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WinfriedStanzick

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Veröffentlicht am 10.08.2017

Sein Buch ist nicht nur eine überzeugende Gesellschaftsutopie mit vielen sinnvollen Hinweisen auf das, was der Einzelne für sich in seinem Leben ändern kann, sondern auch eine kluge und aufschlussreiche Beschreibung unserer gegenwärtigen Gesellschaft und

Wir haben die Zeit
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Christian Schüle, Wir haben die Zeit. Denkanstöße für ein gutes Leben, edition Körber-Stiftung 20917, ISBN 978-3-89684-197-1

Der Philosoph Christian Schüle, der zuletzt mit seinem Buch „Heimat“ (Droemer) ...

Christian Schüle, Wir haben die Zeit. Denkanstöße für ein gutes Leben, edition Körber-Stiftung 20917, ISBN 978-3-89684-197-1

Der Philosoph Christian Schüle, der zuletzt mit seinem Buch „Heimat“ (Droemer) ein Szenario für ein neues Heimatverständnis entworfen hat, mit dem sich die großen Migrations-Bewegungen unserer Zeit möglicherweise fassen und bewältigen lassen. und dabei unserer Sehnsucht nach Vertrautem und dem Mangel an Vertrauen nachgespürt hat, ist auch in seinem neuen Werk „Wir haben Zeit“ dem aktuellen Lebensgefühl der Menschen auf der Spur. Wie leben sie und wie arbeiten sie, was bewegt sie, welchen Sinn und welches Ziel wollen sie ihren Leben geben?

Da die Menschen heute eine erhebliche höhere Lebenserwartung haben als frühere Generationen, hätten sie, so Schüle, eigentlich allen Grund, sich Zeit zu lassen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Stress, Hektik, Druck von außen, der dann nach innen wandert und krank macht, überwiegen im Leben der meisten Menschen. Sie fühlen sich wie gejagt von widersprüchlichen und sie überfordernden Anforderungen und mehr noch von den unzähligen Angeboten. So wird man nicht glücklich.

In seinem Buch beschreibt Schüle, wie er sich die „Organisation des guten Lebens“ vorstellt. Was kann der einzelne Mensch, Frau oder Mann, tun bzw. lassen, um seine Arbeit, seine Familie und seine Freizeit in einen harmonischen und sinnerfüllten Einklang zu bringen? Doch seine Fragen gehen über das hinaus, was das Individuum für sich selbst tun kann. Er nimmt in seinem Buch auch immer wieder die gesamte Gesellschaft in den Blick und fordert eine Neudefinition von Lebensarbeitszeit, die sich an den in den verschiedenen Lebensabschnitten vorherrschenden Bedürfnissen der Menschen orientiert.

Sein Buch ist nicht nur eine überzeugende Gesellschaftsutopie mit vielen sinnvollen Hinweisen auf das, was der Einzelne für sich in seinem Leben ändern kann, sondern auch eine kluge und aufschlussreiche Beschreibung unserer gegenwärtigen Gesellschaft und der in ihr vorherrschenden Werte.




Veröffentlicht am 10.08.2017

Ein schönes neues Buch von Gerald und Schweinchen über die Schwierigkeit des Teilens.

Muss ich was abgeben?
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Mo Willems, Muss ich was abgeben, Klett Kinderbuch 2017, ISBN 978-3-95470-154-4

Von Monika Osberghaus hervorragend aus dem Englischen übersetzt beschäftigt sich das neue Buch der englischen Kinderbuchautorin ...

Mo Willems, Muss ich was abgeben, Klett Kinderbuch 2017, ISBN 978-3-95470-154-4

Von Monika Osberghaus hervorragend aus dem Englischen übersetzt beschäftigt sich das neue Buch der englischen Kinderbuchautorin Mo Willems wieder ihrem lustigen kleinen Elefanten Gerald und seinem Freund Schweinchen. Dieses Mal geht es um das Teilen und wie kompliziert sich das manchmal gestaltet.
Als Gerald sich an einem Eiswagen ein Bällchen von dem leckeren grünen Eis (Waldmeister?) gekauft hat und schon genussvoll losschlecken will, da fällt ihm ein, dass sein Freund, das Schweinchen auch für sein Leben gerne Eis mag.

Und dann ist er hin und her gerissen zwischen der Lust, sein Eis allein zu essen und dem schlechten Gewissen, es teilen zu sollen. Mo Willems hat diese Gefühlsaufwallungen wunderbar und lustig in Szene gesetzt. Während Gerald überlegt und nachdenkt, sich quält mit seinem Gewissen, schmilzt sein Eis langsam dahin.

Niedergeschlagen auf dem Boden sitzend, das geschmolzene grüne Eis auf der Erde vor sich sagt er: „Ich hab`s vermasselt.“ Doch da kommt das Schweinchen um die Ecke. Und ratet mal, was es in der Hand hat?

Ein schönes neues Buch von Gerald und Schweinchen über die Schwierigkeit des Teilens.

Veröffentlicht am 10.08.2017

Beginnen aber muss es immer mit einer eigenen Entscheidung, etwas zu verändern

Tu, was du liebst!
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Beth Kempton, Tu was du liebst und lebe selbstbestimmt und frei, Allegria 2017, ISBN 978-3-7934-2313-3

"Du liest dieses Buch, weil du im Grunde deines Herzens weißt, dass da draußen eine größere Version ...

Beth Kempton, Tu was du liebst und lebe selbstbestimmt und frei, Allegria 2017, ISBN 978-3-7934-2313-3

"Du liest dieses Buch, weil du im Grunde deines Herzens weißt, dass da draußen eine größere Version deines Lebens auf dich wartet." Doch viele Menschen, vor allen Dingen Frauen, an die sich dieses Buch hauptsächlich richtet, hören nicht auf diesen Ruf. „Freiheit ist eine Entscheidung“ sagt Beth Kempton und ihr hier vorliegendes Buch will zu dieser Entscheidung nicht nur ermutigen sondern auch befähigen. Hier lernen Frauen, die Tür zur Freiheit zu öffnen und nachhaltig für eine Veränderung in ihrem Leben zu sorgen. Doch auch Männern die dieses Buch lesen, öffnen sich Türen nicht nur für ihr eigenes Leben, sondern vor allem für ein tieferes Verständnis ihrer Partnerin.

Es ist hauptsächlich Angst, die Menschen, besonders Frauen, davon abhält, ihr Leben so zu führen, wie sie es sich wünschen. Beth Kempton zeigt mit vielen Übungen und Fragebögen, die sie in acht Schritten entwickelt, dass es möglich ist, die Zweifel abzulegen und scheinbar unbeeinflussbare Umstände zu verbessern.

Es geht vielleicht nicht immer gleich darum, zu einer „Himmelstürmerin“ zu werden. Nicht jede kann ihr Leben, ihren Beruf und ihren Alltag so vollständig umkrempeln, wie sie sich es vielleicht erträumt. Aber wer im Kleinen beginnt, sich Schritt für Schritt seine Lebensfreude und Freiheit erobert, der wird selbst ohne revolutionäre Wechsel sein eigenes Leben in Beruf und Alltag so neu gestalten, dass die Fremdbestimmung reduziert wird und immer mehr persönliche Kreativität und Eigengestaltung wachsen können.


Beginnen aber muss es immer mit einer eigenen Entscheidung, etwas zu verändern und damit, diese Entscheidung mit denen zu kommunizieren, mit denen man sein Leben teilt. Tut frau das, wird sie vielleicht mehr männliche Unterstützung und Solidarität erfahren, als sie für möglich gehalten hat.

Veröffentlicht am 20.07.2017

Ein ganz besonderer bibliographischer Leckerbissen für alle Beatles-Fans

Birth of an Icon REVOLVER 50
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Klaus Voormann, Birth of an Icon. Revolver 50, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10962-0

Das siebte Album der legendären Beatles, das vor über fünfzig Jahren veröffentlicht wurde, zählt nicht nur wegen ...

Klaus Voormann, Birth of an Icon. Revolver 50, Delius Klasing 2017, ISBN 978-3-667-10962-0

Das siebte Album der legendären Beatles, das vor über fünfzig Jahren veröffentlicht wurde, zählt nicht nur wegen seinen musikalischen Kunstwerken sondern auch wegen seinem Cover zu den von der amerikanischen Musikzeitschrift „Rolling Stone“ in der Liste „500 Greatest Albums of All Time“ aufgeführten Alben. Auf Platz 3 ist es dort notiert.

Um dieses Cover geht es in diesem außergewöhnlichen Buch, in dem der heute 78-jährige Grafiker Klaus Voormann mit einer langen Graphic Novel und anderen kurzen Texten erzählt, wie es damals zu diesem Album kam und warum von den Fans der Beatles oft als der fünfte, der deutsche Beatle genannt wurde.
Voormann lässt den Leser mit seiner gezeichneten Geschichte an diesem ganz besonderen Prozess teilhaben, wie er klebte, bastelte und collagierte. In den Begleittexten lässt er Zeitgenossen und auch heutige Fans (z.B. Hörst Köhler zu Wort kommen.

Ein ganz besonderer bibliographischer Leckerbissen für alle Beatles-Fans.



Veröffentlicht am 20.07.2017

Der Schlüssel zum Glück liegt für die Philosophin Ina Schmidt in der Suche nach der persönlichen Lebenszufriedenheit, die sich im Laufe des Lebens ständig wandelt. Es geht nicht ums "Ankommen". Das "Unterwegssein" zählt.

Das Ziel ist im Weg
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Ina Schmidt, Das Ziel ist im Weg, Lübbe 2017, ISBN 978-3-7857-2583-2

„Eine philosophische Suche nach dem Glück“ unternimmt die Philosophin Ina Schmidt in dem vorliegenden Buch. Sie kritisiert die immer ...

Ina Schmidt, Das Ziel ist im Weg, Lübbe 2017, ISBN 978-3-7857-2583-2

„Eine philosophische Suche nach dem Glück“ unternimmt die Philosophin Ina Schmidt in dem vorliegenden Buch. Sie kritisiert die immer weiter verbreitete Manie, sich permanent Ziele zu setzen, Maßstäbe und Messlatten zu formulieren, um das zu erreichen, was man sich als Glückszustand vorstellt. Beim Streben nach Optimierung, Verbesserung und Erkenntnis lassen immer mehr Menschen nichts unversucht, damit ihnen das "Glück" nicht entwischt.
Die große Liebe, die richtige Berufswahl, die perfekte Zeit für eine Familiengründung, das sind nur einige der Themen, die viele Menschen über ein lange Zeit beschäftigen ohne dass sie wirklich das Gefühl haben, ja das ist es jetzt. Es könnte ja was bessere nachkommen. Diese Einstellung lässt sie haargenau am echten, authentischen Leben vorbei schlittern.

Der Schlüssel zum Glück liegt für die Philosophin Ina Schmidt in der Suche nach der persönlichen Lebenszufriedenheit, die sich im Laufe des Lebens ständig wandelt. Es geht nicht ums "Ankommen". Das "Unterwegssein" zählt. Schließlich reflektieren wir dabei unser gegenwärtiges Leben, können Wünsche formulieren und entwickeln uns immer weiter. Ihr Buch ermuntert uns, Wege zu gehen, ohne immer ein konkretes Ziel vor Augen zu haben.
Ein Gedicht von Mascha Kaleko trifft diesen Punkt genau:
„Du suchst und kannst
den Sinn nicht finden. Gib`s auf; denn so
wirst du ihn nicht ergründen:
Zieh deines Wegs und träume vor sich hin:
Wie oft enthüllt im Unsinn sich der Sinn!“