Profilbild von Lyjana

Lyjana

Lesejury Star
offline

Lyjana ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyjana über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Richtig gut!

Beneath Broken Skies
0

Cover

Ein eher schlichtes, aber trotzdem schönes Cover. Ich liebe das Design des Titels sowie das Zusammenspiel der Details.

Meine Meinung

Nachdem ich in den letzten Wochen hauptsächlich Bücher anderer ...

Cover

Ein eher schlichtes, aber trotzdem schönes Cover. Ich liebe das Design des Titels sowie das Zusammenspiel der Details.

Meine Meinung

Nachdem ich in den letzten Wochen hauptsächlich Bücher anderer Genres gelesen habe, dachte ich mir, dass ich mal wieder zu einem guten alten Liebesroman greife. Tatsache ist, dass ich dieses Buch so im Laden wohl nicht gekauft hätte - nicht weil die Geschichte nicht super schön klingt, doch bei all den Romanen, die der LYX Verlag herausgibt, bekomme ich persönlich schnell den Eindruck, dass die Inhalte ähnlich klingen und die immer ähnlich aussehenden Cover helfen da leider wenig. Ich habe das Buch online gegen Punkte eingetauscht und ganz unter uns? So im Nachhinein hätte ich lieber die (noch etwas hübschere) Hardcover-Variante gehabt, weil mich "Beneath Broken Skies" wirklich begeistern konnte.
Müsste ich dieses Buch jemandem empfehlen würde ich wohl folgendes sagen: Die Geschichte ist für Menschen geschrieben worden, die Bücher lieben und gerne zwischen Kapiteln verloren gehen, verfasst von einer Autorin, die das Lesen offenbar genauso liebt. Denn genau diese Liebe fürs geschriebene Wort wird hier absolut wundervoll und gleichermaßen authentisch ausgelebt. Ja, wir Büchermenschen haben unsere Ticks, was solls? Ich habe mich so oft in Madelyn wiedererkannt, dass ich es faszinierend finde, wie gut Anna Savas ihre Leserschaft offensichtlich kennt.
Maddie ist ein gebranntes Kind, also jemand, der in Vergangenheit unschöne Dinge erlebt hat, die geprägt haben. Maddies Angst verlassen zu werden und damit einhergehend ihre Erkenntnis, dass alle anderen sowieso irgendwann gehen konnte ich nachvollziehen und gleichzeitig drehen sich ihre Gedanken diesbezüglich sehr viel im Kreis. Dennoch mag ich Maddie, ihre Liebe zum Verlag ihres Großvaters, ihre Zweifel, aber ebenso ihre Zuneigung zu Wesley.
Auch Wesley war mir von der ersten Seite an super sympathisch. Ich mag seine charismatische und offene Art, ebenso wie die Seite, die er anderen nicht zeigt, welche in Schuldgefühlen und Zweifeln versinkt - auch wenn die Autorin uns diese beiden Emotionen betreffend offenbar noch eine Weile zappeln lässt.
Das Ende des Buches war höchst emotional, dramatisch und eigentlich möchte ich sofort wissen wie es weitergeht. Ich konnte es während der letzten 100 Seiten gar nicht mehr weglegen, auch wenn ich auf mehr Antworten gehofft habe. Weiterhin tappen wir im Dunkeln, was vor sechs Jahren zwischen Wesley, seinem Bruder Adam und Maddie wirklich passiert ist - auch wenn ich schon den ein oder anderen Verdacht habe.
Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mit dem Schreibstil nicht gänzlich warm geworden bin. Prinzipiell liest sich die Geschichte angenehm und verständlich, doch ich bin immer wieder über Sätze gestolpert, musste erneut lesen oder mich ein klein wenig zwingen dran zu bleiben. Ich glaube allerdings, dass es sich bei diesem Problem einfach um etwas handelt, dass bei Büchern nun mal vorkommt und nicht, dass der Schreibstil als solcher schwierig ist.
Wie bereits geschrieben möchte ich unbedingt wissen wie es weitergeht und werde auf jeden Fall nach dem zweiten Band dieser Reihe Ausschau halten. Euch kann ich diese Geschichte absolut empfehlen!

Fazit

Dieser Buch hätte mich kaum positiver überraschen können! Toller Tiefgang, liebeswerte Charaktere und ganz viel Herzblut für alles rund ums Lesen. Absolute Leseempfehlung!

Von mir gibt es 4,5 bis 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2025

Dazu fällt mir wenig Positives ein

Gilded Wings
0

Cover

Tatsächlich finde ich dieses Cover wirklich hübsch. Ich mag die leuchtenden Farben, die Verbindung zum Inhalt und die kleinen Details.

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich spontan im Buchhandel ...

Cover

Tatsächlich finde ich dieses Cover wirklich hübsch. Ich mag die leuchtenden Farben, die Verbindung zum Inhalt und die kleinen Details.

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich spontan im Buchhandel meines Vertrauens mitgenommen, weil mich sowohl das Cover als auch der Inhalt total angesprochen haben. Um es in wenigen Worten mal zusammenzufassen, diese Geschichte war der reinste Fiebertraum - ich musste mich schon lange nicht so durch ein Buch quälen wie bei diesem.
Eine der größten Schwachstellen von "Gilded Wings" ist mit Abstand die weibliche Protagonistin in Kombination mit der Erzählweise bzw. dem Schreibstil der Autorin. Morgan trifft eine unlogische, fragwürdige Entscheidung nach der nächsten, gibt Dinge von sich, die mir im Traum nicht einfallen würden (als Beispiel einen der gefallenen Götter als "Bro" oder "Alter" anzusprechen) oder war schlichtweg nervtötend. Auch ihren allgemeinen Umgang mit anderen Wesen oder den Fae im Speziellen war einfach nur merkwürdig, seltsam oder bescheuert. Dazu kann ich euch gerne ein Beispiel nennen: Wir begegnen unterschiedlichen Wesen im Verlauf dieser Geschichte u. a. einem Wesen, dass äußerlich an einen Panther erinnert. Und Morgan, unlogisch wie sie nun mal handelt, geht davon aus, dass es sich dabei um ein Weibchen handelt, weil (vgl. S. 350) "in meiner (Morgans) Vorstellung war sie weiblich". Mal ganz im Ernst, wie kommt man denn auf so etwas? Auch die Tatsache, dass Morgan allerhand anderen Lebewesen irgendwelche Spitznamen gibt, es nicht müde wird zu betonen, wie viele Fantasy-Romane sie in ihrem Leben bereits gelesen hat und sie sich in dieser Welt ja trotzdem nicht zurecht finden kann, weil sie nichts darüber weiß. Tja liebe Morgan, vielleicht versuchst du in Zukunft einfach nicht so extrem passiv zu sein? Du könnest ja versuchen selbst etwas herauszufinden und nicht immer zu springen wenn andere dir sagen, dass du springen sollst.
Wenn ihr dachtet, damit enden die negativen Punkte, was die Charaktere betrifft muss ich euch leider enttäuschen, denn sowohl Drager als auch Zahak sind beides Wesen mit denen ich mal so gar nichts anfangen kann. Drager scheint nur Interesse an Morgans Bettfähigkeiten zu haben und Zahaks Job besteht darin schwarzgekleidet in der Gegend rumzustehen und zu knurren, sowie wahllos einige Unschuldige zu töten. Ich hatte schon lange kein Buch mehr wo ich alle Love Interests so unfassbar erbärmlich fand. Auch der Spice zwischen Morgan und Drager war schlichtweg schlecht. Durch so Aussagen wie "sein venöser Sch****" hat die Autorin es zumindest geschafft meine starke Abneigung hervorzulocken.
Ist euch aufgefallen, dass der ganze Plot absolut unlogisch ist? Mir schon. Angefangen bei dem Grund aus dem Morgen überhaupt in der Welt der Fae landet. Die einfache Tatsache, dass sie die Stimme der Verräterin gehört hat. Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber ich persönlich kann mich nicht wochenlang an eine Stimme erinnern, die genau zwei Wörter zu mir gesagt hat - aber ich bin ja nur eine normale Menschfrau. Wenigstens räumt Morgan diese Tatsache ebenfalls ein, nach einigen Wochen vor Ort, versteht sich.
An diejenigen von euch, die in der Lage sind Bücher abzubrechen und dies hier getan haben: Glückwünsch. Ihr habt euch eine oberflächliche, unlogische und einfach nur bescheuerte Geschichte gespart - leider war ich selbst nicht klug genug, dieses Buch abzubrechen und mir die Zeit anders zu investieren.
Dieses Buch und gleichzeitig diese Reihe kann ich euch definitiv nicht empfehlen. Keine Ahnung, was die Autorin sich hierbei gedacht hat, aber ich habe schon lange kein so schlechtes Buch mehr gelesen.

Fazit

Puh, ich weiß gar nicht ob ich abschließend überhaupt etwas positives zu dieser Geschichte sagen kann. Ich für meinen Teil werde mich hüten jemals wieder ein Buch dieser Autorin anzurühren und kann dieses Buch dementsprechend leider nicht weiterempfehlen.

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2025

Empfehlenswert!

Mondia-Dilogie 2: Twisted Treason
0

Cover

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und sieht zudem einfach nur wunderschön aus! Ich liebe die vielen Details, aber genauso das ansprechende Gesamtbild.

Meine Meinung

Bevor ich dieses Buch ...

Cover

Das Cover passt perfekt zum ersten Band und sieht zudem einfach nur wunderschön aus! Ich liebe die vielen Details, aber genauso das ansprechende Gesamtbild.

Meine Meinung

Bevor ich dieses Buch gekauft habe, habe ich mir die Zeit genommen zunächst den ersten Band dieser Dilogie zu lesen. Der erste Teil war zwar kein Highlight, hat aber Lust auf diesen zweiten und finalen Teil gemacht, weshalb ich diese Reihe gerne zu Ende lesen wollte.
Weiterhin sind Remy und Kasimir, kurz Sim, unsere beiden Protagonisten - wie wir es bereits aus dem vorangegangenen Buch kennen und wie ich es von anderen Büchern der Autorin ebenfalls bereits kenne erleben wir die Geschichte aus beider Sicht. Merkwürdigerweise mag ich den männlichen Hauptcharakter eigentlich immer lieber, als die weibliche Protagonistin, dieses Buch bildet dabei keine Ausnahme. Würde ich mich zwischen Remy und Sim entscheiden müssen, würde meine Wahl auf jeden Fall auf ihn fallen. Zunächst einmal finde ich ihn sehr sympathisch, wobei gerade seine Zuneigung zu Remy, aber ebenso die Liebe zu seiner Familie einen großen Teil dazu beträgt. Sims Verhalten zeigt immer wieder deutlich, dass er ein Kämpfer ist, jemand, der sich von Hindernissen nicht aufhalten lässt und dennoch dabei versucht auf sein Herz zu hören.
Remy ist mir nicht unsympathisch, allerdings konnte ich eine ihrer Entscheidungen leider gar nicht nachvollziehen bzw. war ich auf der anderen Seite gesagt froh, dass sie selbst ebenso an dieser Entscheidung gezweifelt hat. Ich persönlich fand die Beziehung zu ihrer Familie und ihrer besten Freundin Ninette, nicht so greifbar, wie Sims zu seiner Familie. Ich kann nicht leugnen, dass Remy das Herz am rechten Fleck hat, dass sie ihre Entscheidung zum Schutz der Menschen getroffen hat, ist sogar mir aufgefallen, doch letztlich hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass Remy sich nicht so schnell von Charles Worten hätte einnehmen lassen. Denn letztlich brauchte es nur ein einziges Gespräch um sie in massive Zweifel zu stürzen.
Bekanntermaßen möchte ich euch in meinen Rezensionen nicht anlügen, aber bei diesem Buch habe ich lange darauf warten müssen, dass tatsächlich etwas Relevantes passiert. Die erste Hälfte zog sich in die Länge, ich habe mich schwer getan wieder Zugang zur Geschichte zu finden und musste mich ein wenig zwingen dran zu bleiben. Aber, zu meiner Freude, kann ich freiheraus zugeben, dass ich die zweite Hälfte umso besser fand! Zunächst einmal bin ich emotional endlich abgeholt worden, ich hatte Tränen in den Augen, habe um geliebte Charaktere gebangt und wollte dennoch nicht, dass das Buch zu Ende geht. Die letzten 100 Seiten konnten mich begeistern, in ihren Bann ziehen und werten "Twisted Treason" in meinen Augen nochmal so richtig auf.
Wie bereits geschrieben, kenne ich bereits einige andere Bücher von Alexandra Flint und würde in Zukunft auf jeden Fall erneut ein Buch von ihr kaufen und lesen. Diese Geschichte kann ich euch trotz kleinerer Mankos auf jeden Fall empfehlen.

Fazit

Ein schöner Abschlussband, der nur etwas Zeit braucht um wirklich Fahrt aufzunehmen. Absolut empfehlenswert!

Von mir gibt es 4 bis 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Ernüchternd

Thousand Autumns. Buch 1
0

Cover

Ich liebe es! Nicht nur die Darstellung der beiden Protagonisten, sondern auch das Gesamtbild überzeugen auf ganzer Linie.

Meine Meinung

Nachdem ich dieses Buch bereits in mehreren Vorschauen ...

Cover

Ich liebe es! Nicht nur die Darstellung der beiden Protagonisten, sondern auch das Gesamtbild überzeugen auf ganzer Linie.

Meine Meinung

Nachdem ich dieses Buch bereits in mehreren Vorschauen gesehen und dort bereits sehr ansprechend gefunden habe, dachte ich mir, dass ich dieser vielversprechenden Geschichte eine Chance gebe. Tatsache ist jedoch, dass ich ganz offensichtlich andere Erwartungen hatte, als letztlich erfüllt worden sind.
Aufgrund der äußeren Aufmachung sowie des Klapptextes bin ich davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein Fantasy-Buch mit Liebesroman-Anteilen handelt. Ist es irgendwie auch, aber nicht vordergründig. Ich habe superschnell den Eindruck bekommen, dass die wirtschaftliche und kulturelle Sicht viel Raum einnimmt. Für mich zu viel Raum, wenn ich ehrlich sein soll. Mir war es zu viel drumherum Gelaber, zu viel unnötige Informationen, die ich teilweise gar nicht richtig zuordnen konnte und in Kombination mit den vielen Fremdwörtern aus dem asiatischen Raum, war es manchmal eine kleine Herausforderung inhaltlich mitzukommen. Prinzipiell finde ich es schön, wenn sich Autor*innen die Mühe machen kulturell und intellektuell nah an der Wahrheit zu bleiben, interessiere mich persönlich aber eher für die zwischenmenschliche und gefühlstechnische Ebene, welche ich hier einfach schmerzlich vermisst habe. Das Glossar mit den unterschiedlichsten Ausführungen ist von daher für mich überhaupt nicht von Interesse, auch wenn es mit Sicherheit Menschen gibt, die das anders sehen. Die Hilfe zur Aussprache der Namen fand ich wesentlich nützlicher, habe mir aber bei der zehntausensten neuen Figur irgendwann nicht mehr die Mühe gemacht herauszufinden, wie der Name korrekt ausgesprochen wird.
Auch hatte ich nicht den Eindruck, dass Yan Wushi und Shen Qiao, die vermeintlichen Protagonisten der Geschichte, besonders greifbar sind. Beide wirken durch den allwissenden Erzähler sehr unnahbar, man kann nicht jeden Gedankengang nachvollziehen und somit auch nicht die Handlungen verstehen. Ich habe durchaus begriffen, dass Yan Wushi ein schwieriger Charakter ist, dennoch habe ich den Eindruck, dass er gerne weit im Voraus plant, dass seine Ziele hochgesteckt sind, aber ebenso, dass er nicht mit Shen Qiaos Optimismus und Ruhe gerechnet hat.
Ich tue mich schwer dieses Buch zu bewerten, weil ich einfach etwas anderes erwartet habe. Ich bin noch nicht bereit die Reihe aufzugeben und werde wohl den zweiten Band abwarten und lesen und danach entscheiden, ob ich dranbleibe.

Fazit

Bei dieser Geschichte war nichts, wie ich es erwartet habe. Ich vermisse Tiefgang, eine Verbindung zu den Charakteren und hätte mir gewünscht, dass nicht jedes Thema endlos ausschweifend erklärt wird. Für mich ist dieses Buch leider eine herbe Enttäuschung.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2025

Überzeugt nicht

Legends of Askja 1. A Kiss of Ice and Blood
0

Cover

Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich dieses Buch überhaupt in die Hand genommen habe. Ich liebe den farblichen Kontrast zwischen der dunklen Person, dem Titel und den grünen Nordlichtern ...

Cover

Tatsächlich ist dieses Cover der Grund warum ich dieses Buch überhaupt in die Hand genommen habe. Ich liebe den farblichen Kontrast zwischen der dunklen Person, dem Titel und den grünen Nordlichtern im Hintergrund. Ja, das ein oder andere Detail hätte ich ganz nett gefunden, aber darüber hinaus kann ich nicht meckern.

Meine Meinung

Manchmal wenn ich durch den Buchladen meines Vertrauens stöbere stolpere ich über Bücher, die ich bisher noch nirgendwo gesehen habe. Dieses gehört in diese Kategorie. Denn trotz der Tatsache, dass ich von dieser Autorin bisher nichts kannte, dachte ich mir, dass ich der Geschichte mal eine Chance gebe.
Leider muss ich zugeben, dass ich nach den ersten Kapitel bereits den Verdacht hatte, dieses Buch würde mir nicht gefallen. Ich habe tapfer jedes Kapitel gelesen und muss jetzt nach Beenden gestehen, ich hatte Recht. "A kiss of ice and blood" und ich sind bis zum Schluss keine Freunde geworden.
Die zwei größten Probleme sind in meinen Augen das fehlende Worldbuilding sowie, dass ich einfach keinerlei Verbindung zu den Charakteren oder der Geschichte herstellen konnte. Insgesamt finden sich einige unterschiedliche Ansätze wieder, die man womöglich bereits aus anderen Büchern kennt, die ich hier als solche aber einfach zu blass und eindimensional erzählt fand. Wir erfahren nur das Nötigste, viele Elemente scheinen nicht bis zum Ende durchdacht, wirken unzusammenhängend und überzeugen daher nur wenig. Als Beispiel, wir erfahren wie Eisdämoninnen entstehen, aber weder wie genau es funktioniert noch warum. Gleiches gilt für die Sirenen und Najaden, denen wir ebenfalls begegnen und welche ebenso Bewohner der Insel Askja sind. Auch wie Magie gewirkt wird, wie diese in der Welt verteilt ist, woher sie kommt, keinerlei Erklärungen, nichts, was mich glauben lässt diese Fiktion sei wahr.
Gerade mit Frin als unserer weiblichen Protagonistin konnte ich herzlich wenig anfangen. Zu Beginn ist sie unerwartet überheblich und von sich selbst überzeugt, dass ich es persönlich Ironie des Schicksals fand, wie schnell sie sich auf dem Boden der Tatsachen wiedergefunden hat - wortwörtlich und im übertragenen Sinne. Die Mischung aus dieser Arroganz und der plötzlich folgenden, ja fast, kindlichen Überraschung, dass sie nicht unantastbar ist, war mir zu deutlich. Ich konnte ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen, fand es manchmal sogar unlogisch und hätte mir mehr Kampfgeist gewünscht. Auch, dass sie ihr eigenes Leben als Eisdämonin mal so gar nicht in Frage gestellt hat, fand ich frustrierend und merkwürdig zugleich. Gegen Ende des Buches gibt es zudem eine Szene in der behauptet wird, dass ihr ihre Eisdämonninen total am Herzen liegen würden und dass ihre Königin ihr stets eine Stütze gewesen ist, und was soll ich sagen? Das habe ich mal so gar nicht gefühlt. Während der ganzen Reise werden eigentlich nur die Königin und ihre beste Freundin erwähnt - und selbst diese Interaktionen wirkten auf mich nicht sonderlich authentisch.
Leif fand ich unfassbar passiv und eintönig. Ich möchte ihn mögen, doch finde ich seinen Charakter langweilig und ähnlich wie auch Frin eher dürftig ausgearbeitet. Seine Verbindung zu Frin konnte ich nicht wirklich fühlen, und die Romanze der beiden somit kaum nachvollziehen. Und sind wir mal ehrlich, statt seinem Vater jahrelang in den Arsch zu kriechen hätte er längst etwas unternehmen können.
Ist euch aufgefallen, was für ein Zungenbrecher das Wort Eisdämonninen ist? Mir nämlich schon. Prinzipiell ist der Schreibstil nicht schlecht, doch dies ist eines der Wörter über das ich immer und immer wieder gestolpert bin, gerade wenn es mehrfach hintereinander auftaucht.
Ich habe gesehen, dass es noch mindestens einen weiteren Band dieser Reihe gibt, welchen ich mir wohl nicht kaufen werde. Ich denke nicht, dass dieses Buch per se schlecht ist, doch trifft es einfach nicht meinen Geschmack. Tut mir Leid, aber so kann ich es vielleicht nur noch Anfängern dieses Genres empfehlen.

Fazit

Trotz einer vielversprechenden Idee finde ich leider wenig positive Elemente. Besonders mit der weiblichen Protagonistin, dem fehlenden Worldbuilding und den eindimensionalen Emotionen konnte mich die Autorin leider nicht überzeugen.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere