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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2024

Unterhaltsamer Cosy Crime

Mord im Himmelreich
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Björn Kupernikus ist ein ehemaliger Schauspieler, der seinen Ruhestand auf dem Campingplatz Himmelreich genießen möchte. Allerdings ist es mit Idylle und Ruhe recht schnell vorbei, als er eines Morgens ...

Björn Kupernikus ist ein ehemaliger Schauspieler, der seinen Ruhestand auf dem Campingplatz Himmelreich genießen möchte. Allerdings ist es mit Idylle und Ruhe recht schnell vorbei, als er eines Morgens dem Hilferuf von Annabelle, einer ehemaligen Lehrerin und Künstlerin, folgt. Ein kleiner Hund treibt auf einem Stand-Up-Paddelboard im See. Etwas widerwillig schwimmt Kupernikus hinaus auf den See, um den Hund zu retten. Er rettet aber nicht nur den kleinen Hund, sondern auch eine unter dem Bord festgeschnallte Leiche. Die Polizei geht zunächst von einem Unfall aus, was Björn aber überhaupt nicht einleuchten will. Kurzerhand beginnt er zusammen mit Annabelle mit den Ermittlungen, denn er wollte schon immer mal den Tatort-Kommissar spielen. Wem gehört der kleine Hund? Wer hat den Toten unter das SUB geschnallt? Wird es den Zwei gelingen die Fragen zu klären und das Rätsel des festgeschnallten Toten zu lösen?

„Mord im Himmelreich“ war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und durchweg gut zu lesen. Ihm ist es wunderbar gelungen die bunt zusammengewürfelten Menschen mit ihren unterschiedlichen teilweise etwas schrägen Charaktere und das Leben auf einem Campingplatz sehr anschaulich darzustellen. Man muss Kupernikus, Annabelle und Pinguin, das Findelkind vom SUB einfach gerne haben.

Das farbenfrohe Buchcover passt hervorragend zur Story und dürfte in der Buchhandlung ein kleiner Eyecatcher sein. Ansprechend fand ich, dass die Kapitel immer mit den auf dem SUB sitzende kleine Hund beginnen. Gefallen hat mir auch die hinten im Einband befindliche Karte, dadurch gewinnt man eine bessere Übersicht.

Mein Fazit: „Mord im Himmelreich“ von Andreas Winkelmann ist ein gelungener, unterhaltsamer Cosy-Crime mit einem unkonventionellen aber liebenswürdigen Ermittler-„Trio“. Wer einen netten Camping-Krimi sucht wird sich hier sicher wohlfühlen. Ich gebe dem Buch die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Toller 3. Fall für Mrs Potts´ Mordclub

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Suzie Harris, Mitglied von Mrs. Potts´ Mordclub, nimmt als Zuschauerin an einer Sitzung des Stadrats teil. Dadurch wird sie Augenzeugin, als der allseits beliebte Bürgermeister Geoffrey Lushington plötzlich ...

Suzie Harris, Mitglied von Mrs. Potts´ Mordclub, nimmt als Zuschauerin an einer Sitzung des Stadrats teil. Dadurch wird sie Augenzeugin, als der allseits beliebte Bürgermeister Geoffrey Lushington plötzlich tot zusammenbricht. Da ihr die sehr Sache verdächtig vorkommt, ruft sie sofort ihre Freudinnen Judith und Becks an. Rasch stellt sich heraus, dass der Bürgermeister vergiftet wurde. Die Drei beginnen, diesmal sogar mit Zustimmung der Polizei, wie gewöhnlich mit ihren etwas unkonventionellen Ermittlungen. Ihr Ziel - den Mörder und dessen Beweggründe zu finden. Der Kreis der Verdächtigen ist sehr überschaubar, aber so einfach wie es am Anfang erscheint ist es dann doch nicht.

Mrs Potts´Mordclub und der tote Bürgermeister ist bereits der 3. Band dieser Cozy-Crime-Reihe. Dem Autor ist es wieder gelungen, eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Fortsetzung zu schreiben. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Ein wenig erinnert mich dieser Band an die alten klassischen britischen Krimis, da jeder einzelne Tatverdächtige der Reihe nach durchleuchtet und dessen Geheimnisse aufgedeckt werden. Die Damen des Mordclubs sind alle drei auf ihre Art einzigartig und liebenswürdig. Schön finde ich auch, dass man immer wieder etwas aus dem Privatleben der Drei erfährt. Diesmal hat Becks ihre Schwiegermutter am Hals und Judith erhält Post von einem alten Schulkameraden.

Das Buchcover fügt sich wunderbare zu den Vorgängern und passt zur Story.

Mein Fazit: Der 3. Band ist wieder ein sehr gelungener und unterhaltsamer Krimi mit einem unkonventionellen aber sehr liebenswertigen Ermittler-Trio. Ich hoffe es wird bald einen 4. Band geben, auf den wir nicht all zu lange warten müssen. Für mich ist das Buch eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Typisch britischer Krimiklassiker

Mord in der Charing Cross Road
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Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung der Brüder Heldar in der Charing Cross Road 200. Eines Abends kommt es zu einem Disput zwischen ihr und dem unbeliebten Kollegen ...

Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung der Brüder Heldar in der Charing Cross Road 200. Eines Abends kommt es zu einem Disput zwischen ihr und dem unbeliebten Kollegen Mr. Butcher. Als dieser am nächsten Morgen mit einem Messer im Rücken, ermordet aufgefunden wird, stellt sich natürlich die Frage, wer den verhassten Kollegen ermordet hat. Die Polizei hat schnell zahlreiche Verdächtige, denn Gründe Mr. Butcher zu töten hatten viele. Sally beginnt zusammen mit Juniorchef Johnny den wahren Mörder zu suchen.

„Mord in der Charing Cross Road“ von Henriette Hamilton ist ein neu aufgelegter Krimiklassiker. Ich liebe alte britische Krimiklassiker muss aber zugeben, dass die Autorin für mich bisher eine Unbekannte war. Dadurch, dass das Buch vor ca. 65 Jahre geschrieben wurde, spiegelt es die damalige Zeit sowie die Arbeit in einer antiquarischen Buchhandlung gut wieder. Für meinen Geschmack ist der Autorin ein wunderbarer Krimi, dieser Zeit, gelungen, der gleichzeitig auch Auftakt zu einer Reihe mit dem Ermittlerduo Sally und Johnny war. Es ist der typische englische Klassiker. Wer allerdings einen spannungsgeladenen Krimi / Thriller sucht, ist hier an der falschen Adresse.

Zu Beginn des Buches werden die zahlreichen Charaktere und Protagonisten vorgestellt. Danach beginnt die Autorin, mit den einzelnen Motiven und Beziehungen. Die Figuren sind fast alle durchweg liebenswürdig und entsprechend der damaligen Zeit. Dabei werden u.a. kriegstraumatisierte Kollegen oder arme, hart arbeitende, Kriegswitwen und deren Leben erzählt. Im Großen und Ganzen ist der Schreibstil angenehm zu lesen, an der ein oder Stelle war zwar das ein oder andere Wort, das etwas sperrig für mich war, aber dieser Zeit entspricht.

Das retro Buchcover mit der Bücherwand im Hintergrund, dem gelben Petticoat-Mädchen und dem weißen Geist passt perfekt zum Buch und gefällt mir sehr gut. Es stimmt einen gleich auf die Geschichte ein und sollte ein kleiner Eyecatcher in der Buchhandlung sein. Sehr gut gefallen hat mir auch das beigefügte Lesezeichen.

Mein Resümee: „Mord in der Charing Cross Raod“ ist ein sehr gelungener, typischer, britischer Krimiklassiker und ich bin froh, dass er neuentdeckt wurde. Ich hoffe die weiteren Bücher der Reihe werden ebenfalls wieder neu aufgelegt. Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt und ich vergebe gerne die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Gelungenes Krimidebüt

Mord im Antiquitätenladen
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Eines Morgens findet der Antiquitätenhändler Siggi Malich einen Toten in seinem Geschäft. Als die gerufene Polizei (in Form vom doppelten Gunnar) endlich eintrifft, fehlt allerdings von der Leiche jede ...

Eines Morgens findet der Antiquitätenhändler Siggi Malich einen Toten in seinem Geschäft. Als die gerufene Polizei (in Form vom doppelten Gunnar) endlich eintrifft, fehlt allerdings von der Leiche jede Spur. Da es ohne Leiche auch keinen Tatort gibt, rückt die Polizei schnell wieder ab. Doch Siggi ist sich sicher, er hat sich den Toten im Sessel, wie vom doppelten Gunnar behauptet, nicht bloß eingebildet. Kurzentschlossen beginnt er auf eigene Faust mit den Ermittlungen. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von seiner neue Putzhilfe Doro und seinem Freund Anton, einem gut vernetzter Antiquitätenhändler.

„80 €- Waldi“ alias Waldi Lehnertz ist ein Antiquitätenhändler aus der Eifel und den Meisten aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannt. Mit „Mord im Antiquitätenladen“ ist er nun unter die Krimiautoren gegangen. Für meinen Geschmack ist ihm ein gutes Cozy-Crime-Debüt gelungen.

Das Buch war Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstil gut zu lesen. Die Protagonisten und deren Charaktere sind sehr gut darstellt und man kann sie sich lebhaft vorstellen. Jeder für sich ist ein liebenswürdiges Unikat. Waldi ist es gelungen einen unterhaltsamen und humorvollen Wohlfühlkrimi zu schreiben, bei dem es mir trotz des etwas flacherem Spannungsbogen nie langweilig war.

Das schlichte Buchcover mit den verschiedenen dezent gezeichneten Antiquitäten passt perfekt zum Buch.

Mein Resümee: „Mord im Antiquitätenladen“ war ein gelungener, kurzweiliger und humorvoller Cozy-Crime. Er hat mir sehr viel Spaß gemacht hat und meine Erwartungen erfüllt hat, deshalb vergebe ich die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Leichte Kost mit viel Lokalkolorit

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3)
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St. Peter-Ording steht Kopf, denn hier finden Dreharbeiten zu einer bekannten deutschen Krimireihe statt. Als ein Ferienhaus abbrennt, wird darin die Leiche von Titus Frank, einem der Hauptdarsteller gefunden. ...

St. Peter-Ording steht Kopf, denn hier finden Dreharbeiten zu einer bekannten deutschen Krimireihe statt. Als ein Ferienhaus abbrennt, wird darin die Leiche von Titus Frank, einem der Hauptdarsteller gefunden. Sofort ist klar, das war Mord. Nur wer hat den beliebten Schauspieler in die Saune eingesperrt und hatte damit ein Motiv für die grausame Tat? Sofort beginnen die Polizisten Fred und Ernie zu ermitteln und erhalten dabei tatkräftige Unterstützung von Familie und Freunden.

„Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording“ war für mich das erste Buch von Tanja Janz. Obwohl es bereits der 3. Band der in St. Peter-Ording spielenden Cozy-Crime Reihe ist, kann er problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Das Buch war Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstil gut zu lesen. Man merkt deutlich, dass die Autorin Fan von St. Peter-Ording ist. Dies kommt auch dem Buch und der Geschichte zu Gute, da sie die einzelnen Orte (z.B. Nordseeschule) sehr lebensecht darstellt. Da es sich um einen Cozy-Crime handelt, ist die Handlung an sich nicht allzu spannend. Ehrlich gesagt muss ich aber doch gestehen, das ich recht schnell den Täter und die Schlussüberraschung erraten hatte. Ein klein wenig mehr Spannungsbogen hätte ich mir durchaus gewünscht, aber das ist meine persönliche Meinung.

Das Buchcover mit dem Schaf in der (Sauna-)Tür und dem Westerhever Leuchtturm im Hintergrund passt perfekt zur Geschichte. Gut gefallen hat mir auch die schöne Landkarte von St. Peter-Ording auf der Innenseite des Covers, so gewinnt man gleich einen Überblick über die einzelnen Schauplätze des Krimis.

Mein Resümee: Alle St. Peter-Ording Fans und Cozy-Crime Liebhaber dürften in diesem Buch eine gute Urlaubslektüre finden und sich beim Lesen wohlfühlen. Wer allerdings einen spannenden und abwechslungsreichen Krimi sucht, sollte besser die Finger weglassen da es im Buch doch etwas seicht und klischeehaft (die Dorfpolizei kann ohne die Unterstützung von Freunden + Familie keine Fälle lösen) zugeht.

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