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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2017

Leider oftmals sehr belanglos

113 einseitige Geschichten
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Da ich Kurzgeschichten schon immer sehr gerne gelesen habe und auch ein Fan von nur wenigen Worten bin, wollte ich mal etwas Neues ausprobieren und habe "113 einseitige Geschichten" eine Chance gegeben. ...

Da ich Kurzgeschichten schon immer sehr gerne gelesen habe und auch ein Fan von nur wenigen Worten bin, wollte ich mal etwas Neues ausprobieren und habe "113 einseitige Geschichten" eine Chance gegeben. Leider muss ich mittlerweile aber sagen, dass ich letztendlich doch eher enttäuscht als begeistert bin.

Hier hat Franz Hohler, seines Zeichens selbst Autor und Liedermacher, insgesamt 113 Geschichten zusammengefasst, die allesamt nie länger als eine Druckseite sind. Und da ist auch da das Problem. Mir war schon klar, dass die Geschichten allesamt sehr kurz sind und dabei vielleicht nicht immer der Funke überspringen wird, allerdings habe ich die meisten der Geschichten leider als sehr belanglos empfunden.

Dies ist besonders schade, da hier sehr viel namhafte Autoren mit dabei sind, die ich sonst eigentlich sehr gerne lese. Vertreten sind hier u.a. die Brüder Grimm, Franz Kafka, Christine Nöstlinger, Heinrich von Kleist, Bertolt Brecht, Martin Walser und selbstverständlich auch Franz Hohler selbst. An sich eine sehr tolle Mischung, die so manchen Literaturliebhaber mit der Zunge schnalzen lässt, allerdings konnte ich mich nicht so begeistern, wie ich es erhofft habe.

Das Cover ist dagegen sehr hübsch anzusehen und hat direkt mein Interesse geweckt, ebenso auch die Kurzbeschreibung, auch wenn man hier sagen muss, dass diese sehr allgemein gehalten wurde.

Kurz gesagt: "113 einseitige Geschichten" hätte an sich sehr gut sein können, allerdings empfand ich viele der Geschichten einfach nur als belanglos, sodass für mich kein besonders großer Lesespaß aufkam. Dies ist sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 15.01.2017

Abgebrochen

Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle
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"Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle" gehört zu den Büchern, die in letzter Zeit häufiger kritisiert wurden. Dennoch war ich extrem neugierig und wollte der Geschichte umso mehr eine Chance geben, ...

"Shadow Twins. Zwischen Himmel und Hölle" gehört zu den Büchern, die in letzter Zeit häufiger kritisiert wurden. Dennoch war ich extrem neugierig und wollte der Geschichte umso mehr eine Chance geben, musste aber leider sehr schnell feststellen, dass die Geschichte und ich nicht zusammenpassen wollten. Dies ist sehr schade, denn die Geschichte besitzt durchaus Potential, nur wurde dieses absolut nicht genutzt.

Ich habe bereits andere Geschichten von der Autorin gelesen, die mir an sich gut gefallen haben, von daher kann man der Autorin Talent sicherlich nicht absprechen. Problem ist nur, dass die Geschichte so furchtbar flach und belanglos ist, dass ich mich bereits nach wenigen Seiten gelangweilt habe, die Geschichte aber dennoch weiterhin durchziehen wollte. Leider musste ich jedoch immer mehr feststellen, dass es einfach nicht sein sollte und ich immer mehr genervt die Augen verdreht und das Buch zur Seite gelegt habe.

Sämtliche Figuren waren mir sehr unsympathisch und auch ihr Handeln war ohne Sinn und Verstand, sodass ich weder mit ihnen warm wurde, noch eine gewisse Chemie zwischen den Figuren untereinander feststellen konnte. Man merkt zwar schon, wo die Autorin mit der Geschichte hinwollte, allerdings ist dies bei mir nicht gänzlich angekommen. Hier treffen viele Ideen aufeinander, die jedoch allesamt nicht richtig zusammenpassen wollten.

Die ist auch der Grund, weshalb ich die Geschichte nach knapp 60% abgebrochen habe. Manchmal soll es wohl einfach nicht sein...

Veröffentlicht am 13.01.2017

Würdige Fortsetzung

Endgame. Die Hoffnung
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Nachdem ich den ersten Band der "Endgame"-Trilogie in kürzester Zeit verschlungen habe, hatte ich sehr hohe Erwartungen an den zweiten Band "Die Hoffnung" und habe auch diesen innerhalb weniger Stunden ...

Nachdem ich den ersten Band der "Endgame"-Trilogie in kürzester Zeit verschlungen habe, hatte ich sehr hohe Erwartungen an den zweiten Band "Die Hoffnung" und habe auch diesen innerhalb weniger Stunden ausgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den Spielern weiter geht. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn der zweite Band ist mindestens genauso gut wie "Die Auserwählten".

Man muss zwar sagen, dass James Freys Schreibstil nach wie vor nicht gerade das Gelbe vom Ei ist und ich mir ein wenig Anspruch gewünscht hätte, allerdings konnte mich der Autor wieder einmal mit seinen vielen Ideen überzeugen und vor allem auch unterhalten. Dazu lernt man auch endlich den oder anderen Spieler näher kennen, sodass diese für mich greifbarer wurden und sie mir nicht mehr allzu fremd waren.

Nachdem sich im ersten Band alles um den Erdschlüssel drehte, wurde dieser mittlerweile gefunden, sodass man sich im zweiten Band voll und ganz auf den Himmelsschlüssel konzentrieren kann, der jedoch zeigt, dass die Spieler nicht nur skrupellose Killer sind, sondern auch ein Gewissen haben und nicht immer nur zwingend über Leichen gehen. Während am Anfang des Buches noch neun Spieler übrig waren, wird auch bei "Die Hoffnung" wieder ausgedünnt, was meiner Meinung nach allerdings richtig war, da ich besonders auf einen Spieler gerne verzichten kann.

Gleichzeitig ist es auch interessant zu sehen, wie einige Spieler mittlerweile miteinander umgehen. Während manche immer noch Allianzen bilden, sind andere dagegen komplett auf sich gestellt und wollen ganz bewusst, dass die Erde untergeht, während andere Spieler dagegen kämpfen und wollen, dass die Welt, so wie sie ist, auch weiterhin existieren kann. Weiterhin ist es sehr interessant, dass man auch endlich mehr über die Schöpfer erfährt. Vieles finde ich zwar immer noch schwammig, allerdings bin ich guter Dinge, dass sich dies spätestens im dritten und letzten Band "Die Entscheidung" ändern wird.

Das Cover ist schlicht, wirkt aber aufgrund des Symbols sehr edel. Sehr schön sind auch die vielen Codes, die man auf dem Schutzumschlag ertasten kann, sodass man erst auf den zweiten Band erkennt, wie detailliert das Cover letztendlich doch ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und fasst Endgame gut zusammen, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: "Die Hoffnung" ist eine gute und vor allem spannende Fortsetzung, die "Endgame" gut weiterführt und dazu auch endlich mehr über die einzelnen Spieler verrät, sodass diese für den Leser greifbarer sind. Ich bin somit wieder einmal begeistert und bin schon sehr gespannt, wie die Reihe in "Die Entscheidung" enden wird.

Veröffentlicht am 12.01.2017

Schöne Geschichte

Weg der Träume
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Nicholas Sparks habe ich schon immer wahnsinnig gerne gelesen, sodass ich mich nun an eines seiner älteren Werke, nämlich "Weg der Träume" herangewagt habe. Hier habe ich mir eine tiefgründige Geschichte ...

Nicholas Sparks habe ich schon immer wahnsinnig gerne gelesen, sodass ich mich nun an eines seiner älteren Werke, nämlich "Weg der Träume" herangewagt habe. Hier habe ich mir eine tiefgründige Geschichte erhofft, welche ich auch letztendlich bekommen habe und somit nicht enttäuscht wurde.

Dass Nicholas Sparks schreiben kann, dürfte mittlerweile wohl jedem Buchliebhaber bekannt sein, von daher habe ich auch hier die einfühlsame Art, wie er die Geschichte von Miles Ryan erzählt, sehr gemocht. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, besitzt eine Menge Melancholie, aber auch jede Menge Kitsch, was ich dem Autor allerdings gerne verzeihe, da es bei einem typischen Sparks-Roman einfach nicht an Kitsch fehlen darf.

Die Figuren sind gut gezeichnet und man lernt sie ausreichend kennen. Hierbei konnte ich mich besonders in Miles hineinversetzen, der mir trotz seiner oftmals düsteren Art sympathisch war und dessen Geschichte ich sehr gerne verfolgt habe. Dieser ist nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau nicht nur Witwer, sondern auch alleinerziehender Vater. Sein Leben ist dabei nicht nur von Trauer bestimmt, sondern auch mit dem Ziel, den Fahrer zu finden, der den Tod seiner Frau verursacht hat. Dass das Schicksal es aber auch manchmal ganz anders mit einem meint, findet er schnell heraus, als er Sarah kennen lernt. Sie ist die Lehrerin seines Sohnes und hat mindestens genauso viel zu verarbeiten wie Miles selbst, sodass in der Geschichte oftmals sehr viel Melancholie vorherrscht.

Neben der aufblühenden Liebesgeschichte geht es hier aber auch sehr häufig um die Frage nach dem Warum, denn Miles kann nicht verstehen, wieso der Fahrer, der den Unfall verursacht hat, geflohen ist. Dadurch entstehen auch häufig sehr spannende Momente, was ich im Vorfeld nicht gedacht habe, allerdings empfand ich dies als eine tolle Abwechslung.

Das Cover ist im typischen Sparks-Stil gehalten: Eine schöne Landschaft, den Leuchtturm als Symbolbild und auch sonst wieder mal ein richtiger Hingucker. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt überzeugen, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Weg der Träume" ist eine melancholische, aber auch durchaus spannende Geschichte, die mich mit einer wunderbaren Liebesgeschichte und interessanten Figuren unterhalten konnte, sodass ich diesen Sparks-Roman sehr gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 12.01.2017

Vielversprechender Auftakt

Endgame
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Ich muss gestehen, dass ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich endlich dazu überwunden habe, "Endgame" tatsächlich eine Chance zu geben. Da ich aber mittlerweile die gesamte Trilogie besitze, gab ...

Ich muss gestehen, dass ich sehr lange gebraucht habe, bis ich mich endlich dazu überwunden habe, "Endgame" tatsächlich eine Chance zu geben. Da ich aber mittlerweile die gesamte Trilogie besitze, gab es keine Ausreden mehr und somit habe ich dem ersten Band "Die Auserwählten" endlich eine Chance gegeben und ich bin mehr als begeistert.

Man muss zwar sagen, dass James Frey nicht gerade den besten Schreibstil besitzt und sich ständig wiederholt, allerdings hat er mit seiner Geschichte auch gleichzeitig so viel Spannung aufgebaut, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen legen konnte. Bzgl. der vielen Wiederholungen muss man zwar sagen, dass das Buch aus vielen Perspektiven erzählt wird und sich somit der ein oder andere Gedanke der Figuren ähnelt, dennoch bin ich der Meinung, dass manche Sätze wie "Das ist Endgame." oder auch "Was sein wird, wird sein." viel zu häufig vorkommen. Dies hätte man meiner Meinung nach ein wenig besser machen können.

"Die Auserwählten" ist dabei schnell erzählt: Zwölf auserwählte Jugendliche müssen zum sogenannten Endgame antreten, nachdem mehrere Meteoriten auf die Erde eingeschlagen sind. Diese zwölf Spieler wurden ihr gesamtes Leben auf Endgame vorbereitet und sind wahre Killermaschinen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die jedoch allesamt nicht übersinnlich sind. Um Endgame zu gewinnen und damit auch das Ende der Welt zu verhindern, müssen die Spieler in "Die Auserwählten" den sogenannten Erdschlüssel finden, der sich irgendwo auf der Welt befindet. Wer diesen findet, ist dem Sieg ein ganzes Stück näher und leitet gleichzeitig die zweite Stufe des Spiels ein.

Interessant ist dabei, wie unterschiedlich die Spieler an Endgame herangehen. Während einige Spieler direkt Allianzen schließen und mit dem jeweiligen Geschlecht Waffenstillstand vereinbaren, sind einige von der ersten Minute an dabei, möglichst viele andere Spieler zu beseitigen. Da gibt es z.B. den rachsüchtigen An, der ein Spezialist im Bereich Internet ist und immer eine Granate zur Hand hat, um einen anderen Spieler zu töten. Außerdem gibt es z.B. noch die stumme Chiyoko, die erst einmal alles beobachtet, ehe sie handelt. So unterschiedlich die zwölf Geschlechter sind, so unterschiedlich sind auch die Figuren. Während manche ein normales Leben gar nicht kennen und ihr gesamtes Leben über für Endgame ausgebildet wurden, gibt es da z.B. auch Sarah, die ein möglichst sorgenfreies Leben hatte und gerade erst ihren Highschool-Abschluss gemacht und gehofft hat, dass Endgame nie beginnen wird.

Endgame ist hierbei nicht nur ein taktischer Leckerbissen, der bis zum Schluss spannend bleibt, sondern besticht auch mit enormer Brutalität, die ich in diesem Buch ehrlich gesagt nicht erwartet habe und meiner Meinung nach auch gar nicht ins Genre gehört. Wer also auf Blut und abgetrennte Gliedmaßen eher sensibel reagiert, der sollte "Die Auserwählten" meiden.

Das Cover ist schlicht, wirkt aber aufgrund des Symbols sehr edel. Sehr schön sind auch die vielen Codes, die man auf dem Schutzumschlag ertasten kann, sodass man erst auf den zweiten Band erkennt, wie detailliert das Cover letztendlich doch ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und fasst Endgame gut zusammen, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: Obwohl das Buch sicherlich die ein oder andere Schwäche beim Schreibstil besitzt, hat mich "Die Auserwählten", der Auftakt der "Endgame"-Trilogie, schlichtweg umgehauen, sodass ich das Buch nur selten aus den Händen legen konnte. Gleichzeitig muss man aber auch wissen, dass das Buch oftmals sehr brutal und blutig ist und das Buch somit nicht unbedingt für jeden (jüngeren) Leser geeignet ist. Ich bin dennoch begeistert und kann "Die Auserwählten" somit nur empfehlen.