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Veröffentlicht am 05.10.2020

Agatha Raisin - Eine Detektivin, die nicht überzeugt

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
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Inhalt:
Für Agatha Raisin ist es an der Zeit, ihre Tätigkeit als Amateur-Detektivin zur Profession zu machen, und sie eröffnet ihr eigenes Detektivbüro. Ihre neue Nachbarin Emma Comfrey bewirbt sich bei ...

Inhalt:
Für Agatha Raisin ist es an der Zeit, ihre Tätigkeit als Amateur-Detektivin zur Profession zu machen, und sie eröffnet ihr eigenes Detektivbüro. Ihre neue Nachbarin Emma Comfrey bewirbt sich bei ihr als Sekretärin und wird, aufgrund ihres Durchsetzungsvermögens und detektivischen Geschicks, kurzerhand eingestellt. Der erste Fall des Detektivbüros ist eine vermisste Katze. Immerhin ein Anfang, aber mit viel Luft nach oben. Als dann eine junge Frau, die eine Todesdrohung erhalten hat, beschützt werden soll, ist Agatha endlich voll in ihrem Element. Damit nehmen allerdings auch so einige Verhängnisse ihren Lauf, die dafür sorgen, dass Agatha nicht nur in ein Fadenkreuz gerät ...

Meine Meinung:

Cover, Klappentext und Leseprobe machten mich neugierig und haben mich überzeugt. Ich erwartete einen spannenden englischen Krimi mit den Gegenspielerinnen Agatha und Emma, von denen ich mir einen netten Schlagabtausch wünschte. Es kommt aber anders ...

Der Charakter der Emma entwickelt sich meiner Meinung nach unstimmig und völlig übertrieben. Dennoch sorgt diese Wendung für unabsehbare Spannung, die aber leider nicht mit dem eigentlichen Fall im Zusammenhang steht.

Der erste, recht aufwändig dargestellte Fall läuft leider ins Leere und spielt für die weitere Handlung keine Rolle. Das fand ich sehr enttäuschend.

Der Fall, um den sich dann alles dreht, ist unübersichtlich und nimmt nicht wirklich Fahrt auf, da sowohl Informationen, als auch weitere Verdächtige fehlen. In meinen Augen wird diese Story auch nicht zufriedenstellend aufgeklärt und wirft einige ungeklärte Fragen auf.

Der Schreibstil ist flüssig und unkompliziert, dadurch leicht zu lesen.

Wer aber gerne mit den Charakteren mitläuft, wird hier wieder enttäuscht, denn sie wachsen einem nicht ans Herz und bleiben allesamt eher blass und unsympathisch. Mag sein, dass dieser Eindruck bei mir dadurch entsteht, dass es mein erster Band aus dieser Reihe ist.

Mir fehlte auch die besondere englische Atmosphäre, die diese Art Krimi eigentlich auszeichnen sollte. Dagegen wurden manche Nebensächlichkeiten unnötig aufgebauscht und in die Länge gezogen.

Fazit:
Ich schätze, dass eingefleischte Fans trotz allem auf ihre Kosten kommen, kann diesen Band aber nicht als Einstieg empfehlen. Vielleicht werde ich dem Anfangsband noch mal eine Chance geben.
Wer leicht unterhalten werden will, ohne zu viel zu hinterfragen, wird aufgrund der angenehmen Lesbarkeit sicher seine Freude daran haben.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere