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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2024

Ein Meisterwerk

Trophäe
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Die Trophäe ist ein einzigartiges Meisterwerk, welches die unterschiedlichsten Gefühle beim lesen vereint. Das Entsetzen über die Grausamkeiten der Jagd und die Profitgier beim verteilen der Jagdlizenzen ...

Die Trophäe ist ein einzigartiges Meisterwerk, welches die unterschiedlichsten Gefühle beim lesen vereint. Das Entsetzen über die Grausamkeiten der Jagd und die Profitgier beim verteilen der Jagdlizenzen wird abgemildert durch den Nutzen, den der Abschuss einzelner Tiere für die ganze Herde bedeutet. Die Schönheit Afrikas wird mit samtweichen Worten aufgesogen, die Leidenschaft für das Töten der Tiere wird nachvollziehbarer, allein durch die detailreiche Beschreibungen. Selbst das Angebot der Big Six erscheint dem Leser ein logischer Aspekt unter diesen Gegebenheiten. Aber eines ist Gewiss, die Gänsehaut die einen bei der Umsetzung der ungeheuerlichen Tat begleitet und bis zum bitteren Ende nicht abebben mag, bleibt einem sehr lange in Erinnerung. Der Begriff des „ethischen Mindfucks“ ist an dieser Stelle goldrichtig. Ein wahres Meisterwerk der schaurigen Leidenschaften.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Traurige Besessenheit

Geordnete Verhältnisse
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Leider viel zu oft, wird die Liebe zu einem Menschen zur Besessenheit und die Verlustangst wird zur Qual. Für Philipp ist Faina der Rettungsanker seiner unsteten Kindheit, sein Fels in der stürmischen ...

Leider viel zu oft, wird die Liebe zu einem Menschen zur Besessenheit und die Verlustangst wird zur Qual. Für Philipp ist Faina der Rettungsanker seiner unsteten Kindheit, sein Fels in der stürmischen Schulzeit, sein Schutz vor der Nähe anderer Menschen, sein Halt, als er mit dem Tod seiner Mutter alles verliert. Faina erkennt aufgrund ihrer Krankheit nicht die Gefahr und in Philipp einen Retter ihrer bipolaren Seele. Lana Lux beschreibt in ihrem Roman mit einfühlenden und sinnbildlichen Worten die Beziehung zweier im Herzen kranker Menschen, die trotz aller Widrigkeiten nichts anderes, als ein intaktes Familienleben anstreben. Für Fainas Tochter und weil einem sonst nichts bleibt, wenn die Gedanken eigene Wege gehen. Die Traurigkeit und Hilflosigkeit, die beide umgeben, überträgt sich beim lesen und man wünscht sich nichts sehnlicher als ein glückliches Ende. Was bleibt ist ein Ende ohne Glück.

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Veröffentlicht am 21.01.2024

Der Titel ist Programm !

Klarkommen
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Klarkommen, für die Ich - Erzählerin ein wesentlicher Bestandteil ihrer Jugend und dem Ausschnitt ihres Lebens, den sie mit uns teilt. In wunderbar selbstironischer Sprache werden wir Teil eines Wohnprojektes, ...

Klarkommen, für die Ich - Erzählerin ein wesentlicher Bestandteil ihrer Jugend und dem Ausschnitt ihres Lebens, den sie mit uns teilt. In wunderbar selbstironischer Sprache werden wir Teil eines Wohnprojektes, dessen verschwendete Ressourcen an möglichen Exzessen, hemmungslosen Sex und wilden Partynächten am ganz normalen Leben zu scheitern droht. Unverblümt und mit herrlich trockenem Humor und Selbsterkenntnis werden wir an die eigenen Jugendjahre erinnert. Die Sehnsucht der Ich Erzählerin nach gelebten Leben, wie es meist nur in den eigenen Träumen stattfinden kann wird spürbar und erlebbar. Das Scheitern wird vorhersehbar, wenn man dem üblichen Wegen des Lebens folgt, da eingebunden in Schule, Uni oder Beruf ein Zuviel an überschüssiger Zeit nicht bleibt und man in den seltensten Fällen auf Menschen trifft, die einen über die Normalität zu retten vermögen. Ein wirklich wunderbares und kurzweiliges Werk.

Veröffentlicht am 24.11.2023

Der Kern liegt im Verborgenen.

Mutterkuchen
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Was bleibt, ist ein bedrückendes Gefühl dafür, was es für die Autorin bedeutet über ihr Leben zu schreiben. Die in Tagebuchform erzählten Erinnerungen an eine schwere Kindheit, aufwühlende Jugend und immer ...

Was bleibt, ist ein bedrückendes Gefühl dafür, was es für die Autorin bedeutet über ihr Leben zu schreiben. Die in Tagebuchform erzählten Erinnerungen an eine schwere Kindheit, aufwühlende Jugend und immer wieder zerrissene Erwachsenenzeit lässt den Leser sprachlos und teils erschüttert erkennen, dass das was im Verborgenen liegt und unausgesprochen bleibt, größer ist. Vielleicht auch zu mächtig, um es zu begreifen und auszusprechen. Es ist mutig und traurig zugleich, als Autorin auf ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen zu blicken und sich selbst das Recht auf Glück und Zufriedenheit ein Stück weit zu verwehren. Umso bewundernswerter finde ich, das der Leser an dieser Geschichte teilhaben darf, denn das Risiko öffentlich missverstanden zu werden ist groß und kann durchaus verletzen. Ich wünsche mir für die Autorin, dass jeder Leser das Buch mit Wertschätzung liest und mit größtem Respekt auf Menschen blickt, deren Lebensweg beschwerlich ist und trotzdem mit Würde gemeistert wird.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Aufgeben ist keine Option !

Tränen, Liebe, Lebensgier
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Sie haben einen geliebten Menschen verloren und suchen Hilfe ? Kimberly Hagen zeigt in ihrem Buch einen etwas anderen, unkonventionelleren Weg der Trauerbegleitung und nimmt sie mit auf eine Reise der ...

Sie haben einen geliebten Menschen verloren und suchen Hilfe ? Kimberly Hagen zeigt in ihrem Buch einen etwas anderen, unkonventionelleren Weg der Trauerbegleitung und nimmt sie mit auf eine Reise der Neuentwicklung. Jede Trauer ist einzigartig, wie auch die Beziehung zum Verstorbenen für jeden unterschiedlich geprägt ist. Kimberly hatte eine sehr enge und liebevolle Bindung zu ihrem Mann, und so ist auch ihre Trauer intensiv und voller Rückschläge. Ihr Erzählstil zeigt diese besondere Beziehung zu einem besonderen Menschen, der auch dem Leser ans Herz wächst und man beim lesen die Trauer spüren kann. Mag ihr Weg, ihre Einstellung zu Freundschaft, Sex und neuer Liebe nicht für jedermann der Richtige sein. Das muss es aber auch nicht, denn jeder geht seinen eigenen Weg in seinen eigenen Schuhen. Kimberly hat die Fußspuren vorgegeben, als Hilfestellung und Wegweiser.

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