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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2024

Was geschah wirklich?

Das Dickicht
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Ein aktueller Entführungsfall wirft ein neues Licht auf eine beinahe zwanzig Jahre zurückliegende Kindesentführung mit Todesfolge. Das Ermittlerduo, bestehend aus Juha Korhonen und seinem jüngeren Kollegen ...

Ein aktueller Entführungsfall wirft ein neues Licht auf eine beinahe zwanzig Jahre zurückliegende Kindesentführung mit Todesfolge. Das Ermittlerduo, bestehend aus Juha Korhonen und seinem jüngeren Kollegen Lucas „Lux“ Adisa, soll den Fall „diskret“ neu aufwickeln. Schnell wird klar, dass nichts so war, wie gedacht… Zwischenzeitlich lernen wir die Ermittler und ihr Privatleben näher kennen.
Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um einen soliden Krimi. Besonders gelungen fand ich eine Szene, in der die beiden irrtümlicherweise für „Krimischreiber“ gehalten werden - eine schöne Anspielung, auf das reelle Autorenduo. Andere Handlungsstränge wiederum erschienen mir besonderes gegen Ende konstruier. Ich fand lustig gemeinte Wortwechsel eher nett und keine Passage so spannend, dass ich das Buch nicht hätte aus der Hand legen können. Aber insgesamt war das Lesen von „Im Dickicht“ ein netter Zeitvertreib.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Eine beeindruckende Persönlichkeit

Die Gräfin
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Ich habe das Buch „Die Gräfin“ von Irma Nelles gelesen, weil ich eine begeisterte Pellworm-Urlauberin bin und gerne etwas Literatur fernab der Inselkrimis lesen wollte.
1944 findet die 80-jährige ...

Ich habe das Buch „Die Gräfin“ von Irma Nelles gelesen, weil ich eine begeisterte Pellworm-Urlauberin bin und gerne etwas Literatur fernab der Inselkrimis lesen wollte.
1944 findet die 80-jährige Diana von Reventlow-Criminil auf der Hallig Südfall einen britischen Piloten, dessen Flugzeug bei einem Kriegseinsatz im Watt abgestürzt ist.
Obwohl es für sie und ihre Bediensteten Maschmann und Meta gefährlich werden kann, den verletzten Engländer aufzunehmen und zu pflegen, nimmt sie das Risiko auf sich.
Mir hat die bildliche Darstellung des Halliglebens mit der Beschreibung des einfachen, arbeitsreichen Alltags sehr gefallen.
Im Laufe der Handlung erfährt man viele
beeindruckende Episoden aus der Vergangenheit der „Hallig-Gräfin“: So war sie einmal bei einer Sturmflut alleine auf der Hallig und hat im Stall bei bei den Pferden ausgeharrt. Es wird ebenfalls von dem mondänen Leben Ihrer Vergangenheit berichtet sowie von der Kindheit mit einem tyrannischem Vater. Maschmann spricht meist plattdeutsch - hier wäre eine Glossar mit Übersetzungen toll gewesen. Ich fand den Aufbau des Romans gegen Ende nicht ganz schlüssig, insgesamt war es jedoch ein gelungenes Lese-Erlebnis.

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Diesem Inhalt kann vertraut werden!

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Ich muss zugeben, dass mich Marc Uwe Klings „Känguru-Chroniken“ nicht völlig umgehauen haben. Seine Kinderbücher hingegen fand ich ziemlich gut, „Qualityland“ fand ich beeindruckend und den „Spurenfinder“ ...

Ich muss zugeben, dass mich Marc Uwe Klings „Känguru-Chroniken“ nicht völlig umgehauen haben. Seine Kinderbücher hingegen fand ich ziemlich gut, „Qualityland“ fand ich beeindruckend und den „Spurenfinder“ habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Nun also endlich mein Lieblingsgenre- ein Krimi (auch wenn das Buch im Klappentext als hochspannender Gegenwartsroman gelabelt wird). Das Cover ist absichtlich nichtssagend und dadurch so vielsagend. Wir begleiten die BKA-Kommissarin Yasira auf ihrem bisher wichtigsten Fall: Ein 16-jähriges Mädchen ist verschwunden und nun ist ein verstörendes Video von ihr aufgetaucht, das weite Kreise zieht. In gewohnt flüssigem Schreibstil mit lustigen Momenten entführt uns M.U. Kling in ein beklemmendes Szenario, das gesellschaftliche Missstände aufzeigt und in ähnlicher Form hoffentlich nicht allzu bald Wirklichkeit werden wird…

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Urlaubskrimi mit Fernwehpotenzial

Südlich von Porto wartet die Schuld
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Mariana da Silva taucht mit dem zweiten Teil ihrer Krimi-Reihe erneut in die Welt des portugiesischen Torreira ein. Die Ermittlerin Ria ist soeben aus Deutschland in die Kleinstadt umgezogen, in der sie ...

Mariana da Silva taucht mit dem zweiten Teil ihrer Krimi-Reihe erneut in die Welt des portugiesischen Torreira ein. Die Ermittlerin Ria ist soeben aus Deutschland in die Kleinstadt umgezogen, in der sie seit frühester Kindheit ihre Urlaube verbrachte.
Sie findet jedoch keine Zeit, ihre neue Wohnung zu beziehen, da in den Dünen ein ermordeter Richter gefunden wird. Erneut ermittelt sie mit Baptista, dem Comissario aus Aveiro, während ihre hochschwangere Cousine die Recherchearbeit übernimmt. Was haben die Umweltschützer mit dem Fall zu tun? Und wird Baptista mit seinem Verdacht gegen einen Drogenbaron recht behalten?
„Südlich von Porto wartet die Schuld“ ist kein Pageturner, aber ein Krimi, der sich angenehm liest und Portugal-Freunde durch die Beschreibung der landestypischen Gerichte und Eigenheiten gefallen wird.

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Veröffentlicht am 25.04.2024

…liegt so viel verborgen…

Unter dem Moor
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Das Cover hatte mich nicht direkt angesprochen, das Lesen der ersten Seiten hingegen durchaus.
Tanja Webers eindrücklicher Schreibstil (auch den entsprechenden Zeiten, in denen die Handlung spielt, nachempfunden) ...

Das Cover hatte mich nicht direkt angesprochen, das Lesen der ersten Seiten hingegen durchaus.
Tanja Webers eindrücklicher Schreibstil (auch den entsprechenden Zeiten, in denen die Handlung spielt, nachempfunden) hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Das Buch beginnt in der Gegenwart, wo Corona und andere Probleme des Weltgeschehens neben einem Burnout auf den Schultern der Protagonistin Nina lasten. Außerdem lernen wir Gine kennen, die in ihrer Jugend zu Kriegszeiten ins Stettiner Haff versendet wird, um ein Landjahr zu absolvieren. Zu DDR-Zeiten lebt ebendort Sigrun, die von einem Leben in Freiheit träumt. Ich dachte zuerst, es würde sich bei diesem Buch um einen Krimi handeln, aber der Spannungsbogen dieses Romans ließ mich trotzdem nicht mehr los und die Geschichten der Frauen berührten mich sehr. Eine klare Lese-Empfehlung!

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