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Veröffentlicht am 17.08.2020

Nüchterne Charaktere, oberflächliche Ermittlungen und ein interessantes Tagebuch

Sizilianisches Verderben
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Luca Santangelo arbeitet als Journalist und recherchiert in einem Kloster in Palermo, als plötzlich eine der Nonnen zusammenbricht. Als sich dann die Vorfälle häufen wird Luca skeptisch und glaubt nicht ...

Luca Santangelo arbeitet als Journalist und recherchiert in einem Kloster in Palermo, als plötzlich eine der Nonnen zusammenbricht. Als sich dann die Vorfälle häufen wird Luca skeptisch und glaubt nicht mehr an einen natürlichen Tod. Seine Freundin Ada entwendet währenddessen ein altes Tagebuch aus der Bibliothek des Klosters. Die darin beschriebene Geschichte lässt sich daraufhin nicht mehr los.

Nachdem mich dieses Buch aufgrund des Covers und des Klappentextes sehr neugierig gemacht hat fiel mir bereits der Einstieg in die Geschichte sehr schwer. Der Schreibstil der Autorin konnte mich leider bereits zu Anfang nicht wirklich fesseln. Das änderte sich auch im Verlauf der Geschichte nicht. Zudem waren mir die Beschreibungen und Handlungen irgendwie zu nüchtern und emotionslos. Und diese Nüchternheit und auch ein Mangel an Emotionalität empfand ich auch im Bezug auf die Figuren. Luca konnte ich durchgehend nicht einordnen. Seine Ermittlungen waren für mich halbherzig und irgendwie hab ich seinen gedanklichen Fokus nicht ganz verstanden. Ada war anstrengend. Und ihren Ausflug in das Kloster in Catania war für mich überflüssig und absolut nicht nachvollziehbar. Der hier aufgebaute Streit zwischen Luca und Ada war danach auch irgendwie nie mehr Thema ... warum wurde er dann eingebaut. Das Ende der Gegenwartsgeschichte war dann wieder nicht uninteressant und die letzten 30 Seiten konnten mich dann doch noch unterhalten. Auch wenn hier die Spannung nicht ganz rüber kam.

Die Vergangenheitsform habe ich als deutlich interessanter empfunden. Das Tagebuch, dass Ada findet wird auch hauptsächlich in dieser Form wiedergegeben. So erfahren wir die Ereignisse nur aus der Sicht von Lili. Ihr Leiden und ihre Gefühle waren für mich deutlich greifbarer als bei den anderen Personen.

Insgesamt konnte mich dieses Buch aufgrund der sehr schwachen Haupthandlung nicht überzeugen können. Beendet habe ich das Buch nur, weil ich die Gegenwartsgeschichte größtenteils quer gelesen habe (Ausnahme der Schluss, der war nicht schlecht). Die Vergangenheitsgeschichte hat mich hierbei zum weiterlesen motiviert. Für Freunde eines nüchternen Schreibstils und oberflächlicher Ermittlungen mit Interesse an Klöster und Nonnen vielleicht empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Schöne Geschichte mit netten Charakteren aber leider nicht überzeugendem Erzählstil

Ein Highlander in Nöten
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Als Geordie Buchanan nach Hause kommt muss er feststellen, dass die Burg voller Gäste ist. Und daher ist auch sein Zimmer leider nicht frei. Also beschließt er im Obstgarten zu schlafen. Als er am nächsten ...

Als Geordie Buchanan nach Hause kommt muss er feststellen, dass die Burg voller Gäste ist. Und daher ist auch sein Zimmer leider nicht frei. Also beschließt er im Obstgarten zu schlafen. Als er am nächsten Morgen davon geweckt wird, dass eine junge Frau auf den Baum unter dem er liegt klettert hätte er wohl nie gedacht, dass genau diese Frau sein Leben verändern wird.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin stellt die Charaktere zügig und mit sehr viel Witz vor. Dabei erfährt man bereits die ersten wichtigen Eigenschaften und Charakterzüge, ohne dass man zu viel erfährt um neugierig zu bleiben. Im Verlauf der Geschichte behält sich die Autorin diesen Witz bei und viele Situation und Dialoge sind dadurch durchaus amüsant. Dennoch enthält die Geschichte auch durchaus prickelnde und auch spannende Szenen. Hier hat die Autorin es gut geschafft die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen.
Neben den Hauptcharakteren gibt es in dieser Geschichte noch einige Nebencharaktere. Besonders relevant sind die Familienmitglieder von Geordie und Dwyn. Hier trifft man auch viele altbekannte Charaktere wieder. Diese Charakter haben mir gut gefallen und waren sehr vielfältig ausgearbeitet.
Nicht gut gefallen hat mir dann aber leider, dass die Autorin sich sehr oft wiederholt. So verrutscht der Ausschnitt von Dwyn ständig und irgendwie scheint das im ganzen Buch eines der Hauptthemen zu sein. Auch andere Gespräche wiederholen mehr altbekanntes als neue Aspekte in die Geschichte zu bringen. Dies hat das Lesen für mich oft anstrengend und auch etwas langweilig gemacht.

Insgesamt war diese Geschichte eine nette Geschichte für zwischendurch. Allerdings lag hier der Fokus des Interesses einfach nicht passend und auch die Wiederholungen in den Gesprächen waren für mich eher anstrengend. Dennoch hat das Buch mich ganz gut unterhalten. Das stärkste Buch der Autorin ist es allerdings nicht.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Wie aus einer hoffnungsvollen Saison eine Rettungsaktion wird

Der Heiratsplan
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Frederica kann es nicht glauben! Endlich ist es so weit und sie darf nach London um endlich in ihre erste Saison zu feiern und in die Londoner Gesellschaft eingeführt zu werden. Endlich ist das Trauerjahr ...

Frederica kann es nicht glauben! Endlich ist es so weit und sie darf nach London um endlich in ihre erste Saison zu feiern und in die Londoner Gesellschaft eingeführt zu werden. Endlich ist das Trauerjahr um ihren Vater vorbei! Endlich kann sie sich von den langweiligen Kleidern verabschieden. Doch dann kommt alles anders als Frederica es sich erträumt hat und sie muss sich um die Zukunft ihrer Familie sorgen. Und dafür muss sie eine folgenreiche Entscheidung treffen.

Auf diese Geschichte habe ich mich sehr gefreut, denn ich kenne von der Autorin bereits unter anderem das Buch "Die Braut des Herzogs", welches mich sehr begeistern konnte.
Den Einstieg in die Geschichte hat mir die Autorin dann leider nicht ganz so leicht gemacht. Zwar ist der Anfang recht interessant und wir lernen die einzelnen Charaktere kennen. Allerdings zieht sich dieser Beginn dann leider und es dauert lange, bis wir uns in London und in der eigentliche Geschichte wiederfinden. Zudem werden bereits zu Beginn der Geschichte sehr viele Namen genannt ohne diese mit Hintergrundinformationen zu untermauern.
Nachdem die Geschichte sich dann nach London verlagert hatte ich deutlich mehr Vergnügen beim Lesen. Hier gab es wieder viele Missverständnisse und die genretypischen Vorurteile. Die Dialoge an sich waren größtenteils sehr unterhaltsam, allerdings doch etwas schwächer als ich es von der Autorin kenne.
Die Figuren konnten mich dann leider nicht wirklich von sich überzeugen. Frederica hat mir eigentlich noch ganz gut gefallen. Sie wirkt durchaus selbstbewusst und ihre Handlungen waren überlegt und nachvollziehbar. Penelope dagegen fand ich schon sehr anstrengend. Sie war sehr naiv und ihre Handlungen waren für mich absolut nicht nachvollziehbar. Auch die weiteren Figuren waren für mich etwas zu blass.
Gut gelingt der Autorin allerdings das Setting und die von ihr erdachten Situationen in der Londoner Gesellschaft darzustellen. Hier konnte ich mich wieder sehr gut vorstellen was passiert und wie die Umgebung an diesen Orten darstellt.

Insgesamt konnte mich diese Geschichte gut unterhalten. Allerdings ist es nicht das stärkste Werk der Autorin.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Die etwas andere Internatsgeschichte mit Verbrechen in zwei verschiedenen Zeitebenen

Ellingham Academy (Band 1) - Was geschah mit Alice?
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Stevies große Vorbilder sind Agatha Christie und Sherlock Holmes. Sie liebt Verbrechen und Mord, besonders spannend findet sie den Verbrechensfall rund um die sagenumwobene Ellingham Academy. Als Stevie ...

Stevies große Vorbilder sind Agatha Christie und Sherlock Holmes. Sie liebt Verbrechen und Mord, besonders spannend findet sie den Verbrechensfall rund um die sagenumwobene Ellingham Academy. Als Stevie dann auf diese Schule gehen darf und sich dort auch noch intensiver mit diesem speziellen Fall auseinander setzen soll, geht ein Traum für sie in Erfüllung. Doch dann häufen sich die Vorfälle und auf einmal steht nicht mehr das alte, sondern ein komplett neues Verbrechen in Stevies Fokus.

Als ich mit diesem Hörbuch begonnen habe hatte ich eigentlich keine Erwartungen an die Geschichte. Ich hatte tatsächlich eine typische Internatsgeschichte aller Shadow-Falls-Camp oder Night School erwartet. Dem war dann nicht so.

Der Einstieg in die Geschichte an sich zieht sich ziemlich. Vieles wird erklärt und das ist auch gut so. Denn, auch wenn wir nicht in eine Fantasiewelt einsteigen, ist das Umfeld der Ellingham Academy definitiv nicht gewöhnlich. Und auch die auftretenden Figuren sind alle etwas Besonders. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um die Schüler der Academy, und diese sind genau wie Stevie in einem speziellen Bereich besonders begabt bzw. interessiert. Durch die ganzen Einführungen und Erklärungen dauert es lange bis die erste Spannung aufkommt.

Interessant wurde es für mich, als sich die beiden Erzählstränge (Gegenwart und Vergangenheit) immer mehr annähern und doch unterscheiden. Die Geschichte in der Vergangenheit war für mich besonders zu Beginn ein kleiner Lichtblick, da dieser die etwas schwerfällige Gegenwartssicht spannender machte. Allerdings zieht es sich hier im Mittelteil und auch am Ende sehr in die Länge und mir ist am Ende nicht klar gewesen, was jetzt wirklich Sache ist.

Das Verbrechen in der Gegenwart hat sich dagegen sehr langsam aber dennoch interessant aufgebaut. Auch die Ermittlungen haben mir an sich gut gefallen, auch wenn es hier zwischenzeitlich (auch durch Stevies Art) etwas konfus wurde. Allerdings muss ich sagen, dass die hier eingebrachte LoveStory für mich absolut unpassend und unglaubwürdig war.

Die Sprecherin hat mich nicht wirklich von sich überzeugt. Ich brauchte ein bisschen um mich an ihre Betonung und auch an die Vertonung der einzelnen Personen zu gewöhnen. In meinen Augen gelingen ihr die weiblichen Figuren sehr gut. Die männlichen Charaktere waren für mich nicht passend vertont. Auch passte in meinen Augen die Stimminterpretationen in vielen Situationen nicht zum Gesagten.

Insgesamt konnte mich dieses Hörbuch aber gut unterhalten. Stevie als sehr eigensinnige Protagonistin hat mir gut gefallen. Auch die Grundidee und die Ermittlungen waren, auch wenn ich alles etwas konfus fand, nicht schlecht. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil und hoffe hier auf einen etwas zügigeren Einstieg und weniger Erklärungen.

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Veröffentlicht am 14.08.2020

Weniger brutal, aber dennoch mitreisend

Der Da Vinci Code
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Der Symbolforscher Robert Langdon lehrt eigentlich als Professor an der Universität Havard. Doch dann wird er auf einer Paris-Reise zum Tatort eines grausamen Mords im Louvre gerufen. Schnell wird klar, ...

Der Symbolforscher Robert Langdon lehrt eigentlich als Professor an der Universität Havard. Doch dann wird er auf einer Paris-Reise zum Tatort eines grausamen Mords im Louvre gerufen. Schnell wird klar, dass mehr hinter der Tat steckt, als die Polizei denkt. Und auf einmal befindet sich Langdon zusammen mit der Enkelin des Toten in einem rasanten Abenteuer auf der Suche nach einer der größten Legenden unserer Zeit.

Da ich bereits den Film "Der DaVinci-Code" kenne war mir die Geschichte im Großen und Ganzen nicht unbekannt. Dennoch war ich sehr gespannt auf das Hörbuch. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Ich war sehr schnell in der Geschichte drin. Sie ist spannend erzählt und gut verständlich. Auch für Leser/Hörer ohne Vorwissen wird alles sehr ausführlich, aber nicht zu lang erklärt. Man bekommt somit auch einen tieferen Einblick in die eigentliche Thematik. Die Handlung braucht allerdings etwas um Fahrt aufzunehmen und man muss ein bisschen Geduld mitbringen bis man versteht, wohin die Geschichte sich entwickeln wird. Das war aufgrund der für mich sehr interessanten Thematik aber kein Problem. Im Verlauf der Geschichte gibt es dann immer wieder etwas lang gezogene Abschnitte in der die Spannung deutlich abflacht. Aber danach kommt dann wieder ein Spannungshochpunkt. Mir fiel es im Gesamten einfach an der Geschichte dran zu bleiben.

Die Figuren war für mich, wie auch in den Filmen, interessant, aber nicht wirklich ergreifend. Aber irgendwie hat mir das nicht unbedingt schlecht gefallen. Es hatte durchaus auch etwas Interessantes, denn insgesamt waren die Figuren für mich nachvollziehbar.

Schwer getan habe ich mich anfangs mit den vielen Perspektivwechseln. Aber auch daran konnte ich mich gewöhnen.

Der Sprecher hat mich total begeistert und es war definitiv nicht mein letztes Hörbuch von ihm.

Insgesamt kann konnte mich das Hörbuch sehr gut unterhalten und wird von mir auf jeden Fall weiterempfohlen.

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