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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2025

wunderbar!

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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In Fabula Rasa zeigt Vea Kaiser einmal mehr, wie fabelhaft und lebendig sie erzählen kann. Seit ihrem ersten Buch Blasmusikpop lese ich jedes Buch von ihr. Nicht jedes Buch ist perfekt, aber ihr Stil und ...

In Fabula Rasa zeigt Vea Kaiser einmal mehr, wie fabelhaft und lebendig sie erzählen kann. Seit ihrem ersten Buch Blasmusikpop lese ich jedes Buch von ihr. Nicht jedes Buch ist perfekt, aber ihr Stil und ihre Sprache gefallen mir immer und immer wieder.
Die ansprechenden Beschreibungen der Umstände, Gebäude, Menschen und insbesondere der Protagonistin Angelika Moser machen das Werk zu etwas atmosphärisch Besonderem. Zumindest mir ist es so gegangen, dass ich sofort in der Geschichte war und mich fühlte als würde ich selbst durch das Grand Hotel Frohner schreiten.
Inhaltlich dreht sich alles um die erwähnte Angelika Moser, die einerseits dem Nachtleben frönt und tagsüber als Buchhalterin im Grand Hotel arbeitet. Da sie für ein Kind sorgen muss, werden bald Rechnungen manipuliert. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit einer Buchhalterin des Wiener Hotels Sacher, die Vea Kaiser auf kluge Art adaptiert hat.
Es war mir eine große Freude, das Buch zu lesen - eine charmante und wunderbare Geschichte, die ich wirklich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Earthventure in Las Vegas
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Der grundlegende Plot ist recht interessant und hat mich sofort angesprochen. Das Buch erfüllt seinen Zweck, nämlich zu unterhalten – und das gelingt auch. Allerdings bleibt die Geschichte eher oberflächlich ...

Der grundlegende Plot ist recht interessant und hat mich sofort angesprochen. Das Buch erfüllt seinen Zweck, nämlich zu unterhalten – und das gelingt auch. Allerdings bleibt die Geschichte eher oberflächlich und plätschert stellenweise dahin. Da es sich sehr leicht lesen lässt, habe ich es in einem Rutsch gelesen, ich musste immer wieder mal schmunzeln. Wenn dieser Effekt der Autorin genügt, soll das ok sein.
Trotzdem hätte ich mir hier doch noch mehr inhaltliche Tiefe gewünscht: es entwickeln sich keine starken Dialoge, die Figuren bleiben recht flach, die Geschichte wird einfach monoton abgearbeitet. In Anbetracht der Tatsache, dass hier noch weitere Bücher in Planung sind, hoffe ich, dass nach diesem Einstiegsbuch die Nachfolger vielschichtiger ausfallen.
Für leichte Unterhaltung zwischendurch ist das Buch sehr gut geeignet, man darf sich aber insgesamt nicht zu viel erwarten.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

interessante neue Perspektive

Elyssa, Königin von Karthago
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Die Geschichte um Aeneas war mir noch aus dem Lateinunterricht bekannt, daher weckte dieses Buch mit seiner Neuerzählung sofort mein Interesse. Die Autorin wählt eine faszinierende Perspektive: Der Ich-Erzähler ...

Die Geschichte um Aeneas war mir noch aus dem Lateinunterricht bekannt, daher weckte dieses Buch mit seiner Neuerzählung sofort mein Interesse. Die Autorin wählt eine faszinierende Perspektive: Der Ich-Erzähler bzw. die Ich-Erzählerin wechselt von Kapitel zu Kapitel. Als Leser/in taucht man dadurch in die Gedankenwelten von Aeneas, Elyssa, Anna, Eros und sogar Vergil ein. Diese unterschiedlichen Blickwinkel auf die Geschichte sind erfrischend und äußerst interessant.

Besonders nachvollziehbar ist die aufblühende Liebe von Elyssa zu Aeneas, die aus Elyssas Gedanken gut herauszulesen ist. Allerdings empfand ich manche Passagen als etwas langatmig. Dennoch bleibt die Erzählung spannend, vor allem durch die geschickte Einbindung von Vergil und so einen klaren Bezug zu seinem Aeneas-Epos herstellt. Dieser literarische Kniff verleiht dem Buch eine zusätzliche Tiefe und macht es zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle, die sich für antike Mythologie und neu interpretierte Klassiker interessieren.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

nette kleine Weihnachtsgeschichte

Das verborgene Weihnachtskind
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Titus Müller liefert hier eine nette kleine Weihnachtsgeschichte und will damit das zentrale Wesen des Weihnachtsfestes herausstreichen.
Grundsätzlich zeigt der Text ein paar kleine Ideen wie unsere Zukunft ...

Titus Müller liefert hier eine nette kleine Weihnachtsgeschichte und will damit das zentrale Wesen des Weihnachtsfestes herausstreichen.
Grundsätzlich zeigt der Text ein paar kleine Ideen wie unsere Zukunft mithilfe von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz aussehen könnte. Viele Dinge werden sicherlich unser Leben erleichtern, natürlich gibt es auch Tücken und man muss vorsichtig sein, sodass die Menschheit nicht nur mehr von Maschinen abhängig ist und vergisst, dass Menschsein auch beinhaltet, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Leben kann wohl nicht nur daraus bestehen, einen (digitalen) Tagesablauf zu haben, es gibt viel mehr auf das man sich besinnen sollte.
Der Text ist insgesamt sehr leicht zu lesen und arbeitet recht schnell auf das Ende und die Aussage des Buches hin. Perfekte Lektüre für einen Weihnachtsnachmittag, für meinen Geschmack könnte man aus dem Stoff noch mehr rausholen, detaillierter und breiter in der Erzählung werden.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Regt zum Nachdenken an

Mutternichts
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Das Debüt von Christine Vescoli bietet gleich ein schwieriges Thema: die Lebensgeschichte der toten Mutter, die ihr Leben lang über eine gewissen Episode ihres Leben geschwiegen hat. Dieses "Nichts" versucht ...

Das Debüt von Christine Vescoli bietet gleich ein schwieriges Thema: die Lebensgeschichte der toten Mutter, die ihr Leben lang über eine gewissen Episode ihres Leben geschwiegen hat. Dieses "Nichts" versucht Vescoli kleiner zu machen und versucht zu entdecken, was hinter diesem Nichts steckt. Gegen Ende des Romans sieht sie auch Parallelen zu ihrem eigenen Leben und dem ihrer Mutter. Insgesamt ein wirklich guter Roman, stellenweise war er mir persönlich etwas zu wirr und ich wusste nicht über wen und was gerade gesprochen wird. Es benötigt viel Aufmerksamkeit um die Lebensgeschichte der Mutter aus dem Text extrahieren zu können. Auch brachte mich der Text sehr zum Nachdenken über meine eigene Mutter und wieviel ich von ihr weiß. Auch hier sind einige Flecken der Lebensgeschichte ausgegraut. Wenn man nicht wie ich gleich alles logisch vor sich haben will (wer hat jetzt an welchem Hof gewohnt und ist dann wann mit wem auf einen anderen gezogen? Wer war schon dort, wer ging, wer starb?) und sich einfach auf den Text und die Gedanken von Vescoli einlässt, erlebt eine weite Gedankenwelt rund um die Mutter und dem Nichts. Lesenswert!

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