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Veröffentlicht am 23.06.2024

Genau das Richtige für diesen verregneten Sommer

Die Orchideenfrauen
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Worum geht es?

Die junge Immobilienmaklerin Holly lernt bei der Besichtigung eines Hauses Annabel kennen. Eine 72 jährige Kratzbürste, die Hollys Hilfe nur aus der Not heraus in Anspruch nehmen muss. ...

Worum geht es?

Die junge Immobilienmaklerin Holly lernt bei der Besichtigung eines Hauses Annabel kennen. Eine 72 jährige Kratzbürste, die Hollys Hilfe nur aus der Not heraus in Anspruch nehmen muss. Da ihr eigenes Leben zu diesem Zeitpunkt völlig aus den Fugen geraten ist, und Annabel in Holly etwas anspricht, was diese nicht in Worte fassen kann, trifft Holly eine spontane Entscheidung.
Kurzentschlossen packt sie die Dame in ihr Auto und fährt mit ihr nach Italien, um dort die finanzelle Notlage Annabels zu lösen. Doch in Italien sieht die ganze Geschichte, die Holly vermutet hat, plötzlich völlig anders aus.
Wie sie aussieht und was das alles mit den Orchideen zu tun hat, die Anabel in ihrem Wintergarten versteckt, sollte der Leser / die Leserin lieber selber herausfinden.

Meine Meinung:

„Die Orchideenfrauen“ ist der dritte Roman der Autorin Lea Santana, welche unter diesem Pseudonym Frauenromane verfasst und eigentlich aus der Kriminalliteratur kommt.
Die kleine, versteckte Detektivgeschiche, die sich im Laufe der Handlung abzeichnet, wird vielleicht deshalb wie selbstverständlich eingebaut und führte dazu, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, aber sich meine Vermutungen nie bestätigt haben. Überraschungsmomente, die für kleine „Aha-Momente“ sorgen, lassen „Die Orchideenfrauen“ zu einem Lesevergnügen werden, mit dem man sich in diesem verregneten Sommer die Tage versüßen kann.

In der Geschichte fühlt man vor allem mit Holly, die durch ihre Lebensumstände in eine verrückte Geschichte hineingezogen wird, die sie von ihrem eigenen Herzschmerz ablenkt. Die etwas durchgeknallte Aktion, mit einer fremden, 72-jährigen, sehr renitenten Dame nach Ligurien zu reisen, sorgt bei dem Leser sicherlich für Kopfschütteln, weil sie im realen Leben so eher fragwürdig wäre, ist aber gerade durch diesen verrückten Einsatz Hollys der Shift in eine andere Welt, in die man sich von Herzen gern shiften lassen möchte.

Auch Anabel, über die man zu Beginn der Geschichte nur den Kopf schütteln möchte, (wie kann man nur so unfreundlich sein?), wächst einem ans Herz und bis zuletzt bangt man mit ihr. Wird die Geschichte gut ausgehen?

Mich hat während des Lesens aber besonders die Recherche der Autorin und die umfangreichen Hintergrundinformationen über die Orchideenzucht beeindruckt. Sicherlich für Orchideenfreunde eine absolute Lesefreude.

Mir persönlich hat es gefallen, dass die Lektüre von „Die Orchideenfrauen“ locker und leicht daher kam. Nicht ganz so fesselnd, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste, konnte ich es immer wieder in die Hand nehmen, wenn mir ein paar Minuten nach schönem Lesestoff zumute war. Die Rückkehr in meine reale Welt fiel mir immer wieder leicht, was „Die Orchideenfrauen“ für mich als Mutter zu einer optimalen Lektüre macht. Sicherlich werden die beiden anderen Bücher der Autoren auch ihren Weg auf meine Sommerleseliste finden.

Fazit:

Nicht nur für Vielleser, sondern auch für Gelegenheitsleser eine empfehlenswerte Lektüre, wenn man auf der Suche nach einem leichten Sommerlesestoff ist. Man muss kein Orchideenliebhaber sein, um Freude an diesem Werk zu haben. Aber wenn man einer ist, erhält man gleich die doppelte Portion Lesefreude.

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