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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2026

Nicht alles ist so wie es scheint

Seventeen Years Later
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Die Ermordung der angesehenen Familie Primrose stand lange Zeit im Fokus der Öffentlichkeit.Als der Koch der Familie,der Maori Bill Kareama verurteilt wurde,ebbte die Aufmerksamkeit spürbar ab.Siebzehn ...

Die Ermordung der angesehenen Familie Primrose stand lange Zeit im Fokus der Öffentlichkeit.Als der Koch der Familie,der Maori Bill Kareama verurteilt wurde,ebbte die Aufmerksamkeit spürbar ab.Siebzehn Jahre später befasst sich die junge True Crime Podcasterin Sloan Noch einmal mit dem Fall und entdeckt einige Ungereimtheiten. Sie beschließt, alles dafür zu tun, damit Bild aus dem Gefängnis entlassen wird. Unterstützung erhält sie durch den Gefängnispsychologen der sich bereits vorher für ein Berufungsverfahren eingesetzt hatte.

Sie vernimmt Zeugen,liest Protokolle und plötzlich erscheint der Fall in einem ganz neuen Licht. Wird es den beiden gelingen, den Verurteilten aus dem Gefängnis zu holen?



Die Geschichte wird in sehr kurzen Abschnitten jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten berichtet und wechselt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was zu Anfang sehr gewöhnungsbedürftig war. Nach und nach änderte sich das und bis auf den etwas langatmigen Mittelteil, war die Geschichte sehr spannend.Geschickt wurde man beim Lesen auf verschiedene falsche Fährten gelockt, zum Schluss gab es eine überraschende Wendung.

Die Sache mit der Podcasterin fand ich zum Teil nicht realistisch.Nahezu jede Person ,mit der sie sprach, kannte ihren Podcast, was mich aufgrund des großen Angebotes in diesem Genre ziemlich wundert.

Was mich beim Lesen sehr gestört hat, waren die vielen Fehler, welche immer wieder auftraten, mal fehlte ein Wort, dann gab es wieder einen Grammatikfehler,daher nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Nur gemächliche Spannung

Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman
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Als im Schleusenbecken des Götakanals eine weibliche Leiche gefunden wird,steht die Polizei rund um Kommissar Beck zunächst vor einem Rätsel. Weder wissen Sie, wer die tote Frau ist, noch wird sie von ...

Als im Schleusenbecken des Götakanals eine weibliche Leiche gefunden wird,steht die Polizei rund um Kommissar Beck zunächst vor einem Rätsel. Weder wissen Sie, wer die tote Frau ist, noch wird sie von irgend wem vermisst.Doch nach einigen Bemühungen steht die Identität fest und auch, dass es sich um Mord handelt.Das Team nimmt die Ermittlungen auf ,die sich sehr langwierig gestalten,Freizeit und Familienleben findet für die Beamten kaum noch statt.

Zwar ist es durchaus interessant,einen genauen Einblick ,in die oft sehr eintönige Arbeit der Polizei zu bekommen,jedoch geriet es hier deutlich zu ausführlich,wodurch jegliche Spannung über weite Strecken abhanden kam.Außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass so ein Fall in der Realität vorkommen könnte. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr wurde konzentriert und mit großem Personalaufwand an einem Fall gearbeitet, was ich mir kaum vorstellen kann.
Auch wenn es zum Schluss zu einem relativ dramatischen Showdown kam,wurde das Buch einem Krimi nicht gerecht.Daher von mir nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Wem kann man trauen?

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
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Emilia hat einen liebevollen Ehemann, zwei wohlgeratene Kinder und ist eine erfolgreiche Schriftstellerin. Eigentlich verläuft ihr Leben in geordneten Bahnen, bis sie plötzlich nacheinander mit mehreren ...

Emilia hat einen liebevollen Ehemann, zwei wohlgeratene Kinder und ist eine erfolgreiche Schriftstellerin. Eigentlich verläuft ihr Leben in geordneten Bahnen, bis sie plötzlich nacheinander mit mehreren beängstigenden Vorfällen konfrontiert wird, die detailgenau ihrem neusten( noch nicht veröffentlichten )Buch entsprechen.Wie kann das sein?Nur wenige Menschen kennen bisher ihr Manuskript. Nachdem sich die Vorfälle häufen, übergibt sie die Sache an die Polizei, ermittelt, aber auch auf eigene Faust. Das fand ich am Anfang spannend, aber mit der Zeit zog sich die Geschichte sehr in die Länge und wurde für meine Begriffe immer unglaubwürdiger.Emilia hatte, gefühlt täglich ,jemand anderes im Verdacht und machte dabei auch nicht vor ihrer engsten Familie Halt.Die Auflösung am Schluss konnte mich auch nicht vollständig überzeugen.

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin,die mir sehr gefallen haben und hoffe, dieses ist nur ein Ausrutscher.Diesmal leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Spannender Auftakt einer Trilogie

Die Schloss-Schwestern: Sturmwindherz
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Die Schlossschwestern ist der Auftakt einer Trilogie, in welcher Ebba,Levke und Marie im Mittelpunkt stehen. Ihr Großvater ist bei einem Segeltörn verunglückt und nach einiger Zeit für tot erklärt worden. ...

Die Schlossschwestern ist der Auftakt einer Trilogie, in welcher Ebba,Levke und Marie im Mittelpunkt stehen. Ihr Großvater ist bei einem Segeltörn verunglückt und nach einiger Zeit für tot erklärt worden. Er hat seinen Enkelinnen ein großes Schloss, dass er vor kurzem gekauft und zum Teil schon sehr liebevoll renoviert hat, vererbt. An diese Erbschaft ist aber eine Bedingung geknüpft, Die Schwestern müssen drei Monate zusammen in dem Schloss wohnen, und wenn das nicht gelingen sollte, verfällt das Erbe zu Gunsten wohltätiger Zwecke. Vor vielen Jahren sind die Eltern der drei Frauen bei einem Autounfall ums Leben gekommen,ihre Tante hat ihr eigenes Leben hintenan gestellt und sich fortan liebevoll um ihre Nichten gekümmert. Als sie erwachsen waren, haben sie ihre Heimat verlassen und sind seitdem nicht wieder nach Süderholt,einem kleinen Nordseeort zurückgekehrt. Auch haben sie seitdem fast keinen Kontakt mehr.
Zuerst erweist sich das Zusammenleben als sehr schwierig,aber mit der Zeit finden sie wieder zusammen.Bei Gesprächen in der Schlossküche erzählen wie sich vieles, was sich in ihrem Leben in der Vergangenheit ereignet hat. Ebba hat das größte Geheimnis, was am Schluss des Buches, einem Paukenschlag gleich, gelüftet wird .
Der Autorin ist es gelungen,eine interessante Geschichte,mit viel Emotionen zu schreiben,die ohne jeglichen Kitsch auskommt und mich sehr berührt hat.Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass man sich sowohl das feudale Schloss, als auch die Nordsee Atmosphäre sehr gut vorstellen kann.Auch die einzelnen Protagonisten/ Protagonistinnen waren so gut gezeichnet,dass mein Kopfkino sofort ansprang.
Das Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen, und ich habe begeistert der angenehmen Erzählstimme von Johanna Zehnendner gelauscht,welche die Geschichte mit sehr viel Enthusiasmus gelesen hat.
Aufgrund der Spannung am Ende, fiebere ich der Fortsetzung entgegen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Verschlungene Wege des Lebens

Niemands Töchter
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Im Mittelpunkt des beeindruckenden Romans stehen vier Frauen,die auf verschiedene Weise miteinander verbunden sind,Marie,Alma,Gabriele und Isabell.Während Alma und Gabriele ihren Mittelpunkt in der Eifel ...

Im Mittelpunkt des beeindruckenden Romans stehen vier Frauen,die auf verschiedene Weise miteinander verbunden sind,Marie,Alma,Gabriele und Isabell.Während Alma und Gabriele ihren Mittelpunkt in der Eifel haben,bewegt sich die Geschichte von Marie und Isabell,mit kurzen Unterbrechungen in Berlin.Ein wichtiger Kreuzungspunkt ist die Praxis eines Psychotherapeuten.
Alma und Isabell sind auf gewisse Weise auf der Suche nach ihren Wurzeln,wird die Suche erfolgreich sein?

Es war am Anfang schwierig,der Geschichte zu folgen,da sie sich in verschiedenen Zeiten bewegte und nicht chronologisch erzählt wurde.Nach einer Weile gewöhnte ich mich daran und war völlig gefangen.
Die Autorin hat es großartig verstanden ,die innerliche Zerrissenheit der Frauen zu transportieren,ihre Sehnsüchte,Wünsche,Träume,aber auch das immer wiederkehrende Schuldbewusstsein waren deutlich spürbar.
Es gab auch mehrere Liebesgeschichten,nicht alle verliefen glücklich.
Auch wenn es an manchen Stellen etwas konstruiert wirkte ,habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen und vergebe vier Sterne.

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