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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein wundervoller Einstieg in Maggie Steiefvaters neue Reihe...

Wen der Rabe ruft (Band 1)
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Kurzbeschreibung:

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in ...

Kurzbeschreibung:

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.

Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Meine Meinung:

"Wen der Rabe ruft" ist der Auftakt einer neuen, vierteiligen Reihe von Maggie Stiefvater und handelt von Blue, die nicht nur einen merkwürdigen Namen, sondern auch eine ausergewöhnliche Familie hat. Sie wächst gemeinsam mit ihrer Mutter und ihren Tanten, die allesamt hellseherische Fähigkeiten haben, in der Kleinstadt Henrietta auf. Schon seit ihrer Kindheit wird Blues Leben von einer Prophezeiung überschattet, die besagt, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird.

Ich muss gestehen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte zu finden, und das obwohl mich die ersten Kapitel der Leseprobe wirklich gefesselt haben. Vielleicht waren es einige Längen in der Story, oder aber auch die vielen ungeklärten übersinnlichen Begriffe, die es mir Anfangs schwer gemacht haben, wirklich in Blues Welt anzukommen, schlussendlich hat aber trotzdem Maggie Stiefvaters Schreibstil dazu beigetragen, dass man der Geschichte nicht entkommen kann.
Wenn man sich aber einfach von "Wen der Rabe ruft" mitreißen lässt und sich auf die wirklich grandiose Grundidee der Geschichte einlässt, wird man zum Ende hin, mit einer spannenden Geschichte, vielschichtigen Charakteren und einen bildgewaltigen Schreibstil belohnt.
Meiner Meinung nach muss man "Wen der Rabe ruft" wirklich als Einleitung in eine neue Reihe sehen. Man lernt nicht nur Blue und ihre Familie, sondern auch die "Raven Boys" Gansey, Ronan, Adam und Noah kennen. Die Art und weise wie die Autorin erst nach und nach die Hintergrundgeschichte der einzelnen Charaktere und ihre damit verbundenen Geheimnisse offenbart, hat mir wirklich gut gefallen und jede Figur für sich ist mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen.
Wer nach der Inhaltsangabe eine Liebesgeschichte erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein, denn die Verbindung zwischen Blue und Gansey hat Anfangs nicht wirklich etwas mit Verliebtheit zu tun. Blue sieht Ganseys Geist am Vorabend des Markustag, als sie mit ihrer Tante Neeve dort die Totenwache abhält. Da sie normalerweise keine Geister sehen kann und auch keine Hellseherischen Fähigkeiten hat, sondern diese nur bei anderen verstärken kann, kann dies nur bedeuten, dass Gansey entweder ihre wahre Liebe ist, oder aber sie für seinen Tod verantwortlich sein wird.
Auch wenn ihre Mutter ihr rät, sich von dem Jungen fern zu halten, lässt sich Blue auf eine spannende Suche mit Gansey und seinen Freunden ein, die so manches Geheimnis verbirgt.

Fazit:

Auch wenn ich einige Kapitel gebraucht habe um wirklich "anzukommen", kann ich Maggie Stiefvaters neues Buch nur empfehlen und ich freue mich sehr darauf, weiter mit Blue und den Raven Boys in die Geheimnisse der Ley Linien und Geister vorzudringen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine spannende Mischung aus Dystopie, Thriller und Science Fiction...

Level 6 - Unsterbliche Liebe
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Kurzbeschreibung:

Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig ...

Kurzbeschreibung:

Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig sind die beiden Kandidaten in der Gameshow "Countdown", in der es um Leben und Tod geht: Scheitern sie am nächsten Level, sterben sie live im Fernsehen. Den Teenagern bleibt keine Wahl - sie müssen mitspielen, wenn sie überleben wollen. Doch kann man einem Mörder trauen, und wenn er noch so schöne blaugrüne Augen hat? Trotz aller Versuche, sie gegeneinander aufzuhetzen, kommen Kira und Rogan sich immer näher - und stoßen auf die schreckliche Wahrheit hinter dem grausamen Spiel...

Meine Meinung:

Ich liebe Bücher, bei denen man schon auf der ersten Seite in die Geschichte eintaucht und am liebsten nicht wieder auftauchen würde.
So ging es mir bei Level 6 auf jeden Fall. Michelle Rowen nimmt uns direkt im ersten Kapitel mit in die unheimliche und beängstigende Dunkelheit. Kira, die 16 jährige Hauptprotagonistin wird in einem ihr unbekannten Raum wach und hat absolut keine Ahnung, wie sie hier her gelangt ist und ist zu allem Überfluss an die Wand gekettet.
Unglücklicherweise leidet Kira an extremer Angst vor der Dunkelheit, seitdem ihre ganze Familie bei einem Einbruch in ihr Haus erschossen wurden und sie alles mit anhören musste, da sie sich unter ihrem Bett versteckt hatte.
Gemeinsam mit ihr wird auch der 17 jährige Rogan dort festgehalten, allerdings scheint er wesentlich mehr zu wissen als Kira.
Rogan sollte nach Saradone, ein Gefängnis in dem nur die schlimmsten Verbrecher auf ihr Ende warten verlegt werden und hat deswegen zugestimmt bei einem makaberen Spiel mitzumachen.
Kira und Rogan müssen sich gemeinsam durch 6 Level kämpfen und ihr einziges Ziel dabei ist es am Leben zu bleiben...
Meiner Meinung nach hat die Autorin es geschafft eine durch und durch spannende Story mit interessanten Protagonisten zu erschaffen. Auch die etwas andere Mischung aus Thriller, Dystopie und Science Fiction ist durchaus gelungen, bloß bin ich einfach kein großer Freund von Sci-Fi.
Obwohl mich Level 6 wirklich gefesselt hat und ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte fehlten mir Informationen über die Zukunftige Welt in der Kira und Rogan leben. Auch die Tatsache, dass nach der "großen Plage" ein Großteil der gesamten Menschheit verstorben ist, dafür aber manche weibliche Nachkommen besondere Fähigkeiten entwickeln ist zwar interessant dargestellt, aber ich hätte gerne mehr über die Hintergründe erfahren.
Trotzdem ist der Schreibstil von Michelle Rowen natürlich gewohnt flüssig zu lesen und wie gesagt wahnsinnig spannend. Nur nach und nach erfährt man als Leser Bruchstücke des Geheimnisses um das Spiel "Countdown" und fiebert von Level zu Level mit den sympathischen Protagonisten mit.
Da es sich bei diesem Buch um einen Einzelband handelt, wird man zum Ende hin auch mit einer gut durchdachten Auflösung belohnt, die für mich allerdings etwas zu Science Fiction lastig ist.
Aber das ist nur meine objektive Meinung, denn ansonsten hat mir Michelle Rowens Zukunftsvision wirklich gut gefallen.

Fazit:

Level 6 überzeugt durch einen spannenden Aufbau und einen mitreißenden Schreibstil, der das Buch zu einem wahren Pageturner werden lässt. Viele überraschende Wendungen und ein interessanter Mix aus verschiedenen Genren, werden mit einer guten Portion Liebe zu einer wirklich gelungenen Geschichte.
Einzig das Science Fiction lastige Ende war nicht ganz nach meinem Geschmack.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kann man im Januar schon sein Jahreshighlight finden???

Alice im Zombieland
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Kurzbeschreibung:

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre ...

Kurzbeschreibung:

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet...

Meine Meinung:

Vielleicht ist es ja ein wenig verfrüht ein Buch, das man im Januar liest schon zum Highlight des Jahres zu küren, aber Alice im Zombieland hat mich einfach absolut verzaubert!
Nicht nur, dass mir die 16 jährige Hauptrotagonsitin "Ali" sofort ans Herz gewachsen ist, hat es Gena Showalter einfach geschafft mich komplett zu erstaunen.
Ich bin eigentlich kein besonderer Zombie Fan. Diesen verwesenden, stinkigen und langsamen Untoten konnte ich bis jetzt nicht so wirklich etwas abgewinnen, aber die Autorin hat eine grandiose Idee gefunden um Zombies selbst für mich absolut spannend und zu ernstzunehmenden Gegnern werden zu lassen...
Ali hätte ihren merkwürdigen Vater, der panische Angst vor Monstern hat und seinen Töchtern verbietet nach Anbruch der Dunkelheit das Haus zu verlassen, oftmals verfluchen können. Trotzdem würde sie sich wahrscheinlich wünschen, dass sie nicht auf diese grausame Weise hätte merken müssen, dass ihr Vater recht hatte.
An ihrem sechzehnten Geburtstag, wird Alis komplette Familie von genau diesen Monstern getötet, die ihr Vater sein Leben lang gefürchtet hat.
Zombies!
Auch wenn Alice sich anfangs nicht im klaren darüber ist, was wirklich geschehen ist, will sie alles tun um gegen diese Monster anzukämpfen.
Das ihr dabei unbedingt der merkwürdige Bad Boy der Schule behilflich sein kann, passt ihr Anfangs überhaupt nicht.
Auch wenn man vielleicht meinen könnte, dass hier die übliche "Highschool Mädchen trifft auf gefährliche Typ - Fantasy Story" lauert entwickelt sich Gena Showalters Geschichte völlig anders.
Alle Figuren des Buches sind liebevoll ausgearbeitet und jede auf ihre Weise liebenswert. Vorallem Alis beste Freundin Cat und natürlich der geheimnisvolle Cole haben mir wahnsinnig gut gefallen.
Wahrscheinlich ist es nur ein Zufall, aber ich hatte bei dem dunkelhaarigen Cole sofort Phoebes Cole aus "Charmed" vor Augen. Eben ein Bösewicht mit einem guten Herz ;)

Der grandiose Schreibstil und Alis wundervolle, teils sarkastische Art machen das Buch einfach unverwechselbar. Auch die etwas andere Art der Autorin Zombies darzustellen hat mich total begeistert!
Düstere Geheimnisse, spannende Kämpfe und ein Hauch Romantik haben Alice im Zombieland für mich zu einem absoluten Lieblingsbuch gemacht und ich kann die Fortsetzung wirklich kaum erwarten.

Fazit:

Ich kann nur sagen... Lasst Euch fallen...taucht mit Alice ab ins Zombieland und ignoriert niemals weiße Kaninchenwolken!!!

Ein absolutes MUST-READ!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Genauso gut wie der erste Teil!

Gray Kiss
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Kurzbeschreibung:

Mein Kuss kann töten …

Ich bin Samantha, eine „Gray“. Ein entsetzlicher Hunger brennt in mir, und um ihn zu stillen, muss ich küssen. Als der Fluch begann, habe ich Seelen geraubt – ...

Kurzbeschreibung:

Mein Kuss kann töten …

Ich bin Samantha, eine „Gray“. Ein entsetzlicher Hunger brennt in mir, und um ihn zu stillen, muss ich küssen. Als der Fluch begann, habe ich Seelen geraubt – jetzt bringe ich den Tod. Nur bei einem wirkt dieser grausame Zauber nicht: Bei Kraven, einem Dämon. Dabei ist er der Bruder von Bishop, den ich wirklich will, aber nicht haben darf. Denn Bishop ist ein Engel mit sterblicher Seele. Verliebt in einen Engel, geküsst von einem Dämon, gefangen zwischen zwei Brüdern – das ist erst der Beginn meiner Probleme! Denn immer mächtiger werden in mir die übernatürlichen Kräfte. Plötzlich kann ich in Bishops Vergangenheit schauen. Und was ich dort sehe, raubt selbst mir, einer „Gray“, den Atem.

Meine Meinung:

Schon "Dark Kiss" hat mir wahnsinnig gut gefallen, so dass ich mit sehr großen Erwartungen an den abschließenden Band dieser Dilogie gegangen bin.
Um es vorweg zu nehmen...
...Ich wurde absolut nicht enttäuscht!
Nachdem Samantha im ersten Teil zu einer Gray wurde und ihre beste Freundin Carly verschwunden ist, setzt sie alles daran ihre und Carlys Seele zurück zu bekommen. Für Samantha steht fest, der einzige der ihr dabei helfen kann ist Stephen, der Junge der ihr ihre Seele mit einem Kuss geraubt hat.
Allerdings wird Samanthas eigener Hunger auf Seelen immer größer und gerade Kraven erweist sich bei diesem Problem als Retter in der Not, was nicht nur Sam sondern vorallem Bishop gewaltig auf die Nerven geht.
Und als hätten die Drei nicht schon genug um die Ohren, bringt sie eine merkwürdig hohe Anzahl von jugendlichen Suizidopfern zusätzlich ins grübeln. Ausgerechnet Samanthas Erzfeindin Jordan versucht ebenfalls hinter das Geheimnis der Selbstmorde zu kommen.
Es scheint beinahe so, als ob Trinity ein wahrer Hexenkessel von übersinnlichen Wesen und dunkler Magie wird.

Michelle Rowan hat mit Gray Kiss eine wundervolle Fortsetzung geschaffen, die genauso rasant und spannend wie der erste Teil ist.
Die Protagonisten bekommen noch mehr Tiefgang und man erfährt nach und nach auch endlich einiges über die dunkle Vergangenheit von Bishop und Kraven.
Der angenehm flüssige Schreibstil und die lockeren und teils sarkastischen Dialoge haben es mir schwer gemacht das Buch aus der Hand zu legen und so habe ich Gray Kiss leider viel zu schnell beendet, aber verlasse Trinity trotzdem mit einem zufriedenen Gefühl.
Michelle Rowan ist es wunderbar gelungen offene Fragen zu beantworten, weiterhin Spannung zu erhalten und sowohl die bekannten Protagonisten, wie auch neue Figuren perfekt zu einer durchdachten Geschichte zusammen zu fügen. Ein packender Showdown und überaschende Wendungen machen diesen zweiten Teil für mich genauso gut wie seinen Vorgänger.

Fazit:

Für alle die Dark Kiss mochten, wohl ein absolutes Muss! Die Mischung aus altbekannten und neuen Übersinnlichen Wesen macht auch dieses Buch zu einer gelungenen Fantasy Geschichte, die durch symphatische Figuren und einem perfektem Ende überzeugen kann.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein grandioses Buch über Toleranz, Freundschaft und das Erwachsenwerden...

Speechless - [Sprachlos]
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Kurzbeschreibung:

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen ...

Kurzbeschreibung:

Neuigkeiten verbreiten, über andere reden Gossip-Girl Chelsea liebt es. Als sie auf einer Party Zeugin einer intimen Situation wird, erzählt sie natürlich allen davon. Mit schrecklichen Folgen: Ihr Freund Noah wird so zusammengeschlagen, dass er im Koma landet; die Polizei ermittelt; und Chelsea wird von allen gemieden. Um ihren Fehler nicht zu wiederholen, legt sie ein Schweigegelübde ab, genau wie der buddhistische Mönch, über den sie gelesen hat. Einen Monat will sie schweigen, in der Schule und zu Hause. Manche hassen sie dafür aber plötzlich öffnen sich in ihrer stillen Welt Türen: zu einem wunderbaren Jungen, zu Menschen, die ihr verzeihen könnten. Vorausgesetzt, sie kann sich selbst verzeihen.

Meine Meinung:

Wahrscheinlich kennt jeder von uns die Situation, dass man etwas ausspricht und sich im selben Augenblick denkt..."Hätte ich doch bloß mal den Mund gehalten"
Normalerweise haben unüberlegte, oder übereilte Kommentare keine weitreichenden Folgen, zumindest nicht in dem Maße wie es bei Chelsea der Fall ist. Die Hauptrotagonstin aus Hannah Harringtons Buch plappert ein Geheimnis aus, ohne dass sie sich Gedanken darüber macht, was es für die betreffende Person bedeuten könnte. Denn so ist Chelsea. Sie gehört zu der beliebtesten Gruppe Mädchen der ganzen Schule und sie genießt es andere in peinliche Situationen zu bringen, oder den neuesten Tratsch in der ganzen Schule bekannt zu machen.
Dieses Mal allerdings kommt dabei beinahe ein Junge ums Leben. Viel zu spät wird ihr klar, was für eine Kette von Ereignissen sie ausgelöst hat und wie weitreichend ein unüberlegtes Wort sein kann.
Chelsea entschließt sich dazu ein Schweigegelübde abzulegen und einen Monat lang kein einziges Wort von sich zu geben. Gar nicht so einfach, wenn man trotzdem am Unterricht teilnehmen muss und einen die ganze Schule hasst und schikaniert.
Speechless ist ein Buch der Kategorie "Irgendwie anders" und genau das hat mir an diesem Buch auch wahnsinnig gut gefallen. Es hat mich nachdenklich gemacht und wahrscheinlich nicht nur einen Denkanstoß bei mir ausgelöst.
Vorallem Chelseas Entwicklung war unheimlich spannend mit zu erleben. Anfangs ist sie ein wahrer Kotzbrocken, die typische Schulzicke die den "Normalsterblichen" das Schulleben zur Hölle macht, doch plötzlich ist sie selbst in der Situation, dass sie keiner Leiden kann, sie täglich mit Missachtung und sogar Handgreiflichkeiten gestraft wird. Mal ehrlich, wer würde in solchen Situationen tatsächlich noch schweigen können? Sich weder Verteidigen, noch um Hilfe rufen?

Beim Nachsitzen lernt Chelsea Asha kennen, die als einzige freundlich zu ihr ist und versucht ihre Freundschaft zu gewinnen. Das Asha unbedingt mit den Jungs zusammen arbeitet, die mit dem verletzten Jungen befreundet sind, könnte man wohl Ironie des Schicksals nennen. Im Laufe des Buches lernt nicht nur der Leser und Asha Chelsea besser kennen. Ich würde sagen, auch Chelsea selbst lernt endlich ihr wahres Ich kennen und wird reifer und Erwachsener. Aber nicht nur sie muss viel dazu lernen...

Hannah Harringtons Schreibstil ist wundervoll mitreißend und unheimlich gefühlvoll. Sie schafft es einfach, dass die Geschichte einem unter die Haut geht und man Seite um Seite mit Chelsea mitfiebert.

Fazit:

Für mich ist Speechless wirklich ein grandioses Buch. Es werden nicht nur Themen wie Toleranz und Aktzeptanz zur Sprache gebracht, sondern auch Homosexualität spielt eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen natürlich "wahre Freundschaft"!
Denn oftmals sind die "besten" Freunde wenn man sie wirklich braucht plötzlich nicht mehr für einen da. Hannah Hammilton hat alle diese wichtigen Themen gefühlvoll und bildhaft in eine wundervoll erzählte Geschichte mit wirklich interessanten Protagonisten zusammen gefügt. Ein Buch das man wirklich jedem ans Herz legen kann!