„Hier geht’s um die Wurst!“
Rosa Fröhlich – Der Tod wird kalt serviertFrieda Mohns flüssiger, leb- und bildhafter, liebevoll detaillierter, empathischer, warmherziger, humorvoller, mitreißender Schreibstil in der Vergangenheitsform erschafft ein ganz besonderes Flair, das ...
Frieda Mohns flüssiger, leb- und bildhafter, liebevoll detaillierter, empathischer, warmherziger, humorvoller, mitreißender Schreibstil in der Vergangenheitsform erschafft ein ganz besonderes Flair, das mit dem Berliner Dialekt, den wir durchweg genießen dürfen, das Lokalkolorit vortrefflich zur Geltung bringt und meinen Lesegeschmack vollumfänglich trifft.
Der Kriminalroman ist packend von der ersten bis zur letzten Seite und zeichnet ein sehr realistisches Bild des Handlungsorts und aller Beteiligten. Man ist mittendrin statt nur dabei.
Die unterschiedlichen, vielschichtigen Charaktere in verschiedenen Altersgruppen, die unter anderem Mordermittlung als Familienunternehmung praktizieren, werden sehr gut ausgearbeitet und ich habe mich in der Gesellschaft der Originale, an deren in vielfacher Hinsicht aufregenden Berufs- und/ oder Privatleben wir teilhaben dürfen, sehr wohl gefühlt.
Dabei hat mich besonders gefreut, dass älteren Protagonisten die Hauptrollen zukommen.
Rosa Fröhlich ist Witwe (54 Jahre) und mischt mit ihrem Vater Artus (81 Jahre) ihr Kiez gehörig auf.
Ich habe oft von ganzem Herzen gelacht, etliche Heißhungerattacken durchlebt und begeistert mitgerätselt.
Die Auflösung erfolgt schlüssig, hat mich aber überrascht. Die Autorin hat alles sehr gut durchdacht und mir Appetit auf mehr gemacht.
Ich bitte daher um baldigen Nachschlag.
Allseits guten (Lese)Hunger!