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Meine Sommer mit MarxMeine Sommer mit Marx entführt uns in das kleine Örtchen Lavnitz, wo Sessy nach zehn Jahren Abwesenheit plötzlich wieder auftaucht – im Gepäck Erinnerungen an Marx und einen fast perfekten Sommer. Während ...
Meine Sommer mit Marx entführt uns in das kleine Örtchen Lavnitz, wo Sessy nach zehn Jahren Abwesenheit plötzlich wieder auftaucht – im Gepäck Erinnerungen an Marx und einen fast perfekten Sommer. Während Sessy Partys, Small Talk und Marketingkampagnen perfekt beherrscht, liegt ihr Talent für Empathie und Rücksichtnahme deutlich weniger im Fokus. Marx hingegen hat sich geschworen, ihr keine zweite Chance zu geben – und doch gerät sein Entschluss ins Wanken, als sie wieder vor ihm steht.
Leider konnte ich zu Sessy keinerlei Sympathie aufbauen. Weder in den Rückblenden noch in der Gegenwart wirkte sie für mich nahbar oder einfühlsam. Besonders ihr starkes Geltungsbedürfnis und die Selbstzentriertheit – nach einer Dekade Abwesenheit aufzutreten, als müsse sich die Welt sofort um sie drehen – haben mich gestört. Ein Beispiel dafür ist die Szene, in der Marx verletzt ist und sie dennoch nur an ihren eigenen Geburtstag denkt.
Marx selbst hat mein Mitgefühl geweckt, da er immer wieder zurücksteckt und sich anpasst. Zum Ende hin habe ich gehofft, dass er endlich einmal für sich selbst einsteht und nicht weiter in Sessys Orbit gefangen bleibt.
Positiv hervorzuheben ist der leichte, flüssige Schreibstil von Fee Taut, der mit vielen Details ein lebendiges Bild der Figuren und Orte zeichnet. Inhaltlich jedoch konnte mich die Geschichte nicht packen – zu wenig Entwicklung, zu viele unsympathische Charakterzüge bei der Protagonistin.
Fazit: Trotz guter sprachlicher Umsetzung fehlte mir die emotionale Bindung zur Geschichte. Für mich reicht es daher nur zu 2/5⭐️