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Veröffentlicht am 15.06.2019

Selbsthilfe bei Muskel- und Gelenkschmerzen - einfach und gut erklärt

Faszien-Taping
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Im Buch "Faszien Taping" von Sportwissenschaftler und Heilpraktiker Robert Kirsten wird einfach und anschaulich erklärt, wie man sich bei Schmerzen im Gelenk- und Muskelbereich selbst mit Hilfe von Tapes ...

Im Buch "Faszien Taping" von Sportwissenschaftler und Heilpraktiker Robert Kirsten wird einfach und anschaulich erklärt, wie man sich bei Schmerzen im Gelenk- und Muskelbereich selbst mit Hilfe von Tapes behandeln kann.
Das Buch ist in vier große Kapitel unterteilt. So geht es im ersten Teil um die Geschichte des Taping und deren Einsatz etwa in der traditionellen chinesischen Medizin und der Osteopathie.
Im zweiten Teil geht es um die Faszien im Allgemeinen und deren Netzwerk im Körper. Ab Teil drei liegt dann der Schwerpunkt auf der Praxis, während in den ersten beiden Teilen die Theorie im Vordergrund stand. Sie ist wichtig, um zu verstehen, wie und warum das Taping helfen kann.
Teil drei beschäftigt sich mit dem richtigen Anlegen des Tape, also den verschiedenen Techniken. Auch ist Tape nicht gleich Tape. Es gibt flexible, feste, dicke, dünne, atmungsaktive oder Tape aus verschiedenen Materialien, die man vorher testen sollte, um Hautirritationen zu vermeiden.
Im vierten Teil und umfangreichsten Teil geht es schließlich um das Anlegen eines Tapes entlang der Spannungslinien. Dazu ist dieser Kapitel nochmals in Abschnitte unterteilt, die sich nach den zu behandelnden Körperbereichen, wie etwa Schulter- und Armbereich gliedern.
Das Taping wird hier sehr genau und mit vielen Fotostrecken erklärt, sodass es auch für einen Laien leicht nachzuvollziehen ist. Sollte die eine Variante nicht helfen, gibt es immer nochmal eine alternative Herangehensweise mit dem Titel "Manchmal liegt die Ursache auch woanders", da das vorliegende Problem oft eben auch eine andere Ursache haben kann.
Man braucht aber schon ein bisschen Übung, bis man die Tape in der richtigen Art und Weise anlegt. Den Zug des Tapes richtig hinzubekommen, fand ich nicht ganz so einfach. Und wenn man schwitzt, geht es natürlich auch schnell mal wieder ab.
Ich bin aber trotzdem sehr froh, dieses Buch zu haben. Es ist bei Handballspielen des Sohnes immer dabei. So können wir bei kleineren Verletzungen schnell unterstützend eingreifen.

Veröffentlicht am 13.06.2019

Neue Energie mit selbstgemachten Müsliriegeln

Müsliriegel und Energyballs. Die besten Rezepte für leckere Energiespender
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"Müsliriegel und Energyballs" bietet eine Vielzahl leckerer Rezepte für Riegel und Balls. Die Zutaten können im Ofen gebacken oder mit einer heißen Siruplösung zubereitet werden. Der Fantasie sind dabei ...

"Müsliriegel und Energyballs" bietet eine Vielzahl leckerer Rezepte für Riegel und Balls. Die Zutaten können im Ofen gebacken oder mit einer heißen Siruplösung zubereitet werden. Der Fantasie sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Inspiration liefern über 30 ausführlich beschriebene Rezepte in diesem ansprechend gestaltetem Buch. Am Ende des Buches findet sich noch eine Tabelle, die die Zutaten der einzelnen Rezepte nach Sparten wie vegan, roh, Nuss/Kern, Frucht, Getreide … auflistet. Das finde ich sehr hilfreich, da sich nicht in Frage kommende Varianten gleich ausklammern lassen. Die genauen Angaben zu Kalorien, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette, zur Zubereitungszeit und zum Schwierigkeitsgrad helfen einem zusätzlich bei der Entscheidungsfindung. Ein nützliches Buch für die einfache und gesunde Zubereitung von Energieriegeln.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Skurril und irrwitzig

Willkommen in Night Vale
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Jackie betreibt ein Pfandhaus in Night Vale. Es spielt dabei keine Rolle, was gebracht wird und wie viel Jackie bietet. Sie ist gerade neunzehn geworden, betreibt dieses Pfandhaus vielleicht schon seit ...

Jackie betreibt ein Pfandhaus in Night Vale. Es spielt dabei keine Rolle, was gebracht wird und wie viel Jackie bietet. Sie ist gerade neunzehn geworden, betreibt dieses Pfandhaus vielleicht schon seit Jahrzehnten und wird immer gerade neunzehn geworden sein.
Diane lebt mit ihrem 15- jährigen Sohn Josh, einem Formwandler, in einem sprechenden Haus. Sie arbeitet in einem Büro, Kontakt zu Kollegen pflegt sie kaum. Auch die Beziehung zu ihrem Sohn ist schwierig.
Gefühle, Entwicklungen sind nicht vorgesehen in Night Vale. Jeder hat seinen Platz, hinterfragt nichts, funktioniert. Alles wird überwacht, kontrolliert und reglementiert. Das vielleicht einzige Gefühl ist die Angst vor Veränderung, vor Gefahren von außen. Night Vale ist einzigartig, doch irgendwie gewöhnlich, und von der Außenwelt abgeschottet.
Eine Veränderung tritt ein, als ein fremder Mann zu Jackie ins Pfandhaus kommt und ihr einen Zettel mit der Aufschrift „KING CITY“ verpfändet. Sie versucht sich später des Zettels zu entledigen, aber sie kann ihn nicht mehr loswerden. So beschließt sie, den Mann, der in die Wüste verschwunden ist, zu suchen bzw. mehr über ihn zu erfahren.
Auch Dianes Gefühlswelt verändert sich. Zwei Kollegen fehlen unentschuldigt und nur einer taucht nach Tagen wieder auf. Den anderen hat es nach Aussage der Chefin und der Kollegen nie gegeben. Als dann noch ihre Mutter ganz gegen ihre Gewohnheit um ein dringendes Gespräch bittet, brechen bei Diane die Dämme.
Joseph Fink und Jeffrey Cranor haben mit Willkommen in Night Vale eine Fantasiegeschichte geschrieben, die vor Wortwitz, Doppeldeutigkeit, Skurrilität und Irrwitz nur so sprüht. In ganzen Kapiteln und einzelnen Sätzen gibt es fortwährend überraschende Wendungen, so dass der Sinn phasenweise völlig verloren geht.
Ich finde es spannend, mit Sprache zu spielen, und das beherrschen die beiden Herren meisterhaft.
In Podcasts, Gedichten und Kurzgeschichten finde ich das super. In einem fast 400 Seiten starken Roman ist für mich der Punkt des Erträglichen überschritten. Das soll die Leistung der Autoren aber nicht schmälern.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Bissige Satire

111 Gründe, seinen Chef zu hassen
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Ralph Stieber rechnet in seinem Buch "111 Gründe, seinen Chef zu hassen" mit den Tyrannen, Rassisten, Sexisten, Fanatikern, Selbstdarstellern, Dummköpfen … der Arbeitswelt ab: Den Chefs.
Sein Ton ist ...

Ralph Stieber rechnet in seinem Buch "111 Gründe, seinen Chef zu hassen" mit den Tyrannen, Rassisten, Sexisten, Fanatikern, Selbstdarstellern, Dummköpfen … der Arbeitswelt ab: Den Chefs.
Sein Ton ist witzig, aber auch bissig böse. Ich konnte des Öfteren herzlich lachen, aber bestimmt genauso oft ist mir das Lachen auch im Halse stecken geblieben.
Auszug aus dem Buch. Seite 130/32. Grund
„Google muss es wissen. Wenn du „Mein Chef ist ein…“ in die Suchmaske eingibst, ergänzt Google den Satz mit ausschließlich negativen Vorschlägen. …“
Hab mir den Spaß gemacht. Am 24.5.16 erschienen folgende Vorschläge:
… Chaot
… Kontrollfreak
… Idiot
… ein Choleriker was soll ich machen
Erkennen sie ihren Chef wieder? Wenn ja, was tun?
Der Autor gibt uns die Lösung mit auf den Weg.
Werde dein eigener Chef !

Veröffentlicht am 03.06.2019

Alles ist relativ

Alles ist relativ und anything goes
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Vorab: Man kann diesem Buch in einer knappen Rezension nicht gerecht werden, so voll gepackt ist es mit unglaublichen Geschichten. Wie hieß es doch in der Beschreibung. Ein Buch wie ein Trip. Einen Trip, ...

Vorab: Man kann diesem Buch in einer knappen Rezension nicht gerecht werden, so voll gepackt ist es mit unglaublichen Geschichten. Wie hieß es doch in der Beschreibung. Ein Buch wie ein Trip. Einen Trip, den ich jedem ans Herz legen möchte. Nichts destotrotz werde ich versuchen, den Inhalt des Buches zumindest anzureißen.
John Higgs führt uns in „Alles ist relativ und anything goes“ in 15 Kapiteln durch die Landschaft des 20. Jahrhunderts. Hierbei beschreitet er nicht die bekannten ausgetretenen Pfade, sondern wandert mit uns auf alternativen Wegen durch ein aufregendes und sehr bewegtes Jahrhundert. Er legt keinen Wert auf Vollständigkeit, greift aber die Begebenheiten und Entwicklungen auf, die wohl diese 100 Jahre mit am meisten geprägt haben.
Einstein legte den Grundstein für eine neue Betrachtungsweise des Universums. Er verließ die dreidimensionale Welt und verschaffte uns damit eine völlig neue Perspektive. Durch die Veränderung des Bezugspunktes war er in der Lage, weit über das bis dahin bekannte hinaus zu schauen, unmögliches zu denken.
Interessant ist, dass sich dieser Perspektivenwechsel auch in der Kunst – als Beispiel sei der Kubismus genannt - und in der Psychologie, etwa Freuds 3 Bereiche des Ich, vollzogen. Einsteins Relativitätstheorie beeinflusste ganze Generationen, wenn auch nicht gleich für jedermann offensichtlich.
So brachte das 20. Jahrhundert Querdenker, Visionäre und Individualisten, leider aber auch Größenwahnsinnige hervor. Dieses wunderbare Jahrhundert wird uns daher auch immer als das Jahrhundert der Völkermorde im Gedächtnis bleiben.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war vor allem geprägt von der Frauenbewegung, offener Sexualität, der ersten Mondlandung, Wirtschaftswachstum und den sozialen Netzwerken.
Auf all diese Bereiche geht John Higgs in seiner unverwechselbaren Manier ein. Eine schöne Sprache, vollgepackt mit hervorragend recherchiertem Fachwissen. Besonders gefallen hat mir die ungewöhnliche Herangehensweise an die einzelnen Themen – die Anekdoten sind anschaulich und bleiben im Gedächtnis.
Auch das Cover mit Dalis Hummertelefon hat mich angesprochen. In nur 2 Farben gehalten, ist es minimalistisch und doch ein echter Hingucker.
Dieses Buch wird in meinem Regal einen festen Platz bekommen. Ich werde es immer wieder gerne in die Hand nehmen und in der einen oder anderen Geschichte versinken.