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Veröffentlicht am 17.11.2025

Glück oder Albtraum?

Der Tower
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Die Galeristin Nova steht vor einem Dilemma, sie hat ihren Job und ihre Wohnung verloren und außerdem ist die Beziehung zu ihrem Freund gescheitert. In der Situation erhält sie das Angebot in den „Pramtower“.ein ...

Die Galeristin Nova steht vor einem Dilemma, sie hat ihren Job und ihre Wohnung verloren und außerdem ist die Beziehung zu ihrem Freund gescheitert. In der Situation erhält sie das Angebot in den „Pramtower“.ein Hochhaus mitten in Berlin einzuziehen und dort ein Jahr kostenlos zu wohnen. Was als Glückstreffer beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum.Das Haus ist komplett von einer KI gesteuert und von nun an wird jeder ihrer Schritte überwacht. Außerdem verhalten sich die Menschen merkwürdig und scheinbar sind zwei der Vormieterinnen in ihrer Wohnung ums Leben gekommen. Was steckt dahinter? Das will Nova auf jeden Fall ergründen.Doch die Ki ist ihr gnadenlos auf den Fersen….

In kurzen Kapiteln baut der Autor von Beginn an Spannung auf und man fragt sich, was ist Fiktion und was ist in Zukunft vielleicht wirklich möglich.Die Möglichkeiten der modernen Technik erleichtern einerseits das Leben ,sind aber andererseits erschreckend.
Im Verlauf der Geschichte verlor sich der Reiz durch die allzu große Naivität der Protagonistin,was das Ganze zunehmend unglaubwürdiger machte.So kann ich leider nur drei Sterne vergeben .Die

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Eine Mutter berichtet

8000 Arten, als Mutter zu versagen
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Carolin Kebekus ist als Komikerin einem großen Publikum bekannt und nunmehr seit über einem Jahren Mutter. Über ihre Erfahrungen mit dieser neuen Rolle, berichtet sie in ihrem Buch. Sie tut dies auf eine ...

Carolin Kebekus ist als Komikerin einem großen Publikum bekannt und nunmehr seit über einem Jahren Mutter. Über ihre Erfahrungen mit dieser neuen Rolle, berichtet sie in ihrem Buch. Sie tut dies auf eine sehr lustige wenn auch natürlich ziemlich überspitzte Weise und jede Mutter hat die eine oder andere Situation sicher selbst erlebt.Sei es der Umstand ,dass alle Mitmenschen ob gefragt oder ungefragt ihre guten Ratschläge loswerden wollen,oder die Glorifizierung der Väter ,alles wird von ihr aufs Korn genommen.Die Frage,warum es „ Familienväter“gibt ,ein weibliches Pendant dazu aber fehlt,habe ich mir noch nie gestellt,sie ist aber berechtigt. Ein weiteres großes Thema ist der Schlafmangel, von dem wohl jede junge Mutter und auch viele Väter ein Lied singen können.
Wurden auch früher Vergleiche über die Fortschritte der Kinder angestellt und von den anderen Eltern kritisch beäugt, ist dies im Zeitalter von Social Media natürlich sprunghaft angestiegen, wodurch der Druck wächst.
Dass es immer noch ein Thema ist, ob man Babys in der Öffentlichkeit stillen darf, hat mich ehrlich gesagt, etwas entsetzt, weil ich dachte diese „ewig Gestrigen“ seien inzwischen ausgestorben.
Mir gefiel es sehr gut, dass sie quasi ein Loblied auf die Hebammen gesungen hat, die von immenser Wichtigkeit sind und trotzdem wenig Anerkennung, vor allen Dingen in finanzieller Hinsicht, erfahren.
Was mir weniger gut gefiel war ihre manchmal Grenzwerte ordinäre Sprache,das ist auch bei ihren Programmen immer ein Kritikpunkt meinerseits.
Deshalb nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Typisch Stromberg

Büro ist besser als richtig arbeiten. STROMBERG
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Da ich Christoph Maria Herbst mag und die Serie Stromberg damals gerne gesehen habe, habe ich mit einiger Vorfreude mit diesem Hörbuch begonnen.Schon der Titel verführt zum Schmunzeln und das ist auch ...

Da ich Christoph Maria Herbst mag und die Serie Stromberg damals gerne gesehen habe, habe ich mit einiger Vorfreude mit diesem Hörbuch begonnen.Schon der Titel verführt zum Schmunzeln und das ist auch durchweg gegeben.Ich denke, im richtigen Leben haben sich die Verhältnisse zwischen Mitarbeitenden und Chef zum Glück verändert, hier habe ich es aber schmunzelnd und manchmal laut lachend zur Kenntnis genommen, dass der Chef, der alleinige Herrscher im Büro ist.Auch wenn alles sehr satirisch überspitzt ist ,blieben immer noch einige Körnchen Wahrheit,die zum Nachdenken anregten.
Es gab mehrere SprecherInnen,die ihren Job gut gemacht haben.
Bei Christoph Maria Herbst habe ich jedoch einen kleinen Kritikpunkt, er hat einige Sätze so vernuschelt, dass man sich schlecht verstehen konnte.Ansonsten gute Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Spannender Krimi mit Wiener Schmäh

Wienerberg
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Als die achtjährige Mara auf einem Wasserspielplatz in Wien, einen Knochen findet, Ist sie sofort der Überzeugung, dass es sich um einen menschlichen Knochen handelt. Ihre Mutter glaubt das nicht,doch ...

Als die achtjährige Mara auf einem Wasserspielplatz in Wien, einen Knochen findet, Ist sie sofort der Überzeugung, dass es sich um einen menschlichen Knochen handelt. Ihre Mutter glaubt das nicht,doch als Inspektor Felix Grohsmann Ausgrabungen veranlasst ,wird ein menschliches Skelett geborgen. Nach der Identifizierung des Toten , stellt sich schnell heraus, dass er ein äußerst unsympathischer Mensch und an mehreren kriminellen Handlungen beteiligt war.Die Spuren reichen bis weit in die Vergangenheit und es gibt weitere Tote.

Das Team um Inspektor Felix Grohsmann und Kriminalinspektorin Nicky Witt ist mir schon von früheren Ermittlungen bekannt.Jeder der Beteiligten hat Ecken und Kanten und auch im Privatleben sind einige Spannungsfelder vorhanden.Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt ,gewürzt mit Humor und viel Wiener Schmäh,gefiel mir erneut sehr gut.

Bis es zum Ende dieses verzwickten Falls kam,wurde dem Team einiges abverlangt und ich verlor beim Lesen komplett den Überblick.Die Autorin führte jedoch alle Fäden gekonnt zusammen und es kam zu einer schlüssigen Auflösung.

Da im privaten Bereich noch einiges zu erwarten ist ,bin ich gespannt auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Zuwenig Spannung

Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht
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Klappentext übernommen:
Die Mitglieder des virtuellen Lesezirkels ›Salomes Lesekränzchen‹ sind Literatur-Enthusiasten. Dass sich ausgerechnet ein Kultusminister abschätzig über das Lesen der Klassiker ...

Klappentext übernommen:
Die Mitglieder des virtuellen Lesezirkels ›Salomes Lesekränzchen‹ sind Literatur-Enthusiasten. Dass sich ausgerechnet ein Kultusminister abschätzig über das Lesen der Klassiker und die korrekte Rechtschreibung äußert, macht sie wütend. Aus Protest inszenieren sie Verbrechen der Weltliteratur. Ob eine Puppe, auf deren Kopf ein Apfel von einem Pfeil durchbohrt wird, oder eine gestohlene Leiche, kopfüber im Kamin der Rue Morgue in Paris – die Aktionen werden von Mal zu Mal spektakulärer. Was kommt als Nächstes – Dostojewski, Shakespeare, Kafka?

Dann geschieht wirklich ein Mord, das Opfer trägt ein mit Blut geschriebenes Hölderlin-Zitat auf der Brust. Alles deutet auf die Mitglieder des Lesezirkels hin. Kommissar Jennerwein soll den Fall übernehmen. Denn nur er kann mit seinem berühmten Blick für das Besondere den Tatort wirklich lesen – und nur er kann verhindern, dass der Täter das letzte Wort hat.

Ich hatte einen Krimi erwartet,leider mußte ich erst fast die Hälfte hören ,bis ein Mord passierte.Bis dahin traten viele Größen der Literaturszene auf ,was sich quälend langweilig gestaltete .Die einzige Abwechslung ergab sich durch den Wechsel zwischen den verschiedenen Zeiten und einem manchmal kurzzeitig hervorblitzenden Humor.Da Kommissar Jennerwein offiziell nicht im Dienst war ,trat er ohne sein Team auf ,wodurch auch bei den Mordermittlungen kaum Spannung aufkam.
Mir wurde die Reihe empfohlen,es wird aber mein erster und letzter Band der Reihe bleiben.
Bei mir reicht es leider nur für einen Stern.

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