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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dorfstimmung!

Septembermeer
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Svea und Daniel ziehen auf eine kleine Ostseeinsel, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen. Dort akzeptiert zu werden, ist nicht einfach. Julia und Hanno, mit ihren Kindern Mats und Pimpy, helfen den Beiden ...

Svea und Daniel ziehen auf eine kleine Ostseeinsel, um dort eine Buchhandlung zu eröffnen. Dort akzeptiert zu werden, ist nicht einfach. Julia und Hanno, mit ihren Kindern Mats und Pimpy, helfen den Beiden widerwillig. Dann gibt es auf der Insel noch Sine Böhm, die Besitzerin des Dorfladens, mit der sich Svea letztlich anfreundet und die alte Elsbeth, die sich Daniel´s annimmt. Dadurch lernt er die zwölf Fischer kennen, bei denen er sich wohl fühlt.

Das Buch hat mir nicht so gut gefallen. Es beschreibt überwiegend nur das Leben in einem Dorf. Die Sorgen, Streitigkeiten und den doch Zusammenhalt der Gemeinschaft. Mir fehlte von Anfang die Spannung, oder wenigstens etwas Humor in der Geschichte. Erst auf den letzten ca.50 Seiten kam dann Spannung auf, als die komplette Dorfgemeinschaft, die verschwundene Svea sucht.
Deshalb fällt es mir auch schwer diesen Roman weiter zu empfehlen. Wer sich für das Zusammenleben und die Sorgen und Nöte in einer Dorfgemeinschaft interessiert, oder generell Schicksalsromane bevorzugt, dem mag das Buch evtl. gefallen. Mir leider nicht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Killer mit Schwächen!

Blood on Snow. Der Auftrag
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Dieser Thriller ist 2015 beim Ullstein Verlag erschienen.
Olav hat eine Lese- Rechtschreibschwäche, interessiert sich aber sehr für Bücher und versinkt regelrecht darin. Er ist von Beruf Auftragskiller, ...

Dieser Thriller ist 2015 beim Ullstein Verlag erschienen.
Olav hat eine Lese- Rechtschreibschwäche, interessiert sich aber sehr für Bücher und versinkt regelrecht darin. Er ist von Beruf Auftragskiller, denn was anderes kann er nicht. Er hat sich als Zuhälter, Fluchtfahrer und auch als Geldeintreiber versucht, aber das war Alles nicht sein Ding. Nun soll er die untreue Frau seines Chefs töten, doch wie immer wenn es um ein weibliches Wesen geht, hat er ein Problem damit. Also erledigt oder wie er es nennt „ expediert“ er den Liebhaber dieser. Damit beginnt aber erst der Ärger. Denn der Getötete ist der Sohn seines Chefs und dieser will ihn nun ebenfalls töten.
Der Schreibstil von Jo Nesbø konnte mich hier leider nicht so begeistern. Auf den ersten ca. 70 Seiten war ich drauf und dran das Buch abzubrechen, denn es kam bei mir keinerlei Spannungsgefühl auf. Dann, als es zum großen Showdown kam, wurde es spannender, aber flachte dann auch schnell wieder ab.
Der Autor beschreibt Olav eher als weichen Loser, sodass man ihm die Rolle als knallharten Killer nicht abnimmt. Mir ist das Alles etwas zu seicht.“ Olav tötet, weil er nichts anderes kann“, welch eine Aussage. Ich mag in den Thrillern die ich lese lieber den harten Kerl. Killer oder Nicht- Mann oder Maus. So konnte ich mich auch nicht in diese Geschichte hinein versetzen. Zum Schluss war mir das Ende dann auch nicht schlüssig. Was ist wahr und was Fiktion.
Also ist dieses Buch, für mich, auf keinen Fall ein Thriller, sondern höchstens ein seichter Krimi. Ich würde es nur jemandem empfehlen der Krimis mit vorrangig tiefgehenden Lebensgeschichten mag.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sommerleichter Urlaubsschmöker!

Mit Flipflops ins Glück
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Sami bekommt ein Jobangebot in Sao Paulo, Brasilien. Er möchte seine große Liebe Nina dorthin mitnehmen. Doch Nina ist sich nicht sicher, ob das möchte. Einerseits ist sie seit 12 Jahren mit Sami zusammen ...

Sami bekommt ein Jobangebot in Sao Paulo, Brasilien. Er möchte seine große Liebe Nina dorthin mitnehmen. Doch Nina ist sich nicht sicher, ob das möchte. Einerseits ist sie seit 12 Jahren mit Sami zusammen und beabsichtigt den Rest ihres Lebens mit ihm zu verbringen. Andererseits liebt sie aber auch ihren Job in dem kleinen Münsteraner Cafe, das sie mit ihrer besten Freundin Kerstin führt. Dazu kommt noch das immer mal wieder, ihre Jugendliebe Gero in ihr Leben tritt. Sie fliegt schließlich mit Sami zur Probe, eine Woche nach Brasilien und muss sich dort entscheiden, ob sie für immer dort bleiben möchte.
Matthias Sachau hat mit diesem Buch einen locker leichten Roman verfasst, den man gerne auch mal in der Sonne liegend genießen kann. Seine Beschreibung, wie Nina Gero auf Sylt kennenlernt und dann wieder verliert, wie Sami immer für sie da ist und die Endscheidung für oder gegen Sao Paulo, hat mich sehr gefesselt. Sachau hat den Zwiespalt der Gefühle sehr humorvoll verpackt. Die Geschichte könnte auch aus dem wahren Leben sein.
Also kann ich dieses Buch als Urlaubslektüre nur empfehlen. Wer allerdings denkt er könnte näheres über Kultur und Leben in Brasilien lesen, wird hier enttäuscht sein. Die Umgebung wird zwar beschrieben, aber nicht sehr ausführlich.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Abgründe der menschlichen Seele!

Der Totschläger (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 5)
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Wieder ein neuer Fall für Hunter und Garcia. Detektiv Robert Hunter bekommt im Büro einen Anruf, mit der Aufforderung eine IP Adresse in seinen Computer ein zu geben. Dort läuft ein Video, auf dem Hunter ...

Wieder ein neuer Fall für Hunter und Garcia. Detektiv Robert Hunter bekommt im Büro einen Anruf, mit der Aufforderung eine IP Adresse in seinen Computer ein zu geben. Dort läuft ein Video, auf dem Hunter und sein Kollege Carlos Garcia live miterleben müssen wie ein Mann auf grausame Weise sterben muss. Aber nicht nur das, sondern Hunter wird von dem Anrufer auch noch genötigt die Todesart vorher aus zu wählen.
Kurze Zeit später wird die Leiche dann gefunden. Während die Detektives noch im Dunkeln tappen, geschehen noch weitere groß inszenierte Morde.

Mit dem Thriller „ Der Totschläger“ hat Chris Carter, für mich, wieder eines seiner Meisterstücke vollbracht. Sein Schreibstil konnte mich abermals vollends fesseln. Wie die Charaktere beschrieben werden, dass sie sich vollkommen in den Fall vertiefen und durch Geschehnisse immer wieder emotional angegriffen werden, hat Carter sehr gut hervorgehoben. Ich war von Anfang an tief in der Story versunken und hatte bis zum Ende Probleme das Buch aus der Hand zu legen.
Nur das Ende des Buches war mir dann zu plötzlich. Nachdem der Täter ermittelt war, wurde er auch schnell gefasst. Da hätte ich mir gerne noch ein paar Hindernisse gewünscht. Trotzdem war dieser Thriller sehr, sehr, spannend und ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Aber Achtung, auch dieser Thriller ist, wie alle Chris Carter Bücher sehr grausam, also nichts für schwache Nerven.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schaurig schöner Thriller!

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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Ein Unbekannter entführt zuerst eine junge Frau aus einem Haus, während sie sich als Babysitter betätigt und dann einen 11 jährigen Jungen, direkt von der Straße weg. Die Leiche der Frau wird kurze Zeit ...

Ein Unbekannter entführt zuerst eine junge Frau aus einem Haus, während sie sich als Babysitter betätigt und dann einen 11 jährigen Jungen, direkt von der Straße weg. Die Leiche der Frau wird kurze Zeit später grausam zugerichtet aufgefunden. Als eine weitere Tote aufgefunden wird, steht für Detektiv Robert Hunter und seinen Kollegen Carlos Garcia fest, dass es sich hier offensichtlich um einen Serientäter handelt. Nach beiden Morden macht er durch Briefe auf sich aufmerksam. Diese unterschreibt er mit den Worten“ Ich bin der Tod“. Die gleichen Worte wurden bei den Opfern gefunden. Eine Suche nach dem bestialischen Mörder und seinem Motiv beginnt.

Mit diesem Thriller hat sich Chris Carter mal wieder übertroffen. Da ich schon mehrere Bücher von ihm gelesen habe, dachte ich es gäbe in der Grausamkeit keine Steigerung mehr, aber er hat mich eines Besseren belehrt. Sein Schreibstil konnte mich mal wieder von der ersten Seite an fesseln. Wie der Täter “Das Monster“, Hunter und Garcia immer wieder aufs Neue herausfordert und durch seine Arroganz auf die Palme bringt, hebt die Spannung bis ins Endlose. Der Täter hinterlässt so gut wie keine Spuren. So konnte ich bis zum Ende nur erahnen wer er sein könnte. Letztendlich war ich dann doch überrascht wie sich die Geschehnisse gewandelt haben.
Auch die Charaktere von Hunter und Garcia wurden sehr gut aufgegriffen. Der hochbegabte Sonderling Robert Hunter, der selten schläft und der liebevolle Ehemann Carlos Garcia, der immer ein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber hat, dass er nächtelang nicht Heim kommt. Diese aber immer wieder Verständnis für seinen harten Job aufbringt und ihn ebenso liebevoll umsorgt. So macht das Buch auch Spaß bzw. lässt einen gruseln, wenn man die anderen Bücher nicht gelesen hat.
Mein Fazit: Egal in welcher Reihenfolge, man muss die Chris Carter Reihe einfach lesen. Jedes Einzelne ist hoch spannend und überaus fesselnd. Aber Vorsicht, dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven.