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Veröffentlicht am 04.07.2024

Lest ihr gerne Mangas mit Monstern?

Unfollow me. Vom Fluch gezeichnet, von Liebe verfolgt
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Ich mag ja gerade die Mangas, in denen es einen ordentlichen Fantasyanteil gibt. Da klang die Idee echt extrem interessant, was passieren könnte, wenn genau diese Geschichten zum Leben erweckt werden. ...

Ich mag ja gerade die Mangas, in denen es einen ordentlichen Fantasyanteil gibt. Da klang die Idee echt extrem interessant, was passieren könnte, wenn genau diese Geschichten zum Leben erweckt werden. "Unfollow me" von Liza Grimm reizt dies zwar nicht ganz so aus wie erwartet, aber ich habe das Buch trotzdem sehr gerne gelesen.

Zum einen haben mir die Figuren sehr gut gefallen. Obwohl bei den beiden Hauptcharakteren die Backgroundstory ziemlich dramatisch ist und sie auch dementsprechend bestimmte Ängste entwickelt haben, sind sie keine komplett abgebrühte oder gefühlskalte Menschen geworden. Und sie tun auch nicht so als ob. Das macht ihre Liebe so süß unspektakulär. Sie baut sich nur angenehm langsam und glaubwürdig auf, was ein großer Pluspunkt für mich war. Keine übereilte Romanze, kein Einander-Verfallen-auf-den-ersten-Blick, sondern aufgrund der Vergangenheit nachvollziehbar voller Zweifel und Vorbehalte.

Zum anderen war die Story an sich ebenfalls sehr süß. Wer große Action und viel Spannung erwartet, wird definitiv enttäuscht. Dafür nimmt sich die Autorin sehr viel Zeit für ihre Figuren und ihr Innenleben. Und für eine auch teilweise sehr kritische Betrachtung von Social Media, gerade mit den negativen Folgen für Prominente und Influenzer. Eben deshalb konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, demn der Schreibstil ist richtig schön, ohne zu weitschweifig zu sein. Ab und an hätte ich mir schon ein paar mehr Monster gewünscht, da gerade die mich erst auf die Geschichte aufmerksam gemacht haben.

Wer auf Slow-Burn-Romance und süße Mangastories steht, die sich lieber auf ihre Figuren als auf großartige Action konzentrieren, für den ist der Roman auf alle Fälle was.

Von mir gibt's für das Buch 4 von 5 Papierblätter.

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Veröffentlicht am 21.06.2024

Würdet ihr gerne ein Buch lesen, das die Vibes der Serie "Merlin" hat, nur eben mit zwei weiblichen Hauptcharakteren?

Die Erben von Camelot
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Für mich war das einer der Hauptgründe, die Geschichte zu lesen, denn ich habe damals die Serie geliebt, zumindest die ersten Staffeln. Und deshalb war ich auch so gespannt auf dieses Schätzchen vom Evelyne ...

Für mich war das einer der Hauptgründe, die Geschichte zu lesen, denn ich habe damals die Serie geliebt, zumindest die ersten Staffeln. Und deshalb war ich auch so gespannt auf dieses Schätzchen vom Evelyne Aschwanden. Vielen vielen lieben Dank, dass ich es vorablesen durfte als Rezensionsexemplar ♥️♥️♥️

Zuerst einmal zum Setting: Es spielt zwar einige laaange Zeit nach den legendären Ereignissen rund um Artus und Merlin, aber das Feeling ist genau dasselbe. Vor allem da gerade Caelia und Llyn fast wie die weiblichen Ausgaben des Königs und des Magiers wirken und trotzdem ganz eigenständige Persönlichkeiten sind. Außerdem spielt Magie vor der mittelalterlichen Kulisse eine wichtige, wenn auch versteckte Rolle. Die Autorin interpretiert soviel aus dem Original völlig neu, dass ich von jedem einzelnen Detail restlos begeistert war. Aber dafür müsst ihr den Roman schon selbst lesen, um alles zu entdecken.

Genauso ging es mir mit den Figuren. Ich mochte die drei Hauptcharaktere von Anfang an, von Caelias sarkastischer, etwas unbeholfener, aber frecher Art, über Llyns selbstloser Prinzipientreue bis hin zu Hectors Heimlichtuerei gepaart mit seinem losen Mundwerk. Sie haben alle drei ihre eigene Tiefe, ihre Ecken und Kanten und ihre interessante, gut ausgedachte Hintergrundgeschichte. Obwohl ich glaube, dass zumindest bei Caelia noch einige Überraschungen in der Hinsicht auf uns warten. Aber auch die übrigen Protagonisten finde ich toll ausgearbeitet, besonders diejenigen, die auf den Originalen basieren. Außerdem muss ich unbedingt Frederick erwähnen, eine unerwartete Bereicherung 😂 Freut euch ruhig auf ihn.

Zur Spannung muss ich kaum was sagen, denn sie ist fast immer da. Gerade das letzte Drittel hat mich dann unglaublich mitgerissen, weshalb ich den nächsten Band kaum erwarten kann. Von mir gibt's deswegen 5 von 5 Eseln äh Maultieren.

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Veröffentlicht am 21.06.2024

Ist für euch der zweite Band einer Trilogie auch meist der schwächste?

Beyond Shadows - Durch die Schatten
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Ich habe das leider oft, besonders im Vergleich zum ersten und dritten Teil. Und so ging es mit mir auch mit "Beyond Shadows" von Martina Wilms. Ich mochte den Einstieg wirklich sehr und auch "Beyond Shadows" ...

Ich habe das leider oft, besonders im Vergleich zum ersten und dritten Teil. Und so ging es mit mir auch mit "Beyond Shadows" von Martina Wilms. Ich mochte den Einstieg wirklich sehr und auch "Beyond Shadows" hat mich wieder abgeholt, aber nicht so sehr wie der Vorgänger.

Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass die Handlung wieder so Schlag auf Schlag weitergeführt wird. Es gab soviel, was mich an der Storyline überrascht hat, selbst wenn ich manches erahnen konnte. Die Autorin schafft es wirklich, abrupte Wendungen einzubauen, ohne dass diese gezwungen oder unglaubwürdig wirken. Ab einem gewissen Moment konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil mich die Handlung so sehr gefesselt hat. Selbst wenn die große Enthüllung am Schluss absolut nicht überraschend war, hat es mich trotzdem extrem gepackt.

Die großen Gefühlen, die der Klappentext verspricht, gibt es auch und das nicht zu knapp. Mellas Trauer und ihre Rachegelüste konnte ich verdammt gut nachvollziehen. Die Emotionen werden so detailliert und intensiv beschrieben, dass man ihnen kaum entziehen kann. Selbst wenn Mellas Zorn streckenweise richtig düstere Züge annimmt, war das für mich zu ihrem Charakter und die Geschichte passend. Da hätte man auch noch einiges mehr rausholen können.

Was mich dann allerdings gestört hat, war, dass teilweise aus Kleinigkeiten ein großes Drama gemacht wurde, ohne anständig darüber zu reden. Ja, ich verstehe Mellas Reaktion auf die erste große Enthüllung sehr gut. Wahrscheinlich wäre ich ähnlich wütend und abweisend gewesen. Nur ab und an hätte ich beide schütteln können, so kindisch und unvernünftig haben sich die zwei verhalten. Da war ich echt manchmal beim Lesen extrem frustriert.

Deswegen gibt's von mir diesmal 3 von 5 blutigen Taschentüchern.

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Veröffentlicht am 21.06.2024

Kennt ihr Shakespeares Drama über Lord Macbeth?

Ich, Lady Macbeth
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Ihr müsst es nicht, um diese Geschichte zu verstehen, aber euch entgehen dadurch einige Anspielungen auf das Drama und ihr werdet wahrscheinlich wissen wollen, wie's weitergeht, denn "Ich, Lady Macbeth" ...

Ihr müsst es nicht, um diese Geschichte zu verstehen, aber euch entgehen dadurch einige Anspielungen auf das Drama und ihr werdet wahrscheinlich wissen wollen, wie's weitergeht, denn "Ich, Lady Macbeth" ist sozusagen ein Prequel zu Shakespeares Werk.

Ich muss gestehen, am Anfang hab ich mir etwas schwer getan mit dem Einstieg. Die Story an sich ist schon interessant mit den Schilderungen über die Religion der Druiden und die schottische Geschichte, trotzdem plätschert sie in den ersten Kapiteln nur vor sich hin. Ich hab mir echt schwer getan und war fast soweit, den Roman abzubrechen. Zum Glück habe ich es dann nochmal versucht.

Denn kaum ist Grouch in Scone angekommen, nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf. Ich habe mir zwar wesentlich Schlimmeres vorgestellt anhand des Klappentextes, aber die vielen Wendungen machen das sofort wett. Gerade wie die Autorin die Schwierigkeiten der damaligen Frauen darstellt, Einfluss auszuüben, hat mir besonders gefallen. Anhand verschiedener Figuren werden unterschiedliche Wege aufgezeigt, wie Frauen im 12. Jahrhundert zu Macht gelangen konnten. Und Grouch ist nur eine von ihnen.

Sie ist ein interessanter Charakter mit riesigem Ehrgeiz, den sie erst lernen muss durchzusetzen. Dadurch erscheint sie anfangs sehr naiv in ihren Vorstellungen, die sie allerdings beharrlich verfolgt und auch über Umwege versucht zu verwirklichen. Sie wirkt nicht immer sympathisch, vor allem wenn sie aus Zorn irgendetwas Dummes oder Bösartiges tut, doch das gab ihr auch eine gewisse Tiefe. Dabei stehen ihre Gefühle für Macbethad zum Glück nicht so sehr im Vordergrund, wie die Inhaltsangabe vermuten lässt.

Insgesamt fand ich vor allem den kulturellen Hintergrund, Grouch als Figur und die vielen Anspielungen auf Shakespeares Drama toll. Da der Anfang etwas holprig war, gebe ich dem Buch Insgesamt 3,5 von 5 Dolchen.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Besser als gedacht

Celaenas Geschichte 5 – Throne of Glass
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Die Kurzfassung verspricht nicht viel, aber gerade im Hinblick auf die Hauptstory sollte man die Geschichte unbedingt gelesen haben, um bestimmte Dinge zu verstehen.

Eimmal mehr wird Celaenas eigentlich ...

Die Kurzfassung verspricht nicht viel, aber gerade im Hinblick auf die Hauptstory sollte man die Geschichte unbedingt gelesen haben, um bestimmte Dinge zu verstehen.

Eimmal mehr wird Celaenas eigentlich gutes Herz gezeigt und das vor einem Hintergrund, der eigentlich eher banal ist.

Deswegen gibt's von mir 4 von 5 Sternen.

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