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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2016

Interessante Biographie

Sieger
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Biographien lese ich eigentlich eher selten, da mich "Sieger", die Geschichte von Gerd Schönfelder, allerdings sehr angesprochen hat, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben.

Geschrieben wurde die ...

Biographien lese ich eigentlich eher selten, da mich "Sieger", die Geschichte von Gerd Schönfelder, allerdings sehr angesprochen hat, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben.

Geschrieben wurde die Biographie von Detlef Vetten, der über das ereignisreiche Leben von Deutschlands erfolgreichstem Ski-Sportler im Behindertensport schreibt. Dieser hat, weil er in jungen Jahren weder die Zeit, noch die Geduld hatte, bei einem Unfall mit einem Zug mehrere Finger, sowie seinen richten Arm verloren.

Während andere an so einem Schicksal zerbrochen wären, gab sich Gerd Schönfelder kämpferisch, überstand Operationen, Reha und Schmerzen fast schon mit Bravur und kämpfte sich ins Leben zurück, sodass er nach nur wenigen Monaten wieder auf seinen Skiern stand und zu einem der besten Skifahrern überhaupt wurde und mehrfach siegreich die Paralympics sowie Weltmeisterschaften verlassen konnte.

Gleichzeitig hat Gerd Schönfelder auch sein privates Glück gefunden, was man ihm nur von Herzen gönnen kann, da er nicht nur als Kämpfer hier beschrieben wird, sondern auch sehr sympathisch wirkt.

Für mich eine wirklich schöne und ausführliche Biographie, die sicherlich nicht nur für Fans vom Wintersport interessant sein dürfte.

Veröffentlicht am 16.11.2016

Spannende Geschichte

Dämmerhöhe (2). Eiskalt
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Nachdem ich erst vor wenigen Tagen den ersten Band "Lautlos" gelesen habe und diesen mit eher gemischten Gefühlen gesehen habe, war ich schon sehr auf den zweiten Band "Eiskalt" gespannt. Hier wurde ich ...

Nachdem ich erst vor wenigen Tagen den ersten Band "Lautlos" gelesen habe und diesen mit eher gemischten Gefühlen gesehen habe, war ich schon sehr auf den zweiten Band "Eiskalt" gespannt. Hier wurde ich zum Glück nicht enttäuscht, denn ich fand den zweiten Band der "Dämmerhöhe"-Reihe deutlich spannender als noch den ersten Band.

Der Schreibstil ist zwar weiterhin sehr einfach gehalten und stellenweise komplett anspruchslos und alles andere als zeitgemäß, allerdings besitzt das Buch auch eine gewisse Anziehungskraft, die sich nicht leugnen lässt. Die Dialoge sind zwar stellenweise alles andere als gelungen, da man Vladís und ihrer Cousine Johanna manche Gespräche absolut nicht abkauft, allerdings kann man da, wenn man nicht zu viel erwartet, noch drüber hinwegsehen.

Dennoch mochte ich Vladís als Protagonistin sehr und sie war so ganz anders als ihre Freundin Anna, deren Geschichte im ersten Band erzählt wurde. Vladís braucht nicht ständig ihre Freundinnen um sich herum, sondern verkriecht sich am liebsten in die Leseecke, um Gruselgeschichten und andere Bücher zu lesen. Gleichzeitig wirkt sie auch sehr reif für ihr Alter und ist dazu noch ernst, aber alles andere als langweilig.

Seit einigen Tagen quält sie sich mit Albträumen, in denen ein kleines Mädchen mit roten Augen zu ihr spricht und sie beschimpft. Vladís schiebt dies zunächst auf ihr neuestes Buch, allerdings sieht sie die Augen auch später im Spiegel im Haus ihrer Oma, sodass sie misstrauisch wird und wie magisch vom Dachboden angezogen wird, der bereits seit Jahren nicht mehr betreten werden darf.

Die Entdeckungen, die sie dabei auf dem Dachboden macht, sorgen dafür, dass sie und Johanna nur noch neugieriger werden und sich mit der Familiengeschichte auseinandersetzen möchten, doch dazu soll es vorerst nicht kommen, da bereits weniger später der Krankenwagen vor dem Haus steht...

"Lautlos" ist nicht nur wahnsinnig spannend, sondern lief auch ab wie ein Horrorfilm, sodass ich mir vieles bildlich vorstellen konnte. Zwar konnte man recht schnell erahnen, was es mit dem Mädchen auf sich hat, allerdings beschreiben die Autorinnen die Geschichte so spannend und lebhaft, dass es dabei schon fast egal war, dass sich der anfängliche Verdacht bestätigt hat und somit nur wenig Überraschungen mit sich brachte.

Interessant ist auch, dass man der sogenannten Dämmerhöhe, um die es in der Reihe eigentlich geht, nur wenig Beachtung schenkt und man sich vielmehr auf das Haus von Vladís' Oma konzentriert, sodass man hier nur wenig über die Dämmerhöhe erfährt, was ich allerdings alles andere als schlimm finde.

Das Cover ist für mich leider nicht der größte Hingucker. Man sieht hier zwar viele Vögel und auch eine Art Hochhaussiedlung, allerdings ist beides kein Bestandteil der Geschichte, sodass ich das Cover als unglücklich gewählt ansehe. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich auch dem zweiten Band gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Nachdem ich vom ersten Band eher enttäuscht war, konnte sich der zweite Band "Eiskalt" deutlich steigern und überraschte mit einem spannenden und gruseligen Setting, dass an so manchen Horrorfilm erinnert und eine tolle Atmosphäre ausstrahlt. Ich bin somit zufrieden und bin gespannt, was mich beim dritten Band "Besessen" erwarten wird.

Veröffentlicht am 15.11.2016

Durchwachsener Auftakt mit einigen Schwächen

Dämmerhöhe (1). Lautlos
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"Lautlos", der erste Band der "Dämmerhöhe"-Reihe, habe ich mir spontan gekauft, da ich gelesen habe, dass die Reihe sehr gut mit der "Das Tal"-Reihe von Krystyna Kuhn vergleichbar ist. Da ich die "Tal"-Reihe ...

"Lautlos", der erste Band der "Dämmerhöhe"-Reihe, habe ich mir spontan gekauft, da ich gelesen habe, dass die Reihe sehr gut mit der "Das Tal"-Reihe von Krystyna Kuhn vergleichbar ist. Da ich die "Tal"-Reihe super fand, habe ich es also darauf ankommen lassen und hatte recht hohe Erwartungen. Nun, diese wurden zwar nicht ganz erfüllt, allerdings besitzt "Dämmerhöhe" unglaublich viel Potential, sodass ich zumindest nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil ist stellenweise sehr einfach gehalten und manches liest sich auch eher wie eine Art Schulaufsatz, was mich aber ehrlich gesagt nicht wirklich gestört hat, da sich "Lautlos" dennoch ganz angenehm lesen lässt und es auch nicht an Spannung mangelt. Allerdings gibt es auch hier die ein oder andere Schwäche, über die ich nicht hinwegschauen kann.

So sind die Dialoge meiner Meinung nach nicht immer gelungen, denn oftmals wirken mir diese zu flach, bzw. lesen sich holprig, was ich doch sehr schade finde, denn hier war besonders bei den Gesprächen zwischen Anna und dem Mädchen deutlich mehr drin. Eine weitere Schwäche in dem Buch sind die Figuren, die man nur oberflächlich kennenlernt, stellenweise sehr unsympathisch sind und kaum Tiefe besitzen.

Anna ist vierzehn Jahre alt und ist mit der Schule, ihren Freundinnen, ihrem Handballverein, den Tanzstunden und ihrem Snowboard vollends beschäftigt, lässt aber immer wieder die Hausaufgaben liegen, da für sie grundsätzlich alles wichtiger als die Schule ist. Da kommt ihr ein unbekanntes Mädchen, dass Annas Gestalt annehmen kann und sich um ihre Hausaufgaben kümmern möchte, gerade recht. Während das Mädchen also Annas schulische Verpflichtungen erledigt, kann sie sich endlich noch mehr auf ihre Freundinnen und Hobbies konzentrieren und merkt dabei nicht, wie sie immer mehr von dem Mädchen aus dem eigenen Leben herausgedrängt wird. Problem ist jedoch, dass Anna das Mädchen erst wieder los wird, wenn sie deren Namen errät, was sich als äußerst schwierig entpuppt...

An sich wurde hier ein interessantes Setting geschaffen, denn mit der Dämmerhöhe, eine alte verlassene Siedlung, die seit einem schrecklichen Unfall nicht mehr bewohnt ist, bekommt man hier einen düsteren und unheimlichen Ort, der es in sich hat. Dazu ist Island insgesamt sehr gut gewählt, da meiner Meinung nach viel zu wenig Bücher in diesem wunderbaren Land spielen. Dennoch hätte ich mir insgesamt etwas mehr Tiefe gewünscht, denn das hätte die Geschichte durchaus verdient gehabt.

Das Cover ist für mich leider nicht der größte Hingucker. Man sieht hier zwar viele Vögel und auch eine Art Hochhaussiedlung, allerdings ist beides kein Bestandteil im Buch, sodass ich das Cover als unglücklich gewählt ansehe. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Lautlos" sicherlich die ein oder andere Schwäche im Schreibstil und bei den Figuren besitzt, wurde ich insgesamt ganz gut unterhalten und habe die Geschichte in einem Rutsch gelesen. Ich freue mich bereits auf die anderen Bände und bin gespannt, ob sich die Autorinnen dabei noch steigern können.

Veröffentlicht am 13.11.2016

Nettes Buch, aber mit Schwächen

Olympia 2016
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Da ich die Olympischen Spiele regelmäßig verfolge und dabei nahezu keine Sportart auslasse, habe ich mich sehr auf "Olympia 2016: Stars & Spiele" gefreut. Hier erhält man einen guten Rückblick auf die ...

Da ich die Olympischen Spiele regelmäßig verfolge und dabei nahezu keine Sportart auslasse, habe ich mich sehr auf "Olympia 2016: Stars & Spiele" gefreut. Hier erhält man einen guten Rückblick auf die Spiele, die im August stattfanden, sodass man hierbei auch später noch an das ein oder andere Ereignis zurückdenken kann.

Die Fotos sind allesamt sehr hochwertig und spiegeln die meisten Emotionen perfekt wieder, allerdings gibt es auch hier die ein oder andere Schwäche, über die ich leider nicht hinwegsehen kann. So sind die größten Kritikpunkte wohl die Texte, denn diese wirken auf mich stellenweise sehr ausgereift und so, als wären diese zum Teil für eine Schülerzeitung geschrieben worden.

Damit möchte ich nun nicht sagen, dass man sich keine Mühe gegeben hat, allerdings merkt man dem Buch an, dass es doch sehr schnell gehen musste, wenn man bedenkt, dass das Buch nur wenige Tage nach Beendigung der Olympischen Spiele veröffentlicht wurde. Hier hätte ich mir eher gewünscht, dass man sich noch mindestens einen weiteren Monat Zeit genommen hätte, denn dann wäre auch alles deutlich professioneller gewesen.

Sehr schade. Dennoch: Eine tolle Erinnerung an Olympia 2016 - wenn auch mit Schwächen.

Veröffentlicht am 13.11.2016

Nett

Die Weihnachtsliste
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Sophie Kinsella ist für mich bereits seit Jahren ein absolutes Muss. Dieses Jahr gibt es neben den üblichen Chick-Lit Romanen auch eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte, die es bislang leider allerdings ...

Sophie Kinsella ist für mich bereits seit Jahren ein absolutes Muss. Dieses Jahr gibt es neben den üblichen Chick-Lit Romanen auch eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte, die es bislang leider allerdings nur als Ebook gibt.

„Die Weihnachtsliste“ ist in Tagebuchform geschrieben. Einerseits gut, andererseits schlecht, denn so lernt man die Protagonistin leider nicht so gut kennen, wie man es sich vielleicht im Vorfeld erhofft hat. Allerdings darf man dies bei der Länge der Geschichte auch nicht erwarten, denn sie ist gerade einmal zwölf Seiten lang.

Die Geschenke werden bereits im August im Sommerurlaub gekauft, aber natürlich geht etwas schief, denn einige gehen bereits vor Weihnachten kaputt, andere Menschen wünschen sich plötzlich andere Geschenke und plötzlich ist auch die Protagonistin von ihren Einkäufen nicht mehr so ganz überzeugt. Dazu gibt es Probleme in der Liebe, einen Umzug und einen aufdringlichen Nachbarn – das Chaos ist also vorprogrammiert.

Der Schreibstil ist wie immer großartig. Die Geschichte liest sich leider viel zu schnell, dafür ist sie aber sehr unterhaltsam, humorvoll und auch ein bisschen romantisch. Von der Protagonistin oder anderen Charakteren erfährt man jedoch so gut wie gar nichts. Sie versucht sehr durchorganisiert zu sein, ist aber eigentlich sehr chaotisch, ihr Freund ist nach Norwegen ausgewandert und liebt die Mathematik – mehr erfährt man nicht und das ist dennoch ganz okay so, denn bei zwölf Seiten darf man nichts erwarten.

Das Cover gefällt mir sehr. Der Grünton, sowie das Model passen perfekt zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung gefällt mir ebenfalls gut, verrät aber bereits ein bisschen zu viel.

Insgesamt ist „Die Weihnachtsliste“ eine nette Weihnachtsgeschichte für zwischendurch, die mich für kurze Zeit unterhalten konnte. Für Sophie Kinsella Fans mit Sicherheit ein kleines Muss, ansonsten ist es jedoch eine Geschichte, die leider nicht großartig auffallen wird.