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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2017

Ein absolutes Highlight

Wie die Luft zum Atmen
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"Wie die Luft zum Atmen", der Auftakt der "Romance Elements"-Reihe von Brittainy C. Cherry, ist mir bereits vor dem Erscheinungstag ins Auge gefallen, da ich das Cover und die Kurzbeschreibung sehr ansprechend ...

"Wie die Luft zum Atmen", der Auftakt der "Romance Elements"-Reihe von Brittainy C. Cherry, ist mir bereits vor dem Erscheinungstag ins Auge gefallen, da ich das Cover und die Kurzbeschreibung sehr ansprechend fand. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen und ich habe mich auf eine emotionsgeladende Geschichte gefreut, die ich letztendlich auch bekommen habe.

Die Autorin besitzt nicht nur einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, sondern hat es auch geschafft, mich direkt von der ersten Seite an zu begeistern. Die Geschichte ist so emotional und gleichzeitig auch unterhaltsam, sodass ich mir oftmals das ein oder andere Tränchen weggeblinzelt habe und manchmal auch laut lachen musste. Die Figuren sind zudem allesamt so gut ausgearbeitet, sodass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe. Hier sind mir besonders Tristan, Elizabeth und ihre kleine Tochter Emma sehr positiv aufgefallen.

Emma und Tristan könnten nicht unterschiedlicher sein und haben dennoch mehr gemeinsam als ihnen bewusst ist. Beide haben durch einen schrecklichen Unfall ihre Familie verloren, sodass sie wie ausgewechselt sind. Gleichzeitig sind sie auch Nachbarn, sodass es immer wieder zu unvermeitlichen Treffen zwischen ihnen kommt. Während Emma den Tod ihres Ehemanns betrauert, muss Tristan nicht nur um seine Ehefrau, sondern auch um seinen Sohn Charlie trauern. Die Trauer hat ihn dabei sogar so fest im Griff, dass er sämtliche Emotionen blockiert und lieber für sich lebt und keine Menschen um sich herum haben möchte. In dem kleinen Ort, in dem er wohnt, wird er dadurch für ein eiskaltes Monster gehalten, was Tristan jedoch egal ist.

Elizabeth und die fünfjährige Emma sind dagegen zwar weitaus offener und können sich auch halbwegs auf Menschen einlassen, allerdings ist auch bei ihnen die Trauer mehr als spürbar, sodass ich besonders mit Elizabeth häufig mitgelitten habe, da ich ihre Gefühle und Sorgen stets nachvollziehen konnte.

Obwohl man schnell weiß, worauf es bei Elizabeth und Tristan hinauslaufen wird, ist der Weg dorthin doch sehr emotional und mit einigen Problemen gepflastert. So können beide nur schwer die Vergangenheit abstreifen und fallen immer wieder in die Einsamkeit zurück, sodass man nicht nur mit ihnen mitleidet, sondern ihnen auch unbedingt ein Happy End wünscht.

Auch wenn ich vieles als zu vorhersehbar empfand, wurde ich dennoch immer wieder unterhalten und erlebte eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Hier haben mich besonders die Szenen berührt, in denen weiße Federn eine Rolle gespielt haben, denn die Bedeutung derer fand ich einfach wunderbar. Das Ende hat mich dagegen sehr überrascht, denn mit manchen Wendungen hätte ich absolut nicht gerechnet, sodass ich der Autorin dafür nur ein Kompliment aussprechen kann.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und passt perfekt zur Geschichte. Abgebildet ist hier Tristan, der in meinen Augen perfekt dargestellt wird, sodass er dort genauso aussieht, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich um "Wie die Luft zum Atmen" nicht drum herumkommen konnte.

Kurz gesagt: "Wie die Luft zum Atmen" ist eine wunderschöne Geschichte, die mich berühren und gleichzeitig unterhalten konnte. Dazu konnte ich die Figuren direkt ins Herz schließen, sodass ich mich am liebsten gar nicht mehr von ihnen verabschiedet hätte. Wer mal wieder so richtig Lust auf eine bewegende Liebesgeschichte hat, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Interessanter Thriller mit Schwächen

DEMUT
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Derzeit lese ich gerne wieder verstärkt Bücher aus dem Thriller-Genre, von daher bin ich auch auf "Demut" von Mats Olsson aufmerksam geworden. Da die Geschichte sehr spannend klang und ich das Cover ebenfalls ...

Derzeit lese ich gerne wieder verstärkt Bücher aus dem Thriller-Genre, von daher bin ich auch auf "Demut" von Mats Olsson aufmerksam geworden. Da die Geschichte sehr spannend klang und ich das Cover ebenfalls sehr ansprechend fand, habe ich dem Buch direkt eine Chance gegeben und muss sagen, dass das Buch zwar insgesamt einige Schwächen besitzt, ich jedoch nicht enttäuscht wurde.

Eine Schwäche ist hier der Schreibstil. Mats Olsson besitzt zwar eine ganz angenehme Sprache, die sich leicht lesen lässt, allerdings hatte mir die Geschichte für einen Thriller zu viele Längen und auch die Spannung war nie so ganz da, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür sind allerdings die Figuren, allen voran der frühere Reporter Harry Svensson, gut ausgearbeitet, sodass ich ihn gerne bei seinen Beobachtungen und Recherchen verfolgt habe.

Harry, der sich eigentlich nur mit einer Frau treffen wollte, bekam einen Korb und geht ins Hotel zurück, wo er eine angelehnte Zimmertür entdeckt. In diesem Zimmer liegt der Musiker Tommy Sandell, neben ihm die Leiche einer Frau. Problem ist jedoch, dass Tommy sich an nichts erinnern kann und somit nichts zum Fall beitragen kann. Harry dafür umso mehr, denn als ehemaliger Reporter hat er immer noch beste Beziehungen zu der Zeitung und versucht so mehr über den Fall zu erfahren und recherchiert dazu auch noch in Eigenregie, was doch manchmal sehr interessant ist, aber auch gleichzeitig gewisse Längen mit sich bringt.

Interessant ist auch, dass so ein Fall mal nicht aus der Sicht eines Polizisten, bzw. Kommissars erzählt wird, sondern von einem ehemaligen Reporter, der mindestens genauso gut informiert wie die Polizei ist. Harry ist dabei zwar oftmals sehr eigen und es kann sich vielleicht nicht jeder mit ihm identifizieren, allerdings war er mir auf seine ganz eigene Art und Weise sympathisch.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und der Grund, weshalb ich das Buch überhaupt entdeckt habe. Hier mag ich nicht nur das Bild an sich, sondern auch die Farben, sodass das Cover für mich rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich "Demut" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Hätte "Demut" etwas mehr Spannung besessen und hätte mir der Schreibstil mehr zugesagt, hätte ich hier sicherlich viel mehr Spaß an der Geschichte gehabt. Da ich die Geschichte rund um Harry allerdings ansonsten vollkommen in Ordnung fand, sollten hier besonders Fans von schwedischen Autoren einen Blick auf "Demut" werfen.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Auftakt mit Schwächen

Medici - Die Macht des Geldes
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Obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von historischen Romanen bin, hat mich "Die Macht des Geldes", Band 1 der "Medici"-Trilogie von Matteo Strukul, direkt angesprochen. Hier habe ich mir eine spannende ...

Obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von historischen Romanen bin, hat mich "Die Macht des Geldes", Band 1 der "Medici"-Trilogie von Matteo Strukul, direkt angesprochen. Hier habe ich mir eine spannende Geschichte voller Intrigen erhofft und ich wurde trotz einiger Schwächen nicht enttäuscht.

Ein Schwachpunkt war für mich zum Teil der Schreibstil. Man merkt dem Autor zwar an, dass er sehr viel recherchiert hat, allerdings empfand ich seinen Erzählstil oftmals als sehr trocken, sodass das Buch dadurch auch enorme Längen hatte, die meiner Meinung nach nicht nötig waren. Auch die Figuren waren nicht perfekt. Die Ausarbeitung ist zwar an sich vollkommen in Ordnung, allerdings wirkten die Figuren, allen voran Cosimo auf mich lange Zeit unnahbar, sodass ich mich nie gänzlich auf die Geschichte einlassen konnte.

Mit der Zeit wurde es allerdings etwas besser, sodass ich mich immer mehr auf die Medici mitsamt aller Intrigen einlassen konnte. Hier ist zwar vieles nicht perfekt und ich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht, aber dennoch hat die Geschichte auch eine gewisse Anziehungskraft, sodass ich trotz allem immer mehr über die Brüder Lorenzo und Cosimo wissen wollte, die fortan die Leitung der Medici-Familie übernehmen sollen.

Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut, denn das gebrochene Siegel passt nicht nur sehr gut zur Geschichte, sondern wirkt auch sehr edel und passt bestens in die Zeit, in der die Geschichte spielt. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn "Die Macht des Geldes" ein Auftakt mit Schwächen ist und viele Figuren zu unnahbar wirkten, habe ich die Geschichte dennoch gerne gelesen, sodass ich höchstwahrscheinlich auch die anderen beiden Bände lesen werde.

Veröffentlicht am 02.03.2017

Leider sehr anspruchslos

Hallo Leben, hörst du mich?
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Auf "Hallo Leben, hörst du mich?" bin ich gestoßen, weil das Buch laut Verlag besonders Leser von John Green ansprechen soll. Da ich ein großer Fan von John Green bin, hatte ich deshalb enorm hohe Erwartungen ...

Auf "Hallo Leben, hörst du mich?" bin ich gestoßen, weil das Buch laut Verlag besonders Leser von John Green ansprechen soll. Da ich ein großer Fan von John Green bin, hatte ich deshalb enorm hohe Erwartungen an die Geschichte und muss sagen, dass ich letztendlich doch enttäuscht wurde.

Zwar ist die Geschichte an sich nicht schlecht, mir allerdings viel zu einfach gehalten. Laut Verlag ist das Buch für Leser ab 12 Jahren geeignet, hier hatte ich jedoch vermehrt das Gefühl, als wäre es eher ein Kinder- statt ein Jugendbuch, denn der Autor besitzt einen sehr einfach gehaltenen Schreibstil, der doch insgesamt sehr anspruchslos ist. Die Geschichte liest sich zwar an sich leicht und flüssig, aber dennoch habe ich mir hier auch aufgrund der Thematik mehr Anspruch gewünscht.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Der 11-jährige Alex ist oftmals sehr allein, da seine Mutter krank ist und sich nicht um ihn kümmern kann. Dabei kommt ihm die Idee, dass er seinen iPod ins Weltall schießen möchte, um Aliens die Erde zu erklären. Zusammen mit seinem Hund Carl begibt er sich auf eine Reise, um an einer Convention teilzunehmen, bei denen Menschen zusammentreffen, die ebenfalls großes Interesse an dem Weltall haben. Dass er dabei auf die verschiedensten Menschen trifft und die ein oder andere Freundschaft schließt, bleibt dabei auch nicht aus.

An sich ist die Grundidee des Autors nicht schlecht, allerdings konnte mich die Umsetzung nur wenig begeistern, da mir oftmals der Anspruch und die Tiefe gefehlt hat, die das Buch bitter nötig gehabt hätte. Alex wirkt mit seinen elf Jahren oftmals sehr unreif und ich hatte stellenweise das Gefühl, als wäre er deutlich jünger, was die Geschichte für mich unglaubwürdig machte. Selbiges gilt leider auch für alle anderen Figuren, die für mich bis zum Schluss unnahbar blieben.

Das Cover ist dagegen wunderschön und hat mich direkt angesprochen, sodass ich neugierig wurde und mehr erfahren wollte. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die sehr gelungen ist und aus der man das Beste herausgeholt hat. Sehr schade, dass das Buch letztendlich nicht mithalten konnte.

Kurz gesagt: "Hallo Leben, hörst du mich?" hätte so gut sein können, allerdings hat mir der oftmals viel zu anspruchslose Schreibstil und die unnahbar, stellenweise unreifen Figuren, die Geschichte kaputt gemacht, sodass ich leider nicht begeistert bin und somit auch keine Leseempfehlung aussprechen kann.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Nicht mein Fall

The Cage - Entführt
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Auf "Entführt" den ersten Band der "The Cage"-Trilogie, war ich schon sehr gespannt, weil das Buch bereits sehr viele positive Bewertungen bekommen hat. Leider wurde ich dann doch ein wenig enttäuscht, ...

Auf "Entführt" den ersten Band der "The Cage"-Trilogie, war ich schon sehr gespannt, weil das Buch bereits sehr viele positive Bewertungen bekommen hat. Leider wurde ich dann doch ein wenig enttäuscht, denn leider konnte mich das Buch nie so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Dies liegt zum Teil an dem Schreibstil, mit dem ich leider meine Probleme hatte, denn es hat für meinen Geschmack viel zu lange gedauert, bis ich überhaupt in die Geschichte hinein gekommen bin, sodass ich eigentlich schon aufgeben wollte, es dann aber doch durchgezogen habe. Man kann der Autorin zwar nicht vorwerfen, dass sie hier nicht ein interessantes Setting geschaffen hat, allerdings empfand ich die Figuren oftmals als sehr anstrengend und unsympathisch, sodass mir immer wieder der Lesespaß genommen wurde.

Hier ist mir besonders Cora negativ aufgefallen. Diese erwacht urplötzlich in der Wüste, ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen ist. Gleiches gilt auch für Luky, Nok, Leon und Rolf, die ebenfalls vollkommen auf sich gestellt sind. Obwohl sie vollkommen unterschiedlich sind und nur sehr wenig miteinander gemeinsam haben, müssen sie nun irgendwie miteinander klar kommen, um zu überleben. Obwohl dies auf den ersten Blick doch sehr spannend klingt, bietet die Geschichte jedoch nur sehr wenig Spannung, da bereits viel zu schnell aufgeklärt wird, wieso sie an diesem Ort gelangen und was dort von ihnen erwartet wird. Hätte man dies nicht bereits so früh aufgeklärt, hätte ich möglicherweise deutlich mehr Spaß und Interesse an der Geschichte gehabt.

Das Cover ist dagegen hübsch anzusehen und hat mich direkt angesprochen. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die sich spannend und interessant liest. Schade, dass der Inhalt letztendlich nicht überzeugen konnte.

Kurz gesagt: Obwohl "Entführt" an sich ein vielversprechender Auftakt der "The Cage"-Trilogie ist, habe ich hier deutlich mehr erwartet, sodass ich aufgrund von anstrengenden Figuren und einem doch eher gewöhnungsbedürftigen Schreibstil doch recht enttäuscht bin. Somit ist es auch mehr als fraglich, ob ich die Folgebände lesen werde.