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Veröffentlicht am 04.09.2024

Wie eine Urlaubsreise

Willkommen auf Tuga
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„Um einer Schildkröte durch den Wald zu folgen, war nur sehr wenig Denkarbeit nötig. Sie würde Zeit haben, zu träumen, zu grübeln und sich einfach nur an den Tieren zu erfreuen, würde allein sein in ihrem ...


„Um einer Schildkröte durch den Wald zu folgen, war nur sehr wenig Denkarbeit nötig. Sie würde Zeit haben, zu träumen, zu grübeln und sich einfach nur an den Tieren zu erfreuen, würde allein sein in ihrem Dschungel, in dem es überall kreuchte und fleuchte." So gut geht es Charlotte, eine introvertierte Tierärztin aus London, die Dank eines Stipendiums nach Tuga gekommen ist. Tuga ist eine kleine abgelegene Insel irgendwo in Übersee - was dem Leser beim lesen tolle Urlaubsgefühle beschert. Die Tuganer sind sehr freundliche Menschen und eine eingeschworene Gemeinschaft. Das Leben auf der Insel, ist nicht ganz so einfach aber alle versuchen sich gegenseitig zu unterstützen . Es fehlt an vielen Dingen und die Hurikanzeit ist sehr anstrengend für alle Bewohner. Charlotte kam um eine seltene Schildkrötenart zu beobachten, vor ihrer Mutter zu flüchten und ihren Vater zu finden. Da es keinen Tierarzt auf der Insel gibt, bleibt Charlotte nichts anderes übrig, als sich um alle kranken Tiere der Insel zu kümmern.
Charlotte macht das bald sehr gern und die Tuganer sind ihr dafur dankbar. Charlottes Leben verandert sich und Turbulenzen bleiben natürlich nicht aus. Francesca Segal hat hier einen supersüßen Roman geschrieben, den ich total gerne gelesen habe. Er ist schön flüssig geschrieben und ich finde das Format des Buches echt klasse. Trotz der Dicke des Buches liegt es super in der Hand. Das Cover mit den bunten Farben finde ich traumhaft schön. Eine dicke Empfehlung für das Buch, an alle die eine kleine paradiesische Auszeit vom Alltag brauchen.Zum Glück wird es Fortsetzungen aus Tuga geben, ich freue mich schon sehr darauf.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Was Neues aus Malmö

Tode, die wir sterben
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Der schwedische Kriminalroman „Tode die wir sterben" stammt von dem Autorenduo Kerstin Signe Danielsson und Roman Vooosen. In Malmö ermitteln gemeinsam die Kommissarin Svea Karhuu und Kommissar Jon Nordh. ...

Der schwedische Kriminalroman „Tode die wir sterben" stammt von dem Autorenduo Kerstin Signe Danielsson und Roman Vooosen. In Malmö ermitteln gemeinsam die Kommissarin Svea Karhuu und Kommissar Jon Nordh. Svea ist eine selbstbewusste junge Frau, aus dem Norden Schwedens und mit Migrationshintergrund.
Beruflich hat sie gerade große Probleme und ihre Leidenschaft gilt dem Boxsport. Jons Frau ist erst vor kurzem bei einem Autounfall gemeinsam mit seinem Partner ums Leben gekommen. Der Kommissar ist nun alleinerziehender Vater und mental am Ende. Gemeinsam versuchen sie den Tod eines Teenagers bei einem Drive-by -Shooting aufzuklaren. Die Story bewegt sich durch soziale Brennpunkte, hat politische Hintergründe und auch quere Themen werden einbezogen. Zusammen mit den privaten Problemen der beiden Kommissare liegt hier der Schwachpunkt des Krimis. Etwas weniger der eben genannten Punkte und dafür ein wenig mehr Spannung oder Action wäre perfekt gewesen. Trotz der Kritik ein toller Krimi und auf jeden Fall lesenswert. Vor allem die beiden Ermittler finde ich sehr sympathisch und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Ein Weg aus der Krise

I still care
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Franziska Böhler ist eine Krankenschwester die als @thefabulousfranzi erfolgreich auf Instagram zum Thema Pflegenotstand aufmerksam macht. Mittlerweile hat sie 250.000 Follower. Sie liebt ihren Beruf und ...

Franziska Böhler ist eine Krankenschwester die als @thefabulousfranzi erfolgreich auf Instagram zum Thema Pflegenotstand aufmerksam macht. Mittlerweile hat sie 250.000 Follower. Sie liebt ihren Beruf und setzt sich gern für bessere Bedingungen in der Pflege ein. Ihr erstes Buch „l'am a Nurse" erreichte Platz 1 der Spiegel Bestsellerliste. Erfolgreich und glücklich auf ganzer Linie, möchte man meinen. Leider ist dem nicht so und damit beschäftigt sich ihr zweites Buch „' still care".
Hier berichtet sie von den Schattenseiten ihres Erfolges, von Angst und Morddrohungen. Sie berichtet von Beschimpfungen und wie es sie letzten Endes in ein Burn out trieb. Manche Anfeindungen waren so schlimm, das ich nicht weiter lesen konnte. Hier muss man wieder an der Menschheit zweifeln. Warum werden Menschen, die sich offensichtlich für eine gute Sache engagieren so schlecht behandelt. Franziska beschreibt ihren Weg aus der Krise und welche Konsequenzen sie daraus gezogen hat. Ein tolles Buch, das in Krisen helfen kann eine Lösung zu finden.

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Veröffentlicht am 15.08.2024

Toller Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft

Pi mal Daumen
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In dem Roman „Pi mal Daumen" von @alibronsky geht es um die außergewöhnliche Freundschaft zwischen der über 50 jährigen Moni Kosinsky und dem 16 jährigen Oscar. Oscar heißt komplett Oscar Maria Wilhelm ...

In dem Roman „Pi mal Daumen" von @alibronsky geht es um die außergewöhnliche Freundschaft zwischen der über 50 jährigen Moni Kosinsky und dem 16 jährigen Oscar. Oscar heißt komplett Oscar Maria Wilhelm Graf von Ebersdorff, hat autistische Züge und hält mit seiner mathematischen Inselbegabung seine ganze Familie auf Trab. Er ist es gewohnt, dass sich alles um ihn dreht und sich jeder um sein Wohlergehen kümmert. Ganz anders Moni, die sich Zeit ihres Lebens nur um andere Menschen und deren Wohlergehen kümmert. Ihr Helfersyndrom lässt ihr keine Zeit für eigene Wünsche. Beide beginnen ein Mathematikstudium und lernen sich durch eine Teamarbeit kennen. Eine Reihe Probleme und Sorgen der Beiden lassen die Story beginnen. Alina Bronsky ist es in diesem tollen Roman gelungen, zwei Figuren zu schaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Alter, die Charaktere und der soziale Status sind so verschieden, dass die beiden Menschen sich niemals im Leben kennengelernt hätten. Doch die außergewöhnliche Liebe und Leidenschaft zur Mathematik verbindet die Beiden und lasst sie Freunde werden. Ich habe dieses Buch total gerne gelesen. Es ist locker leicht geschrieben und hat mich in meinem Urlaub gut unterhalten. Ich mochte die ungewöhnliche Konstellation der beiden Hauptprogagonisten sehr gern. Das Thema Mathematik war nicht zu anstrengend geschrieben, der Leser kann es einfach überlesen oder manches googeln und dadurch schlauer werden. Insgesamt ein toller Roman, den ich gern weiterempfehle vor allem für Menschen, die Lust haben mal etwas ganz anderes zu lesen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Geheimnisvoller Anfang

Cascadia
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Der Roman „Cascadia" von Julia Phillip hat mir richtig gut gefallen. Er handelt in erster Linie von den beiden Schwestern Sam und Elena. Elena ist die Altere und hat, nachdem die Mutter schwer erkrankt ...

Der Roman „Cascadia" von Julia Phillip hat mir richtig gut gefallen. Er handelt in erster Linie von den beiden Schwestern Sam und Elena. Elena ist die Altere und hat, nachdem die Mutter schwer erkrankt ist, die Rolle des Familienoberhaupts übernommen. Sie organisiert alles und hat die Finanzen im Blick. Sam ist die jüngere Schwester, die, die verträumt und sensibel ist und der es schwer fällt ihre Rolle zu finden. Sam träumt von einem Neuanfang mit Elena - irgendwo anders - das ist das einzige, was sie täglich antreibt.
Eines Tages erblickt Sam dann einen Bären, eine Reihe von Sichtungen folgt und mit einmal ändert sich alles im Leben der Schwestern.
Der Roman hat mich sehr berührt, beschreibt es doch ein Leben, was tur uns unvorstellbar ist . Die beiden Frauen gehen praktisch nur arbeiten, um die Arztrechnungen der Mutter zu bezahlen. Ihre Kindheit war von dem brutalen Liebhaber der Mutter gepragt. Geldnot gehort zu ihrem Leben einfach dazu und egal welche Bemühungen sie anstreben, sie schaffen es einfach nicht, ihre Situation zu verbessern. Mir wurde die kleine Familie und deren Zusammenhalt schnell sympathisch. Die Begegnung mit dem Bären erscheint erst ziemlich surreal, dieses Bild verflüchtigt sich aber nach und nach und die Bedeutung des Bären ergibt einen Sinn. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen und habe auch das beste gehofft für die Schwestern. Der Stil des Buches hat mir sehr gut gefallen und ich muss auf jeden Fall den ersten Roman von Julia Phillips noch lesen. Julia Phillips wurde übrigens durch eigene Begegnungen mit Bären zu diesem Buch inspiriert. Eine dicke Empfehlung von mir für diesen Roman.

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