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Veröffentlicht am 19.10.2021

Abrakadabra und Co

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
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Abenteuer in der Zauberwelt:
Rosie und ihr Meerschweinchen Pupsi treffen auf Merdyn, den mächtigen Hexenmeister. Nur knapp 1500 Jahre liegen zwischen den dreien, so in ungefähr 20 Leben.

Merdyn wurde ...

Abenteuer in der Zauberwelt:
Rosie und ihr Meerschweinchen Pupsi treffen auf Merdyn, den mächtigen Hexenmeister. Nur knapp 1500 Jahre liegen zwischen den dreien, so in ungefähr 20 Leben.

Merdyn wurde jedoch in die Jetzt-Zeit verbannt und hat einen noch mächtigeren Widersacher. Doch Merdyns Herz gehört der schönsten Frau der damaligen Zeit und er will wieder zurück in seine Zeit.

Merdyn kennt natürlich keine Telefon, die man mit sich herumträgt. In dem Gerät wohnt eine ebenso mächtige Hexe, die auf den Namen Mama hört. Ab jetzt passieren übelste Verstrickungen der drolligsten Art, das kann sich kein Normalsterblicher vorstellen. Alles kommt durcheinander, doch dank dem Einsatz liebenswürdiger Menschen, Zauberer und Bekehrte wird doch alles wieder gerade gerückt. Oder doch nicht? REVENTIM HOLCUS STONERATA!

Rosie erlebt nur noch Überraschungen und so nebenbei erfährt sie grandiose Neuigkeiten. Alles wird gut! Und auch so nebenbei wird die ganze Welt verändert, ein klein wenig zum Besseren...So richtig gut zum Vorlesen!

Es ist das erste Kinderbuch von Simon Farnaby, der schon bei den 'Paddington' Drehbüchern mitgearbeitet hat. Durch das Buch erfahren Kinder, dass Gemeinschaft gut ist und sich auf ein gemeinsames Ziel zu konzentrieren, sich gegenseitig beistehen etwas sehr Sinnvolles ist. Das Buch begeistert auch jung gebliebene (etwas) Ältere. Guter Einstieg von Simon Farnaby.

Titelbild: Unglaublich aufregend mit einem Merdyn in seinem schickesten ‚outfit‘, dem krummen Zauberhut, einem lilafarbenen Zaubermantel mit kosmischen Augen drauf und noch einigem Zubehör, einer skeptisch schauenden Rosie mit feuerrotem Haar und natürlich Pupsi, dem pupsenden Meerschweinchen. Toll! Nur könnte sich Merdyn öfters mal waschen...

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Ein Mutmacher - Buch

Stell dir vor ...
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In der heutigen Zeit voller Krisen, Klimawandel, Artensterben, Verschmutzung der Meere, Flutkatastrophen, Dürren, fehlt es an Fantasie um neue Wege zu gehen. Und genau da setzt der Autor Hopkins an... ...

In der heutigen Zeit voller Krisen, Klimawandel, Artensterben, Verschmutzung der Meere, Flutkatastrophen, Dürren, fehlt es an Fantasie um neue Wege zu gehen. Und genau da setzt der Autor Hopkins an... Er kommt aus der Transition-Towns-Bewegung. Autor von "Einfach.Jetzt.Machen!" Wie wir unsere Zukunft in die Hand nehmen und vielen anderen Büchern mit Anleitungen und Gedanken. Er ist TED Sprecher und scheint eine integre Person zu sein. Auf jeden Fall ist er nicht untätig darin Neues anzukurbeln, um eben die Krisen in Griff zu bekommen.

In neun Kapiteln setzt er Ideen frei, wie es machbar ist: Es existieren bereits viele Projekte, wo einiges umgesetzt wird. Gesammelt stellt er diese vor... So werden Straßen gesperrt, Gehwege werden mit Pflanzenkübel und Bänken versehen, damit die Autos und ihre Fahrer nicht nur die Straße für sich beanspruchen. Gewinnen wir die Straße wieder für die Menschen zurück, lasst wieder Kinder auf den Straßen spielen, lasst wieder Nachbarn vorm Haus sitzen und miteinander klönen... es gibt so viele Beispiele... lasst uns endlich anfangen und die vielen kleinen Beispiele größer werden...

Nur muss sich der Mensch ändern, weniger egoistisch und mehr auf die Gemeinschaft orientiert sein - das dürfte das größte Problem sein.

Sehr ansprechendes Titelbild, stilisierte Pflanzen, dunklem Hintergrund (was edel wirkt)

Löwenzahn Verlag, Rob Hopkins, übersetzt von Dirk Höfer (erschien am 5.Oktober 2021)

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Irland zur Zeit der großen Hungerkatastrophe

Grace – Vom Preisträger des Booker Prize 2023 ("Prophet Song")
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Irland:1845
Grace, 14jährig von der Mutter in Männerkleidung auf Wanderschaft geschickt, muss sich um sich selbst kümmern und soll Geld für die Familie verdienen. (Allein die brutale Szene, wie die Mutter ...

Irland:1845
Grace, 14jährig von der Mutter in Männerkleidung auf Wanderschaft geschickt, muss sich um sich selbst kümmern und soll Geld für die Familie verdienen. (Allein die brutale Szene, wie die Mutter ihr die Haare abschneidet, verdeutlicht die Trostlosigkeit des Alltags)
Es herrscht Hunger, ein Hunger in dem Tausende von Menschen verhungern, so ist sich jede:r der nächste. Ihr kleiner Bruder Colly schleicht heimlich hinter Grace her. Für Grace ist es nicht nur das Überleben sondern auch ihr ‚coming to age‘… lässt man die Heranwachsende in Ruhe?
Grace wird während ihrer Wanderung durch Irland (Black Mountain - Athlone - Limerick usw.) zur Frau...

Es ist schrecklich, was in Irland zu dieser Zeit passierte und es war prägend für die irischen Menschen (bis heute). Der Roman ist sehr realistisch beschrieben für jene schreckliche Zeit.

Der Stil ist ein sehr eigener... es wird keine liebevolle Welt beschrieben, sondern eine von Aberglauben und Überlebenskampf geprägte Umwelt, wo sich jede/r selbst der oder die Nächste ist. Nicht anders als in anderen Regionen, wo Menschen am Verhungern sind. Welche werden zu Hyänen, andere wachsen über sich hinaus. Dies ist Europa. Auch hier gab es Zeiten, wo Menschen extrem gehungert haben.
Es ist nicht ein Buch, was sich schnell lesen lässt - es braucht Zeit, um das Gelesene wirken zu lassen (und dankbar darüber zu sein, dass man nicht in so eine Situation gekommen ist und hoffentlich nie kommt)

Das Titelbild zeigt einen einsamen dahin wandernden Menschen... auf jeden Fall ein Hingucker: Denn - warum wandert dieser Mensch alleine, was hat es damit auf sich?

Auf jeden Fall eine Leseempfehlung für jeden lesenden Menschen, der sich mit europäischer Geschichte beschäftigt und Neues lernen möchte

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Friedrich, Bahnhof

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Mit diesem Bahnhof verbindet mich ein schlechtes Erlebnis und natürlich – früher – immer der Übergang zur DDR. Ein Bauwerk und zwei Familien, Tragik, Krieg, Erster Weltkrieg. Liebe zu verschiedenen Männern… ...

Mit diesem Bahnhof verbindet mich ein schlechtes Erlebnis und natürlich – früher – immer der Übergang zur DDR. Ein Bauwerk und zwei Familien, Tragik, Krieg, Erster Weltkrieg. Liebe zu verschiedenen Männern…

Berlin lohnt immer wieder eine (Lese-)Reise: Ulrike Schweikert entführt wieder nach Berlin, in die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg.
Die Geschichte von Ilse, Luise, Robert und Johannes - Ilse steht eher auf Frauen, während Luise eine Dreiecksgeschichte mit Robert und Johannes am Laufen hat. Die beiden jungen Männer ziehen in den Ersten Weltkrieg, nur Robert kehrt vorerst wieder zurück. Robert, der junge Architekt, darf sich am Bauwerk des Bahnhofs Friedrichstraße austoben, die Chance seines jungen Lebens. Und natürlich auch das Geld für eine Verheiratung. Luise will ihn heiraten, da taucht auch Johannes wieder auf, kriegsversehrt. Nun wird es spannend. Und wie entwickelt sich die Freundschaft der Vier, nein Fünf, denn Ella gehört ja auch dazu.

Neben der Geschichte der Freund:innen spielt natürlich das Berlin der Weimarer Zeit eine gewichtige Rolle. Kunst und Kultur, eine Zeit in der Berlin vor Lebensfreude sprühte. Dann aber auch die Not nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg.

Stil: Flüssig, gut lesbar, mit vielen Details (für historisch Interessierte sehr gut). Frau Schweikert versteht immer wieder detailgetreu dem Lesenden ihren Stoff nahe zu bringen. Als Berlin Besucherin, die regelmäßig seit vielen Jahrzehnten die Stadt an Spree und Havel aufsucht, konnte ich natürlich viele Orte wiedererkennen, die ich auch oft besuchte. Ich lese sehr gerne Ulrike Schweikert - Bücher (kenne einige ihrer historischen Romane).
Die Literaturliste am Ende des Romans hilft denjenigen, die vertief zu dieser Zeit lesen wollen.

Eindeutige Empfehlung!

Titelbild: Klar, Bahnhof Friedrichstraße, wer ihn kennt, mag ihn, oder auch nicht


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Veröffentlicht am 19.09.2021

Durch die sibirische Eiswüste

Eis. Abenteuer. Einsamkeit
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Buchumschlag: Großartiges Titelbild mit Polarlichter, einem einsamen Reisenden per Rad in der Eiswüste. Einsame Nacht. So ein Bild zieht natürlich den Blick sofort an

Buchinhalt: Mit Routenbeschreibungen ...

Buchumschlag: Großartiges Titelbild mit Polarlichter, einem einsamen Reisenden per Rad in der Eiswüste. Einsame Nacht. So ein Bild zieht natürlich den Blick sofort an

Buchinhalt: Mit Routenbeschreibungen und Bildern. Ein moderner Abenteurer, der Kälte widersteht, Wildtieren (Bären, Wölfe u.a.) trotzt und den die Einsamkeit zu mentalen Hochleistungen treibt. Mit sagenhaften Bildern aus der – menschenleer wirkenden – sibirischen Tundra und seinen Erzählungen von Erlebnissen auf seinem Rad nimmt der Autor mit auf eine Reise, bei der es die meisten zuerst einmal schüttelt.

Auf dieser Radreise könnte man lernen wie man sich gegen Bären schützt. Wie man aus kniehohen kalten Wasser wieder rauskommt. Die Russen, die ihn unterwegs treffen, bewundern ihn einerseits, aber andererseits halten sie ihn für bekloppt. Bei Temperaturen bis -50 Grad Celsius mal eben draußen in Schnee und Eis zu kampieren, weil das Zeltzubehör eingefroren ist. Hut ab! Doch dann der klare Sternenhimmel über seinem ‚Bett‘ und die Polarlichter. Schönheit pur, auch wenn mit gewissen Risikofaktoren verbunden.

Stil: Leicht lesbarer Erzählstil, unterbrochen von Fotos, durchsetzt von einheimischen Begriffen und Worten. Abenteurer vor der Haustür, okay, ein wenig weiter.
Jede/r sucht sich so seine Abenteuer (ich hatte meine bei meiner Arbeit in Afrika)

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