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Veröffentlicht am 01.02.2018

Im Glanz der Königin

Im Glanz der Königin
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Jeanne wird in Frankreich im 18 Jahrhundert als Tochter einer Prostituierten geboren. Ihre Mutter lässt die Familie bald im Stich und Jeanne wächst bei ihrem Vater, einem verarmten Landadeligen, auf. Als ...

Jeanne wird in Frankreich im 18 Jahrhundert als Tochter einer Prostituierten geboren. Ihre Mutter lässt die Familie bald im Stich und Jeanne wächst bei ihrem Vater, einem verarmten Landadeligen, auf. Als ihr Vater stirbt und Jeanne ohne Vermögen zurückbleibt, schafft sie es durch Lügen in die höhere Gesellschaft integriert zu werden. Jeanne strebt immer nach mehr Reichtum, welchen sie durch Intrigen bekommt. Sie ist die Mätresse eines Kardinals und überredet diesen eine Halskette für die Königin Marie Antoinette zu kaufen. Doch bei ihr kommt das Schmuckstück nie an. Jeanne begibt sich durch diese Lüge in große Gefahr und schon bald beginnt die Polizei gegen sie zu ermitteln.



Achim Kuhlmanns Schreibstil ist einfach und flüssig, wodurch das Buch sehr kurzweilig erscheint. Als Leser kann man sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen. Die Spannung wird erst im Laufe des Buches aufgebaut und kann leider nicht durchgehend gehalten werden, dies tut dem Lesefluss allerdings keinen Abbruch. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und gut durchdacht angeordnet. Dadurch können unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden. Zu Beginn jedes Kapitels findet sich der Ort und die Jahreszahl, in welchem die Handlung gerade spielt. Dies hat zur Folge, dass der Leser dem Geschehen ohne Probleme folgen kann.



Die einzelnen Protagonisten sind ausreichend beschrieben, aber dennoch wurde mir persönlich kein einziger der Charaktere sympathisch. Ich hätte mir zudem hin und wiederausführlichere Beschreibungen der Orte gewünscht.



Geschichtlich wirkt das Buch sehr gut recherchiert. Auch wenn ich die Halsbandaffäre bisher noch nicht kannte, wirkten die geschichtlichen Fakten sehr gut und ausführlich recherchiert. Alles was der Autor schreibt scheint Hand und Fuß zu haben.



FAZIT:

„Im Glanz der Königin“ wirkt geschichtlich sehr gut recherchiert. Der Autor hat es geschafft einen kurzweiligen Roman zu verfassen, welchem ich 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 01.02.2018

HEATHER

H.E.A.T.H.E.R
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Unter den Opfern einer Massenkarambolage wird der leblose Körper einer jungen Frau gefunden, welchem die Augen fehlen. Bald stellt sich heraus, dass die Frau bereits mehrere Wochen vor dem Unfall ermordet ...

Unter den Opfern einer Massenkarambolage wird der leblose Körper einer jungen Frau gefunden, welchem die Augen fehlen. Bald stellt sich heraus, dass die Frau bereits mehrere Wochen vor dem Unfall ermordet wurde. Die zuständigen Ermittler Jan und Lisa stellen schnell eine Verbindung zu anderen Fällen her, bei welchen weiblichen Leichen Organe oder Körperteile fehlten. Es beginnt die Jagd nach einem Täter, welcher gezielt junge Frauen tötet und Körperteile entnimmt, doch zu welchem Zweck? Und dann gibt es auch noch einen Eindringling in das Haus der Ermittler. Gibt es einen Zusammenhang zu ihrem aktuellen Fall?



Moa Graven ist es mit einem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung schnell aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Zudem beantwortet sie spätestens zum Ende des Buches alle offenen Fragen. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und logisch aufgebaut, wodurch unnötigen Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Der einfache aber fesselnde Schreibstil ermöglicht zusätzlich ein schnelles Lesen des Buches, wodurch es sehr kurzweilig erscheint.



„H.E.A.T.H.E.R“ ist bereits der neunte Teil rund um die Ermittler Jan und Lisa. Auch ohne die vorherigen Teile zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser problemlos bis zum Ende folgen. Ich persönlich kenne keinen einzigen der vorherigen Teile und hatte nicht das Gefühl, dass mir wichtiges Vorwissen fehlt.



Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Dadurch kann sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie empfinden. Vor allem Lisa mochte ich sehr gerne und ich musste mit ihr von Anfang an mitfiebern. Auch die Handlung rund um Jans Privatleben finde ich wirklich lesenswert und gelungen in die Ermittlungen eingebaut. Es gewinnt nicht die Überhand und macht die Handlung zusätzlich spannend.



Ich habe bereits mehrere Bücher von Moa Graven gelesen, allerdings nur aus der Reihe rund um Eva Sturm. Die Autorin kann mich allerdings auch mit ihrem Buch aus der Jan Krömer Reihe überzeugen und ich werde auch in Zukunft gerne Bücher aus dieser Reihe lesen.



FAZIT:

„H.E.A.T.H.E.R“ ist ein kurzweiliger und äußerst gelungener Kriminalroman, der es wirklich Wert ist gelesen zu werden! Moa Graven konnte mich erneut überzeugen und ich werde auch weiterhin gerne zu ihren Büchern greifen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Von Elise

Von Elise
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Als Valerie herausfindet, dass ihr Lebensgefährte eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Genau zu dieser Zeit erhält sie das Angebot als Konzertmeisterin auf Probe ...

Als Valerie herausfindet, dass ihr Lebensgefährte eine Affäre mit ihrer besten Freundin hat, bricht für sie eine Welt zusammen. Genau zu dieser Zeit erhält sie das Angebot als Konzertmeisterin auf Probe in Paris zu arbeiten. Die begabte Geigerin begibt sich nach Paris, ohne richtige Wohnung, mit fehlenden Sprachkenntnissen und ohne Familie und Freunde. Schnell findet sie in ihren Orchesterkollegen den einen oder anderen Freund, allerdings werden ihr von der Konzertleitung und der aktuellen Konzertmeisterin viele Steine in den Weg gelegt und das Leben schwer gemacht. Während des Umzugs findet Valerie eingenäht in ihr altes Biedermaiersofa das Tagebuch ihrer Urgroßtante Elise. Elise war im zwanzigsten Jahrhundert eine begabte Pianistin, die sich unsterblich in Karl, einen Geigenspieler verliebt hat. Im Tagebuch beschreibt sie sehr emotional ihre wunderschöne Zeit gemeinsam mit der Liebe ihres Lebens und wie der Krieg die beiden auseinandergerissen und Elises Leben verändert hat.



Verena Maria Kalmann schafft es mit ihrem emotionalen und bildlichen Schreibstil ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu begeistern. Die beiden Handlungsstränge rund um Elise und Valerie werden sehr gelungen und emotional verbunden. Als Leser hat man das Gefühl zwei Freundinnen zu gewinnen und ich musste mich mit ihnen mitfreuen, mitleiden und auch mitweinen. Es wechseln sich immer wieder Kapitel rund um Valeries Leben und Elises Tagebucheinträge ab. Die Autorin hat es geschafft die Handlungen sehr gelungen zu verbinden, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.



Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben, wodurch der Leser schnell Sympathie oder Antipathie entwickeln kann. Vor allem die zum Teil sehr liebenswerten Charaktere, wie Elise und Valerie, wuchsen mir sofort ans Herz, wodurch mich ihre Geschichten emotional sehr ergreifen konnten.



„Von Elise“ ist geschichtlich sehr gut recherchiert. Der Leser merkt sofort, dass sich Verena Maria Kalmann unglaublich gut mit dem 20 Jahrhundert und den beiden Weltkriegen befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Auch mit wenig geschichtlichem Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum Ende folgen. Durch den bildlichen Schreibstil in den Tagebucheinträgen fühlt man sich sofort in Elises Zeit hineinversetzt, wodurch die Handlung besonders authentisch wird.



Ich habe schon viele wundervolle und emotionale Bücher gelesen, aber „Von Elise“ übertrifft alle anderen Bücher! Ich war noch nie so ergriffen und begeistert von einer Handlung. Dies liegt vor allem an dem bildgewaltigen Schreibstil. Ich konnte mir alles genau vorstellen und die beschriebenen Konzerte und Melodien beinahe hören. Eigentlich bin ich nicht nah am Wasser gebaut, aber das Buch hat mich so ergriffen, dass ich die ein oder andere Träne wegblinzeln musste.



FAZIT:
„Von Elise“ hat mich nicht nur emotional ergriffen sondern auch von Anfang bis Ende verzaubert. Ich bin etwas traurig, dass das Buch schon zu Ende ist und ich werde es sicher erneut lesen. Ich hoffe auf viele weitere Bücher der Autorin und empfehle wirklich jedem dieses Buch und die wundervolle Handlung zu lesen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Spinnenbiss

Spinnenbiss
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In ganz Deutschland tauchen täuschend echt aussehende Plastikspinnen auf, welche im Internet gehandelt und zu horrenden Preisen verkauft werden. Immer wieder erscheinen allerdings auch echte und sehr giftige ...

In ganz Deutschland tauchen täuschend echt aussehende Plastikspinnen auf, welche im Internet gehandelt und zu horrenden Preisen verkauft werden. Immer wieder erscheinen allerdings auch echte und sehr giftige Spinnen, wodurch mehrere Todesfälle folgen. Die WG Bewohner Sabine, Philo und Raster beginnen auf eigene Faust zu ermitteln und kommen vielen schockierenden Verbrechen auf die Spur. Diese reichen von illegalem Tierhandel über Menschenhandel bis hin zu Morden. Die drei Mitbewohner begeben sich bei ihren Recherchen allerdings in große Lebensgefahr.



Hans W. Cramer hat einen fesselnden und flüssigen Schreibstil, wodurch ein kurzweiliger und wirklich lesenswerter Thriller entsteht. Der Autor schafft es bereits im Prolog Spannung aufzubauen und diese durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und Wiederholungen vermieden werden können. Im Buch wechseln sich immer wieder Kapitel rund um die Ermittler und aus Sicht des Täters ab. Dies steigert die Spannung und macht das Buch besonders fesselnd. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass einige wenige Szenen etwas konstruiert und dadurch eher unrealistisch wirken.



Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Vor allem viele Details und Einblicke in die Lebensgeschichten lassen die Charaktere besonders authentisch erscheinen. Als Leser kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln. Vor allem die Hauptpersonen konnten mich durch ihre sympathische Art überzeugen.



Besonders gut gefällt mir, dass auf detailreiche blutige Beschreibungen verzichtet wird und die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten und deren Auswirkungen auf das weitere Leben im Vordergrund stehen. Dennoch gerät die Auflösung des Falls nicht in den Hintergrund.



„Spinnenbiss“ ist bereits der zweite Teil rund um die sympathischen WG Bewohner. Auch ohne den Vorgänger zu kennen kann der Leser sofort in die Handlung einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen. Es ist mein erstes Buch von Hans W. Cramer, aber ich werde auch in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern des Autors greifen.



FAZIT:
„Spinnenbiss“ ist ein wirklich gelungener Thriller, bei dem die Psyche im Vordergrund steht und dadurch auf blutige Details verzichtet werden kann. Das Buch überzeugt sowohl durch eine gut durchdachte und logische Handlung, einen flüssigen Schreibstil und liebenswerte Charaktere. Ich vergebe 4 Sterne!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Der Schatz Salomos

Der Schatz Salomos
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Die Sklavin Invita kehrt gemeinsam mit ihrer Herrin Marcella, der Tochter
des Statthalters, in ihre Heimatstadt Divodurum zurück. Bald darauf werden zwei
junge Frauen getötet und der Arzt und dessen Sohn ...

Die Sklavin Invita kehrt gemeinsam mit ihrer Herrin Marcella, der Tochter
des Statthalters, in ihre Heimatstadt Divodurum zurück. Bald darauf werden zwei
junge Frauen getötet und der Arzt und dessen Sohn des Mordes und der Hexerei
beschuldigt. Da Invita die zwei Beschuldigten schon lange kennt und von deren
Unschuld überzeugt ist, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren, findet
so manches gut gehütetes Geheimnis heraus und begibt sich dabei in große
Gefahr.


Maria W. Peter ist es mit ihrem fesselnden und flüssigen Schreibstil
gelungen einen wirklich lesenswerten historischen Roman zu verfassen. Die
Handlung ist gut durchdacht und sehr logisch. Die Autorin schafft es schnell
Spannung aufzubauen und den Leser mit der ersten Seite zu fesseln. Die
bildlichen Beschreibungen lösen ein großes Kopfkino aus, wodurch das Buch sehr
kurzweilig erscheint.


Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen und
Wiederholungen vermieden werden können. Es wird gleich zu Beginn Spannung
aufgebaut und bis zur letzten Seite gehalten wodurch es einem schwer fällt das
Buch wegzulegen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung der sehr
interessanten und bildlich dargestellten historischen Fakten, den zum Teil sehr
liebenswerten Charakteren und dem spannenden Prozess.


Die Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Als Leser
kann man sich schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie entwickeln.
Vor allem die Hauptprotagonisten waren mir sofort sympathisch, was zur Folge
hatte, dass ich das ganze Buch mit ihnen mitfiebern musste. Aber auch die
anderen Charaktere werden ebenso ausführlich beschrieben. Besonders gut
gefallen hat mir, dass Maria W. Peter die Sklaverei im römischen Reich sehr
ausführlich beschrieben hat, ohne diese zu bewerten. Die Autorin hat es dadurch
geschafft die Handlung besonders authentisch wirken zu lassen.


„Der Schatz Salomos“ ist der mittlerweile dritte Teil rund um die Sklavin
Invita. Auch ohne die Vorgänger zu kennen kann ein Leser sofort in die Handlung
einsteigen und dieser ohne Probleme bis zum Ende folgen. Ich empfehle trotzdem
jedem auch die Vorgänger zu lesen, da diese ebenso gelungen und lesenswert
sind. Auch der aktuelle Band steht seinen Vorgängern in nichts nach und konnte
mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugen.


„Der Schatz Salomos“ ist geschichtlich sehr gut und aufwendig recherchiert!
Der Leser merkt sofort, dass sich Maria W. Peter unglaublich gut mit der
Geschichte des römischen Reiches und der Sklaverei sowie der Prozessordnung der
damaligen Zeit befasst hat. Als Leser fällt einem auf, dass alles
Geschichtliche im Buch Hand und Fuß hat. Aber auch ohne geschichtliches
Vorwissen kann man ohne Probleme in die Handlung einsteigen und dieser bis zum
Ende folgen.


Zum Ende des Buches finden sich ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen
und eine Karte. Dies ermöglicht dem Leser schnelle Recherche, beispielsweise
wenn man einen Begriff nicht versteht. Dadurch kann der Lessefluss durchgehend
gehalten werden.


FAZIT:


„Der Schatz Salomos“ ist ein wirklich gelungener historischer Roman, der
sowohl durch liebenswerte Charaktere, sehr gut recherchierten historischen
Fakten als auch einer wirklich fesselnden Handlung überzeugen kann. Maria W.
Peter konnte mich erneut komplett überzeugen. Ich kann jedem nur empfehlen
dieses Buch zu lesen und vergebe daher 5 Sterne!