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Veröffentlicht am 17.03.2019

Asian Princess

Asian Princess
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Die thailändische Milliardärstochter Suwannee ist verschwunden. Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist ein erfolgreicher Privatermittler in New York und wird von Suwannees Vater beauftragt, herauszufinden, ...

Die thailändische Milliardärstochter Suwannee ist verschwunden. Der Ex-FBI-Agent William LaRouche ist ein erfolgreicher Privatermittler in New York und wird von Suwannees Vater beauftragt, herauszufinden, was seiner Tochter in Heidelberg zugestoßen ist. Williams Mutter stammt aus der Gegend, und so lernt er während seiner Ermittlungen gleichzeitig seine deutsche Verwandtschaft kennen.

„Asian Princess“ ist der zweite Roman mit William LaRouche. Im Gegensatz zum ersten Buch „Bangkok Rhapsody“ fehlt es diesmal an Tiefe, dabei ist die Geschichte interessant. Die Charaktere sind oberflächlich und haben mich emotional nicht erreicht. Die Weiterentwicklung von William ist jedoch deutlich sichtbar.

Das Buch ist wie sein Vorgänger in ruhiger Sprache verfasst. Die Verbrecher und Opfer erhalten nur den unbedingt nötigen Raum, so dass sich jeder Leser seine eigenen Details hinzudenken kann. Somit dürfte jeder Leser seine ganz eigene „Thrill-Erfahrung“ haben. Spannungsmäßig ist die Geschichte auf einem gleichmäßigen Niveau, ohne große Höhen und Tiefen aufzuweisen. Trotzdem liest sich der Roman schnell.

Bereits früh hatte ich den Verdacht, wer der Täter sein könnte. Möglich, dass mir dies auch etwas die Spannung genommen hat, denn für mich gab es keine unerwarteten Wendungen. Mit „Asian Princess“ hat Thomas Einsingbach einen durchschnittlichen Roman geschaffen. Für meinen Geschmack fehlte diesmal der Thriller-Faktor, mit dem „Bangkok Rhapsody“ noch überzeugen konnte.

Auch, wenn das Buch nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann, ist die Geschichte selbst gut gemacht und als Fortsetzung ganz passabel. Die Romanreihe sollte in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden, auch wenn die Fälle selbst abgeschlossen sind.

Ich danke der mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Kinder sind ein Geschenk

Kinder sind ein Geschenk ... aber ein Wellness-Gutschein hätt's auch getan
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Eine Mutter plaudert aus dem Nähkästchen und der einen oder anderen Mutter aus dem Herzen. Beginnend mit der Schwangerschaft stellt Sabine Bode, zweifache Mutter und Comedy-Autorin, das Leben von Eltern ...

Eine Mutter plaudert aus dem Nähkästchen und der einen oder anderen Mutter aus dem Herzen. Beginnend mit der Schwangerschaft stellt Sabine Bode, zweifache Mutter und Comedy-Autorin, das Leben von Eltern und Kindern dar. Ob es der Besuch in der „Hölle auf Erden“, auch Indoor-Spielplatz genannt, ist, oder die Begegnungen mit anderen Eltern und ihren Erziehungsstilen.

Schonungslos ehrlich und mit hohem Spaßfaktor beschreibt die Autorin verschiedene Szenen, die so manchem Leser bekannt vorkommen können, unabhängig davon, ob es sich um die eigenen Kinder oder Begegnungen mit Kindern handelt. Denn genau so, wie Sabine Bode es schildert, geht es in der Realität zu. Auch ihre wunderbaren Beschreibungen von beispielsweise einem Spaßbad und die dortigen Erlebnisse mit anderen Personen sind gutes Training für die Lachmuskeln.

Man merkt, dass Sabine Bode die Menschen und ihr Verhalten genauestens beobachtet hat. Dadurch gelingt es ihr, die Geschehnisse sehr gut wiederzugeben. Es ist ein lustiges Buch, welches ich Eltern und Nicht-Eltern empfehlen kann. Es eignet sich auch gut als Geschenk für werdende Eltern.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Die Petrusmünze

Die Petrusmünze
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Robert Garnier soll vor dem Papstpalast in Avignon seinen Vater getötet haben. Aus dem Gefängnis heraus nimmt er Kontakt zu der deutschen Historikerin Marlene Schönberg auf. Garnier behauptet, Informationen ...

Robert Garnier soll vor dem Papstpalast in Avignon seinen Vater getötet haben. Aus dem Gefängnis heraus nimmt er Kontakt zu der deutschen Historikerin Marlene Schönberg auf. Garnier behauptet, Informationen über eine Reliquie zu haben, die im Vatikan für Aufruhr sorgen könnte. Marlene nimmt die Ermittlungen nach der sogenannten Petrusmünze auf. Denn genau an dieser Münze soll man den wahren Papst erkennen.

Die Geschichte um die verschwundene Petrusmünze und die damit zusammenhängenden Ereignisse jagen den Leser zu Beginn förmlich durch das Buch. Schnell wechseln die Zeiten, Orte und Perspektiven. Dies ist zwar im Nachhinein für die Geschichte möglicherweise sinnvoll, ich persönlich fühlte mich jedoch durch den Roman „gehetzt“. Erst im weiteren Verlauf wird das Tempo etwas langsamer.

Es dauerte daher auch etwas, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Dann kam jedoch auch etwas Spannung hinzu. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und viele Wendungen sorgen dafür, dass nicht nur die Hauptcharaktere verunsichert sind, welchen Personen man trauen kann und welchen nicht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine interessante Geschichte ist, und es Spaß machte, Robert und Marlene durch ihr Abenteuer zu begleiten. Hier erwartet den Leser ein gutes Buch.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Blauäugig – Ein Provinz-Krimi aus Niedersachsen

Blauäugig
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Nach acht Jahren im Gefängnis lebt Richard Wehmeier seit fünf Wochen wieder in Freiheit. Er erhält einen Anruf. Eine ihm unbekannte Person möchte sich mit ihm treffen, denn es gibt Informationen darüber, ...

Nach acht Jahren im Gefängnis lebt Richard Wehmeier seit fünf Wochen wieder in Freiheit. Er erhält einen Anruf. Eine ihm unbekannte Person möchte sich mit ihm treffen, denn es gibt Informationen darüber, dass Wehmeier die kleine Betti damals nicht umgebracht hat. Doch im Haus, zu dem er kommen sollte, ist niemand. Die Tür steht offen, und er geht hinein. Kommissar Kilian Frommelt hat es mit der Kinderleiche von Lisa Brandes zu tun. Das Mädchen wohnte mit seinen Eltern in dem Haus, welches Wehmeier betreten und Spuren hinterlassen hat. Die Ermittlungen gegen ihn beginnen.

Richard Wehmeier versucht, nach seiner Zeit im Gefängnis wieder Fuß in der Freiheit zu fassen. Doch der Mord an Lisa könnte ihn wieder dorthin zurück bringen. Er ist verzweifelt, denn wie soll er seine Unschuld beweisen? Kommissar Frommelt kann nicht an die Schuld von Wehmeier glauben, auch wenn alle Indizien gegen ihn sprechen.

Beate Winter hat einen guten Krimi geschrieben. Die Geschichte kommt ohne grausame Beschreibungen der Geschehnisse aus. Insgesamt allerdings auch ohne größere Veränderungen im Spannungsbogen. Der Schreibstil ist einfach, und dadurch liest sich das Buch sehr gut. Es sind genügend Wendungen eingebaut, und zum Schluss geht es Schlag auf Schlag. Jedoch wusste ich schon früh, wie die Auflösung sein könnte. Ob dies von der Autorin bewusst gewollt war, kann ich natürlich nicht sagen.

„Blauäugig“ ist ein ruhiger Kriminalroman, der sich gut an einem gemütlichen Sonntag lesen lässt. Ein interessanter Provinz-Krimi erwartet den Leser.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Bitter Lemon

Bitter Lemon
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Nach zwölf Jahren wird Zoran Zerkov aus dem Gefängnis entlassen. Zusammen mit einer Journalistin konnte er nach all der Zeit seine Unschuld beweisen. Als Zerkov das Gefängnisgebäude verlässt, verschwindet ...

Nach zwölf Jahren wird Zoran Zerkov aus dem Gefängnis entlassen. Zusammen mit einer Journalistin konnte er nach all der Zeit seine Unschuld beweisen. Als Zerkov das Gefängnisgebäude verlässt, verschwindet er vor den Augen der herbestellten Journalisten auf einem Motorrad. Zuvor jedoch schwört er, Rache zu nehmen. Bald darauf sterben die ersten Menschen, die eine Verbindung zu Zerdov und seinem Fall haben. Der Ex-Polizist David Manthey ist ein Jugendfreund von Zerkov und kann sich nicht vorstellen, dass dieser die Morde begangen hat.

Zoran Zerkov und David Manthey sind zwei interessante Charaktere. Bis vor zwanzig Jahren waren sie Freunde, doch diese Freundschaft zerbrach. Woran stellt sich im Laufe der Geschichte heraus. Nach all dieser Zeit soll Manthey seinen ehemaligen Polizeikollegen helfen, Zerkov zu finden. Manthey begibt sich jedoch alleine auf die Suche nach seinem alten Freund.

In „Bitter Lemon“ erwarten den Leser viele spannende Figuren, wobei manche etwas besser hätten ausgearbeitet sein können. Die Spannung steigt von Seite zu Seite, und zusammen mit einem guten Finale bietet dieses Buch Lesevergnügen pur. Autor Wolfgang Kaes findet die richtigen Worte, um Begebenheiten zu beschreiben, und erreicht den Leser damit. Nur langsam kommt ans Licht, welches Ziel Zerkov verfolgt.

In diesem Buch wird ein ernstes Thema angesprochen, welches im Alltag der Menschen kaum eine Rolle spielt und doch sehr lukrativ ist. Interessant ist auch, wer darin alles verstrickt ist. Da dieses Thema jedoch nicht in aller Ausführlichkeit beschrieben wird, lässt der Thriller genug Raum für eigene Vorstellungen.

„Bitter Lemon“ ist ein sehr guter Thriller, der trotz seines ernsten Themas viel Lesevergnügen zu bieten hat.