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Veröffentlicht am 01.05.2025

Bonsai, Kugelfisch, Tattoo, Parfum

Genussvoller Tod am Tegernsee
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Mit diesen Schlagwörtern möchte ich einfach Eure Neugier auf den zweiten Teil der Kräuterheiler-Krimi-Reihe wecken. Der erste Teil „Der Kräuterheiler vom Tegernsee“, der 2023 erschienen ist, hat mir sehr ...

Mit diesen Schlagwörtern möchte ich einfach Eure Neugier auf den zweiten Teil der Kräuterheiler-Krimi-Reihe wecken. Der erste Teil „Der Kräuterheiler vom Tegernsee“, der 2023 erschienen ist, hat mir sehr gut gefallen, so dass ich es kaum erwarten konnte, ein weiteres Krimi-Erlebnis in den Händen halten zu können.Ja, und dieser Lokal-Krimi ist ein echtes Highlight!

Im Mittelpunkt des Krimis steht der teuerste Bonsai der Welt, der auf einer in einem Hotel am Tegernsee stattfindenden Bonsai-Ausstellung gestohlen wird. Nicht nur das! Der Besitzer, der mit dem Bäumchen extra aus Japan angereist ist und beim Kräuterheiler mit seinem Bodyguard untergebracht ist, bricht tot zusammen, nachdem er - wie auch andere Schausteller - ein in Deutschland verbotenes Kugelfisch-Gericht gegessen haben. Und dann verschwindet auch noch der Bodyguard.
Nun darf Hauptkommissarin Erna Salvermoser in diesem Fall ermitteln. Unterstützt wird sie durch ihren Kollegen Schorsch und Kollegen aus Rosenheim, die in ihren Augen eher „Magermilchbürschchen“ sind. So macht sie sich mit ihrem mopsigen, furzenden Polizeimops Ganghofer, der später auch noch gekidnappt wird, auf eigene Wege. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Freundin Theres (Schwägerin von Anton), die heimlich und unerkannt spioniert und einen guten Riecher entwickelt.
Ist die Mafia, deren Mitglieder besondere Tatoos haben, hier kriminell zu Gange? Das dürft ihr selber lesen. Wie dem auch sei, beim Ermitteln und Lösen des Falls kommt glücklicherweise der ‚Kommissar Zufall‘ zu Hilfe!
Und nicht nur das Böse spielt im Roman eine Rolle, auch das schöne Verliebtsein von Babette (Enkelin von Anton) und ‚Weißkittel‘ Valentin, der einen etwas schweren Stand bei Anton hat, wird herzlich erzählt.

Birgit Mayr hat ein fantastisches Gespür, in ihren Krimis Spannung, Humor, Lokalkolorit und Wissen zu vermitteln. Spannung und Entspannung erlebt man in den 26 Kapiteln, die eine angenehme Seitenzahllänge haben, so dass man relaxt Kapitel für Kapitel lesen kann.
Da ja der Kräuterheiler Anton einer der wichtigsten Protagonisten ist und in jedem Kapitel präsent ist, passt auch, dass jedes Kapitel die Überschrift eines Heilkrauts hat. Was das Kraut kann / wofür es gut ist, seit wann seine Wirkung geschätzt wird, wird locker und leicht im Rahmen einer kleinen eigenen Geschichte erzählt. So lernte ich z.B. etwas über Mistel, Mönchspfeffer, Blutwurz, Lorbeer, Teufelskralle, Odermennig etc..
Wunderbar ist, dass im Roman Besonderheiten der japanischen Kultur - teilweise mit einem witzigen Augenzwinker - aufgezeigt werden. Man lernt was über Bonsai, Garten und Umgangsformen und dass es z.B.: Toiletten-Pantoffeln gibt (ups).
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, mit Erna, Theres oder Anton sowie Babette unterwegs zu sein, da die Schauplätze toll beschrieben sind. Außerdem bekommt man beim Lesen Lust, verschiedene Sehenswürdigkeiten aufzusuchen und zu erleben.
Und Schleckermäuler kommen auch nicht zu kurz. Auf den letzten Seiten des Romans gibt es spezielle Köstlichkeiten zum ‚Nach-Kochen‘. Da hier Japan auf Bayern trifft, gibt es originelles „Tegernseer Sushi“.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit all den Protagonisten, die so wunderbar unterschiedliche und liebenswerte Charaktere habe. Da möchte ich am liebsten mal zum Klaslhof, um mit der Familie leckeren Rhabarber-Kuchen mit Holunderblütencreme zu genießen.

Ein Lokalkrimi der Lust und Laune macht, auf den Spuren der Protagonisten zu wandern.
Ein Schreibstil der einen den Alltag vergessen läßt, herzlich, locker und humorvoll.


Ich kann diesen Tegernsee-Krimi wärmstens empfehlen. Einfach TOLL!

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Veröffentlicht am 06.05.2024

Espresso, Krabben und Sand

Marconi und der tote Krabbenfischer
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Espresso, Krabben und Sand
dieser Nordseekrimi ist allerhand!

Unverhofft kommt oft!
Genau das darf Massimo Marconi am eigenen Leib erfahren, denn er muss notgedrungen seine langjährige Kriminaler-Position ...

Espresso, Krabben und Sand
dieser Nordseekrimi ist allerhand!

Unverhofft kommt oft!
Genau das darf Massimo Marconi am eigenen Leib erfahren, denn er muss notgedrungen seine langjährige Kriminaler-Position in München gegen eine Dienststellenleitung in St.-Peter-Ording eintauschen. Auch sein bisheriges flexibles Beziehungsleben hat ein Ende, denn er hat seinem Bruder Nevio versprochen, dass er sich im Ernstfall um dessen Kinder (Stefano 8 Jahre, Klara 12 Jahre) kümmert, die nun als Vollwaisen dastehen. Marconi wird so richtig ins kalte Wasser geschmissen, denn mit Kindern hat er bislang nicht viel am Hut gehabt. Und nun nur noch einfache Polizeiarbeit machen zu dürfen: „Absperren statt ermitteln, nur dabei statt mittendrin“ (S.24) als auch das Schmuddelwetter, das ihn an der Nordsee trifft, findet er heftig schrecklich. So wünscht er sich, „dass sein Gastspiel im Norden mit einem Verfallsdatum versehen“ (S. 24) ist.
Aber nun kommt das Aber, und das ist grandios!
Massimo Marconi, der Name passt, ist 1,93 m groß und 39 Jahre jung, krempelt sein Leben um, ignoriert dienstliche Anordnungen und erobert in kurzer Zeit sämtliche Herzen - das der Kinder, der Kollegen (und der Leser).
Einfach ist es nicht, denn kaum ist Marconi in St.-Peter-Ording angekommen wird er mit einem Mord an einem Krabbenfischer konfrontiert. Die Ermittlungsarbeit den über 100km entfernten Flensburger Kollegen überlassen? Nein, das kann er nicht! Sind Jens und Eva seine neuen Kolleg/innen anfangs abgeneigt, sind auch sie bald drauf mittendrin in einem Fall, der in viele Richtungen führt. Und so wird der Leser mit diesem Trio auf viele Eventualitäten gebracht. Wer steckt hinter dem heimtückischen Mord? Sind es Umweltaktivisten, die gegen die Krabbenfischerei sind? Oder hat es mit einem mysteriösen Massen-Fischsterben zu tun? Und was ist das für ein Loch, das sich plötzlich im Watt auftut, in das ausgerechnet Klara fällt? Und dann gibt es noch ein Brummen….
Der Fall nimmt Marconi voll in Anspruch, so dass er auch noch mit dem Jugendamt zu tun bekommt. Zudem wird auch noch ‚sein’ Auto angezündet.
Wir Ihr seht, dieser Krimi ist einfach turbulent und vielschichtig!
Besonders gegen Ende nimmt der Krimi Fahrt auf und hat mir den Atem stocken lassen.
Der Schreibstil ist locker, Beschreibungen sind wunderbar detailliert. Viele Örtlichkeiten wie Lokale und Sehenswürdigen laden ein, selber vorbeizuschauen und dort einen guten Espresso oder so zu genießen.
Die Charaktere im Roman sind gut beschrieben, ich konnte sie mir alle gut vorstellen.
Marconi hat mir von Anfang gefallen. Sein italienisches Blut, das Wert auf guten Espresso und feines Essen legt, wird regelmäßig auf humorvolle Weise gezeigt. Kleine Episoden, in denen beschrieben wird, wie er mit Klara und Stefano kocht, ,machen Lust, diese Rezepte (sie sind hinten im Buch) nachzukochen.
Und kaum ist der Fall gelöst wird Marconi mit einem neuen Fragezeichen konfrontiert, das er sicherlich nicht so stehen lassen möchte.
Tja, ich bin gespannt auf den zweiten Fall, der im Frühjahr 2025 erscheint.
Das Nachwort gehört unbedingt gelesen, denn hier erfährt und lernt man wichtige Hintergründe zum Roman. (Ich sag’ mal: Sand…)

Dieser bewegende, turbulente, humorvolle Krimi hat mich vollends überzeugt, denn ich wurde bestens unterhalten und konnte über umweltrelevante Themen auch noch einiges lernen.
Dieser Roman ist ein echtes Highlight , er ist ein besonderes Mai-Light.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Unheil hoch drei

Und täglich grüßt die MörderMitzi
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Und die Vergangenheit holt Mitzi wieder ein…..

Der sechste Teil hat es wieder in sich! Mitzi - Maria Konstanze Schlager - freut sich mit ihrem in Fernbeziehung lebenden Partner Rudolfo in Lilienfeld ein ...

Und die Vergangenheit holt Mitzi wieder ein…..

Der sechste Teil hat es wieder in sich! Mitzi - Maria Konstanze Schlager - freut sich mit ihrem in Fernbeziehung lebenden Partner Rudolfo in Lilienfeld ein Café zu eröffnen. Es soll zu Ehren ihrer verstorbenen Großmutter ‚Therese‘ heißen. Durch einen tragischen Unglücksfall, aufgrund dessen ihr die Mitschüler den Spitznamen ‚Mördermitzi‘ verpassten, verlor Mitzi als junges Mädchen ihre Familie und plagt sich seitdem mit Schuldgefühlen. Ihre Großeltern hatten sich dann um Mitzi gekümmert.
Doch dann erfährt Mitzi, dass der Serienmörder und Auftragskiller „Sam“, mit dem sie vor fünf Jahren Bekanntschaft gemacht hat, aus dem Gefängnis ausgebrochen ist.
Nicht nur das: In der Nähe von Kufstein, wo ihre Freundin Agnes mit ihrer Familie lebt, treibt auf einmal ein Bogenschütze sein Unwesen. Er schießt im Wald auf Wanderer und verbreitet Angst und Schrecken, denn es könnte ja jeder, das nächste Opfer sein - sei es, dass er verletzt oder gar getötet wird.
Dieser heikle Fall wird nun Agnes erster Fall, den sie als Leiterin des Polizeireviers in Kufstein zu meistern hat. Bei den Ermittlungen ist man gleich mitten drin und begleitet Agnes mit ihren Kollegen und Kolleginnen durch den Fall als wenn man selbst von der Partie ist. Ich habe stets mit gerätselt und mitgefiebert.
Mitzi ist ja eigentlich immer im Hintergrund von Agnes dabei. Doch dieses Mal hat Mitzi ihr eigenes Paket zu tragen. Naja, es ist ein besonderer Brief und zwar von ihrem Bruder Benni! Mitzi ist hin und hergerissen und total durch den Wind. Wie kann es sein? Benni ist doch tot! Aber Wunder gibt es immer wieder! Mitzi muss dem auf dem Grund gehen - alleine.

Dieser sechste Teil ist fantastisch gewoben, denn die Stränge sind wunderbar verknüpft oder verknotet! Immer wieder wird man in die Irre geführt. Isabella Archan schafft es mit ihrem lockeren, schwungvollen und detaillierten Schreibstil den Leser zu fesseln. Wie einen Film hatte ich die Handlung vor Augen.
Wunderbar bringt sie Spannung und Humor in dem Alpenkrimi unter. Es ist ein wahrer Lesegenuss, ein süß-saureres Lesefutter, das Lust auf mehr macht!
Besonders mag ich, dass auch österreichische Ausdrücke (erklärt im Glossar) nicht zu kurz kommen, so dass ein besonderer Flair und eine warmherzige Atmosphäre geschaffen wird.
Gelernt habe ich außerdem etwas über die österreichischen Kaffee-Spezialitäten. Und backen werde ich demnächst „Oma Thereses Apfeltommerl“. Rezepte sind stets eine Zugabe.

Gut finde ich an der Reihe, dass man jeden Band für sich lesen kann. Wenn man aber den ein oder anderen Vorgänger kennt, ist es auch nicht verkehrt, denn ‚alte‘ Protagonisten tauchen wieder auf und sorgen für ein Aha-Erlebnis. Spannend ist auf jeden Fall das Ende dieses Krimis, da er irgendwie offene Züge hat und einen rätseln lässt, ob Sam in weiteren Folgen wieder Fuß fasst. Außerdem nehme ich nun auch wegen Rudolfo ein Fragezeichen mit aus der Geschichte.

Ich kann diesen Krimi - diese Reihe - wärmstens empfehlen. Mir ist Mitzi, diese warmherzige, liebenswerte, quirlige, spontane und leicht chaotische Frau, sehr ans Herz gewachsen. Ich möchte sie gerne noch länger begleiten, da sie „Verbrechen und Verbrecher (anzieht) wie das Licht die Motten“ (S. 28).

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Veröffentlicht am 29.01.2024

"Ein Freund, ein guter Freund...

Meck und Schneck: Klappt doch!
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….. das ist das Beste was es gibt auf der Welt“. So heißt es schon ein einem bekannten Lied.
Und genau das will die kleine Abenteuer-Geschichte von den beiden Tier-Freunden Meck und Schneck erzählen.
Schneck ...

….. das ist das Beste was es gibt auf der Welt“. So heißt es schon ein einem bekannten Lied.
Und genau das will die kleine Abenteuer-Geschichte von den beiden Tier-Freunden Meck und Schneck erzählen.
Schneck ist - man sieht es, und der Name deutet es an - eine Schnecke mit einem riesigen Schneckenhaus auf dem Rücken. Und Meck? Meck ist ein kleines knuffiges Fantasie-Tierchen, das (vor)witzig und quirlig Schneck zu Seite steht.
Die erste Geschichte von den beiden kenne ich nicht. Auch wenn es eine Reihe ist und bestimmt auch weitere Geschichten folgen, kann man jedes Buch für sich lesen.

In dieser Geschichte werden Schneck und Meck von einem aufkommenden Gewitter überrascht und wollen deshalb so schnell es geht ins sichere Zuhause - ihre Höhle.
Weil der Weg aber zu weit ist, überredet Meck Schneck, gemeinsam eine Abkürzung zu nehmen, die zudem auch noch auf einem Verbots-Weg verläuft und einige Hindernisse bereit hält.
Der unsichere, und auch ängstliche Schneck bekommt dabei immer wieder Mut von Meck zugesprochen. Sein Standardspruch „Klappt doch!“ / „Klappt schon!“ hilft also weiter.
Mir gefällt in dem Buch, dass gezeigt wird. dass man sich auf Freunde verlassen kann und dass man mit einem guten Partner durch ‚Dick und Dünn‘ gehen kann.
Ob Ameisen oder Beeren auch echte Gefahren oder Hindernisse bedeuten, das soll dann jeder selber für sich beurteilen.
Die in einer warmen Farbgebung gestalteten Illustrationen sind auf jeden Fall gelungen. Der Blick von Schneck ist fantastisch und der kleine blaue Meck sticht mit seiner Niedlichkeit hervor und vermittelt gute Laune.

Das Buch ist für Kinder ab zwei Jahren auch zum Selber-Anschauen geeignet, da es aus dicken, stabilen Pappseiten besteht. Die Geschichte ist ein einem einfachen, schlichten gut verständlichen Deutsch geschrieben, so dass auch Erstleser z.B. ihren jüngeren Geschwistern / Freunden das Abenteuer vorlesen können.

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Wenn drei Schwäbinnen in Schweden dem Verbrechen auf der Spur sind

Hollywood Ladies
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Eine witzige, humorvolle Verbrecherjagd - perfekt für eine chillige Auszeit
Ein wahres Tut-Gut-Buch

Kürzlich habe ich diesen kurzweiligen und amüsanten Verbrecher-Roman „Hollywood Ladies - Zwei gehen ...

Eine witzige, humorvolle Verbrecherjagd - perfekt für eine chillige Auszeit
Ein wahres Tut-Gut-Buch

Kürzlich habe ich diesen kurzweiligen und amüsanten Verbrecher-Roman „Hollywood Ladies - Zwei gehen immer“ von Lena Troll mit einem ‚Ach-wie-schön-Gefühl’ beendet.
Letztes Jahr hat mich ja bereits der erste Teil „Hollywood Ladies - Eine geht noch“ begeistert, und nun schafft es Band zwei genau so! Während der erste Teil in einer kleinen Stadt auf der schwäbischen Alb spielt, dürfen wir nun (ent)spannende Stunden in Schweden verbringen.
Um in den zweiten Teil einzusteigen ist es aber nicht notwendig, den ersten Teil gelesen zu haben, aber das ein oder andere versteht man doch mit dem Hintergrundwissen leichter.

So farbenfroh und sommerleicht das Cover ist, so ist auch die witzig-turbulente, leicht chaotische Geschichte.
Kaum habe ich mit dem Schmökern angefangen, war ich auch schon mitten in der Geschichte dieser liebenswürdigen schwäbischen Frauen. Langweilig wurde es nie. Aufgrund des Buchaufbaus ist die Story sehr abwechslungsreich. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonistinnen Florentine (Tochter von Sylvia, Autorin, Mischlingshundebesitzerin, seit kurzem wieder frisch liiert), Sylvia (pensionierte Deutschlehrerin und knapp 40 Jahre verheiratet), und Pia (Polizistin, Ehefrau und Mutter, langjährige Freundin von Florentine) erzählt.

Florentine freut sich mit Pia in Schweden einen gemütlichen Urlaub zu zweit machen zu können, während ihre Mutter mit ihrem Mann eine Reise in ihrem Bulli nach Korsika machen. Doch bevor es Relaxen heißt, haben Florentine und Pia noch einen wichtige Mission: Sie wollen Lars (Ex-Freund von Florentine) ausfindig machen, damit er Florentine seine Schulden - 20.000 Euro - zurückzahlen soll. So von Angesicht zu Angesicht! Aber das ist leichter gesagt / gedacht als getan. Statt Lars treffen die beiden auf andere Frauen, die ebenso schlechte Erfahrungen mit diesem Schönling und Frauenheld gemacht haben. Ist Lars mal zum Greifen nah - zack - ist er anfangs immer wieder wie vom Erdboden verschluckt. Dafür aber taucht plötzlich Sylvia mit ihrem Mann in Schweden auf, da ihnen Korsika zu heiß ist. Florentine ist anfangs gar nicht erfreut, dass ihre Mutter sich wieder einmischt; doch dann packen sie es gemeinsam an. Aber irgendwie sind alle drei nicht immer nur mit dem Kopf dabei, und so funken auch mal Gefühl und Herz dazwischen….
Und auch andere Begegnungen bringen Verwirrung.

Dieser Roman ist perfekt für alle, die es etwas spannend, witzig und chaotisch-turbulent möchten.
Der locker-leichte Schreibstil lässt einen durch die Geschichte fliegen bzw. gleiten - alles so herrlich beschrieben, dass man sich alles wunderbar vorstellen konnte.
Das Schöne an diesem CosyCrime ist, dass es keine Toten gibt, es fließt kein Blut und es gibt keine Grausamkeiten. Dieser Roman ist ein Herz- und Seelenkitzler, der einen immer wieder zum Lächeln und auch schmunzelnden Kopfschütteln bringt. Denn die drei Frauen sind einfach herzlich und sympathisch. Man kann sich in ihnen wiedererkennen. Manchmal möchte man sie einfach nur drücken oder auch mal schütteln.
Die Geschichte mit ihren gut 200 Seiten ist perfekt für ein Entspannungs-Wochenende, denn aufgrund ihres guten Endes entlässt sie einen mit einem wohligen Gefühl wieder zurück in den Alltag. Und Lust, Schweden kennenzulernen, kommt dazu. Eine Hommage an dieses Land.
Ich kann diesen Roman wärmstens empfehlen!
Ich freue mich schon auf weiteren Lesegenuss, denn es warten weitere Fälle auf die Drei!

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