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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2024

Spannend, interessant und auch traurig

Tode, die wir sterben
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Ich habe schon mehrere Bücher des Autorinnen-Duos Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson gelesen und habe mich sehr gefreut, dass die Autorinnen eine neue Reihe beginnen.
Im Mittelpunkt stehen Svea ...

Ich habe schon mehrere Bücher des Autorinnen-Duos Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson gelesen und habe mich sehr gefreut, dass die Autorinnen eine neue Reihe beginnen.
Im Mittelpunkt stehen Svea Karhuu und Jon Nordh. Svea stammt aus dem hohen Norden Schwedens und hat zuletzt als verdeckte Ermittlerin gearbeitet, wo ihr letzter Fall in einem Drama geendet hat. Jon Nordh hat gerade den Tod seiner geliebten Ehefrau zu verarbeiten und steht als alleinerziehender Vater zweier junger Kinder besonders unter Druck.
Vor einer Pizzeria in einem Malmöer Problembezirk kommt es zu eine Schießerei. Ein 13 jähriger Junge, der mit seinem Roller an der Pizzeria vorbeifährt wird erschossen. Svea und Jon sollen den Mord des Jungen aufklären.
Sehr schnell wird klar, dass Ziel des Schusses eine Person war, die zum Tatzeitpunkt in der Pizzeria war. Doch ist längere Zeit nicht klar, wer. Der einzige Hinweis, der vorliegt ist, führt in das Milieu der Bandenkriminalität.
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Die Schauplätze in Malmö sind präzise und anschaulich beschrieben, so dass man sich leicht im Internet ein Bild davon machen kann. Die Protagonisten sind sehr interessant und sympathisch, so dass man ein Stück weit mit ihnen mit fiebern kann. Mir hat vor allem Svea sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, mehr von ihr zu lesen.
Die Aufklärung des Kriminalfalles hat einen sehr interessanten Hintergrund, ich habe einiges gelernt und hatte auch etwas zu knabbern, am Leben und dem Tod des kleinen Jungen.
Von mir erhält dieser Krimi 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Bitterer Honeymoon

Letzte Lügen
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Der Thriller “Letzte Lügen” von Karin Slaughter ist der 12. Band der beliebten Serie um Will Trent und Sara Linton, aus dem Amerikanischen Englisch übersetzt von Fred Kinzel.
Ich habe die Serie nicht ganz ...

Der Thriller “Letzte Lügen” von Karin Slaughter ist der 12. Band der beliebten Serie um Will Trent und Sara Linton, aus dem Amerikanischen Englisch übersetzt von Fred Kinzel.
Ich habe die Serie nicht ganz lückenlos verfolgt, bin aber natürlich schon sehr vertraut mit den beiden Hauptfiguren, so dass ich mich ganz besonders auf diesen Band gefreut habe.
Sara und Will haben geheiratet. Als Hochzeitsreise hat sich Will etwas ganz besonderes ausgedacht. Er fährt mit Sara zur McAlpine Lodge, die in seiner Kindheit ein Sehnsuchtsort für ihn dargestellt hat. Die McAlpine ist eine exklusive Ferienanlage, die von der Familie McAlpine betrieben wird. Sie besteht aus einem Haupthaus und 10 Hütten für maximal 20 Gäste.
Die Gäste wandern in der Regel zur Lodge. Am ersten Abend lerenen Will und Sara die anderen Gäste und die Betreiberfamilie McAlpine kennen. Nach Einbruch der Dunkelheit, als sich Will und Sara am Badesee vergnügen, geschieht ein Verbrechen. Will und Sara werden durch Mark durchdringende Schreie aufgeschreckt. Sie rennen in die Richtung, wo sie die Ursache vermuten und treffen auf Murphy, die Tochter der McAlpines, die zahlreichen Messerstichen erliegt.
Infolge sehr starken Regenfällen, ist die Lodge von der Umgebung abgeschnitten, die Zufahrtstraße ist nicht passierbar. Will beginnt mit Ermittlungen unter den Gästen und der Familie.

Eine Hochzeitsreise hätte ich mir für die beiden angenehmer vorgestellt. Dennoch empfand ich das setting als sehr interessant. Die Autorin führt die Leser tief in die Abgründe einer Familie.
Ich hatte ziemlich bald einen Verdacht, wer der Täter sein könnte, wurde aber von der Autorin in die Irre geführt. Es gibt zahlreiche unerwartete Wendungen, so dass man das Buch nach einer eher ruhigeren ersten Hälfte, immer wieder gerne zur Hand nimmt.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es mir teilweise etwas zu viel war. Ist man mit wildfremden Menschen, wirklich nach weniger als einem Tag so eng verbunden. Ich fand das etwas übertreiben und würde mir für meinen Urlaub etwas mehr Distanz wünschen.
Am Ende stellt sich mir die Frage: Wann erscheint der nächste Band und wird die Hochzeitsreise nachgeholt?
Ich vergebe diesem Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2024

Spannung mit Gruselfaktor

Krähentage
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Im Thriller "Krähentage" führt der Autor Benjamin Cors ein neues Ermittlerteam ein. Jakob Krogh und Mila Weiß leiten eine Abteilung, die spezialisiert ist auf Serienmorde. Die besten Köpfe und viel Mittel ...


Im Thriller "Krähentage" führt der Autor Benjamin Cors ein neues Ermittlerteam ein. Jakob Krogh und Mila Weiß leiten eine Abteilung, die spezialisiert ist auf Serienmorde. Die besten Köpfe und viel Mittel für Ausstattung stehen zur Verfügung. Schon am ersten Arbeitstag des neuen Teams kommt es zu denkwürdigen Verbrechen. Mordopfer werden aufgefunden, die nach ihrem Tod beim Einkaufen und an der Uni von Nachbarn und Kommilitonen gesehen werden. Dazu wurden die Mordopfer in absoluter Dunkelheit zurückgelassen mit ausgehungerten, aggressiven Raben. An den Tatorten hat der Töter eine Nachricht hinterlassen. Wie können die Toten noch angetroffen werden, was hat es mit den Krähen auf sich? Der Thriller nimmt sehr schnell Fahrt auf und man ist mittendrin. Die recht zahlreichen Figuren werde gut eingeführt, sodass ma eine gute Vorstellung von ihnen gewinnt. Manche tragen ein Geheimnis mit sich, das nicht in diesem Band aufgelöst wird. Mir hat der Thriller gut gefallen, auch wenn es mir teilweise etwas zu dick aufgetragen ist. Einige Enden finden noch nicht zusammen und stellen Cliffhanger für Folgebände dar. Ich gebe dem Thriller 4 Sterne. Spannend zu lesen, aber ich bin noch nicht sicher, ob ich die Serie verfolgen werde.

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Veröffentlicht am 02.04.2024

Drei Freundin im Sturm der Zeit

Sturmmädchen
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Elli, Margot und Käthe sind drei Freundinnen, die einem Dörfchen in der Eifel gemeinsam aufwachsen. Margot lebt in Aachen. Ihre Familie besitzt ein Ferienhaus, wo sich Margot jedes Wochenende und in den ...

Elli, Margot und Käthe sind drei Freundinnen, die einem Dörfchen in der Eifel gemeinsam aufwachsen. Margot lebt in Aachen. Ihre Familie besitzt ein Ferienhaus, wo sich Margot jedes Wochenende und in den Schulferien mit ihren Freundinnen treffen kann. Doch die politischen Entwicklungen ab 1933 zeigen die Folgen ihrer unterschiedlichen Herkunft auf schmerzliche Weise auf. Margot ist jüdisch. Die Familie führt ein Geschäft und leidet schon früh unter den Repressalien der Nazidiktatur.
Elli lebt mit ihrer Mutter in einem alten Bachhäuschen auf einem Bauernhof. Der Bauer Janssen fühlt sich Ellis Mutter Alma auf eine Weise verbunden, die ihren Grund in der Vergangenheit hat. Alma ist Hebamme und ihre Tochter Elli hat einen verkrüppelten Fuß. Schon bald wird ein geistig beeinträchtigtes Mädchen aus dem Dorf abgeholt. Ist auch Elli aufgrund ihrer körperlichen Behinderung in Gefahr?
Käthe ist sehr angetan von den Nazis. Sie engagiert sich bei den nationalsozialistischen Frauen und bricht jeden Kontakt zu Margot ab.
Mir haben die drei unterschiedlichen Charaktere sehr gut gefallen. Ich konnte richtig mitleiden mit Elli. Interessant und grausam, war der Umgang der Nazis mit Margots jüdischer Familie. Sie wurden in einem Judenhaus untergebracht, wo sie unter sehr engen Bedingungen hausten, schlechtes Essen erhielten und jeden Tag bis zum Umfallen arbeiten mussten.
Gelingt es Elli, den Kontakt zur jüdischen Familie aufrecht zu erhalten? Das ist in diesem Roman sehr gefühlvoll und spannend dargestellt.
Ich vergebe diesem Roman gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.03.2024

Welche Realität ist die Wahrheit?

Gestehe
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Mich lässt der Thriller “Gestehe” von Henri Faber etwas ratlos zurück. Er erzählt die Geschichte des Polizisten Johann Winkler hauptsächlich einmal aus der Perspektive von Winkler, genannt Jacket und einmal ...

Mich lässt der Thriller “Gestehe” von Henri Faber etwas ratlos zurück. Er erzählt die Geschichte des Polizisten Johann Winkler hauptsächlich einmal aus der Perspektive von Winkler, genannt Jacket und einmal aus der Perspektive seines Kollegen Mohammad Moghaddam, genannt Mo.

Jacket hat vor Jahren bei einer Ermittlung im Organhandelmilieu einem kleinen Mädchen das Leben gerettet, dabei mehrere Verbrecher umgebracht und einen Organhandelring gestoppt. Das hat er in einem Buch veröffentlicht und sich in den Medien jahrelang dafür feiern lassen. Er gilt seither als Starermittler und Aushängeschild der Wiener Polizei.
Sein Kollege Mo fühlt sich als Polizist durch seine Herkunft benachteiligt. Er versucht diesen Nachteil durch extensive Gewissenhaftigkeit wett zu machen. Niemand schreibt Berichte so minutiös exakt wie Mo.

In der Nähe von Jackets Wohnung wird eine Frauenleiche gefunden, markiert mit dem Wort “Gestehe”. Der Fundort der Leiche stimmt exakt mit einem Mord aus dem Manuskript von Jackets zweitem Buch überein. Nur, das Buch wurde noch gar nicht veröffentlicht.

Weitere Leichen werden gefunden und es ist schnell klar, dass alles mit Jackets früherem Fall zusammenhängt.

Ich muss leider sagen, dass ich mich die ersten 150 Seiten richtig zwingen musste, das Buch weiter zu lesen. Die Kapitel aus Mos Perspektive haben mich bei der Stange gehalten, weil Mo als überaus sympathischer Ermittler dargestellt ist. Jacket ist ein Umsympath ohnegleichen und ich wollte eigentlich gar nicht viel über ihn erfahren.

Nach einem Drittel nahm die Handlung dann etwas Fahrt auf. Ich wollte dann wissen, wie es zu dieser verwirrenden Situation kommen konnte, dass Mordfälle einem noch nicht veröffentlichten Manuskrift folgen konnten.

Von der Ausgangslage, den Kapitellängen und dem Schreibstil her, hat mir der Thriller gut gefallen. Nur brauchte er für meinen Geschmack wirklich zu lange, bis die Spannung bei mir angekommen ist.

Ich vergebe diesem Thriller 3 Sterne.



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