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Veröffentlicht am 15.09.2016

Luca Brassoni's dritter Fall

Venezianische Schatten
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„Venezianische Schatten“ ist bereits der 3. Band der Krimi-Reihe um Commissario Luca Brassoni, der zusammen mit seinem Partner Maurizio Goldini in Venedig ermittelt:
Im winterlichen Venedig treffen Luca ...

„Venezianische Schatten“ ist bereits der 3. Band der Krimi-Reihe um Commissario Luca Brassoni, der zusammen mit seinem Partner Maurizio Goldini in Venedig ermittelt:
Im winterlichen Venedig treffen Luca und seine Freundin, die Gerichtsmedizinerin Carla, vor einer Kirche auf eine völlig verstörte und traumatisierte junge Frau. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass diese schwer misshandelt wurde. Sie kann sich jedoch nicht daran erinnern, was ihr zugestossen ist…
Luca und Maurizio übernehmen die Ermittlungen in diesem Fall. Denn wie es scheint geht in Venedig ein Serienentführer um, der eine besondere Vorliebe für junge, blonde Frauen zu haben scheint. Und diesem könnte die junge Frau entkommen sein. Doch leider kann sie aufgrund ihrer Amnesie zunächst keine Hinweise geben. Kurz darauf wird jedoch die Leiche einer ebenfalls jungen blonden Frau gefunden, die vor einigen Monaten spurlos verschwunden war. Der Entführer scheint nun auch vor Mord nicht mehr zurückzuschrecken und Commissario Brassoni ermittelt mit Hochdruck…

Daniela Gesing schafft es auch im dritten Teil, den Leser wieder auf eine spannende Ermittlungsreise nach Venedig mitzunehmen. Der Fall ist zunächst undurchsichtig und es gibt einige Verdächtige, so dass man wunderbar miträtseln und mitermitteln kann.
Man freu t sich beim Lesen über das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren. Vor allem, dass auch Lucas Cousin Stefan Mayer, genannt Caruso, wieder wohlauf und mit von der Partie ist, ist wirklich erfreulich.
Alle Protagonisten werden von der Autorin weiter eingeführt und man erfährt einiges neues aus ihrem Leben. Die persönlichen Probleme und Nöte von Luca und Co. bringen dem Leser die Charaktere noch näher, so dass man sie im mittlerweile 3. Band der Reihe immer besser kennenlernt.
Der regelmäßige Wechsel der Erzählperspektive macht den Krimi lebendiger und kurzweiliger, so dass man als Leser verschiedene Sichtweisen kennenlernt und somit noch näher am Geschehen ist.
Die Beschreibungen der wunderschönen Stadt Venedig und des guten italienischen Essens, sowie die immer wieder eingestreuten italienischen Redewendungen lassen neben der Spannung auch immer wieder ein klein wenig Urlaubsstimmung aufkommen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein neuer Fall mit Pippa Bolle!

Tote Fische beißen nicht (Ein Pippa-Bolle-Krimi 3)
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Endlich wieder Neuigkeiten von und mit Pippa Bolle. Auch im 3. Band der Reihe um die sympathische Hobbydetektivin wird der Leser wieder vor wunderschöner Kulisse sehr gut unterhalten!

Bald wird Pippa ...

Endlich wieder Neuigkeiten von und mit Pippa Bolle. Auch im 3. Band der Reihe um die sympathische Hobbydetektivin wird der Leser wieder vor wunderschöner Kulisse sehr gut unterhalten!

Bald wird Pippa 40, doch diesen Geburtstag möchte sie keinesfalls zuhause verbringen. Daher nimmt sie die Gelegenheit war, für ihre Freundin Pia die Renovierungsarbeiten an ihrem neuen Haus zu überwachen. Und das liegt natürlich nicht in Berlin, sondern in Chantilly-sur-Lac, in der Nähe von Toulouse! Mit ihrem neuesten Übersetzungsauftrag über Hemingway im Handgepäck macht sich Pippa auf den Weg in die Montagne Noir (das schwarze Gebirge) in Südfrankreich. Dort angekommen zieht sie in eine Ferienwohnung der Hotellerie au Vent Fou, das von dem attraktiven und charmanten Koch Pascal geführt wird. Das Vent Fou liegt dabei an einem beschaulichen Anglersee, an dem der Berliner Anglerclub „Kiemenkerle e.V.“ alljährlich seine Zelte für ein Wettangeln aufschlägt.
Doch natürlich bleibt es nicht bei der Beaufsichtigung der Renovierungsarbeiten, denn Pippa soll für Pia noch etwas anderes herausfinden...
Und bald wird die allgemeine Idylle auch noch durch einen Mord getrübt…

Auch im 3. Fall für Pippa Bolle überzeugt die Mischung aus interessanter Landschaft, liebenswerten und vielleicht etwas verschrobenen Menschen, Humor und einem Mordfall.
Die beiden Autorinnen haben mit Pippa eine sympathische und überzeugende „Heldin“ geschaffen, die immer wieder zufällig in einer Mordermittlung landet und durch ihren Scharfsinn und ihre Gewitztheit ihre Fälle löst. Auch über Pippas Privatleben erfährt der Leser in jedem Band mehr, so dass sie einem immer mehr ans Herz wächst.
Die anderen Charaktere sind interessant, ungewöhnlich und vielschichtig, so dass man auch gerne mehr über sie erfährt.
Die Landschafts- und Personenbeschreibungen laden dazu ein, einen kleinen Kurzurlaub in Südfrankreich einzulegen (zumindest gedanklich, mit Hilfe dieses Buches).
Pippas doppelte Ermittlungen sind unterhaltsam und lassen den Leser bis zum Schluss miträtseln.

Eine perfekte Lektüre für den Urlaub oder um sich auf „Balkonien“ einfach wegzuträumen und dabei gut unterhalten zu werden!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unglaublich spannend und realistisch – die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen!

MINDEXX
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Nathalie wird als 13jährige aus einer Jugendherberge entführt und mit anderen Kindern in einem geheimen Labor festgehalten. Sie wird in bestimmten Bereichen speziell ausgebildet und so zu einer perfekten ...

Nathalie wird als 13jährige aus einer Jugendherberge entführt und mit anderen Kindern in einem geheimen Labor festgehalten. Sie wird in bestimmten Bereichen speziell ausgebildet und so zu einer perfekten Mitarbeiterin der Firma gemacht, für die sie ab jetzt arbeiten muss. Zur Unterstützung dieser Ausbildung wird ihr ein Mittel verabreicht, was ihre Lern- und Gedächtnisfähigkeiten immens steigert, aber auch Nebenwirkungen mit sich bringt.
Als Nathalie einen Auftrag für die Firma ausführen soll, geht plötzlich alles schief, so dass sie und ihre Kollegen in größter Gefahr schweben. Denn Nathalie kennt Geheimnisse, die der Mörder um jeden Preis haben will. Nathalie wird zu ihrer wirklichen Familie zurückgeschickt, um dort unterzutauchen. Was wirklich geschehen ist, will und darf sie jedoch nicht erzählen. Wem kann sie vertrauen? Wer steht auf wessen Seite? Und kann sie wirklich gerettet werden?

In diesem Thriller verschwimmen auf faszinierende Weise die Grenzen zwischen Gut und Böse. Dies ist schriftstellerisch gekonnt umgesetzt und sehr interessant aber auch beängstigend zugleich.
Im Verlauf der Geschichte erfährt der Leser, was momentan geschieht, aber auch, was Nathalie in all den Jahren in der Obhut der Firma widerfahren ist. Diese regelmäßigen Wechsel zwischen den Zeitebenen sind sehr unterhaltsam und halten den Spannungsbogen hoch, da man immer wissen möchte, wie beide Handlungsstränge weitergehen.
Auch Nathalies Entwicklung kann man dabei sehr gut nachvollziehen und fühlt mit ihr mit. Dadurch wird immer mehr klar, wie sich die Dinge entwickelt haben und woher Nathalies Verhaltensweisen herrühren. Diese Enthüllungen zu entdecken und nachzuvollziehen ist sehr spannend.
Darüber hinaus sind auch die anderen Protagonisten sehr interessant gezeichnet, so dass man sich ein ums andere Mal überlegt, wer nun gut und wer böse ist und die Meinung auch immer mal wieder revidiert.
Die wissenschaftlichen und medizinischen Aspekte wirken sehr überzeugend und sehr gut recherchiert, was vermutlich auf den medizinischen Hintergrund der Autorin zurückzuführen ist.

Ein durchweg zu empfehlender Thriller, der den Leser fesselt, zum Nachdenken anregt und ungemein realistisch verfasst ist!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sonne, Meer und ein toller Hund - ein perfekter Lese-Mix!

Körbchen mit Meerblick
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Melanie lebt in Köln, hat dort einen guten, anspruchsvollen
Job, aber wenig soziale Kontakte, scheint sich damit jedoch gut in ihrem Leben
eingerichtet zu haben. Doch dann erfährt sie überraschend vom ...

Melanie lebt in Köln, hat dort einen guten, anspruchsvollen
Job, aber wenig soziale Kontakte, scheint sich damit jedoch gut in ihrem Leben
eingerichtet zu haben. Doch dann erfährt sie überraschend vom Tod ihrer Tante
Sybilla. Als Kind war sie mit ihrer Mutter zwei Sommer bei ihrer Tante im
beschaulichen Lichterhaven an der Nordsee und hat dort wunderbare Zeiten
verbracht. Doch dass sie nun das Haus ihrer Tante, deren kleine aber feine
Kunsthandlung „Sybillas Schatztruhe“ und ihren Labradorwelpen Schoki erben
soll, trifft sie völlig unerwartet. Nun steht Mel vor einer schwierigen
Entscheidung: Kann sie Tante Sybillas Wunsch erfüllen, ihr Erbe anzutreten und
ihr altes Leben in Köln zurückzulassen? Um dies herauszufinden nimmt sich Mel
einen Sommer Zeit. Und dieser Sommer könnte alles verändern…denn die junge
Hündin Schoki und Nachlassverwalter Alex sind Melanie gar nicht so
unsympathisch…



Petra Schier entführt den Leser in ihrem lockerleichten Sommerroman
„Körbchen mit Meerblick“ an die beschauliche Nordsee in die fiktive Kleinstadt
Lichterhaven. Dabei wird der Leser mit viel Charme, einer tollen Landschaft und
vielen netten Menschen (und Hunden) in den Bann der Geschichte gezogen.

Die Charaktere sind dabei vielschichtig gezeichnet, so dass
man sie im Laufe des Buches gerne genauer kennenlernt. Vor allem mit der
sympathischen Hauptdarstellerin Melanie fiebert man durch Freud und Leid mit und
erlebt hautnah ihre persönliche Entwicklung im Verlauf der Story.

Einige Passagen sind immer mal wieder aus der Perspektive
der jungen Hündin Schoki verfasst, wobei die Ansichten des Hundes für den Leser
sehr unterhaltsam sind.

Interessante Charaktere, viel Witz und Gefühl, Sommer,
Sonne, Meer und dazu noch ein toller Hund – das sind die Zutaten zu einem Buch,
dass den Leser auf einen wunderbaren (Lese-)Urlaub an die Nordsee mitnimmt!
Perfekt geeignet für einen Tag im Strandkorb oder einfach zum Wegträumen an die schöne,
raue See.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Toller Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe in Südafrika!

Weinende Wasser
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Als Kommissar Beeslaar aus der Großstadt Johannisburg zu einer Polizeidienststelle in der Provinz versetzt wird hofft er eigentlich, dass das Leben und der Job dort ruhiger ist als bisher. Doch schon kurz ...

Als Kommissar Beeslaar aus der Großstadt Johannisburg zu einer Polizeidienststelle in der Provinz versetzt wird hofft er eigentlich, dass das Leben und der Job dort ruhiger ist als bisher. Doch schon kurz nach seiner Ankunft wird er zu einem neuen Tatort gerufen: Die Farmbesitzerin Freddie und ihre Adoptivtochter wurden auf grausame Weise getötet. In der Gegend sind in letzter Zeit bereits weitere Farmmorde geschehen und es werden vermehrt Viehdiebstähle im großen Stil begangen, so dass einige Farmer ihr Land bereits verkaufen mussten. Doch haben die Morde an Freddie und ihrer Tochter auch etwas mit den Viehdiebstählen zu tun? Oder steckt dahinter vielleicht etwas ganz anderes? Doch wer könnte ein Motiv für die Taten haben und warum?

Diesen Krimi habe ich als Hörbuch gehört und muss daher zuallererst die tolle Stimme des Synchronsprechers hervorheben: Achim Buch schafft es, durch pointierte Betonung und authentische Aussprache der südafrikanischen Namen und Ortsnamen, dem Buch noch mehr Authentizität zu verleihen. Die ungewohnten Namen sind zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings verleihen sie dem Buch auch mehr „Echtheit“, was nur positiv zu bewerten ist!
Mit Kommissar Beeslaar wird ein neuer, interessanter Kommissar vorgestellt, der offensichtlich seine Ecken und Kanten hat. Im Verlauf des Buches erfährt der Leser/Hörer mehr über seine Vergangenheit und die Gründe für die Versetzung, was ihn noch interessanter und menschlicher macht.
Spannend sind auch die Beschreibungen der Zustände vor Ort, wie z.B. die Zustände bei den Farmern sind, welche Unterschiede zwischen den Hautfarben heute gemacht werden, die Gewalt und Machtverhältnisse etc.
Ein gelungener erster Band mit Kommissar Beeslar, der neugierig auf weitere Fälle macht!
4 von 5 Sternen