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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Jugendroman mit kleineren Mängeln!

These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)
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A. Kaufman und M. Spooner legen mit „These Broken Stars – Lilac und Tarver“ den ersten Band einer neuen Jugendbuch-Trilogie vor, erschienen im Carlsen Verlag.
Angepriesen als Sci-Fi- und Fantasy-Roman, ...

A. Kaufman und M. Spooner legen mit „These Broken Stars – Lilac und Tarver“ den ersten Band einer neuen Jugendbuch-Trilogie vor, erschienen im Carlsen Verlag.
Angepriesen als Sci-Fi- und Fantasy-Roman, war ich sehr neugierig auf diesen Titel. Die Vorschau, wie auch die durchweg positiven Bewertungen taten ihr übriges dazu. Inhaltlich kann man wohl von einer schlichten Story sprechen: Reiches Mädchen trifft in der ferneren Zukunft Jungen aus der Arbeiterschicht, beide sind angetan voneinander, können oder wollen dies aber nicht gleich offen legen. Dann ein Unglück, das beide Figuren überleben. Gefangen in einer kargen, nicht zivilisierten Umgebung (hier ein fremder Planet) kämpfen beide um ihr Überleben – und entdecken dabei ganz am Rande ihre gegenseitige 'große Liebe'. Die Rettung naht und glückt, beide wollen „für immer zusammenbleiben“ und am Ende ist alles gut! Dazwischen einige herausfordernde, unvorhergesehene Einlagen...
Inhaltlich ist der Roman wenig anspruchsvoll und schließt sich auch sprachlich diesem Niveau an. Man merkt durchgängig, dass es sich um einen Jugendroman handelt, Alterfreigabe laut Verlag ab 14 Jahren. Die beiden Hauptprotagonisten Lilac und Tarver sind nicht sehr detailreich beschrieben, man erfährt im Grunde nur einige biografische Punkte. Ansonsten wirken sie stellenweise noch sehr naiv und kindlich, bzw. unbedarft, entsprechend ihres Alters (Lilac 16, Tarver 18). Darüber können auch die Darstellungen zu Tarvers 2-jähriger Militärzeit (die ebenfalls schemenhaft und nebulös bleibt) und seinen Heldentaten, die ihn zum Star der Szene und zum Major machten, nicht hinwegtäuschen. Die örtlichen Begebenheiten, der Schauplatz also (ein nicht bewohnter, bzw. verlassener Planet - wir befinden uns ja in der Zukunft..) ist ebenso oberflächlich beschrieben. Hier finden sich Wälder, eine Ebene und eine Raubkatze... Dafür dass es sich bei dem Buch um eine Fantasy- und Sci-Fi-Geschichte handelt, fand ich die Darstellungen sehr wenig kreativ und beinahe schon einfallslos! Schön war, dass sich die Perspektiven je Kapitel konstant zwischen Lilac und Tarver abwechselten, dazwischen immer eine kurze Vorschau in Form einer Interview-Sequenz (LaRoux Industries vs. Tarver). Was die Autorinnen meiner Meinung nach auch recht gut umgesetzt haben, ist der Spannungsbogen. Wenn auch eigentlich komplett vorhersehbar, will man doch immer wissen, wie es letztlich ausgeht mit den beiden Protagonisten. Es überraschen dann auch noch einmal kleinere unerwartete Wendungen, mit denen man in der Form nicht unbedingt gerechnet hätte. Ich fand genau diese Wendungen zwar nicht logisch und auch nicht gut, aber immerhin bieten sie eine gewisse Abwechslung. Ich fand den Roman, immer im Hinblick auf die jüngere Zielgruppe, lesenswert – aber nicht überragend. Der Anfang des Buches ist sicherlich noch der beste Teil des Ganzen. Es fängt leider wesentlich stärker an, als es schließlich endet.. Mit dem Vermerk, dass es sich nun mal um ein Jugendbuch handelt, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein großartiges Familienepos! Sprachlich und inhaltlich toll, fesselnd und sehr eindrücklich...

Die Sommer der Porters
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„Die Sommer der Porters“ von Elizabeth Graver – ein fulminantes und sprachgewaltiges Familienepos, das sich inhaltlich mit vielen Überraschungen über mehrere Jahrzehnte und Generationen seinen Haupt- und ...

„Die Sommer der Porters“ von Elizabeth Graver – ein fulminantes und sprachgewaltiges Familienepos, das sich inhaltlich mit vielen Überraschungen über mehrere Jahrzehnte und Generationen seinen Haupt- und Nebenprotagonisten widmet. Sprachgewaltig, tiefgründig und mit viel Feingefühl für die diversen Zwischennoten der einzelnen Charaktere. Ich war verblüfft von dem hohen Niveau dieses Romans. Erwartet hatte ich eine leichte Sommerlektüre, wurde dann aber darüber hinaus äußerst positiv überrascht. Die Figuren sind sehr detailreich gezeichnet, man entdeckt die Tiefe aber erst mit jedem weiteren Kapitel. Dazwischen immer wieder ein ausgeklügelter Sprachwitz, viel Melodramatik und Melancholie. Man durchlebt als Leser viele Höhen und Tiefen mit den Figuren und wird von dem Verlauf der Geschichte gefesselt. Ashaunt, eine erfundene, felsige Halbinsel vor den Toren Massachusetts, wächst sich während des Lesens zu einem realen Ort mit Leben aus und wird beinahe direkt greifbar. Hier spielen sich während mehrerer Jahrzente und über Generationen die Sommer der Familie Porter ab. Ein Idyll wie es scheint, aber hinter den Kulissen auch manches Mal eine Tragödie. Elizabeth Graver nimmt nur einige der Figuren heraus und lässt sie erzählen, über sich und auch die Nebenfiguren. Dabei wechselt sie immer wieder die Perspektive und verändert so auch die Sichtweise des Lesers. Rückblicke, Gegenwart und Vorausschau – die Zeitebenen des Romans sind fließend. Insgesamt ist das Buch wahnsinnig gut zu lesen, subtil spannend und sprachlich sowieso sehr stark. Es weckt Emotionen und ließ mich immer mitfiebern, zumal es viele recht unerwartete Wendungen gab. Die Figuren sind allesamt sehr authentisch, facettenreich und sind sehr detailreich, wie auch sympathisch dargestellt. Interessant fand ich, dass es sich beim Lesen anfühlte, als begäbe man sich auf eine Zeitreise. Obwohl auf die zeitlichen, geschichtlichen oder gesellschaftlichen Inhalte der jeweiligen Epochen kaum direkt Bezug genommen wird, spiegeln sich diese Punkte immer wieder im Handeln der Figuren wider. Wobei die Veränderung der Charaktere mit dem Fortschreiten der Zeit immer gut erkennbar bleibt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen ebenso stets im Zentrum der Geschichte. Ich fand die Kombi aus intensivem und tiefgründigem Familienroman, anspruchsvoller und sprachlich intensiver Literatur, sowie zeitgenössischer Darstellung ganz toll und kann das Buch nur empfehlen! Mir gefiel es sehr und es wird sicherlich noch einige Zeit nachklingen...

Veröffentlicht am 15.09.2016

Überladen, langatmig und in sich nicht ganz schlüssig!

Extinction
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"Extinction" von Kazuaki Takano, ein vermeintlicher Thriller - für mich ein recht überladen wirkender Sci-Fi-Roman, der zudem teilweise langatmig und in sich nicht immer authentisch scheint.
Ein Söldner-Trupp ...

"Extinction" von Kazuaki Takano, ein vermeintlicher Thriller - für mich ein recht überladen wirkender Sci-Fi-Roman, der zudem teilweise langatmig und in sich nicht immer authentisch scheint.
Ein Söldner-Trupp wird in ein abgelegenes Dorf im afrikanischen Busch geschickt, um dort einen vermeintlich "mit einem für die gesamte Menschheit tödlichen Virus" infizierten Stamm auszulöschen. Der Auftrag ist klar! Doch bei Ankunft des Trupps bei den Mbutis kommen den Männern Zweifel an ihrem Auftrag. Und auch an ihren Auftraggebern.
Japan. Ein junger Wissenschaftler wird nach dem überraschenden Tod seines Vaters in ein nebulöses und gefährlich anmutendes Projekt hineingezogen, an dem auch der Vater schon lange verdeckt gearbeteitet zu haben scheint. Es geht sich um die Entwicklung eines sehr heilsamen Medikaments, durch das viele Kinder gerettet werden könnten. Doch ist die Umsetzung tatsächlich möglich? Und wieso hängen sich plötzlich dubiose Personen an die Fersen des Wissenschaftlers und überwachen all seine Kommunikation?
USA. Der Präsident gerät in staatseigener Sache in Zugzwang. Die Erdbevölkerung scheint bedroht durch eine neue menschliche Spezies. Experten werden hinzugezogen, Beratungen und Lage-Beurteilungen gehalten, Handlungsziele gesetzt. Die neue Spezies muss ausgerottet werden. Zum Schutz der Menschheit. Doch ist das überhaupt umsetzbar?
Egal in welchem Handlungsstrang sich der Leser gerade befindet: Werden tatsächlich die richtigen Entscheidungen getroffen? Wem kann man trauen, was ist die Wahrheit hinter allem?
Meiner Meinung nach hat das Buch sein Potenzial ein wenig verfehlt. Grundsätzlich gab es einige wirklich spannende und unerwartet fesselnde Passagen und Kapitel. Doch finden sich diese Szenen erst im letzten Drittel des Buches. Zuvor wirkt es einfach nur langatmig und überladen. Man liest über viele Seiten von DNA-Strukturen, Aminosäure-Ketten halt, deren Mutationsfähigkeiten und sehr detaillierte medizinische Abhandlungen. Große Teile der ersten Kapitel handeln von mathematischen Gesetzen, Verschlüsselungstechniken oder Primfaktorzerlegung. Es macht das Verständnis der Gesamtgeschichte vielleicht verständlicher, lässt sich aber für den Laien nicht flüssig oder interessant lesen. Zudem fand ich die Idee der neu entdeckten Spezies, die übernatürlich intelligent scheint und durch eine spontane Mutation der Gene der Elternpaare zustande kommt nicht besonders überzeugend. Dass ein Wesen mit übergroßer Stirnpartie geboren wird, das schon als Kleinstkind „hoch-höchst-super-intelligent“ ist und durch besondere mathematische Fähigkeiten alle möglichen Dinge auf der Erde manipulieren kann, wirkte an mancher Stelle auf mich sogar leicht lächerlich. Ich fand die Inhalte an mancher Stelle stark an den Haaren herbeigezogen und habe somit viele Seiten einfach „überlesen“.. Mein Fall war das Buch, das auch sprachlich eher nicht eingängig auf mich wirkte, eher nicht! Die Verknüpfung der einzelnen Erzähl- und Handlungsstränge waren mit viel gutem Willen akzeptabel. Aber insgesamt hat der Autor meiner Meinung nach zu viel des Guten gewollt und sich in Details und Lächerlichkeiten verrannt. Leider überhaupt nicht meins... 2 Sterne für die doch noch überraschend spannenden Kapitel oder Absätze im letzten Drittel des Romans. Sorry...

Veröffentlicht am 15.09.2016

Witzig, überraschend und teilweise "dramatisch"... Ein Familienleben vs. ganz normalem Wahnsinn!

Meine Familie und andere Katastrophen
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Meiner Meinung nach hat Jónína Leósdóttir mit „Meine Familie und andere Katastrophen“ einen wirklich tollen Roman vorgelegt! Eine Erzählung, die die wahnwitzigen Absurditäten eines Familienlebens widerspiegelt, ...

Meiner Meinung nach hat Jónína Leósdóttir mit „Meine Familie und andere Katastrophen“ einen wirklich tollen Roman vorgelegt! Eine Erzählung, die die wahnwitzigen Absurditäten eines Familienlebens widerspiegelt, mit einem Hauch Dramatik und jeder Menge Biss!
Ragnar verlässt Margret wie mit einem Paukenschlag, Dorá und Svenni sind nicht ganz unschuldig daran, Eygló und Örvar schlittern in eine kleine Familien-Katastrophe hinein und Fifi und Bryndis mitsamt der Kinder spielen ebenfalls eine nicht ganz unwesentliche Rolle bei allem. Inhaltlich ist das Buch wahnsinnig amüsant, zugleich aber auch durchtrieben, sarkastisch und ein wenig tragisch. Die Dinge entwickeln sich eigentlich ständig in unerwartete Richtung und natürlich nicht immer nach dem Willen der Protagonisten. Die Charaktere fand ich allesamt authentisch und amüsant. Der Roman entwickelt im Verlauf seinen ganz eigenen Charme und durch die vielfältigen Erzählstränge wird es nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Durch den immer wiederkehrenden Wort- und Situationswitz bleibt es spannend und interessant. Da der Roman in diverse Kapitel unterteilt ist, sich das Geschehen aber auf wenige Tage (Sonntag bis Freitag) verteilt und die Unterkapitel durchweg überschaubar und kurz gefasst sind, lässt sich der ein oder andere Abschnitt auch prima zwischendurch lesen. Insgesamt gefiel mir der Roman sehr gut. Das einzige Manko: der Schluss! Es wirkte auf mich beinahe, als hätte der Autorin die Zeit gefehlt, das Buch zu einem ordentlichen Ende zu bringen oder als hätte sie eine begrenzte Seitenzahl-Vorgabe gehabt. Die allerletzten Abschnitte fassen die Geschehnisse nur noch inhaltlich zusammen. Die Figuren, bzw. Protagonisten kommen eigentlich nicht mehr zu Wort. So weiß man zwar grundsätzlich, wie sich das Ende gestaltet und es weitergehen würde, aber mir war es schlichtweg zu mager. Zudem hätte ich mir etwas weniger „Happy End“ gewünscht.. Es gab viele Handlungsstränge im Buch und so wirkte der Schluss nicht besonders logisch...

Eigentlich hätte ich gerne volle 5 Sterne vergeben, weil sich das Buch wirklich toll liest, amüsant ist und es der Geschichte im gesamten Verlauf auch nicht an Authentizität und „Drama“ mangelt. Aber wegen des einfallslosen und abrupten Endes werden es nun noch 4 Sterne – und die auch gut gemeint! Das Buch ist absolut lesenswert - wenn man mit einer schnellen Abhandlung der Dinge am Schluss leben kann!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein wunderbares Buch! Ich hätte ewig weiterlesen können...

Das Flüstern der Magnolien
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Linda Goodnight hat mit ihrem Roman „Das Flüstern der Magnolien“ ein wunderbares Familienepos über das Schicksal, Glück und die Liebe vorgelegt. Dreh- und Angelpunkt ist ein Haus, das Jahrhunderte überstanden ...

Linda Goodnight hat mit ihrem Roman „Das Flüstern der Magnolien“ ein wunderbares Familienepos über das Schicksal, Glück und die Liebe vorgelegt. Dreh- und Angelpunkt ist ein Haus, das Jahrhunderte überstanden und seine eigenen Geschichten zu erzählen hat.
Die Geschichten gliedern sich in zwei Zeitschienen, die thematisch miteinander verbunden sind. Ein Erzählstrang spielt in der Gegenwart, der andere in den Jahren 1864/65. Schauplatz sind die Südstaaten der USA.
Krieg, Versehrtheit, Unsicherheit und Liebe. Auf diese Inhalte & mehr treffen die Figuren aus „Das Flüstern der Magnolien“ und müssen sich im Verlauf der Geschichte und des Kennenlernens entscheiden, ob sie bereit sind, Vertrauen zu schenken oder nicht. Eine herausfordernde Angelegenheit, wie sich herausstellen wird!
Gegenwart: Das Peach Orchard Inn – vordergründig ein gemütliches Gästehaus. Hintergründig ein Ort mit langer Tradition und eigener Geschichte. Julia, Eigentümerin des Peach Orchard Inn, hat ihr geliebtes Kind verloren – und das im wahrsten Sinne, denn ihr Sohn Alex wurde vor einigen Jahren entführt und ist seither spurlos verschwunden. Eli wurde soeben nach guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen – geläutert und verändert. Beide sind gebrandmarkte und vorsichtige Charaktere, die versuchen, das Beste aus ihrer jeweiligen Situation zu machen. Sie treffen aufeinander: Im Peach Orchard Inn.
Vergangenheit: Peach Orchard Farm, 1864 / 65. Charlotte, eine gebürtige Engländerin, die vom Vater an den Südstaatler Edgar Portland in die USA verheiratet wurde und dort nun mit ihrem kriegsversehrten Ehemann und dem gemeinsamen Sohn Ben lebt. William Gadsen, ein Captain der United States Army – strandet mit seiner verletzten und dezimierten Truppe auf der Peach Orchard Farm. William ist tief beeindruckt von der Stärke Charlottes – und mehr. Doch Charlotte ist eine verheiratete Frau, noch dazu der „Feind“.
Der Roman ist wirklich spannend, herzergreifend und tragisch! Man kommt recht schnell in die Geschichte hinein, wenn auch die Figuren anfangs sehr zögerlich und in ihrem Auftreten sehr defensiv bleiben. Man spürt förmlich die Emotionen und fühlt sich den einzelnen Figuren gleich sehr nah. Selbst die Nebenfiguren sind perfekt in den Verlauf eingebunden und auf beeindruckende Weise dargestellt. Der Schreibstil ist toll, so dass sich der Roman äußerst flüssig und gut lesen lässt. Ich war so verzaubert von der Geschichte, dass ich tatsächlich enttäuscht war, als ich das Buch nach 446 Seiten (Print) ausgelesen hatte. Ich hätte gerne noch mehr von den jeweiligen Entwicklungen gelesen und würde mir eine Fortsetzung des Ganzen wünschen!
Schön war die Verknüpfung zwischen geschichtlicher Darstellung und gegenwärtiger Realität. Jeder Zeit- und Erzählstrang für sich, wie auch im Gesamten war schön zu lesen und zudem interessant. Die Vergangenheit war sehr eindrücklich dargestellt und ich fühlte mich das ein oder andere Mal in die Zeit zurückversetzt. Insbesondere die amerikanische Zeitgeschichte bzgl. Sklavenhaltung, wie auch das vorbestimmte Leben einer Ehefrau waren teils sehr dramatisch und emotionsgeladen beschrieben. Auch die Darstellung des gegenwärtigen Erzählstrangs ergab ein absolut logisches und schlüssiges Bild und wird gut mit der Vergangenheit verknüpft. Die Charaktere waren allesamt toll konstruiert und äußerst sympathisch, die Inhalte breit gefächert. Ich konnte das Buch kaum mehr weglegen, weil man einfach mehr erfahren wollte und schlichtweg wissen musste, wie es mit den einzelnen Figuren nun weiterging. Für mich war „Das Flüstern der Magnolien“ eine sehr lesenswerte und schöne Lektüre. Herzergreifend romantisch, dramatisch und sogar ein wenig mystisch! Ich würde es jederzeit weiterempfehlen, deswegen gibt es von mir 5 Sterne!