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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2024

Zu viel Klagerei

Aus dem Haus
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Der Klappentext des Romans von Miriam Böttgers „Aus dem Haus“ verspricht eine unterhaltsame Leselektüre, aber gefallen hat mir diese Familiengeschichte dennoch nicht so richtig. Miriam Böttger schreibt ...

Der Klappentext des Romans von Miriam Böttgers „Aus dem Haus“ verspricht eine unterhaltsame Leselektüre, aber gefallen hat mir diese Familiengeschichte dennoch nicht so richtig. Miriam Böttger schreibt über das Leben als Tochter in einer Familie, in der alle Familienmitglieder, ihrer Ansicht nach, etwas anders sind. Der Handlungsort ist zum größten Teil das Haus, in dem die Tochter zusammen mit ihren Eltern lebt und aufwächst. Das Haus ist sehr groß und trotzdem beklagt sich die Mutter darüber. Nichts passt ihr und sie verfällt in Depressionen. Auch der Vater ist mit dem Leben im Haus unzufrieden und fühlt sich dort regelrecht gefangen. Miriam Böttger schreibt über das dortige Leben in teilweise lang verschachtelten Sätzen und selten schreibt sie über die positiven Aspekte des dortigen Lebens. Immerzu wird nur gejammert und alles und alle schlecht gemacht. Ich habe mir von dem Roman etwas mehr positive Unterhaltung erwartet.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Schöne Erzählung

Die Frauen von Maine
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Ich lese sehr gerne die Maine Bücher der Autorin Courtney Sullivan, da sie gut geschrieben sind und mich aufgrund der traumhaften Kulisse immer in Urlaubsstimmung bringen. Auch der jetzige Roman „Die Frauen ...

Ich lese sehr gerne die Maine Bücher der Autorin Courtney Sullivan, da sie gut geschrieben sind und mich aufgrund der traumhaften Kulisse immer in Urlaubsstimmung bringen. Auch der jetzige Roman „Die Frauen von Maine“ hat mich beeindruckt. Er ist sehr vielseitig und interessant und unwahrscheinlich bildhaft geschrieben. Die Hauptfigur, Jane Flanagan, arbeitet als Archivarin in Harvard , interessiert sich sehr für ein Sommerhaus in Maine, dass idyllisch gelegen oberhalb des Meeres liegt, und die Geschichte seiner bisherigen Bewohner. Sie selbst ist als Kind oft Zeit in dem Haus gewesen, das sie stets als geheimnisvoll empfand. Sie bittet die jetzige Bewohnerin um Hilfe bei ihren Recherchen, um herauszufinden, was sich in ihrem Leben ereignet hat und wie sie gelebt haben. Herausgekommen ist eine Erzählung, die aus der Sichtweise der früheren Bewohnerinnen erzählt wird. Man erfährt viel über ihre Vorstellungen vom Glück und ihrem Leben und was daraus letztendlich geworden ist. Ein mitreißender Roman mit vielen Geheimnissen und der gut lesbar ist.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Packend

Tode, die wir sterben
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Tode, die wir sterben von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson ist ein düsterer Krimi, so spannend geschrieben, dass ich immer weiterlesen musste. Die beiden Ermittler, Kommissar Jon Nordh und die ...

Tode, die wir sterben von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson ist ein düsterer Krimi, so spannend geschrieben, dass ich immer weiterlesen musste. Die beiden Ermittler, Kommissar Jon Nordh und die strafversetzte Ermittlerin Svea Karhuu
aus Nordschweden müssen Morde an Jungen aufklären und stehen enorm unter Druck, da die Öffentlichkeit auf eine schnelle Lösung der Fälle dringt.Die beiden haben einen ganz unterschiedlichen familiären Hintergrund. Jon ist frisch verwitwet, Svea eine Power Frau, die nach Malmö zwangsversetzt wurde. In Malmö regieren unterschiedliche Drogengangs, die mit den Morden zu tun haben. Der Spannungsaufbau dieses Krimis ist enorm und das neu zusammengesetzte Ermittlerduo ermittelt in alle Richtungen bis zur Beendigung des Falls. Ein packender Krimi mit Ermittlern, die auch noch einiges von ihren eigenen privaten Problemen lösen müssen .

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Suche nach der Herkunft

Juli, August, September
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Olga Grjasnowa schreibt mit ihrem Roman " Juli, August, September " eine sehr unterhaltsame und auch geschichtlich interessante Geschichte über die Suche ihrer jüdisch abstammenden Protagonistin Lou nach ...

Olga Grjasnowa schreibt mit ihrem Roman " Juli, August, September " eine sehr unterhaltsame und auch geschichtlich interessante Geschichte über die Suche ihrer jüdisch abstammenden Protagonistin Lou nach ihrer Herkunft. Lou ist in zweiter Ehe verheiratet mit dem jüdischen Pianisten Sergey und hat eine kleine Tochter namens Rosa und wohnt in Berlin. Obwohl die kleine Familie jüdischen Glaubens ist, wird ihre Tochter kaum nach den jüdischen Vorgaben erzogen. Eines Tages beschließt Lou sich mit ihrer jüdischen Herkunft auseinanderzusetzen und folgt der Einladung ihrer neunzigjährigen Tante zu einem großen Familienfest mit der gesamten Verwandtschaft auf den Canaren. Dort erfährt sie von ihren Verwandten Details zu ihrer Herkunft und zur Familiengeschichte. Der Roman ist dynamisch und erfrischend geschrieben und hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 26.07.2024

Außergewöhnlich

Sobald wir angekommen sind
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Der Debütroman von Micha Lewinsky „Sobald wir angekommen sind“ ist amüsant, kurzweilig und rundum gelungen. Hauptfigur dieses Romans ist Ben Oppermann, ein in Zürich lebender Mann jüdischer Herkunft. Ben ...

Der Debütroman von Micha Lewinsky „Sobald wir angekommen sind“ ist amüsant, kurzweilig und rundum gelungen. Hauptfigur dieses Romans ist Ben Oppermann, ein in Zürich lebender Mann jüdischer Herkunft. Ben leidet unter einigen Ängsten und auch seine Aufträge als Drehbuchautor sind nicht mehr so üppig wie früher. Mit seiner getrennt lebenden Frau Marina hat er zusammen zwei Kinder und hat mit Freundin Julia eine neue Beziehung aufgebaut. Außer um seine berufliche und gesundheitliche Form, macht er sich zusätzlich Sorgen um einen eventuell ausbrechenden dritten Weltkrieg. Und beschließt, zusammen mit Ex-Frau Marina und den Kindern ins Exil nach Brasilien zu fliehen. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und man kann Ben gut auf all seinen Gedankengängen folgen und sie aus seiner Sichtweise auch nachvollziehen. Ein gut geschriebenes Buch mit vielen Denkanreizen.

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