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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Wendung

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Der Debütroman der Autorin Sarah Crouch, ist für mich ein eher ruhiges & atmosphärisches Werk, wenn man den unvorhersehbaren Mord außer Acht lässt. Natürlich gab es auch ein paar spannendere Szenen. Es ...

Der Debütroman der Autorin Sarah Crouch, ist für mich ein eher ruhiges & atmosphärisches Werk, wenn man den unvorhersehbaren Mord außer Acht lässt. Natürlich gab es auch ein paar spannendere Szenen. Es gibt mehrere Zeitebenen, in denen ich mich etwas schwer zurechtfand was die Orientierung betrifft. Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Mochte ich das Werk anfangs noch sehr gerne, machte es dann im Verlauf für mich eine Kehrtwende. Es wirkte etwas hölzern & mir ging die Glaubwürdigkeit und das Gefühl für diese Geschichte verloren. Der Protagonist Eliah verfolgt seinen Traum Schriftsteller zu werden und kehrt gescheitert in seine Heimat zurück, wo er an dem verfallenen Haus seiner Eltern arbeitet, um es wieder bewohnbar zu machen. Neben den Naturszenen, wird auch immer wieder ein Augenmerk auf seine Liebe zu Nikita gelegt. Sie erscheint mir als eine starke Frau mit Werten, hingegen Eliah öfters unsicher wirkt. Insgesamt konnte mich dieser Roman nicht wirklich von sich einnehmen & überzeugen. Auch den Vergleich mit Chris Whitaker kann ich nicht nachempfinden, dafür fehlt es hier eindeutig an Tiefe und konstanter Authentizität.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Skizzenhaft

Gallant
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Es gibt so Bücher, die mich auf etwas hoffen & mich dann enttäuscht zurück lassen, wie dieses hier. Das Cover & die Inhaltsangabe, wirkten vielversprechend. Ein stummes Waisenkind, das keine Erinnerungen ...

Es gibt so Bücher, die mich auf etwas hoffen & mich dann enttäuscht zurück lassen, wie dieses hier. Das Cover & die Inhaltsangabe, wirkten vielversprechend. Ein stummes Waisenkind, das keine Erinnerungen an seine Eltern hat, nur ein Tagebuch ihrer Mutter & zudem Geister sehen kann. So schön, so gut. Allerdings passiert in diesem Werk nicht wirklich viel & ich verstand auch nicht so recht wohin es letztendlich wollte. Es war poetisch angehaucht, aber größtenteils eher gruselig für mich. Mir fehlte es auch an mehr Tiefe der Charaktere, sie waren doch ziemlich blass gezeichnet. Die Autorin V.E. Schwab ist für mich keine Unbekannte, mit ihren Werken komme ich unterschiedlich gut zurecht. Versuche es aber immer wieder, da sie stets mit neuen Ideen um die Ecke kommt, was ich sehr mag. Vielleicht ist ihr nächstes Werk wieder etwas für mich. Hervorzuheben ist die gute Vertonung durch die Synchronsprecherin Jana Kozewa.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Why am I like this?

Why am I like this?
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Das Buch hat ein auffälliges Cover, so das ich es näher betrachtet habe & der Titel hat mich neugierig gemacht. Die Autorin Gemma Styles war mir bisher unbekannt. Die Thematik wieso man so ist, wie man ...

Das Buch hat ein auffälliges Cover, so das ich es näher betrachtet habe & der Titel hat mich neugierig gemacht. Die Autorin Gemma Styles war mir bisher unbekannt. Die Thematik wieso man so ist, wie man ist, reizte mich. Anfangs empfand ich das Werk als angenehm, aber mit der Zeit merkte ich, das ich leider nicht viel Neues für mich rausziehen konnte. Zudem zog es sich des Öfteren etwas in die Länge. Es ist allerdings gut zu lesen, zu verstehen und eine Mischung aus persönlichen Erfahrungen & der Auseinandersetzung mit der Psyche. Insgesamt war es kein Buch für mich. Empfehlung für Menschen, die sich noch nicht so sehr mit ihrer mentalen Gesundheit auseinandergesetzt haben.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Zurück in den düsteren Traumgefilden

Grace (Academy of Dream Analysis 2)
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Was habe ich mich auf den zweiten Band der Dilogie gefreut. Optisch & auch inhaltlich fügt es sich nahtlos ein. Diese Geschichte ist für mich wirklich besonders, da sie Fantasy mit Tiefe verbindet. Poetisch ...

Was habe ich mich auf den zweiten Band der Dilogie gefreut. Optisch & auch inhaltlich fügt es sich nahtlos ein. Diese Geschichte ist für mich wirklich besonders, da sie Fantasy mit Tiefe verbindet. Poetisch bis schmerzlich wird mit Themen wie Krankheit & Trauer umgegangen. Großes Kino. Der Schreibstil hat mich auch dieses Mal wieder abgeholt. Wie oft ist mir ein Seufzen über die Lippen entwichen. Nemesis & Mercury, als Protagonisten haben mir wieder gut gefallen, vor allem weil beide mit Traumata zu kämpfen haben & sich weiterentwickeln. Ihr Freundeskreis ist auch sehr vielfältig, was ich zu schätzen weiß. Es gab erneut unvorhersehbare Wendungen, manche waren schon nicht ohne. Zwei kleine Wehmutstropfen hat dieser Teil, zum Einen ist diese Reihe vollendet und zum Ende hin hätte ich mir etwas mehr Raum zum Auserzählen gewünscht. Nichtsdestotrotz ein wunderbares Werk, bitte mehr in ähnlicher Form aus der Feder der Autorin Ruby Brown.

«Ich hasse, wie du mit dir umgehst und damit auch mit mir umgehst.»

«Mein Herz ist eine offene Wunde...»

«Eine Entscheidung für die Lebenden ist keine gegen die Verstorbenen, oder? Denn Vergangenheit kann bestehen, ohne die Zukunft zu versperren. Erinnerungen müssen nicht jeden Gedanken dominieren, was gewesen ist, muss nicht die Chance auf Veränderung nehmen.»

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Mehr Schatten als Bücher

Das Haus der Bücher und Schatten
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Endlich wieder ein neues Werk aus der Feder von Kai Meyer, der Autor kann schreiben ohne Frage. Dieser Band fügt sich in die Reihe der Vorgänger "Die Bibliothek im Nebel & Die Bücher, der Junge und die ...

Endlich wieder ein neues Werk aus der Feder von Kai Meyer, der Autor kann schreiben ohne Frage. Dieser Band fügt sich in die Reihe der Vorgänger "Die Bibliothek im Nebel & Die Bücher, der Junge und die Nacht" ein. Erkennbar sowohl inhaltlich, als auch durch die Sepiaeinfärbung des Covers. Thematisch ist es ein Genremix aus politischem Krimi & historischem Roman mit okkulten Anklängen. Inhaltlich befinden wir uns in 2 Zeitebenen, dieses Mal in den Jahren 1913 & 1933. Ich vermisste etwas den Fokus auf das graphische Viertel in Leipzig. Zudem war mir dieser Band etwas langatmig und teilweise auch etwas zu gruselig und mystisch. Am spannendsten fand ich die Zusammenführung der beiden Erzählstränge und die Auflösung der Mordfälle. Ich war recht überrascht wer hier als Täter ans Tageslicht kam. Traue also nicht immer jedem über dem Weg. Was mir auch wieder auffiel, war das der Autor eventuell eine Vorliebe für schöne & besondere Namen hat, wie z.B. Aschenbrand oder Leontine. Mein Herz hüpfte vor allem als bestimmte Schauplätze wieder auftauchten, wie die Buchhandlung und mit ihre bekannte Figuren, wenn auch meine Lieblingsfigur Gregori nur umschrieben wurde. Sehr eindrücklich & bildlich synchronisiert wurde es erneut von Luise Helm & Johann von Bülow. Ich bin gespannt was als nächstes Werk aus der Feder von Kai Meyer entspringt, hoffentlich wieder etwas mehr bekannte Bücherliebe und vielleicht auch etwas aus dem Fantasygenre?

«Ist es ungerecht Liebe gegen Bestimmung einzutauschen? Behaupten wir nicht immer Liebe sei Bestimmung? Nun wusste ich, was die Meine war. Dies sind die Ereignisse, wie ich sie in Erinnerung habe. Warum hat mich niemand aufgehalten?»

«Sie weinen alle im Keller ohne Treppe.»

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