Historisch, ergreifend, kurzweilig
Nacht der RuinenIm März 1945 kehrt der von Köln in die USA ausgewanderte Joe Salmon zurück in seine Heimatstadt. Joe ist Jude und heißt eigentlich Joseph Salomon. Nun soll er den Lynchmord an einem amerikanischen Soldaten ...
Im März 1945 kehrt der von Köln in die USA ausgewanderte Joe Salmon zurück in seine Heimatstadt. Joe ist Jude und heißt eigentlich Joseph Salomon. Nun soll er den Lynchmord an einem amerikanischen Soldaten aufklären. Gemeinsam mit dem Journalisten George Orwell begibt er sich nicht nur auf die Suche nach dem Mörder, sondern auch auf die Spuren seiner früheren Freunde Hilda und Jakub. Nach und nach kommt er der Auflösung der Fälle näher.
Cay Rademacher beschreibt sehr ergreifend die letzten Kriegstage in Köln. Der Schreibstil ist ebenso packend wie kurzweilig. Die Figuren werden so authentisch dargestellt und so auch durch die bildhaften Beschreibungen kann man sich gut in die Personen hineinversetzen sowie die Stadt erfahren. Während er Lektüre wird ein teilweise ein beklemmendes Gefühl erzeugt, das zum Nachdenken anregt.
Sehr zu empfehlen. Ein Stück Geschichte lebendig und authentisch erzählt.