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Rosa333

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2021

Brisant

Kim Jiyoung, geboren 1982
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Mir hat das Buch gefallen - trotz seines sachlichen, prosaischen Schreibstils. Ich konnte keine tiefe, innige Verbindung zu den Charakteren aufbauen, die es mir schwer schaffte, von ihnen Abschied zu nehmen ...

Mir hat das Buch gefallen - trotz seines sachlichen, prosaischen Schreibstils. Ich konnte keine tiefe, innige Verbindung zu den Charakteren aufbauen, die es mir schwer schaffte, von ihnen Abschied zu nehmen und sie ihr Leben allein weiterleben zu lassen. Aber das Buch enthält eine Botschaft, eine große, wichtige Botschaft, und vielleicht ist ebendieser klare, rüschenlose Schreibstil notwendig, um sie zu transportieren, um zu vermeiden, dass sie zwischen atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen und schwülstigen Metaphern untergeht. Es erschreckt, welchen Status viele Frauen in vielen Teilen der Welt immer noch haben, wie sie auf eine einzige Rolle konzentriert werden und wie die Gesellschaft, in der sie aufwachsen, ihnen verbietet, mehr zu sein, etwas Eigenes in ihrem Leben aufzubauen. Der Roman rüttelt wach, konfrontiert den Leser schonungslos mit der Realität und lässt keinen Platz für dichterische Anmut und Träumereien.
Ich würde nicht so weit gehen, es ein "großes literarisches Werk" zu nennen; es ist, nüchtern ausgedrückt, ein Roman, der seinen Zweck erfüllt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2021

Mittelmäßig

Big Sky Country
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Die Leseprobe zog mich in ihren Bann, der Roman als Ganzes konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung kam an vielen Stellen nicht so recht ins Laufen und ich habe mich wie auf einer nie endenden Reise ...

Die Leseprobe zog mich in ihren Bann, der Roman als Ganzes konnte mich nicht überzeugen. Die Handlung kam an vielen Stellen nicht so recht ins Laufen und ich habe mich wie auf einer nie endenden Reise gefühlt, einer Reise zum nächsten Ereignis, zur nächsten Szene, die man als wirkliche "Handlung" bezeichnen kann. Der rote Faden hat mir an vielen Stellen gefehlt, das Gefühl, dass der Autor einen Plan verfolgt und nicht nur nichtssagende Szene an nichtssagende Szene reiht - nicht schlecht geschrieben, manchmal sogar poetisch anmutend - aber von keiner Relevanz für den eigentlichen Plot.
Der Schreibstil ist locker-leicht und trägt den Leser durch die Seiten; auch mit den Charakteren konnte ich mich anfreunden. Sie wurden vom Autor sehr liebevoll gezeichnet und ließen mich, zumindest teilweise, über die stockende Handlung und den flachen Spannungsbogen hinwegsehen.
Die Idee an sich gefiel mir, das Gesamtkonstrukt wirkte vielversprechend (die Charaktere, die Landschaft, in der die Handlung angesiedelt ist etc.); die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

Emotional

Verlangen
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Das Buch ist sehr emotional und tiefgründig geschrieben und ich konnte mich gut in die Charaktere hineinfühlen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, an manchen Stellen allerdings, meiner Meinung nach, ...

Das Buch ist sehr emotional und tiefgründig geschrieben und ich konnte mich gut in die Charaktere hineinfühlen. Der Schreibstil ist leicht und angenehm, an manchen Stellen allerdings, meiner Meinung nach, ein bisschen zu leicht. Der einfache Satzbau macht es einfach, der Geschichte zu folgen und fesselt den Leser an die Seiten, aber längere, komplexere Sätze hätten dem Buch, meiner Ansicht nach, noch mehr Tiefe, Tiefgründigkeit und Ernsthaftigkeit verleihen können.
Was ist gut fand, waren die vielen Vergleiche, die angeführt worden sind, um das Verschwinden von Liebe bildlich darzustellen: die vielen Dichter und historischen Persönlichkeiten, die zitiert und die vielen historischen Begebenheiten (bspw. der Untergang von Pompeji), die detailliert beschrieben worden sind. Ich denke, der Autorin ist es sehr gut gelungen, dieses Gefühl einzufangen, dieses schmerzende, leicht wehmütige Gefühl, das so oft am Ende von Lebensabschnitten steht. "Verlangen" ist ein eindrucksvoller, realistischer Roman, der nichts beschönigt oder abmildert, um es dem Leser in besserem Licht darzustellen. Er erzählt, wie auf dem Buchrücken versprochen wurde, die Wahrheit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Hochinteressant

Wundersuche
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Ich bin eigentlich etwas skeptisch, was "Wunderheiler" und "Spontanheilungen" angeht, dieses Buch jedoch hat meinen Blick verändert.
Die Seiten lesen sich angenehm, der Schreibstil ist flüssig, schlicht ...

Ich bin eigentlich etwas skeptisch, was "Wunderheiler" und "Spontanheilungen" angeht, dieses Buch jedoch hat meinen Blick verändert.
Die Seiten lesen sich angenehm, der Schreibstil ist flüssig, schlicht und präzise, auf das Wesentliche reduziert. Die Handlung ist stringent und folgt durchgehend einem roten Faden. Das Außergewöhnliche sind die Ereignisse selbst, die realen Ereignisse, denn das Buch beruht ja, wie ich mir selbst zwischendurch in Erinnerung rufen musste, auf wahren Begebenheiten. Ich denke, dem Autor ist es gelungen, einen guten Einblick in die Welt des Kuriosen, Parapsychologischen zu gewähren und er beschrieb die Geschehnisse so ehrlich, nüchtern und vertrauenerweckend skeptisch, dass ich ihm geglaubt habe, der eigentlichen Absonderlichkeit zum Trotz.
Klare Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Emotional

Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete
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Der Schreibstil des Buches ist sehr einfach und prägnant und durch die kurzen, schnellen Sätze konnte ich mich sofort auf Stefania und ihre Welt einlassen und mich in sie hineinfühlen. Es wurden schon ...

Der Schreibstil des Buches ist sehr einfach und prägnant und durch die kurzen, schnellen Sätze konnte ich mich sofort auf Stefania und ihre Welt einlassen und mich in sie hineinfühlen. Es wurden schon viele Geschichten zu diesem Thema veröffentlicht, aber ich finde, diese ist eine besondere. Stefanias Mut hat mich tief beeindruckt und ich habe unentwegt mit ihr gefiebert. Das Buch las sich sehr spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ständig ein roter Faden da war, der mich durch die Seiten geleitet hat und ich das im Klappentext versprochene Ende lesen und doch nicht lesen wollte, ich wollte einerseits wissen, wie die Geschichte ausgeht und andererseits wollte ich Stefania noch viel länger begleiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere