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Veröffentlicht am 02.05.2026

Japanische Gegenwartsliteratur in Form eines Episodenromans, gewürzt mit einem Hauch Wohlfühlelementen.

Frau Komachi empfiehlt ein Buch
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Die Handlung besteht aus fünf miteinander verknüpften Kurzgeschichten über ganz unterschiedliche Personen, die jeweils eine für sie entscheidende Begegnung mit der Bibliothekarin Frau Komachi haben. Deren ...

Die Handlung besteht aus fünf miteinander verknüpften Kurzgeschichten über ganz unterschiedliche Personen, die jeweils eine für sie entscheidende Begegnung mit der Bibliothekarin Frau Komachi haben. Deren Buchempfehlungen zeigen den Protagonisten neue Perspektiven auf und lassen sie, in ihrem ganz eigenen Tempo, Wege aus ihrer jeweiligen Sackgasse finden.

Gut gefallen hat mir, wie Michiko Aoyama immer mal wieder kleine Häppchen Alltagsphilosophie in ihre Geschichte einwebt. Auch das Setting (ein Wohnbezirk in Tokyo) passt für mich und der Aufbau als Episodenroman rundet alles sehr schön ab und lässt eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl entstehen. Das kurze Eintauchen in das Leben dieser fünf so unterschiedlichen Menschen, mit ihren ganz eigenen Problemen und Sorgen, und wie man sie auf ihrem persönlichen Findungsweg für kurze Zeit begleitet, sind das Herzstück des Romans.

Einzig mit Frau Komachi selbst tat ich mich irgendwie schwer und hatte bis zuletzt keinen rechten Draht zu ihr. Es lag nicht an ihrer geschilderten Kauzigkeit (ganz im Gegenteil), aber ihr ganzes Verhalten wirkte einfach etwas zu konstruiert und nicht authentisch genug.

Dennoch hat mir der Roman insgesamt gefallen und ein paar gemütliche Lesestunden bereitet.

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