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WinfriedStanzick

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2018

Das Buch atmet die tiefen Kraftquellen des Konservativen und formuliert einen politischen und ethischen Atlas einer neuen Bürgerlichkeit. Mich hat es überzeugt und sehr angesprochen. Ich wünsche dem Buch nicht nur eine weite Verbreitung, sondern auch eine

Das konservative Manifest
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Wolfram Weimer, Das konservative Manifest. Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit, Plassen 2018, ISBN 978-3-86470-567-0

Wolfram Weimer ist derzeit einer der bekanntesten und meistgelesenen wertkonservativen ...

Wolfram Weimer, Das konservative Manifest. Zehn Gebote der neuen Bürgerlichkeit, Plassen 2018, ISBN 978-3-86470-567-0

Wolfram Weimer ist derzeit einer der bekanntesten und meistgelesenen wertkonservativen Publizisten im Land. In seinem hier vorliegenden kleinen Buch, das er „konbservatives Manifest“ nennt, hat er seine Überzeugungen in „zehn Geboten der neuen Bürgerlichkeit“ niedergelegt:
1. Person würdigen
2. Familie lieben
3. Heimat leben
4. Nation ehren
5. Kulturkreis kennen
6. Tradition hegen
7. Recht und Ordnung respektieren
8. Eigentum und Wohlfahrt stärken
9. Tugend pflegen
10. Gott achten


Jedes Kapitel besteht aus zunächst einer Erklärung, was nach Ansicht des Autors einen Konservativen bei dem jeweiligen Thema ausmacht, dem sich eine überzeugende Kritik an dem herrschenden Zeitgeist und seinen Verirrungen anschließt. Hier formuliert er treffend und hat mich durchgängig überzeugt.

Überhaupt ist das Buch eine wahrer Graus für alle Linke und eine ungeheure Zumutung für Rechte, die sich gerne damit brüsten, die alten Werte hochzuhalten, sie aber letztlich verraten.

Das Buch atmet die tiefen Kraftquellen des Konservativen und formuliert einen politischen und ethischen Atlas einer neuen Bürgerlichkeit. Mich hat es überzeugt und sehr angesprochen. Ich wünsche dem Buch nicht nur eine weite Verbreitung, sondern auch eine faire Rezeption in den Medien, die ich bislang vermisst habe.


Veröffentlicht am 02.02.2018

Ein auch literarisch sehr gelungenes Buch. Den Abschluss der Trilogie werde ich auf jeden Fall lesen.

Niemals
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Andreas Pflüger, Niemals, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42756-9

Normalerweise bin ich kein Liebhaber von Thrillern. Doch seit dem ersten Band der Trilogie von Andreas Pflüger über Jenny Aaron, eine blinde ...

Andreas Pflüger, Niemals, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42756-9

Normalerweise bin ich kein Liebhaber von Thrillern. Doch seit dem ersten Band der Trilogie von Andreas Pflüger über Jenny Aaron, eine blinde BKA-Beamtin „Endgültig“, der 2016 erschien, bin ich angefixt. Dieses über 450 Seitenüberaus spannende Buch Pflügers, der als Drehbuchschreiber schon für über dreißig Filme, darunter viele Tatorte verantwortlich zeichnete, hat mich im vergangenen Jahr sofort angesprochen, auch deshalb, weil er bei Suhrkamp erschienen ist, dessen Lektorat für Qualität und literarischen Anspruch steht.

Auch den hier vorliegenden ebenfalls 470 Seiten starken weiten Bandes mit dem Titel „Niemals“ habe fast ohne Unterbrechung gelesen. Genial konstruiert, arbeitet Pflüger mit zahlreichen Rückblenden, die dem Leser nach und nach die zunächst noch sehr rätselhaften Zusammenhänge erklären. Vor allen werden etliche im ersten Band noch im Dunkel gebliebene Vorgänge aus der Vergangenheit von Jenny Aaron und etlichen ihrer Kollegen geklärt, neue kommen aber dazu, die sicher im abschließenden dritten Band in diesem oder im nächsten Jahr aufgeklärt und zu einem Ende geführt werden.

Seine Hauptfigur heißt Jenny Aaron. Sie ist die Tochter eines ehemaligen GSG 9 Beamten, der bei dem Einsatz in Mogadischu 1977 sich große Verdiente erwarb, und der seine Tochter ein Leben lang unterstützte und aufbaute. Jenny Aaron wurde schon in jungen Jahren nicht nur, aber auch wegen ihres Namens, das erste weibliche Mitglied einer Eliteeinheit der Polizei, die auch außerhalb Deutschlands undercover operierte.

Ein solcher Einsatz vor 5 Jahren in Barcelona geht schief und sie erblindet durch einen Schuss. Ihren Kollegen lässt sie in einer Tiefgarage schwer verletzt zurück, eine Hypothek, die sie seitdem belastet. Sie ruht im neuen band nicht, bis sie denjenigen stellen kann, der ihr damals das Augenlicht nahm und auch jenen mysteriösen „Broker“ den sie für den Tod ihres geliebten Vaters verantwortlich macht. Jenny Aaron ist tough. Sie erlernt nicht nur die Blindensprache, sondern bald schon bewegt sie sich durch ihr Leben wie eine Sehende. Sie benutzt dafür unterschiedliche Laute und kann aus deren Echo genau ermessen, was da vor ihr liegt und in welcher Entfernung. Bald schon ist sie wieder im Dienst, nun als gefragte Vernehmungsspezialistin beim BKA in Wiesbaden, wo sie auch wohnt.

Zu Beginn des zweiten Bandes hält sich Jenny Aaron in Schweden auf, wo sie darüber nachdenkt, ob sie Angebot annehmen soll, zu jenem Berliner Spezialkommando des BKA zurückzukehren, dem sie als Sehende sechs Jahre angehörte. Der Leser erfährt in etlichen Rückblenden viel Aufhellendes über jene Zeit.

Sie zögert lange, doch dann holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Sie wird nach Marrakesch fahren, wo der gefährlichsten Mann der Welt, den viele nur für einen Mythos hakten, auf sie wartet. Und Jenny Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Und sie beschließt, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete, um diesen Mann zu töten. Sie ist sogar zunächst dazu bereit, deutliche Anzeichen einer geringen Wiederkehr ihres Hell/Dunkel – Empfindens zu ignorieren, die ihr möglicherweise, bei entsprechenden Adrenalinarmen Verhaltens das Augenblicht wiederschenken könnte.

Insbesondere die Blindenthematik ist exzellent recherchiert (Andreas Pflüger gibt darüber in einem Nachwort Auskunft) .Die gleich zu Beginn implementierte Spannung wird bis zur letzten Seite aufrechterhalten und lässt dem Leser keine andere Wahl, als atemlos immer weiter zu lesen.

Ein auch literarisch sehr gelungenes Buch. Den Abschluss der Trilogie werde ich auf jeden Fall lesen.



Veröffentlicht am 02.02.2018

In diesem Buch geht es um die Suche nach Wurzeln und Heimat. Um das Gefühl, angekommen zu sein. Und um das Scheitern bei dieser Suche. Und von der Kraft, die es kostet, das Leben zu bewältigen, das Gebirge des eigenen Lebens zu erklimmen.

Acht Berge
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Paolo Cognetti, Acht Berge, DVA 2017, ISBN 978-3-421-047878-6

„Es war eine düstere, raue Schönheit, die Kraft statt Frieden spendete“
Dieses Zitat aus dem in Italien sehr erfolgreichen Roman „Acht Berge“ ...

Paolo Cognetti, Acht Berge, DVA 2017, ISBN 978-3-421-047878-6

„Es war eine düstere, raue Schönheit, die Kraft statt Frieden spendete“
Dieses Zitat aus dem in Italien sehr erfolgreichen Roman „Acht Berge“ von Paolo Cognetti, dessen Auslandsrechte in mehr als dreißig Länder verkauft wurden ist eine treffende Zusammenfassung der Wlrkung, die die Bergwelt der Alpen nicht nur auf die Bewohner der Bergwelt , sondern auf ihre vielen Besucher ausübt.

In seinen autobiographisch geprägten Roman lässt Cognetti einen Pietro erzählen, der in Mailand aufwächst, dessen Eltern aber aus den Bergen stammen. Immer wieder kehren sie in den Ferien zu den Bergen zurück, allerdings nicht in die der Kindheit, sondern in die Gegend des Aostatals.
Denn es ist so, „dass es mitunter (…) unmöglich ist, zu den Bergen zurück zu kehren, die im Mittelpunkt aller anderen und am Anfang der eigenen Lebensgeschichte stehen“. Auch Pietro wird später nicht mehr zu den Bergen der Kindheit zurückkehren, sondern viele andere kennenlernen bis hin zu den Achttausendern des Himalaya.
Aber dennoch wird er nie die Sommer seiner Kindheit in den Bergen vergessen. Die Erkundungen mit seinem besten Freund, der aus einer armen Bergbauernfamilie stammt. Die Wanderungen mit seinem Vater, die immer über die Baumgrenze hinaus auf die Gipfel führten. Die Geborgenheit in der einfachen Ferienhütte, die seine Mutter liebevoll ausstattet. Pietro wird mit der Zeit alte Familiengeheimnisse seiner Eltern enthüllen, die Rastlosigkeit seines Vaters und das liebevolle Wesen seiner Mutter besser verstehen. Und er wird versuchen, selbst eine Heimat in den Bergen zu finden.


In diesem Buch geht es um die Suche nach Wurzeln und Heimat. Um das Gefühl, angekommen zu sein. Und um das Scheitern bei dieser Suche. Und von der Kraft, die es kostet, das Leben zu bewältigen, das Gebirge des eigenen Lebens zu erklimmen.
Dies alles wird in einer kraftvollen und poetischen Sprache erzählt und macht „Acht Berge“ zu einem kraftvollen und schönen Buch. Es wird alle Menschen berühren, die einen persönlichen Bezug zu Bergen und ihrer geheimnisvollen Anziehungskraft und Ausstrahlung

Veröffentlicht am 02.02.2018

Ein schönes, empfehlenswertes Buch

Meine zwei Zuhause
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Ben Furman, Mathias Weber, Meine zwei Zuhause, Carl Auer Verlag 2016, ISBN 978-3-8497-0186-4

Immer mehr Kinder leben nach der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern in zwei verschiedenen Wohnungen. Da ist ...

Ben Furman, Mathias Weber, Meine zwei Zuhause, Carl Auer Verlag 2016, ISBN 978-3-8497-0186-4

Immer mehr Kinder leben nach der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern in zwei verschiedenen Wohnungen. Da ist die Wohnung, meistens der Mutter, und das ist die Wohnung des Vaters (manchmal mit neuer Familie), wo die Kinder regelmäßig Wochenenden oder Ferienwochen verbringen. Manchmal ist es auch umgekehrt. Für die Kinder nicht immer eine einfache Situation, doch dieses Ausmalbuch des Therapeuten Ben Furman mit humorvollen und überraschenden Illustrationen von Mathias Weber ein, die den Texten einen guten Rahmenbieten und dennoch genügend Freiraum lassen, zeigt auch die Vorteile von „,meinen zwei Zuhause“.

Ob nun die Spielsachen, Freunde, Lieblingsplätze, Haustiere, Schlafplätze oder auch Regeln: die Kinder werden eingeladen, dies bei beiden Zuhause anzuerkennen und zugleich wird den Eltern verdeutlicht, dass sie ihr Kind hierbei unterstützen können.




Veröffentlicht am 02.02.2018

Das Buch ist eine freundliche Einladung, selbst im eigenen Leben solche Orte zu finden, an denen man auftanken kann, um das Leben mit tausend Sternen anzureichern.

Leben mit tausend Sternen
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Beate und Olaf Hofmann, Leben mit tausend Sternen, Adeo 2017, ISBN 978-3-86334-168-8

Vor vier Jahren haben die beiden Autoren des vorliegenden Buches in einem Buch bei Patmos über ihr einjähriges „Sabbatical“ ...

Beate und Olaf Hofmann, Leben mit tausend Sternen, Adeo 2017, ISBN 978-3-86334-168-8

Vor vier Jahren haben die beiden Autoren des vorliegenden Buches in einem Buch bei Patmos über ihr einjähriges „Sabbatical“ in Kanada geschrieben und damit sehr viele Menschen angesprochen.

Über eine lange Zeit war die befristete Auszeit aus dem beruflichen Alltag als „sabbatical“ nur im englischsprachigen Raum bekannt. Seit einigen Jahrzehnten hat es sich auch bei uns eingebürgert und viele Menschen haben sich in der Vergangenheit eine solche Auszeit gegönnt. Entweder haben sie es selbst finanziert, entsprechenden Urlaub angespart oder sie haben es auch in einzelnen Fällen von ihrem Arbeitgeber bezahlt bekommen, von solchen jedenfalls, die wissen, dass man in jeder Arbeit einmal eine reflektierende längere Pause braucht.

Viele Menschen haben ihr „sabbatical“ verbunden mit einer spirituellen Neuentdeckung ihres Lebens und nicht wenige haben danach entscheidende Dinge in ihrem Leben verändern und bisher verdrängte Probleme besser bearbeiten können.

Beate und Olaf Hofmann, beide leitend in kirchlichen Einrichtungen und nebenher als geistliche Berater und Coaches tätig in ihrer eigenen Organisation “hope and soul company“, berichteten von einem einjährigen Familiensabbatical, das sie zusammen mit ihrer zehnjährigen Tochter in Kanada verbracht haben. „Wir haben Werte entdeckt, die durch Krisen hindurch Bestand haben. Davon wollen wir in diesem Buch erzählen.“


Dass für diese Erfahrung nicht jeder ein ganzes Jahr zur Verfügung hat, und dass es dennoch möglich ist, sie zu machen, das zeigen die beiden in ihrem neuen bei adeo erschienenen Buch „Leben mit tausend Sternen“.

Einmal in jedem Monat eines Jahres haben sie eine Tour geplant und durchgeführt, in der freien Natur übernachtet und alle Sinne darauf ausgerichtete, sich das Glück zurückzuholen und aufzutanken für den Alltag.

Das Buch ist eine freundliche Einladung, selbst im eigenen Leben solche Orte zu finden, an denen man auftanken kann, um das Leben mit tausend Sternen anzureichern.