäre dies zumindest möglich gewesen, hätte ich das Buch weitaus mehr gemocht.

Die Covergestaltung ist zwar schlicht, aber dennoch sehr schön anzusehen. Das linierte Papier, sowie die eingezeichneten Wellen passen gut zur Geschichte und ein besonderer Hingucker ist das kleine Segelschiff links oben auf dem Cover. Durch die Handschrift ist auch gleich die Kurzbeschreibung viel persönlicher.

So leid es mir auch tut: „Anna und Anna“ konnte mich leider nicht überzeugen. Die Charaktere waren mir zu oberflächlich und die Briefe waren mir zu großen Teilen hin zu sehr auf Mitleid geschrieben. Wäre die Geschichte weniger melancholisch und dafür unterhaltsamer gewesen, hätte ich mit diesem Buch sicherlich mehr Spaß gehabt. So bleibt „Anna und Anna“ leider nur ein Buch, welches ich sehr schnell wieder vergessen habe. Schade!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte

Open Road Summer
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„Open Road Summer“ gehört zu den Büchern, über die ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe, denn die Geschichte verspricht einen Road Trip voller Gefühle und Selbstfindung. Meine Erwartungen waren ...

„Open Road Summer“ gehört zu den Büchern, über die ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe, denn die Geschichte verspricht einen Road Trip voller Gefühle und Selbstfindung. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich bin froh, dass ich hierbei nicht enttäuscht worden bin.

Die Autorin besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, sodass sich die Geschichte leicht und flüssig liest. Die Dialoge sind gut ausgearbeitet, lesen sich zum Teil sehr emotional und somit konnte ich sowohl Dee als auch Reagan stets verstehen und ihre Gefühle sowie Gedanken nachvollziehen. Auch die Figuren selbst wurden von der Autorin gut ausgearbeitet, allerdings waren sie mir nicht immer sympathisch, was ich stellenweise bedauerlich fand. Der größte Kritikpunkt ist hierbei jedoch, dass die Geschichte zwar gut erzählt wird und ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe, sie allerdings auch oftmals ihre Längen hatte und einige Wiederholungen aufkamen. Hier wären gut und gerne fünfzig Seiten weniger absolut kein Verlust gewesen. Wirklich gelungen sind jedoch die Songtexte, die mir sehr gefallen und gut ins Buch gepasst haben.

Mit Dee und Reagan wurden zwei tolle Figuren geschaffen, die toll miteinander harmonieren und sich ergänzen. Obwohl die beiden Mädchen so unterschiedlich sind, passen sie sich gut aneinander an und sind somit nicht umsonst die besten Freundinnen, die jeden Kummer, aber auch jede Freude miteinander teilen. Beide Mädchen haben gerade mit Herzschmerz zu kämpfen, sodass sie sich nicht nur gegenseitig unterstützen, sondern auch neuen Mut machen. Ich muss zwar sagen, dass ich anfänglich ein paar Schwierigkeiten mit ihnen hatte, da ich sie zunächst als eher oberflächlich angesehen habe, allerdings hat sich dies schnell wieder geändert, sodass ich immer mehr Zugang zu ihnen finden konnte. Auch die Nebenfiguren, wie z.B. Matt sind gelungen, allerdings hatte ich auch hier anfänglich einige Schwierigkeiten. Einige fand ich sehr sympathisch, andere dagegen nur flach, sodass mich deren Leben nicht interessiert hat. Da der Hauptaugenmerk hierbei jedoch hauptsächlich auf Dee und Reagan liegt, konnte ich dies verschmerzen.

Wer Bücher mag, die Road Trips thematisieren, wird hier seine wahre Freude haben, denn bei dieser Geschichte erlebt man nicht nur eine große Weiterentwicklung bei Dee und Reagan, sondern auch toll ausgearbeitete Kulissen und eine Freundschaft, bei der ohne Wenn und Aber durch dick und dünn gegangen wird. Gleichzeitig geschieht bei den Protagonistinnen eine Wandlung, die mir gut gefallen hat, denn obwohl die Mädchen für ihr Alter bereits sehr reif wirken, merkt man hier, dass sie sich im Laufe der Geschichte zu jungen Frauen entwickeln. Außerdem steht neben der Freundschaft auch immer die Musik im Vordergrund, sodass auch Musikliebhaber ihre wahre Freude an diesem Buch haben werden.

Das Cover gefällt mir von den Models, aber auch von den Farben her sehr gut. Durch die Landschaft und die Haltung von Reagan und Dee bekommt man so richtig das Gefühl von Freiheit und eines Road Trips, sodass das Cover mehr als gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung wusste zu überzeugen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Insgesamt hat mir „Open Road Summer“ trotz kleinerer Schwächen bei den Figuren und im Schreibstil gut gefallen, sodass ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen möchte. Wer dazu noch Road Trips und Musik mag, der ist bei diesem Buch erst recht an der richtigen Adresse.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Geschichte mit einigen Schwächen

Die Buchspringer
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Mechthild Gläser und ich – dies ist so eine Sache, denn leider konnten mich ihre bisherigen Bücher nicht so überzeugen, wie ich es erhofft habe. Da „Die Buchspringer“ allerdings von der Beschreibung her ...

Mechthild Gläser und ich – dies ist so eine Sache, denn leider konnten mich ihre bisherigen Bücher nicht so überzeugen, wie ich es erhofft habe. Da „Die Buchspringer“ allerdings von der Beschreibung her sehr gut klang und viele Blogger von dem Buch begeistert sind, wollte ich der Autorin noch einmal eine Chance geben.

Nun, ich sag mal so: Hätte ich das Buch nicht gelesen, hätte ich wohl nicht allzu viel verpasst. Die Geschichte ist zwar an sich ganz nett geschrieben und die Autorin besitzt auch einen angenehmen Schreibstil, allerdings hat mir trotz der Thematik das gewisse Etwas gefehlt. Dabei hat die Geschichte durchaus Potential, es wurde nur leider nicht im vollen Umfang genutzt. Dies fängt bereits bei den Dialogen an und endet bei den Figuren, mit denen ich leider durchweg meine Probleme hatte.

Man kann der Autorin nicht vorwerfen, dass sie sich hier nicht um ihre Figuren bemüht hätte, das Problem ist nur, dass so wenig auf sie eingegangen wird, dass ich sehr schnell mein Interesse an Amy und Co. verloren habe. Die Idee, dass Amy einem Clan angehört, der es ermöglicht, dass man regelrecht in Geschichten hineinspringen kann, ist zwar an sich interessant, allerdings nicht neu.

Hier hätte man so viel draus machen können. Den Figuren mehr Tiefe verleihen, mehr auf die jeweiligen Bücher und deren Charaktere eingehen, die Amy während ihrer Sprünge kennenlernt, die Dialoge unterhaltsamer gestalten, etc., nur leider war dies nicht der Fall. Ich hätte mir z.B. auch gewünscht, dass die Autorin mehr auf die jeweiligen Bücher eingeht, in die Amy hineinspringt, allerdings wird auch hier schon nahezu erwartet, dass der Leser sämtliche Bücher kennt, denn auf die eigentliche Handlung wird dabei quasi null eingegangen.

Die Covergestaltung ist wunderschön und hat mich mit den wunderschönen Farben und den vielen kleinen Details direkt angesprochen. Auch die Kurzbeschreibung wusste zu überzeugen, sodass ich „Die Buchspringer“ sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Insgesamt ist „Die Buchspringer“ eine Geschichte, die mich zwar das ein oder andere Mal durchaus unterhalten konnte, deren Potential allerdings leider überhaupt nicht genutzt wurde. Hier hat es mir oftmals am gewissen Etwas und Spannung gefehlt, sodass ich die Geschichte zwar im Großen und Ganzen in Ordnung fand, sie allerdings nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte

Vermissmeinnicht
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Da Kurzgeschichten bei mir immer gut ankommen und ich Carlsens neuestes Label “Bittersweet” sehr interessant finde, musste ich unbedingt sämtliche Kurzgeschichten haben und selbstverständlich auch lesen. ...

Da Kurzgeschichten bei mir immer gut ankommen und ich Carlsens neuestes Label “Bittersweet” sehr interessant finde, musste ich unbedingt sämtliche Kurzgeschichten haben und selbstverständlich auch lesen. Nachdem ich bereits einige der Geschichten gelesen habe, wollte ich auch unbedingt „Vermissmeinnicht“ von Barbara Schinko lesen. Da mich die Kurzgeschichte von Anfang an angesprochen hat, waren meine Erwartungen relativ hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Barbara Schinko verwendet bei ihrer Kurzgeschichte eine sehr einfach gehaltene, aber sehr angenehme Sprache, die mir direkt gefallen hat. Die Figuren sind ausreichend ausgearbeitet, sodass man sie gut kennen lernt, die Geschichte, die hierbei mehr oder wenig von hinten nach vorne erzählt wird, überzeugt mit tollen Rückblenden und auch die Liebesgeschichte, die hier thematisiert wird, konnte mich überzeugen, sodass ich mit „Vermissmeinnicht“ eine angenehme Lesestunde hatte.

Amber ist eine sympathische Figur, die sich direkt am Anfang der Geschichte mit einem Rückschlag auseinandersetzen muss, denn sie hatte einen schweren Autounfall, der bei ihr nicht nur äußerliche Verletzungen verursacht hat, sondern auch ihr Gedächtnis ausgelöscht hat, sodass sie nach und nach herausfinden muss, was mit ihr geschehen ist. Obwohl ich sie sympathisch fand, muss ich jedoch sagen, dass sie auf mich bis zum Schluss recht unnahbar gewirkt hat. Gleiches gilt auch für die anderen Figuren, die man zwar kennen lernt, allerdings immer aus der Distanz.

Die Liebesgeschichte ist gelungen, grenzt aber manchmal dazu an, etwas kitschig zu sein, was ich hier jedoch gut übersehen konnte, da die Autorin hierbei nicht übertrieben, sondern einige romantische und süße Momente geschaffen hat.

Das Cover ist schlicht, aber dennoch wunderschön, da die Blüten sehr gut zum Titel passen und ein wahrer Hingucker sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass man bereits hierbei einen guten Einblick in die Geschichte erhält.

„Vermissmeinnicht“ ist insgesamt eine nette Kurzgeschichte, die meine Erwartungen erfüllt hat und mich mit fast durchweg sympathischen Figuren und einer interessanten Handlung überzeugen konnte. Wird mit Sicherheit nicht meine letzte Geschichte von der Autorin gewesen sein.