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Veröffentlicht am 01.08.2025

Sympathische Gespenstergeschichte mit viel Sprachwitz

Huuu-Berta - Ein kleines Gespenst zum Geburtstag
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"Huu-Berta - Ein kleines Gespenst zum Geburtstag", mit viel Sprachwitz von Annette Langen erzählt und farbenfroh von Sabine Sauter illustriert, ist eine Gespenstergeschichte der anderen Art. Statt um Gruft ...

"Huu-Berta - Ein kleines Gespenst zum Geburtstag", mit viel Sprachwitz von Annette Langen erzählt und farbenfroh von Sabine Sauter illustriert, ist eine Gespenstergeschichte der anderen Art. Statt um Gruft und Grusel geht es hier um Freundschaft und Zusammenhalt, vor allem zwischen ungleichen Parteien: das liebenswerte Gepenst Huu-Berta ist mit der schlagfertigen Fledermaus Flitzi befreundet (eigentlich ein no-go für Gespenster) und mit Ben, einem Menschenkind, das sie als Gespenst eigentlich verschrecken sollte! Statt dessen plant Huu-Berta einen Überraschungsbesuch zu Bens Geburtstag - stilecht mit Staubflockentorte versteht sich. Was dann passiert ist eine lange Geschichte, die jedoch kurzweilig und mit viel (Sprach-)Phantasie erzählt wird - unterstützt durch die liebevollen Illustrationen, die Mal wenig, mal viel Platz einnehmen. Meinen Zuhörern (5+7 Jahre alt) hat die Geschichte um Huu-Berta und ihre Freunde gut gefallen, vor allem bei Sprachkreationen wie dem Gruselgarten (statt Kindergarten), dem Spät- statt Frühstück, den Gespenstimetern (statt Zentimetern) sowie den Sprachfehlern des allerkleinsten Gespenster (mehr wird noch nicht verraten...) müssten sie schmunzeln. Sie haben 8 von 10 Punkten vergeben.

Nicht nur inhaltlich, auch "vom Rahmen" finde ich die Bücher der Baumhaus Bande klasse - Huu-Berta reiht sich da ein: Das Buch liegt mit festem Einband gut in der Hand, es ist nicht zu klein und nicht zu groß und das Lesebändchen ist einfach prima, um im Kapitelbuch nicht den Überblick zu verlieren. Für die Kinder gibt es die Möglichkeit nach jedem Kapitel ein Bild auf die entsprechende Übersichtseite zu Beginn des Buches einzukleben - schade finde ich, dass der Verlag keine entsprechenden Stickerbögen (so wie wir es von anderen Bücher aus dem Hause kennen) mehr beilegt. Nun muss man auf Schere, Papier und einen Klebestift zurückgreifen. Wunderbar finde ich hingegen, dass es nach der Geschichte noch eine Bastelanleitung für Flitzi gibt sowie ein Rezept für eine Staubflockentorte - das Gelesene ist auch so in die Realität der Kinder übertragbar, Prädikat: pädagogisch wertvoll!

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